Montag, 7. Januar 2013

[BUCHTIPP] Adopt a Blogger: Die Dinge - Expeditionen zu den Gegenständen des täglichen Lebens

Die GeschichtenAgentin Dagmar hat auf ihrem Blog die Kategorie "Adopt a Blogger" ins Leben gerufen.
Da sie sehr viel und zudem aus vielen verschiedenen Genres liest, möchte sie ihre Rezensionen in die weite Bloggerwelt entlassen, außerdem ist "Adopt a Blogger" eine wunderbare Idee (für sie und andere) auf noch unbekannte Blogs aufmerksam zu werden, da sich die Adoptiv-Mamas und -Papas für ihre Gast-Rezensionen einfach auf Grund einer lustigen und/oder neugierigmachenden kurzen Buchbeschreibung bei ihr bewerben können. Näheres zur Aktion könnt ihr direkt auf der GeschichtenAgentin nachlesen.


Ich habe einen Buchtipp mit folgendem Anfang adoptiert:
"Have nothing in your house that you don't know to be useful,or believe to be beautiful" William Morris. Ein schönes Zitat, um sich zum entrümpeln der Wohnung zu motivieren. Doch ganz schnell stoße ich auf eine dritte Kategorie: Dinge mit einem hohen emotionalen Wert.
Die Geschichten über solche Dinge sind meine Lieblingsgeschichten in XXX.
Folgendes Buch verbarg sich dahinter:


"Have nothing in your house that you don't know to be useful,or believe to be beautiful"
William Morris.

Ein schönes Zitat, um sich zum entrümpeln der Wohnung zu motivieren. Doch ganz schnell stoße ich auf eine dritte Kategorie: Dinge mit einem hohen emotionalen Wert. Die Geschichten über solche Dinge sind meine Lieblingsgeschichten in "Die Dinge – Expeditionen zu den Gegenständen des täglichen Lebens" von Donata Elschenbroich.

Aber eigentlich geht es der Autorin um etwas ganz anderes: sie möchte aufzeigen, wie Kinder anhand von Alltagsgegenständen die Welt begreifen lernen können und sie möchte Eltern und Bildungseinrichtungen ermutigen, die kleinen Forscher dabei zu unterstützen.

Stellt euch einfach vor, ihr müsstet einer neugierigen Vierjährigen erklären, wie eine Wäscheklammer funktioniert. Ähja, Hebel, Feder … und da hört es dann mit meiner Fähigkeit, Mechanik zu erklären, schon wieder auf. Was man mit einer Wäscheklammer alles machen kann – da fällt mir jede Menge dazu ein. Und ich könnte ihr Holz-Wäscheklammern zeigen, die schon meine Oma im Einsatz hatte. Ab diesem Punkt wird aus einer banalen Wäscheklammer ein Ding mit hohem emotionalen Wert; ein Ding, das ich nur dann weggebe, wenn es unbrauchbar geworden ist. Faszinierend, wieviele Ebenen in so einem Alltagsgegenstand verborgen sind und was das Kind damit alles erfahren kann: physikalische Grundlagen, kreatives Gestalten, medizinisches Grundwissen (– warum tut die Klammer am Finger mehr weh?) und Familiengeschichte. Eine ganzheitliche Form des Lernens.

Der Lernweg vom Ding über den Erwachsenen zum Kind lässt sich auch umdrehen, wie die Geschichte der beiden Jungs zeigt, die im Kindergarten gelernt hatten, mit Stäbchen zu essen. Diese Technik versuchen sie dann abends ihren Eltern beizubringen und insbesondere der Vater tut sich in diesem Praxisbeispiel schwer mit dem Rollentausch. Wie schnell man doch diese offene, unverkrampfte Haltung des Lernens verliert!

Diese Mischung aus Praxisberichten und theoretischen Ausführungen und Donata Elschenbroichs leichter, liebevoller Erzählstil machen das Buch für mich zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Ein Buch, das mich häufig zum Schmunzeln gebracht hat und kein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen konnte. Zur Seite legen, nachdenken, reflektieren...

Nur das Entrümpeln der Wohnung fiel mir danach erst einmal noch schwerer.


Vielen Dank Dagmar, für die geniale Idee von "Adopt a Blogger" und den tollen Tipp. Wer gerne ebenfalls einen Buchtipp adoptieren möchte, kann auf "Adopt a Blogger" jederzeit nachsehen, welche Buchvorstellungen aktuell zu vergeben sind.

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