Donnerstag, 8. August 2013

[REZENSION] autoreverse

Redakteur: Ina Ostwald

Titel: autoreverse
Autor: Kai Thomas Geiger
Übersetzer: -/-
Verlag: Theiss
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 240 Seiten



Autor:
Kai Thomas Geiger, Jahrgang 1966, geboren, aufgewachsen und Führerschein 1B gemacht in Stuttgart, war Bassist bei Mat Sinner und anderen Stuttgarter Bands. Er ist Co-Autor des Spielfilms "Dead Fish", Blogger bei kessel.tv, Texter, Kreativdirektor und Regisseur für Marken von adidas bis Wulle – und jetzt Romanautor.


AUTOREVERSE

Es ist die Geschichte von Marc, seinem besten Freund und Nachbar Jones, Basti, Fred und später auch Floyd, die vor allem eins verbindet: ihre Liebe zu guter Rock-Musik und AC/DC im Speziellen.
"Jones ist zwölf 1/3, ich bin zwölf und einen Monat, und das da vorne sind Queen. Und zwar nicht die späteren Queen. Die tüdeldi-tüdeldi-Queen. Die Another-one-bites-the-dust-Radio-Gaga-Who-wants-to-live-forever-Flash-Ahaaa-Under-Pressure-Queen. Sondern die verzerrte-Gitarren-dicke-Drums-und-theatralische-Spiegelbrillen-Freddie-Queen." (S.14f)
Die Jungs wachsen zusammen auf, entdecken gemeinsam neue Rock-Platten wie unbezahlbare Schätze, gehen mit ihren Leichtkrafträdern auf Tour, feiern, trinken, streiten und vertragen sich wieder. Es ist eine Jugend, wie sie jeder Rockmusik hörende Junge in den 80ern erlebt haben könnte und doch ist sie besonders, so lebendig wirken alle Figuren, so detailverliebt, authentisch und oftmals witzig sind die Episoden, so tragisch und realistisch geht sie zu Ende, um einem Erwachsenenleben zu weichen.

autoreverse startet im Jahr meiner Geburt 1978 und auch wenn ich einige Jahre versetzt zu den Protagonisten aufgewachsen bin, so erinnere ich mich an viele Details aus den 80ern, denen man in der Geschichte begegnet und die einen zum Schmunzeln bringen. Dabei hat man nie das Gefühl, es würden extra bestimmte Marken, Songs oder Gegebenheiten aus dieser Zeit eingebracht werden, um die Zugehörigkeit zu betonen. Die 80er mit ihren typischen Eigenheiten fließen ganz natürlich in die Handlung ein, stets von einem kleinen Augenzwinkern begleitet.

Fazit:
autoreverse hat mich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit mitgenommen und bestens unterhalten. Ich konnte rocken, lachen, ein bisschen mitfiebern und am Ende auch eine kleine Träne verdrücken, denn genau so ist das Leben.

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