Mittwoch, 14. August 2013

[REZENSION] Weg da, das ist mein Fettnäpfchen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Weg da, das ist mein Fettnäpfchen (OT: It Looked Different on The Model)
Autor: Laurie Notaro
Übersetzer: Andrea Brandl
Verlag: Blanvalet
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 288 Seiten



Autor:
Laurie Notaro wurde in Brooklyn, N.Y., geboren und lebt heute in Eugene, Oregon. Neben dem Roman Spooky Little Girl – Verliebt in einen Geist schreibt sie witzige Kolumnenbücher, u.a. Anleitung zum Zickigsein, Männer und andere Dickmacher und Weg da, das ist mein Fettnäpfchen. Derzeit arbeitet sie an einem Plan B, sollte sie keinen neuen Buchvertrag bekommen. Zur Wahl stehen so aufregende Alternativen wie Hotdog-Verkäuferin oder Baustellenschildhalterin. Nach heutigem Stand ist Laurie Notaro immer noch verheiratet, ihre Katze erfreut sich bester Gesundheit und ihr Hund Maeby wird in diesem Leben nicht mehr auf sie hören.


WEG DA, DAS IST MEIN FETTNÄPFCHEN

Laurie Notaro sollte man wohl passenderweise als wandelndes Fettnäpfchen bezeichnen. Denn egal wo sie hinkommt, sie schafft es immer, sich innerhalb weniger Augenblicke in die konfusesten Situationen hineinzumanövrieren. Ob bei Bekannten, Verwandten, neuen Kollegen des Mannes, neuen Nachbarn oder gar auf dem hiesigen Postamt, Laurie ist bekannt wie ein bunter Hund, und das nicht überall in positivem Sinne. Mehr als einmal stellt sich die Frage, ob das Valium, das sie zur Erholung einnimmt, wirklich das Richtige für sie ist...

„Weg da, das ist mein Fettnäpfchen“ trifft mit dem Titel genau ins Schwarze. Laurie Notaro scheint förmlich nach dem nächsten Fauxpas, der ihr passieren könnte, zu suchen. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um einen Roman, sondern um eine Ansammlung von kurzen Kolumnen, die in diesem Buch zum Besten gegeben werden. Jede Geschichte umfasst zwischen fünf und fünfundzwanzig Seiten. Gut geeignet also auch für jemanden, der nicht so häufig zum Lesen kommt und nur mal ein paar Minuten abschalten möchte, ohne jedoch den Faden zu verlieren, sollte die Lesepause einmal länger andauern.

Die Geschehnisse sind an den unterschiedlichsten Orten angesiedelt, mal im heimischen Schlafzimmer, mal bei den neuen Nachbarn oder auf dem Postamt. Obwohl man Laurie überhaupt nicht kennt, schämt man sich gar fürchterlich, wenn man ihre Erlebnisse liest. Am liebsten würde man zu den Menschen hingehen und sich für das Verhalten entschuldigen.

Viel zu oft verhält sie sich jedoch klischeehaft und damit genau so, wie man es erwartet. Dadurch ist das Überraschungsmoment hinüber und die Pointe verliert ihren Reiz. Somit entringt sich dem Leser zum Schluss hin kaum mehr als noch ein müdes Lächeln, da schon von vornherein klar war wie die Situation sich gestalten wird.

Der Fremdschämfaktor bei diesem Buch ist ziemlich hoch, der Humor flacht leider mit der Zeit immer weiter ab. Für die Lektüre zwischendurch, um nur mal kurz abzuschalten, durchaus empfehlenswert, aber zu viel sollte man nicht erwarten, wenn man nicht enttäuscht werden möchte.

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