Montag, 16. September 2013

[REZENSION] Allein unter Superhelden

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Allein unter Superhelden
Autor: Heiko Wolz
Illustrator: Anke Kuhl
Übersetzer: -/-
Verlag: dtv junior
Reihe: Superhelden 1
empfohlenes Lesealter: ab 9 Jahren
Ausführung: Hardcover, 160 Seiten



Autor:
Heiko Wolz, geboren 1977, war Buchhändler und Mitarbeiter in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung, bis seine Frau und die vier Kinder ihn zum Hausmann erklärten. Seine skurril-witzigen Geschichten schreibt er nun zwischen Herd und Puppenhaus, Bügelbrett und Ritterburg. Regelmäßig besucht er Kindergärten und erfindet gemeinsam mit den Kindern Geschichten, um das Interesse an Büchern zu wecken.
Heiko Wolz lebt mit Familie, zu der auch ein Weißer Schweizer Schäferhund sowie eine Katze unbestimmter Herkunft gehören, in Unterfranken.

Illustrator:
Anke Kuhl, Jahrgang, 1970, hat in Mainz und Offenbach das Zeichnen studiert und arbeitet in der Frankfurter Ateliergemeinschaft labor. Sie wurde unter anderem mit dem Troisdorfer Bilderbuchstipendium und dem Eulenspiegel-Bilderbuchpreis ausgezeichnet sowie mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Für das Sachbilderbuch ›Alles Familie!‹ erhielt sie 2011 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Anke Kuhl lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main.


ALLEIN UNTER SUPERHELDEN

„Mann, Leon. Flieg doch mal, wie wir alle.“ Ich kann nicht fliegen. Und das weiß Laura. Trotzdem muss sie es mir wieder einmal auf die Nase binden. Oder gerade deshalb. (Seite 5)
Leon ist anders. Als einziger in seiner Familie besitzt er keinerlei Superkräfte. Er kommt damit eigentlich ganz gut klar, er findet es gut „normal“ zu sein, aber seine Eltern können sich mit der Situation einfach nicht abfinden. Daher nutzen sie die Gelegenheit, ihn auf eine besondere Schule zu schicken, eine Superhelden-Schule. Doch der Schulleiter verfolgt ganz andere Pläne als er nach außen hin vorgibt und Leon scheint der einzige zu sein, der ihm auf die Schliche kommt. Nun liegt es an ihm, wie es mit den Superhelden weitergehen wird...

In „Allein unter Superhelden“ begleitet man Leon in einer Welt voller Menschen, die irgendwelche Superkräfte besitzen. Er gehört zu den wenigen, denen man begegnet, die einfach nur normal sind. Er erzählt seine Geschichte selbst, so hat man schnell das Gefühl mittendrin zu sein. Es ist fast, als würde Leon einem gegenüber sitzen, zeitweise sogar, als würde man ihn auf dem Weg begleiten. Schnell baut man eine Bindung zu dem Jungen auf, der von seiner Familie missverstanden wird. Sie möchten so gerne, dass er so ist wie sie, dass sie ihn sogar auf eine Spezialschule schicken.

Nicht nur Leon wird schnell klar, dass an dieser Schule etwas ganz und gar nicht stimmt. Auch der Leser hat gleich ein mulmiges Gefühl im Magen, dass sich auch sehr schnell bestätigen soll. Nun hofft und bangt man natürlich sofort mit dem Jungen mit, dass er sich richtig verhält und rechtzeitig handelt, um die Katastrophe noch abzuwenden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan und bis zum Schluss ist nicht klar, wie die Geschichte ausgehen wird. Kleine Überraschungen hier und da geben dem Geschehen nochmal Pep und halten die Spannungskurve oben. Der Stil des Autors ist sehr angenehm und flüssig, leicht und verständlich für jeden. Sprachlich auch für jüngere Leser angepasst, ohne dabei jedoch zu kindlich zu wirken.

Durchzogen wird das Buch von liebevollen Illustrationen, die immer wieder Szenen zeigen, die man soeben gelesen hat. So hat man zum einen sofort ein Bild vor Augen, kann sich andererseits aber mit seiner Fantasie noch einiges mehr erarbeiten. Die Zeichnungen lockern nicht nur das Schriftbild auf, sondern auch das Geschehen an sich.

„Allein unter Superhelden“ ist der erste Band mit Leon, der schon bald sein nächstes Abenteuer bestehen muss. Ein riesiger Spaß und dabei ebenso spannend, für Jung und Alt.

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