Freitag, 13. September 2013

[REZENSION] Das Nebelhaus

Redakteur: Yvonne Müller

Titel: Das Nebelhaus
Autor: Eric Berg
Übersetzer: -/-
Verlag: Limes
Reihe: -/-
Ausführung: Broschur, 416 Seiten



Autor:
Eric Berg ist das Pseudonym eines höchst erfolgreichen deutschen Autors, der sich mit historischen Romanen einen Namen gemacht hat. Mit Das Nebelhaus verwirklicht er einen langgehegten schriftstellerischen Traum: das Schreiben eines Kriminalromans. Vor der stimmungsvollen Kulisse der sturmumtosten Ostseeinsel Hiddensee entfaltet Eric Berg eine spannungsgeladene Geschichte, die den Leser mitten hinein führt in die Abgründe menschlichen Handelns.


DAS NEBELHAUS

Die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie sehen sich nach vielen Jahren wieder. Ein gemeinsames Treffen auf Hiddensee in Philipps Haus soll alle wieder aneinander näher bringen. Doch schon nach den ersten Augenblicken beim Wiedersehen bauen sich kleine Spannungen auf. Desweiteren trägt auch die Haushälterin von Philipp und deren Mann ein schreckliches Geheimnis mit sich rum.
Je weiter die Zeit voran schreitet, desto mehr spitzt sich die Situation zu und führt zu einer fatalen Tragödie. Es wird zur "Blutnacht" von Hiddensee!
Die Journalistin Doro Kagel rollt nach zwei Jahre wieder einen Fall auf, von dem sie noch nicht ahnt, was welche Offenbarungen da auf sie einschlagen werden. Damals hat es auf Hiddensee ein Massaker gegeben und bis heute wurde nicht geklärt, was sich damals in jener wirklich zugetragen hat. Doch Doro Kagel hat die richtige Spürnase und kommt der Wahrheit immer näher...
Drei Tote und ein Komapatient, das war die Bilanz der "Blutnacht von Hiddensee", die die Ostseeinsel zwei Jahre zuvor erschüttert hatte. Die Meldung vom Amoklauf hatte es bis in die Tagesschau geschafft, kurz vorm Sport, außerdem hatte eine Boulevardzeitung in großer Aufmachung berichtet und den Begriff der Blutnacht geprägt. Schwarzweißfotos in Passbildmanier, die auf Seite eins ein Schattendasein zwischen balkenhaften Buchstaben fristeten. Auf Seite zwei dann Betroffenheit, Überlebende, Angehörige, Nachbarn im Schock. ganz unten ein wenig Zorn: die Frage nach dem Warum und der Schuld. Wer hat geschlampt, versagt?
Von Beginn an fasziniert das Buch "Das Nebelhaus" seine Leser wie kaum ein anderes. Mit unglaublich rasantem Tempo beginnt die Story rund um die Freunde Leonie, Yasmin, Timo und Philipp, die sich nach langer Zeit wiedersehen, in Philipps Haus auf Hiddensee.
Der Aufbau des Buches ist von der Seite an gelungen und wird durch verschiedene Stimmungen uns Situationen untermauert. Aufgrund dieses Aufbaus ist "Das Nebelhaus" absolut abwechslungsreich und überraschend für den Leser. Es werden Andeutungen gemacht von schrecklichen Erlebnissen, die sich nur langsam zusammenfügen und das ganze Szenario immer weiter steigern.
Besonders faszinierend ist die Realitätsdarstellung und dass Autor Eric Berg es so gut gelingt, seine Leser so von der Geschichte zu überzeugen, dass man das Gefühl hat, man steckt mittendrin. So versucht man mit zu rätseln und fragt sich die ganze Zeit, was steckt wirklich dahinter und was damals wirklich in der besagten Nacht geschah.
Mehr als einmal fühlt man sich als Leser tief berührt und gar hilflos, weil man so in die Story hinein gezogen wird. Ohne gezwungen wirkende Dramatik, wohl aber knallhart und unverblümt beschreibt Eric Berg das Verhalten der Menschen in den jeweiligen Begebenheiten, das immer kopfloser und unberechenbarer wird...
"Das Nebelhaus" ist ein Thriller, der schlicht und einfach gesagt nur empfehlenswert ist. Das Buch ist ein unglaublicher Lesegenuss, wo Suchtgefahr garantiert ist. So gehört "Das Nebelhaus" zu den wohl besten Büchern des Jahres 2013. Denn Eric Berg schafft es seine Leser konstant und permanent an diesen Thriller zu fesseln. Bitte mehr davon!

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