Freitag, 30. November 2012

[GEWINNSPIEL] Writer’s Investment Challenge – JS Gewinnspiel black stories

Im Rahmen des Jens Schumacher Specials der Writer's Investment Challenge verlosen die Katze mit Buch und Ranathecat je ein selbst gekauftes, signiertes Exemplar der black stories "Christmas Edition" zusammen mit limitiertem Lesezeichen und Button, die speziell für die Challenge von Ranathecat entworfen wurden. Es gibt nur eine Bedingung – das jeweilige Exemplar wird gegen eine Rezension getauscht, die aufgrund des Bezugs zu Weihnachten bitte bis zum 22.12.2012 verfasst und veröffentlicht werden soll. Wegen des engen Zeitrahmens läuft die Bewerbungsphase für die beiden Rezensionsexemplare nur bis zum 05.12.2012, da die Spiele ja noch versendet werden müssen.


Bitte bewerbt euch bis zum 05.12.2012 per Mail an anette1809[at]email[dot]de für eins der beiden Spiele mit der genauen Angabe, wo (und unter welchem Benutzernamen) ihr die Rezension bis zum 22.12.2012 veröffentlichen werdet.

Das kann zum Beispiel ein eigener Blog sein, muss aber nicht. Es reicht auch völlig, wenn ihr alternativ bei Amazon, Lovelybooks oder einer ähnlichen Online-Plattform rezensiert. Toll wäre es, wenn ihr auf mehreren Seiten aktiv seid. Eure Besprechung sollte grundsätzlich Kriterien wie die Verständlichkeit des Spiels, Originalität der Fragen, grafische Darstellung, textliche Gestaltung und den Spaßfaktor beinhalten. Außerdem erscheint eure Bewertung zusätzlich als extra gekennzeichnete Gast-Rezension auf den Blogs Katze mit Buch & Ranathecat. Die beiden Gewinner werden am 06.12.2012 bekannt gegeben.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es können nur Adressen in Deutschland berücksichtigt werden, Mehrfachteilnahmen werden nicht gezählt.

© Katze mit Buch & Ranathecat

Donnerstag, 29. November 2012

[CHALLENGE] Writer’s Investment Challenge – JS & CH im Interview


Die beiden Vollblutschriftsteller Corinna Harder und Jens Schumacher können auf unzählige, erfolgreiche Werke in diversen Genres zurückblicken. Wenn sie nicht gerade schreiben, leiten sie kreative Workshops und unternehmen deutschlandweite Lesereisen. Zusammen arbeiten sie schon seit vielen Jahren für unterschiedlichste Projekte wie zum Beispiel eine international erfolgreiche Kinderbuch-Reihe über knifflige Kriminalfälle. Bei den black stories leben sie ihre Vorliebe für vertrackte, absonderliche und makabere Geschichten aus, die es am besten auf einer ihrer gemeinsamen, interaktiven Lesungen zu errätseln gilt.

Weitere Informationen: www.corinnaharder.de und www.jensschumacher.eu

Interviewpartner: Corinna Harder (CH) und Jens Schumacher (JS)

Was macht einen guten Schriftsteller aus?

JS: Da muss ich trennen, was für mich als Leser einen guten Schriftsteller ausmacht und was für mich als Autor. Als Leser mag ich Autoren, die originell und auf einem hohen Niveau schreiben, dass ich - der schon einiges gelesen habe - nicht den Rotstift ansetzen muss, es rezipieren kann und mich hineinfallen lassen kann. Als Autor ist für mich ein guter Schriftsteller, der keine pressewirksamen Phrasen drischt wie "die Geschichte hat sich verselbstständigt", sondern der Tacheles redet , wie es wirklich ist und das wir zu 90% einen handwerklichen Beruf machen, davon ist keiner ausgenommen, auch keine Martha Grimes und kein Stephen King. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den Leuten auch ganz sympathisch ist, wenn man da mit einigen Illusionen aufräumt, die sie von dem Gewerbe so haben.

CH: Ja, das passt so aus Lesersicht, das Buch muss mich fesseln, ich muss reingezogen werden in die Geschichte. Als Autor ist es auch einfach sehr menschlich, wenn man nicht so eine abgehobene Position einnimmt, sondern ganz authentisch bleibt und sagt, am Anfang war das alles andere als einfach, es ging zwar bei uns beiden recht schnell, dass wir uns gut positioniert haben am Markt, aber trotzdem ist es ein weiter Weg dahin, dass man von dieser Arbeit auch leben kann.

Welchen Anteil nimmt die Kreativität in eurem Arbeitsalltag ein und was ist reines Handwerk?

JS: Der ganz freie kreative Bereich ist tatsächlich relativ überschaubar. Das passiert eigentlich nur, wenn man neue Stoffe konzipiert und noch nicht mal im Angebotsstadium ist und man noch alles machen kann auf dem Papier. Was noch recht kreativ ist, wenn der Stoff dann verkauft ist, ist das Ausarbeiten, wobei da das Handwerkliche schon wesentlich mehr im Vordergrund steht.

CH: Allein schon, wenn man da die Struktur niederschreibt, das ist ja auch wieder Handwerk.

JS: Am Anfang, wenn man noch nicht 30, 40, 50 Bücher geschrieben hat, dann macht das auch noch mehr Spaß, dann kommt es einem noch kreativer vor, aber je öfter man es macht und Konventionen und Zwängen ausgesetzt ist, auf die die Verlage und leider auch der Markt selber Wert legt, fühlt es sich eher wie etwas Handwerkliches an. Dann kommen noch Sachen hinzu, wenn man hauptberuflich davon lebt, die überhaupt nichts Kreatives haben: Organisation von Lesereisen, Buchmessentermine legen, telefonische Absprachen treffen, da freut man sich nach drei Wochen Lesereise, wenn man wieder zwei Tage am Schreibtisch sitzen und etwas schreiben kann.


Welche Gründe sprechen dafür als Autor Facebook zu nutzen (CH) oder auch nicht (JS)?

CH: Ich bin über das private Profil reingerutscht. Bei mir war es nie eine Entscheidung ich gehe zu Facebook, um mich als Autorin zu präsentieren. Es war zunächst ein privates Profil und es ist lange Zeit mit ein paar Freunden dahingedümpelt, also wirklich die Leute, die ich tatsächlich gekannt habe, aber in den letzten zwei Jahren ist das echt explodiert, man hat zuerst 100 Freunde, dann 1000, dann die 5000, die das Limit sind, und dann habe ich mir eben überlegt, das Autorenprofil einzurichten, das von mir aber nur sehr leidlich gepflegt wird. Ab und an stelle ich mal ein Bild von einer Lesung ein oder gebe eine kurze Statusmeldung ab, wenn ich zu einer Veranstaltung unterwegs bin, aber als Marketinginstrument nutze ich Facebook nicht. Ich habe für mich festgestellt, dass es wirklich ein Zeitfresser ist, und ob es wirklich etwas bringt, um Buchverkäufe zu steigern, weiß ich nicht. Ich schreib ja hauptsächlich für eine Zielgruppe 3.-4. Schuljahr und die Kinder sind eben noch nicht bei Facebook.

JS: Mich fragen auf Veranstaltungen ja dauernd Leute, ob ich bei Facebook bin, aber ich sage, das brauche ich nicht, ich habe eine Webseite. Wenn dich interessiert, was ich mache, findest du mich über Google sofort. Wen es nicht interessiert, dass er nicht einmal im Monat auf meine Seite guckt, den muss ich auch nicht bombardieren mit Twittereinträgen oder zuspammen damit, an welcher Seite ich von meinem aktuellen Buch gerade schreibe. Das ist einfach nicht meine Vorstellung von relevanten Informationen, das steht in keiner Relation, was es mir an zusätzlichem Aufwand bereiten würde dazu, was es denn tatsächlich bringt.

CH: Ich glaube, das kann auch stark in Richtung Selbstbeweihräucherung gehen.

JS: Deshalb konzentriere ich mich auf die überschaubare Webseite, die immer so aktuell ist, wie es irgendwie geht, wenn irgendwo ein Interview erschienen ist, dann steht das da. Und wen das interessiert, der findet es auch da. Und wen es nicht genug interessiert, der kauft sich auch nicht ein neues Buch, nur weil ich es über Facebook gepostet habe. Meine Priorität ist eher wenig Onlineaktivität, dafür aber jederzeit repräsentativ und aktuell.

Gibt es Geschichten, die ihr schon immer schreiben wolltet, aber aus verschiedenen Gründen nicht schreiben (oder veröffentlichen) konntet?

JS: Es gibt viele Sachen, auf die ich noch mehr Lust hätte als die, die ich momentan tatsächlich schreibe. Ich würde sehr gerne ein interaktives Spielbuch für Erwachsene schreiben. Ich mache ja bei Schneider die "Welt der 1000 Abenteuer", Fantasy-Quest-Books für Kinder, das würde ich sehr gerne mit einer erheblich gesteigerten Komplexität für Erwachsene machen. Aber es gibt überhaupt keinen Markt dafür. Und ich habe so 1-2 supertrashige Splatter-Romane noch von früher in der Schublade liegen aus der Zeit, wo ich noch nicht beruflich geschrieben habe, die irgendwann vielleicht in einem kleinen Verlag erscheinen werden, und darüber hinaus bin ich mittlerweile in der glücklichen Lage viele der Sachen, auf die ich Lust habe und die ich anbiete, auch tatsächlich schreiben zu können. Die nächste Reihe von mir wird auch etwas sein, auf das ich sehr viel Lust habe, was ich seit 15 oder 20 Jahren machen wollte und eine Alleinstellung auf dem deutschen Markt haben wird wie meine "Welt der 1000 Abenteuer".
Corinna hat ein paar erotische Romane in der Schublade, aber die traut sie sich nicht zu veröffentlichen, weil das als Kinderbuchautorin nicht gut aussieht *lacht*

CH: Dafür war ich vor zwei Wochen in einem SM-Studio und hatte dort eine Lesung.


Für so etwas gibt es ja auch Pseudonyme, wie steht ihr eigentlich dazu?

CH: Ich habe ein Pseudonym für eine Kinderbuchreihe, eine Detektivreihe, die es schon sehr lange gibt, das habe ich selbst geprägt und das nutze ich. Ansonsten bin ich zu einer Serie dazugestoßen, die es schon lange auf dem Markt gibt und da habe ich mich dem bestehenden Pseudonym unterworfen. Ansonsten ist es für mich derzeit nicht notwendig unter Pseudonym zu schreiben. Sollte es wirklich mal zu erotischer Frauenliteratur kommen, denke ich nochmal drüber nach, aber aktuell steht das nicht zur Diskussion.

JS: Ich habe schon unter Pseudonym veröffentlicht, als ich noch studiert habe, aber das wird niemand erfahren für welche lesbische Vampirereihe ich da geschrieben habe. Es gab einfach Szenen, die in den Geschichten passieren mussten, die würden sich in meinem Portfolio nicht so gut machen, von daher bin ich froh, das ich das damals unter Pseudonym geschrieben habe. Ansonsten halte ich es aber für ein bisschen überbewertet. Mir haben Agenturen gesagt, es wäre schlecht, dass ich so viele verschiedene Sachen mache, und damit im Grunde kein klares Profil hätte, aber es gibt viele Beispiele, bei denen das super funktioniert. Ich habe hier gerade ein Buch von Thomas Thiemeyer liegen gesehen (Anmerkung: das Interview fand in der Buchhandlung Villa Herrmann, Gustavsburg statt) und auch von 1000 Gefahren bei Ravensburger für Kinder ab 8 bis zu Erwachsenenthrillern bei Droemer Knaur alles macht, nebenbei noch illustriert, und trotzdem hat die Welt keinen verwaschenen Eindruck von ihm. Ich finde, man kann die Leute, die mehr machen mit Herzblut besser einschätzen als die, die für alles was etwas aus dem Rahmen fällt eine Maske aufsetzen, sodass man gar kein Gesamtbild von ihnen auf dem Schirm hat. Dadurch, dass ich die Erwachsenromane immer mit Jens Lossau geschrieben habe, hatten die ein Unterscheidungsmerkmal zu den Kinderbüchern, sodass sich noch keiner beschwert hat "Ich hab meinem 11jährigen Sohn "Der Orksammler" geschenkt, das ist ja schrecklich und gar nicht für Kinder", aber wenn das mal käme, dass ich alleine einen harten Erwachsenenroman oder etwas Erotisches schreiben würde, dann würde ich es mir überlegen, weil sonst die Gefahr besteht, das man sonst einen Teil seiner eigentlichen Zielgruppe verfehlt. Ich würde es aber nicht machen, weil der Verlag das sagt. Ich kenne Fälle, wo Kollegen Pseudonyme annehmen mussten, damit man ein Buch als Debüt vermarkten konnte, das würde ich nicht machen.

Kennt/lest ihr Buchblogs?

JS: Da meine Freundin einen Buchblog führt, lese ich in letzter Zeit öfters einen, und darüber auch ein paar andere, weil dort welche verlinkt sind, und finde das auch süß und interessant, was da passiert, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass der physische Markt, wo ich mein Geld verdiene und das Internet sich an keiner Stelle berühren. Ich bin im Internet schon hochgelobt und auch verrissen worden und das hat komplett durch die Bank nichts bewirkt, während wenn ich eine dreiviertel Seite in der FAZ hatte, dann hat am nächsten Tag der Verlag angerufen, "Wir haben gestern 300 Hardcover rausgeschickt, war irgendwo was in der Presse?". Das mag sein, dass das im Wandel ist, das mag auch sein, dass sich das irgendwann ins Gegenteil verkehrt, aber im Moment ist es für mich nicht relevant.

CH: Ich kann es mit einem Satz sagen: Ich lese keine Blogs. Mir ist tatsächlich etwas Gedrucktes lieber.

Wie hoch schätzt ihr den Aufwand ein, um eine aussagekräftige Rezension zu verfassen?

JS: Da ich für die Stiftung Lesen schon Workshops zu diesem Thema gehalten habe, auf was man achten sollte oder was man nicht machen soll, da habe ich schon eine ganz gute Vorstellung davon. Ich hab auch früher für eine Zeitschrift Rezensionen und Essays geschrieben. Eine richtig ausführliche Rezension, um jemandem zu informieren, der gar keine Ahnung von dem Buch hat ist eine Leistung, die ich respektiere, das ist aber leider nicht auf allen Blogs so. Es wäre schon schön, wenn alle Buchblogger das könnten, die Sache auch ernst nehmen, und den Tick Verantwortung sehen, der auch dahinter steckt, und nicht sagen, das lesen nur meine Abonnenten und meine Freunde, also kann ich machen was ich will.

CH: Es stimmt ja gar nicht, dass ich keine Online-Rezensionen lese. Es gibt doch so Fanseiten, da tummele ich mich schon, und da ziehe ich meinen Hut. Wenn ich eine Rezension lese, die mehrere tausend Zeichen umfasst und ich sehe, der Rezensent hat sich tatsächlich mit dem Thema befasst, da ist für das Schreiben ja auch schnell mal ein Tag weg, mal davon abgesehen, dass man das Buch vorher noch lesen muss.

JS: Die Gefahr, die ich im Internet sehe ist, dass wirklich jeder seine Meinung ungefragt kundgeben kann. Ich habe erst kürzlich in einem Interview gesagt, das ich nicht verlange, das jeder Literaturwissenschaft studiert hat, der ein Buch von mir bespricht, aber gewisse Rudimente sowohl bei der Verwendung der Sprache als auch gesellschaftlich, wie man (negative) Kritik herüberbringen kann und darf über eine Person, die man nicht kennt und die einem nichts getan hat. Und diese Kritikpunkte kann ich eben doch viel öfter im Internet als bei Printmedien anbringen, da dort noch ein Redakteur und ein Korrektorat dahinter sitzen. Manche Rezensionen sind für mich auch keine Rezension, wenn da einer nur etwas Scheiße fand und Punkt. Da kommt eben für mich dieser negativ behaftete Beigeschmack her, den ich gegenüber Onlinerezensionen hege.

CH: Ich muss ehrlich sagen, bei mir kommt schon der Unmut ein bisschen hoch, wenn ich für ein Hörspiel böse kritisiert werde, wo lediglich die Buchvorlage von mir stammt und das Drehbuch hat jemand anderes geschrieben und ich habe auf die Umsetzung überhaupt keinen Einfluss.

JS: Genau das ist so eine Sache, die ich meinte. Wenn man noch nicht mal weiß, das die Buchvorlage und das Drehbuch von unterschiedlichen Leuten stammen, obwohl man es auf dem Medium nachlesen kann. In der Verantwortung sollte man sich schon sehen, auch wenn man nur nebenberuflich oder als Hobby Rezensionen schreibt, du musst keinen literaturwissenschaftlichen Jargon benutzen, wenn du eine Buchbesprechung verfasst, aber gewisse Rudimente des Journalismus gehören schon dazu, wenn man eine Onlinecommunity hat.

BLACK STORIES

Bekommt ihr Themen für die Black Stories vom Verlag vorgegeben oder tragt ihr Vorschläge an den Verlag heran?

CH: Sowohl als auch.

JS: Ja, beides. Das ist auch sehr schön, weil erstens ist es schön, wenn wir die Themen auf die wir Lust haben, machen können, zweitens ist es gut, wenn einer sagt, das ist zwar eine witzige Idee, kauft aber keiner, denn die Verantwortlichen kennen den Markt für diese Spiele, und drittens ist es auch schön, wenn von außen etwas reinkommt. Die Christmas Edition oder die Mittelalter Edition wurden zum Beispiel von Verlagsseite an uns herangetragen, und ich weiß nicht, ob wir von uns aus darauf gekommen wären. Und gerade die Mittelalter Edition war eine Superidee, da das ja eine richtige Subkultur entwickelt hat und beinahe schon ein Mainstreamthema ist. Für nächstes Jahr sind schon zwei potentielle Themen vom Verlag vorgeschlagen und eins, das wir angeboten haben, sieht gut aus, dass es umgesetzt wird. Es hält sich also weiter die Waage.

Was ist zuerst da - das schaurige Ende einer Black Story oder die Geschichte, die dazu führt?

CH: Je nach Thema steht erstmal Recherche an.

JS: Genau, da wir viele Editionen machen, die auf reellen Fakten basieren - die Mittelalter Edition ist beispielsweise komplett historisch belegt, oder die Funny Death Edition beruht auf wahren Todesfällen - das heißt, da ist wirklich immer zuerst das Ergebnis da, der spektakuläre Tod oder die makabere Anekdote, und dann müssen wir das von hinten aufrollen, wie können wir das Thema mit 1-2 Sätzen kryptisch anreißen. Die Textmengen sind ja sehr klein auf den Karten, sodass man in mehreren Durchgängen durch die Edition gehen kann bis das Ergebnis steht, man kann nochmal etwas ändern, ohne dass man Monate seiner Lebenszeit investiert, wie wenn man einen mehrhundert Seiten langen Roman umschreiben würde. Das ist sehr angenehm bei den Black Stories.

CH: Bei der Christmas Edition sind wir so herangegangen, was passiert denn so an Weihnachten? Welche Situationen gibt es, was sind die typischen Schlagworte und Szenerien, und dann wird losgelegt.

Danke für das Interview!

© Katze mit Buch & Ranathecat
Fragen von Ranathecat in Abstimmung mit der Katze mit Buch.
Das Interview wurde von der Katze mit Buch geführt.

[TTT] Top Ten Thursday #92


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema Los Angeles

Ich habe die Idee von Alice aufgegriffen und in den Tags von Lovelybooks gestöbert, bin aber trotzdem kaum fündig geworden:

1. Starters von Lissa Price (SUB)
2. Strahlend schöner Morgen von James Frey
3. Lucian von Isabel Abedi
4. Legend 1: Fallender Himmel von Marie Lu
5. diverse Romane von Elmore Leonard

Ein Autor, der mit vielen seiner Werke in meinem Regal vertreten ist, ist Elmore Leonard, von dessen Romanen einige In Los Angeles spielen, aber ich habe schon ewig nichts mehr von ihm gelesen und spontan so leider gar keine Ahnung mehr welche Romane das waren.
Nächste Woche: neues Thema, gleiches Problem...

Das Thema für Donnerstag, den 06.12.2012 heißt:
10 Bücher zum Thema New York

Dienstag, 27. November 2012

[CHALLENGE] Writer's Investment Challenge - Der Start


Wir investieren mit Freuden Zeit und Geld in Deutschlands Autoren!

In einer Zeit, in der Buchblogs wie Pilze aus dem Boden schießen, Literaturplattformen immer mehr Bücher gegen eine Besprechung abgeben und das Wort "Rezensionsexemplar" in aller Munde ist, möchten wir ganz bewusst eine Aktion ins Leben rufen, bei der Bücher von deutschsprachigen Autoren regulär gekauft und rezensiert werden.

Dabei wollen wir jedoch nicht unter den Teppich kehren, dass Rezensieren und Bloggen neben der persönlichen Verwirklichung auch Arbeit ist. Deshalb werden wir alle Prozesse, die hinter einem fertigen Blogbeitrag und diversen Online-Einträgen stehen, offen legen, in finanzieller wie zeitlicher Hinsicht.

Es wird auf unseren Blogs zusätzlich Verlosungsexemplare geben, die man im Tausch gegen eine Rezension gewinnen kann, jedoch werden sie ausnahmslos aus eigener Tasche bezahlt und mit selbst gestalteten, limitierten Give-aways wie zum Beispiel Lesezeichen und Buttons aufgewertet.

Im Rahmen der Writer's Investment Challenge gehen wir dem Aufwand und dem Wert einer Online-Rezension umfassend auf den Grund. Stimmen aus der Bloggerszene werden ebenso zu Wort kommen wie Verantwortliche aus den Verlagen und die Autoren selbst.

Starten werden wir dieser Tage mit der Schriftstellergröße Jens Schumacher, Verfasser von über 50 Büchern aus verschiedenen Genres, und aus unserer Region. Wir haben den Autor persönlich getroffen und live in action bei einer seiner Lesungen erlebt. Ihr dürft euch auf ein Interview mit ihm und Co-Autorin Corinna Harder, einen Lesungsbericht, Rezensionen und vieles mehr freuen.

Eure Katze mit Buch & Ranathecat

Sonntag, 25. November 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW47


Im Briefkasten

Die Otfried Preußler Hörspiel-Box, Otfried Preußler (GK)
Die Penderwicks 3: Die Penderwicks am Meer, Jeanne Birdsall (GK)
Harold, Einzlkind (GT)
Lola 8: 5 Sterne für Lola, Isabel Abedi (GS)

Dies und das

Die zurückliegende Woche war einfach besch...eiden, aber wenigstens hat sie heute einen tollen Ausklang gefunden, auch wenn ich immer noch (oder schon wieder) krank bin, meine Erkältung erweist sich als äußerst hartnäckig, aber wenn es einem rundum nicht gut geht, dann halten sich Viren an einem wie "babbische Hustegutzjer", wie man bei uns in Rheinhessen sagen würde (klebrige Hustenbonbons für alle Nicht-Rheinhessen).
In der letzten Novemberwoche und in den Dezember rein steht einiges auf meinem Blog an, u.a. eine neue Blogger-Challenge, die ich gemeinsam mit meiner Freundin Ina ins Leben gerufen habe, außerdem muss ich endlich meinen ausstehenden Rezensionen den Kampf ansagen, ich will keine Altlasten aus 2012 mit ins neue Jahr schleppen. Und ein paar Advents- und Weihnachtsbücher wollte ich auch noch lesen...
Ach ja... und dann läuft aktuell bis zum 30.11. noch mein Gewinnspiel, bei 4 Gewinnen und aktuell 2 Teilnehmern stehen die Chancen noch ganz gut einen Preis abzuräumen, oder? Also rein in die Puschen und mitmachen, wo ich doch extra zwei der Gewinne quer über die Buchmesse geschleppt habe, um sie signieren zu lassen ;)

[REZENSION] Apfelrot und Birkenweiß: Weihnachtsdeko aus dem Norden

Titel: Apfelrot und Birkenweiß: Weihnachtsdeko aus dem Norden (OT: Julboken)
Autor: Kristina Strand
Fotograf: Kristina Strand
Übersetzer: -/-
Verlag: Thorbecke
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 120 Seiten



Autor:
Kristina Strand arbeitet freiberuflich als Stylistin, Floristin, Texterin und Fotografin für Zeitungen und Zeitschriften aus den Themenbereichen Blumen, Garten, Einrichtung und Hobby. Sie hat bereits die Bücher "Blumen rund ums Jahr" und "Dekorieren mit Decoupage" herausgegeben. Kristina wohnt in Löddeköpinge in Schonen, wo auch ihre Enkelkinder Albin und Linnéa leben, die ab und zu auf Bildern in Kristinas Büchern auftauchen. Weil Großmutter und Großvater in fußläufiger Entfernung wohnen, gibt es zur Freude aller viele spontane Kaffeerunden.


APFELROT UND BIRKENWEISS: WEIHNACHTSDEKO AUS DEM NORDEN


Wie viele Kreativbücher werden zwar begeistert durchschmökert, bleiben aber auf Grund fehlender Zeit zum Nacharbeiten oder wegen zu hoher Anforderungen an die handwerklichen Fähigkeiten ungenutzt im Bücherregal stehen?
Weihnachtsbasteleien in allen Ehren, aber das wichtigste von allem ist natürlich, Verwandte und Freunde treffen zu dürfen. S.7

Auf den ersten Blick war ich noch gar nicht restlos begeistert von diesem Buch, die vollständige Begeisterung kam bei mir auf, nachdem ich entdeckt hatte, dass ausnahmslos alle Dekorationen und Bastelideen wirklich mit minimalem Zeit- (und meistens auch Material-)aufwand umgesetzt werden können. Darüber hinaus reichen bei den verwendeten Materialien häufig Reste aus, um die Vorschläge nachzuarbeiten oder es kommt Geschirr zum Einsatz, dass weihnachtlich umdekoriert wird, Recyclingmaterial oder gesammelte Naturmaterialien. Kristina Strand holt zu Weihnachten die Natur ins Haus und kombiniert sie mit wenigen weiteren Materialien zu wunderschönen Dekorationsideen für Haus und Hof. Neben dem minimalen Aufwand in mehrfacher Hinsicht, ist es dann noch das Konzept der Nachhaltigkeit, dass mich bei den Ideen der Autorin beeindruckt hat. Hier werden neben natürlichen Stoffen viele alte Dekorationsgegenstände wiederbelebt und zu neuem Glanz verarbeitet, es müssen so gut wie keine Materialien neu gekauft werden.
In diesem Buch sind über 50 Ideen versammelt, von denen es sich bei 5 um Rezepte handelt. Die vorgestellten Nähideen sind so simpel, dass sie auch jemand ohne Vorkenntnisse nacharbeiten kann und generell sind die Vorschläge so einfach umzusetzen, dass bei den meisten Sachen auch Kinder mithelfen können.
Besonders nett und heimelig wirken Kristina Strands persönliche Worte, die jeder Dekoidee voran gestellt sind.
Jede Weihnachtsidee wird in einem ansprechenden Foto präsentiert, einer kurzen, aber klaren Anleitung zum Nacharbeiten und natürlich einer Materialliste.
Im Anhang befinden sich Vorlagen zum Kopieren, die für einige Vorschläge in diesem Buch benötigt werden.

Die Ideen in "Apfelrot und Birkenweiß" wirken auf den ersten Blick zunächst beinahe zu schlicht und einfach, auf den zweiten Blick wird dann aber klar, dass man hier einen Schatz in der Hand hält, der wirklich zum Nacharbeiten einlädt und dank der hübsch arrangierten Fotos und winterlichen Szenen zu weiteren und eigenen Ideen und Abwandlungen der vorgestellten Dekorationen inspiriert!

Donnerstag, 22. November 2012

[AKTION] 100 Jahre Francis Durbridge am 25. November 2012 – DAV-Facebook-Krimi "Der Fall Bernd"

Der Audio Verlag und der Fall Bernd – Macht mit beim großen Facebook-Krimirätsel zum 100. Geburtstag von Francis Durbridge und gewinnt tolle Paul Temple-Fanpakete. Vom 23. bis 25.11. unter www.facebook.de/der.audio.verlag

Montagmorgen, 9 Uhr im DAV. Es herrscht helle Aufregung. Bernd? Bernd! Verzweifelte Rufe nach unserem in jederlei Hinsicht unentbehrlichen Marketingmann hallen über die Flure. Aber keine Antwort. Auf seinem Schreibtisch klingelt einsam und verlassen still das Telefon vor sich hin. "Weiß einer von euch, wo Bernd steckt? Meine verfluchte EXEL-Tabelle streikt schon wieder..." "...ja, genauso wie meine Datenbank" "Wie? Bernd ist nicht da? Wo soll ich denn dann anständigen Kaffee herbekommen? Oder weiß hier sonst noch jemand wie man diese monströse gebürstete Edelstahl-Deluxe-Kaffeemaschine bedient?" "Keine Ahnung, aber ich brauche ihn dringend für die Masterkopien!" "Natürlich, aber erst nachdem er sich für mich um die Hörproben gekümmert hat!... Bernd? BERND!!!"

Helft uns, Bernd zu finden! Um das Geheimnis zu lüften, müsst ihr vom 23. bis 25. November auf Facebook drei kleine Fälle lösen, in denen sich die Lösungswörter verbergen. Bringt diese in die richtige Reihenfolge und findet heraus, wo Bernd steckt! Sendet uns den Lösungssatz bis zum 25. November 12 Uhr über das Lösungsformular auf der Gewinnspielseite.

Unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung verlosen wir schöne Preise:

Platz 1) "Die große Paul-Temple-Box" + Paul-Temple-Retroposter
Platz 2) Die Vinyl-Sonderedition "Paul Temple und der Fall Margo" + "Paul Temple und der Fall Spencer" + Paul-Temple-Retroposter
Platz 3) "Die Non-Paul-Temples" + Paul-Temple-Retroposter

Viel Spaß beim Knobeln und Grübeln, Euer DAV-Team

Quelle: Pressemitteilung

[TTT] Top Ten Thursday #91


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema Südamerika

Da bei den Städte/Länder-TTT nur zwischen Nord- und Südamerika unterschieden wird, habe ich auch Bücher aufgeführt, die in Mexiko spielen :

1. Überleben von Piers Paul Read
2. Das Geisterhaus von Isabel Allende
3. Die Töpfchenhexe in Mexiko von Vera Ruoff
4. Die vergessene Welt von Arthur Conan Doyle
5. Diebe! von Will Gatti
6. Chroniken der Weltensucher 1: Die Stadt der Regenfresser von Thomas Thiemeyer
7. Mexikanisch kochen ganz einfach von Thomasina Miers
8. Maia: oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf von Eva Ibbotson
9. Die Nonne mit dem Schwert von Lea Korte
10. Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel

Nächste Woche werde ich wohl zum ersten Mal an einem Städte/Länder-TTT scheitern, zu L.A. fallen mir zwar etliche Filme, aber spontan nur ein einziges Buch ein.

Das Thema für Donnerstag, den 29.11.2012 heißt:
10 Bücher zum Thema Los Angeles

Montag, 19. November 2012

[REZENSION] Die wunderbare Welt von Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust

Redakteur: Anette Leister

Titel: Die wunderbare Welt von Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust
Autor: Yvonne Bauer
Fotograf: Yvonne Bauer, Reinhard Harant
Verlag: Callwey
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 159 Seiten



Autor:
Yvonne Bauer begeistert jeden Tag zahlreiche Leserinnen mit ihrem Blog fraeulein-klein.blogspot.com. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und hat eine große Leidenschaft für die schönen Seiten des Lebens. Sie liebt es zu backen, zu kochen, zu dekorieren und teilt ihre eigenen Ideen gern mit anderen.


DIE WUNDERBARE WELT VON FRÄULEIN KLEIN: BACKZAUBER UND DEKOLUST

"Die wunderbare Welt von Fräulein Klein" ist das erste Buch der Bloggerin Yvonne Klein, die seit einigen Jahren im Internet auf ihren Blog unter anderem "Backzauber und Dekolust" präsentiert, zwei Themen, die ausschlaggebend für die Geburtstunde ihres Blogs und die Namensgeber für ihr Buch waren.

In einer kurzen Einleitung erzählt Yvonne Bauer davon, wie sie dazu kam ihren Blog ins Leben zu rufen und vom Weg vom Blog zum Buch.
Anschließend präsentiert sie ihre Rezepte und Dekotipps unterteilt nach Jahreszeiten, abschließend findet man in der Rubrik "Lieblingsadressen" und "Lieblingscafés und -läden vor Ort", ihre favorisierten Anbieter im Internet von Dekoartikeln, Geschirr, Bastel- und Backbedarf, sowie einige Café- und Ladenempfehlungen in München und Berlin.

Das Buch ist so entzückend gestaltet, dass es mir eigentlich schon genügt stundenlang darin zu blättern. Es macht viel Spaß darin herumzustöbern, die wunderbaren Fotos zu entdecken, die liebevollen Dekotipps zu bewundern und die vielfältigen Rezepte nachzuschlagen.
Das Design ist sehr verspielt. Die Seiten sind mit vielen verschiedenen zarten Farben und Mustern hinterlegt. Überschriften und Unterteilungen wie "Material" oder "Tipp" sehen aus wie mit Masking Tape in das Buch geklebt oder wie kleine Toppers zum Verschönern von Gebäck und Kuchen. Ein silberfarbenes Lesebändchen rundet die gelungene Gesamtgestaltung ab.
Passend zu den Jahreszeiten gibt es im Frühling Osterdeko und Rezepte mit Rhabarber und Erdbeeren zu entdecken. Im Sommer kredenzt Fräulein Klein ihrem Besuch frische Beeren, gestaltet ein Gartenpicknick, gibt Ideen für die Gestaltung eines Kindergeburtstags und natürlich darf auch ein selbstgemachtes Eis nicht fehlen. Der Herbst wird dominiert von Herbstfrüchten wie Äpfeln, Birnen und Pflaumen, während der Winter mit Gebäck und wunderschönen Advents- und Weihnachtsdekorationstipps aufwartet.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Backwaren zwar schön anzugucken sind, aber nicht so perfekt aussehen wie die Ware im Schaufenster einer Konditorei. Die Creme ist nicht immer exakt glattgestrichen und der Guss bedeckt nicht den kompletten Guglhupf. Es gibt beispielsweise Rezepte für Cakepops und Cupcakes im Buch, aber die Anleitungen sind immer sehr detailliert ausgeführt und teilweise zusätzlich bebildert und es werden keine Modelle vorgestellt, für die man eine spezielle Ausbildung absolviert haben muss, es sind Rezepte einer (sehr sehr sehr guten und begeisterten) Hobbybäckerin für Hobbybäcker. Zudem bietet sich die gewählte Größe der Backwerke nahezu an, wieder öfter selbst zu backen: neben Kleingebäck enthält das Buch zwar viele Kuchen und Torten, aber diese werden meist nur in einer 20er Springform gebacken. Gerade, wenn man nur für die Familie bäckt und keinen Besuch erwartet, finde ich diese Größe absolut ausreichend. So macht man sich auch ohne Anlass öfter mal selbst die Freude süße Leckereien zuzubereiten.
Die Dekorationen sind oftmals schlicht, aber gerade deshalb besonders wirklungsvoll und laden dazu ein nachgebastelt zu werden, da man dafür weder großen Material- noch Zeitaufwand benötigt. Viele Materialien wiederholen sich, etliches findet man gratis in der Natur. Auch Zutaten finden sich des öfteren als Dekomaterial auf dem Tisch des Fräulein Klein.

"Die wunderbare Welt von Fräulein Klein" ist genau das: wunderbar - und zum Verlieben schön!

[REZENSION] Knallbunte Weihnachten: 40 Ideen zum Basteln, Spielen und Backen

Titel: Knallbunte Weihnachten: 40 Ideen zum Basteln, Spielen und Backen
Autor: Pia Deges
Fotograf: frechverlag GmbH; lichtpunkt, Michael Ruder
Illustrator: Melanie Dahmen
Übersetzer: -/-
Verlag: Frech
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 109 Seiten



Autor:
Pia Deges ist als Kind in einen Kessel Konfetti gefallen. Seitdem schießt aus ihrem Knallkopf eine bunte Idee nach der anderen. Als Schwester von 3 (!) Brüdern wurde sie oftmals mit Monsterhänden gejagt und mehrfach zum Mond geschossen. Obwohl sie Film- und Fernsehwissenschaften studiert hat und fürs Fernsehen textet, glotzt sie selber so gut wie nie. Stattdessen kramt sie am liebsten mit Pinsel und Schere bewaffnet in ihrem höchst geheimen Bastel-Experimentierlabor vor sich hin. Sie lebt und arbeitet mit Mann und zwei Lieblingsbastelmonstern in Essen.


KNALLBUNTE WEIHNACHTEN: 40 IDEEN ZUM BASTELN, SPIELEN UND BACKEN

Unter dem Motto "Knallbunte Weihnachten" stellt Pia Deges moderne und, wie der Name schon sagt, kunterbunte Kreativideen für die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit und den Jahreswechsel vor.

Nicht nur die Projekte stehen unter dem Motto "KNALLBUNT", auch das Layout des Buches ist farbenfroh und für ein Weihnachtsbuch sehr knallig: jede Projektrubrik ist mit einer anderen Farbe hinterlegt, so dass man beim Blättern im Buch direkt weiß, unter welcher Bastelkategorie man gerade stöbert.

Bevor die einzelnen Ideen präsentiert werden, bietet ein Inhaltsverzeichnis einen ersten Überblick über die vorgestellten Projekte und unter der Rubrik "Tipps und Tricks" gibt die Autorin allgemeine Anregungen zum Thema Basteln, sowie leicht verständliche Anleitungen zum Herstellen von Schablonen und der Verwendung von Bügelflies.

Die vorgestellten Projekte sind untergliedert in die Schwerpunkte:
* Vorfreude (Ideen für die Adventszeit, 9)
* Glücksgeschenke (9)
* Zuckerbäckerei (5)
* Oh Tannenbaum (Baumschmuck, 10)
* Spielerei (5)
* Silvesterkracher (3)

Jede Projektrubrik wird von einer schön gestalteten Doppelseite eingeleitet, bei der man auf der linken Seite in einer Collage sehen kann, welche Ideen im Einzelnen vorgestellt werden, auf der rechten Seite steht groß der Name der Rubrik und am unteren Seitenrand sind sämtliche Projekte namentlich aufgeführt.

Jede Idee - egal ob groß oder klein von Umfang - wird sehr genau auf einer Doppelseite in Bild und Text präsentiert, so dass sie je nach Bastelart (Schneiden, Kleben, Nähen, Malen, Backen usw.) bereits von Kindern und Jugendlichen alleine ausgeführt werden können.
Auf der linken Seite stehen unter dem Projektnamen eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie eine Materialliste. Unter der Materialliste befindet sich ggfs. ein Hinweis, auf welcher Seite im Buch man die benötigte Vorlage findet, zudem sind etliche Ideen noch um einen Tipp ergänzt, mit was man beispielsweise die Geschenkverpackungen befüllen kann oder einer Idee zur Abwandlung oder eine Anregung, wem man mit dem jeweiligen Projekt eine Freude machen könnte.
Die Anleitungen sind dank der bunten Farbgestaltung und den entzückenden Illustrationen von Melanie Dahmen wahre Hingucker, so dass man alleine stöbernd und staunend Stunden mit diesem Ideenschatz verbringen könnte, aber dafür sind die fantasievollen und praktischen Anregungen von Pia Deges dann doch zu schade.
Dem Projektteil schließen sich mehrere Seiten mit Vorlagen zum Herauskopieren an. Die Vorlagen sind entweder 1:1 (14) oder mit dem Vergrößerungsfaktor 200% abgebildet (8).

Die Materiallisten sind überschaubar, man braucht keine tausend Kleinigkeiten, um die vorgestellten Projekte nachzuarbeiten. In der Regel sind Bastelpapiere und Farben beziehungsweise Stoff- oder Filzstücke schon die halbe Miete. Besonders gut gefällt mir, dass sehr viele Anregungen durch Upcycling von "Müll" (Bierdeckel, Joghurtbecher, PET-Flasche, Streichholzschachtel, Einmachglas) über einen hohen Faktor an Nachhaltigkeit verfügen und nicht so viele Dinge eingekauft werden müssen, da man etliches auf den Materiallisten ja selbst tagtäglich "produziert". Eine nette Idee fand ich, dass altes Spielzeug eine neue Funktion als Christbaumschmuck erhält und das man hier u.a. fündig wird auf der Suche nach Rezepten für Seifenblasenflüssigkeit und selbstgemachter Knete. Es gibt einfach Ideen und Spiele, die nie außer Mode geraten, ganz besonders, wenn sie so pfiffig und hipp präsentiert werden wie in "Knallbunte Weihnachten".

Letzten Endes überzeugt hier auch die vielfältige Mischung zum kleinen Preis, denn hier bekommt man in einem Buch sowohl Ideen für den Advent, für Geschenke, für die Backstube, für Baumschmuck, für Spiele, als auch für Silvester geboten.
Für mich die derzeitige Nummer 1 unter den kreativen (Weihnachts-)Büchern zum Basteln für und mit Kindern. Und: ich empfehle das Buch auch allen Weihnachtsdekojunkies ohne Kinder, die einfach mal Lust auf ein knallbuntes, statt einem rot-grün-weißen, Weihnachten haben.

Unter topp-kreativ.de gibt es noch viele weitere Empfehlungen zum Selbermachen!

Sonntag, 18. November 2012

[REZENSION] Der zauberhafte Adventskalender: Eine Geschichte in 24 Kapiteln

Titel: Der zauberhafte Adventskalender: Eine Geschichte in 24 Kapiteln (OT: -/-)
Autor: Connie Lotz-Afken
Sprecher: Ilona Schulz
Übersetzer: -/-
Verlag: Hörcompany
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 5-8 Jahre
Ausführung: vollständige Lesung, 78 Minuten



Autor:
Connie Lotz-Afken verfasst hauptberuflich Drehbücher für Zeichentrickfilme. Sie hat auch schon einige witzige und spannende Geschichten für Kinder geschrieben. Für die HÖRCOMPANY hat sie "Jule und der geheimnisvolle Adventskalender" geschrieben, für MovingMind hat sie "De la Kritz: Mein zweiter Fall - Eine verschwitzte Angelegenheit" sowie "Der kleine Geist auf sieben Hügeln" verfasst.

Sprecher:
Ilona Schulz hatte Engagements an Theatern in Berlin, München, Basel und Stuttgart. Seit 1991 lebt sie in Berlin und arbeitet freiberuflich als Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin und Autorin für Film, Fernsehen und Theater. Für die HÖRCOMPANY liest und singt sie u.a. die Geschichten vom Grüffelo und seinen Freunden.


DER ZAUBERHAFTE ADVENTSKALENDER: EINE GESCHICHTE IN 24 KAPITELN

Inhalt:
In diesem Advent bekommt Jule einen ganz und gar ungewöhnlichen und wahrlich zauberhaften Adventskalender von ihrer Großmutter geschenkt: der Kalender befindet sich im Schuppen neben ihrem Zuhause, zu dem Jule durch den tiefen Schnee stapfen muss und entführt sie Tag für Tag in eine Weihnachtswelt. Dort lernt sie nicht nur einen netten alten Mann namens Baltus kennen, sondern muss auch die Erfahrung machen, dass sie jeden Tag nur ein Türchen öffnen darf. Sobald sie durch eine zweite Tür gehen will, landet sie wieder in der Küche bei ihren Eltern, die nur ungläubig den Kopf schütteln, wenn Jule davon erzählt, dass sie im Adventskalender einen frischen, heißen Bratapfel gegessen, den Christkindlmarkt besucht oder Mandarinen in der Sonne gepflückt hat.

Kritik:
In "Der zauberhafte Adventskalender" hat Connie Lotz-Afken nicht nur eine eigene pfiffige und kindgerechte Geschichte zusammengesponnen, sie stellt in den 24 weihnachtlichen Episoden sehr viele klassische und althergebrachte Gedichte, Lieder und Bräuche rund um Advent und Weihnachten vor und verbindet das Ganze mit einer entzückenden Rahmenhandlung.
Hier hangelt sich das gebannt lauschende Kind (oder das dazugehörige Elternteil), nicht nur von 1. bis 24. bis hin zur Bescherung, die Autorin findet zu (fast) jedem Buchstaben im Alphabet etwas weihnachtliches oder winterliches von A wie Adventskalender bis Z wie Zimtsterne. Jede Episode dauert nur wenige Minuten und dank der lustigen und auch ein wenig spannenden Rahmenhandlung vergeht die Adventszeit beinahe wie im Fluge. Trotzdem muss jedes Kind hier lernen, dass man im Advent Geduld haben und Warten muss, so wie Jule in ihrem "begehbaren" Adventskalender, der sie im wahrsten Sinne des Wortes vor die Tür setzt, sobald sie noch ein zweites Türchen öffnet.
Mitlauschende Erwachsene werden sich vielleicht in Jules Eltern wiedererkennen, die leider nicht mehr von dem weihnachtlichen Zauber in ihren Bann gezogen werden wie die kleine Jule und für alles eine logische Erklärung suchen.
Ilona Schulz liest und singt sich mit viel Vergnügen durch Jules Abenteuer, so viel Spaß haben die klassischen Weihnachtsgedichte und -lieder selten gemacht.

Aufmachung:
Im Booklet der CD sind die Vita von Sprecherin und Autorin nachzulesen, sowie die Auflistung der einzelnen Kapitel von A wie Adventskalender bis Z wie Zimtsterne.
Diese Adventsgeschichte ist bereits 2006 unter dem Titel "Jule und der geheimnisvolle Adventskalender" erschienen. "Der zauberhafte Adventskalender" ist auch als Buchausgabe mit farbigen Illustrationen von Henrike Wilson im Ravensburger Buchverlag erhältlich.

Fazit:
"Der zauberhafte Adventskalender" verbindet eine "moderne" Geschichte mit alten Traditionen und Bräuchen, deren (Wieder-)Entdeckung nicht nur Kindern Spaß macht. Jules weihnachtliche Erlebnisse in ihrem Adventskalender verkürzen die Wartezeit bis zum heiligen Abend auf vergnügliche Weise und lassen einen beinahe wünschen, dass der Tag - bis man der nächsten Geschichte von Jule lauschen darf - schneller vergehen mag. Die Zeit bis dahin kann man sich mit dem Nachlesen der vorgestellten Gedichte oder dem Nachbacken der weihnachtlichen Gebäcke verkürzen, die Jule an manchen Tagen in ihren zauberhaften Adventskalender vorfindet. So begleitet einen Connie Lotz-Afkens Adventskalendergeschichte nicht nur wenige Minuten am Tag durch die Vorweihnachtszeit, sondern gibt auch Anregungen zum Lesen von klassischen Gedichten und Geschichten und weckt die Lust daran gemeinsam im Advent zu Backen und zu Werkeln.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW46


Im Briefkasten

Knallbunte Weihnachten: 40 Ideen zum Basteln, Spielen und Backen, Pia Deges (RE)
Lieblingsstücke aus Filz, Laura Howard (GK)
Paskestrikk: Stricken für den Frühling, Arne und Carlos (GK)
Untot - Lauf, solange du noch kannst, Kirsty McKay (RE)

Dies und das

Die neuen Bastel- und Handarbeitsbücher sind so toll :) Aber erstmal muss ich wieder was häkeln (Kreativtausch *g*). Und da will man einmal den lokalen Handel unterstützen und findet nirgends die Wolle in der Qualität bzw. den Farben die man braucht *grummel* Also doch wieder Bestellung übers Internet...

Donnerstag, 15. November 2012

[TTT] Top Ten Thursday #90


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema Italien

Irgendwann muss ich mich sicher einem Land geschlagen geben, aber so schnell geb ich nicht auf ;)

1. Romeo und Julia von William Shakespeare
2. Caius, der Lausbub aus dem alten Rom von Henry Winterfeld
3. Echt italienisch kochen mit Galbani
4. Der Kaufmann von Venedig von William Shakespeare
5. Der Name der Rose von Umberto Eco
6. Zimmer mit Aussicht von E.M. Forster
7. Tempus von Maud Schwarz
8. Arkadien erwacht von Kay Meyer
9. Illuminati von Dan Brown (SUB)
10. Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Tatsächlich habe ich noch kein Buch von Dan Brown gelesen...

Das Thema für Donnerstag, den 22.11.2012 heißt:
10 Bücher zum Thema Südamerika

Dienstag, 13. November 2012

[REZENSION] Kinder machen Weihnachtssachen: 35 Projekte für die Weihnachtszeit

Titel: Kinder machen Weihnachtssachen: 35 Projekte für die Weihnachtszeit (OT: Christmas crafting with kids)
Autor: Catherine Woram
Fotograf: Polly Wreford
Übersetzer: Kim Marie Krämer
Verlag: Frech
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 127 Seiten - nicht mehr lieferbar




Autor:
Catherine Woram schreibt für diverse englische Zeitschriften und hat bereits mehrere Bücher zum Thema Beschäftigung mit Kindern veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Ehemann und zwei Töchtern in London.


KINDER MACHEN WEIHNACHTSSACHEN: 35 PROJEKTE FÜR DIE WEIHNACHTSZEIT

Im Frech Verlag sind bereits mehrere Titel in der Reihe "Kinder machen" erschienen, passend in die (Vor-)Weihnachtszeit die beiden Titel "Kinder backen Weihnachtssachen" und "Kinder machen Weihnachtssachen", den ich hier vorstelle.

Die 35 Projekte umfassen:
* Dekoratives (20)
* Geschenke (13)
* Karten & Verpackungen (5)

Wie man an der Aufstellung sieht, bekommt man sogar mehr Ideen für sein Geld als der Titel verspricht ;) Insbesondere, da einige Ideen noch Variationen enthalten.

Dem Projektteil schließt sich der Anhang mit Vorlagen an (bis auf eine sind alle in Originalgröße abgebildet), einer Doppelseite unter dem Stichwort "So wird's gemacht", wo unter anderem das Übertragen von Vorlagen und einiges an Grundlagen für die im Buch vorgestellten Näharbeiten erklärt wird, einer Blankoseite für eigene Notizen und einem Stichwortverzeichnis von A bis Z.

Laut meiner Nichte, die als Erzieherin arbeitet, gehöre ich zur Kategorie der perfektionistischen Elternteile, die ständig etwas an Bastelarbeiten nachzubessern oder auszusetzen haben, und ja, ich gestehe: viele Bastelideen für Kinder gefallen mir üüüberhaupt nicht! Außerdem ist man irgendwann übersättigt mit reinen Stehrümchen, die keinem anderen Zweck dienen als Staub einzusammeln, deshalb stehe ich Kreativbüchern speziell für Kinder immer sehr skeptisch gegenüber. In "Kinder machen Weihnachtssachen" gefallen mir aber tatsächlich alle vorgestellten Ideen und da einige Projekte kulinarischer Natur sind (folgende Rezepte sind in diesem Buch enthalten: Lebkuchenhaus, Zimtkekse, Pfefferminz-Fondant, Kokoskonfekt, Schokoladenbrownies) oder Weihnachtskarten oder Geschenkverpackungen, sind sie spätestens nach Weihnachten verspeist oder aus dem Haus ;) Aber die dekorativen Basteltipps sind wirklich schön und dürfen gerne im Haus verbleiben. Hier sind viele Klassiker vertreten, die einige sicher schon aus anderen Bastelbüchern oder dem Kindergarten kennen (Pompondekorationen, Papierketten, Duftorangen), aber in diesem Buch sind sie in dermaßen detailliert bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen kindgerecht dargestellt, dass alle Ideen in diesem Buch von Kindern ab dem Grundschulalter mit nur wenig Hilfe eines Erwachsenen durchgängig nachgearbeitet werden können, ohne das weitere Erklärungen nötig sind. Wenn Unterstützung durch einen Erwachsenen notwendig wird, ist dies explizit im Text ausgewiesen (beispielsweise ein Blech aus dem heißen Backofen holen, wobei diese Hinweise leider nicht durchgängig in allen Projekten gegeben werden). Auch für die etwas Kleineren sind Bastelarbeiten in diesem Buch enthalten: neben einigen Nähprojekten für die etwas Größeren, wird hier auch fleißig ausgeschnitten, geklebt, gestempelt und gemalt, so dass das Buch mit Einschränkung bereits für kleine Weihnachtsbastler ab 4 Jahre empfehlenswert ist.

Unter topp-kreativ.de gibt es noch viele weitere Empfehlungen zum Selbermachen!

Montag, 12. November 2012

[REZENSION] 111 kreative Ideen für Gäste und Feste

Titel: 111 kreative Ideen für Gäste und Feste
Autor: -/-
Fotograf: u.a. Flora Press Agency GmbH, Michael Ruder
Übersetzer: -/-
Verlag: Frech
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten




111 KREATIVE IDEEN FÜR GÄSTE UND FESTE

In gleicher Ausstattung ist bereits das Buch "111 kreative Ordnungsideen für zuhause" erschienen. Diesesmal stehen in den "111 Ideen" Tischdekorationen, Rezepte und Tipps für den Gastgeber im Mittelpunkt. Wie im Vorgängerband sind wieder einige Ideen rein schriftliche Tipps, aber insgesamt finde ich diesen Band vielfältiger als die kreativen Ordnungsideen, was auch daran liegt, dass je nach Saison und Anlass ein Fest und dessen Dekoration gänzlich verschieden ausfallen (können).

Die 111 gesammelten Ideen sind in folgende Rubriken unterteilt:
* Einladung zu Kaffee und Kuchen
* Einladung zum Geburtstagsfest
* Einladung zur Hochzeit
* Saisonale Feste
* Einladung zum Abendessen
* Besondere Anlässe und Familienfeste
* Überraschungsgäste

Im Anhang befinden sich unter "Gewusst wie!" einige erklärende Anmerkungen und Tipps unterteilt in die Rubriken Materialien & Werkzeuge, Nähen, Vorlagen übertragen und Häkeln. Die kurzen Tipps ersetzen aber keine Grundlagen. Für die genähten Dekorationsideen in diesem Buch sollte man zumindest Grundkenntnisse an der Nähmaschine besitzen, auf die Grundlagen des Häkelns wird mit einer Doppelseite im Anhang und in den einzelnen Ideenvorstellungen intensiver eingegangen. Wer handarbeitstechnisch ein wenig versiert ist, hat damit ausreichend Anleitung zur Hand, um die kleinen Ideen dieses Buches nachzuarbeiten. Anschließend sind die Vorlagen aufgeführt, die für einige Arbeiten allerdings noch auf die richtige Größe kopiert werden müssen.
Layouttechnisch schließt dieser Band unverändert an die kreativen Ordnungsideen an: Das Design des Buches ist frisch und farbenfroh. Leuchtendes Orange, Grün, Pink und weitere fröhliche Farbtöne laden regelrecht zum Durchstöbern sämtlicher vorgestellter Tipps ein. Die meisten Ideen sind auf einer Seite präsentiert mit einem Foto des fertigen Produkts, einer Materialliste und einer Arbeitsanleitung. Die Ideensammlung ist vielfältig und kunterbunt, so bunt wie die zahlreichen Feste, die über das Jahr hinweg gefeiert werden können: hier findet sich alles über essbare Deko und Tisch-"Karten", witzig gefaltete Servietten, einige Rezepte für Snacks und Getränke, Nostalgisches, Edles und Kunterbuntes! Meine Favoriten sind die schnellen Ideen, die mit geringem Zeit- und Materialaufwand auch für Überraschungsbesuch umgesetzt werden können und die pfiffigen saisonalen Ideen, die mit wenig Vorbereitung einen großen Auftritt hinlegen und dabei nur kleines Geld kosten (z.B. Ei als Tischkarte oder Apfel unter Glas). Besonders witzig finde ich die gefalteten Servietten als Himmel-und-Hölle-Spiel oder die Russisch Brot Buchstaben als Platzkärtchen. Die "111 kreativen Ideen für Gäste und Feste" werde ich in Zukunft sicherlich oft zur Inspiration bei der Planung von Feiern zur Hand nehmen, da hier viele ausgefallene, kostengünstige und einfach umzusetzende Ideen versammelt sind!

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Sonntag, 11. November 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW45


Im Briefkasten

Backen. I love baking, Cynthia Barcomi (GK)
be Beanie: Häkelmützen für jede Gelegenheit, Frauke Kiedaisch (GT)
Dekorative Adventskalender, Gudrun Schmitt (GK)
Florentine - oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt, Jutta Wilke (GT)
Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe, Cynthia Barcomi (GK)
Mini-Monster: 20 Amigurumi-Monster zum Selberhäkeln Christen Haden (GK)
Noch 24 Tage bis Weihnachten, Christiane Steffan (GK)
Weihnachtliche Papier-Minis Christiane Steffan (GK)

Dies und das

Diese Woche bin ich gleich mehrfach der Verlockung von Arvelle erlegen, obwohl ich derzeit überhaupt keine Lust zum Basteln oder Handarbeiten habe, total plemplem. Was mich aber nicht daran gehindert hat, dass neue Strickbuch "Paskestrikk: Stricken für den Frühling "von Arne und Carlos vorzubestellen, bis dahin kommt die Lust irgendwas zu machen hoffentlich wieder zurück :(
Ich bin einfach genervt von der stagnierenden Renovierung. Es entwickelt sich jetzt zu einem Psychokrieg zwischen meinem Mann und der Firma. Verpfuschte Sachen werden nicht ausgebessert (kaputte Bodenfliesen im Bad), angefangene Sachen nicht beendet (fehlende Heizung im Bad), wir sollen aber eine Abschlagszahlung leisten die quasi der kompletten Rechnung entspricht. Bei mir wirkt sich das mit zunehmender Lustlosigkeit für egal was aus (bei dem Chaos kann man ja auch nicht wirklich gut kreativ arbeiten), und Krankheiten. Mein krankes Kind mit Magen-Darm-Grippe hat mich dann gesundheitlich noch mehr gebeutelt, nachdem ich drei Tage wie verrückt am Wäsche waschen war, aber ich bin sowieso unfähig meinen Hintern fünf Minuten ruhig zu halten, wenn um mich herum Chaos herrscht. Wenn ich keine Wäsche hätte waschen müssen, hätte ich also sicherlich etwas anderes gefunden was mich vom Ausruhen abhält. Also... weiter krank, weiter im Ungewissen, wie es mit der Renovierung weitergeht und weiter im Ungewissen, wie sich die Jobsituation bei mir ab Dezember entwickelt, also weiter krank...

Samstag, 10. November 2012

[REZENSION] Geschenke im Vintage-Stil: Nähen, Dekorieren, Selbermachen

Titel: Geschenke im Vintage-Stil: Nähen, Dekorieren, Selbermachen (OT: Homemade Gifts Vintage Stil)
Autor: Sarah Moore
Fotograf: Debi Treloar
Übersetzer: Christine Frauendorf-Messel
Verlag: Thorbecke
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 176 Seiten



Autor:
Sarah Moore ist Mutter von drei Kindern und nach eigener Aussage "süchtig nach Vintage". Sie stellt selbst Geschenke im Vintage-Stil her und verkauft diese auf Messen und Märkten.


GESCHENKE IM VINTAGE-STIL: NÄHEN, DEKORIEREN, SELBERMACHEN
Das Buch hat meine Aufmerksamkeit durch sein unheimlich schönes Cover erlangt. Der matte Hintergrund wirkt wie ein alter Stoff, die glänzende und griffige Banderolle lädt zum Drüberstreichen und entdecken der darauf abgebildeten Geschenkideen ein, die aus dem Buch stammen.

Bevor es ans Selbermachen geht, erzählt die Autorin Sarah Moore in einer Einführung allgemein über das Selbermachen im Vintage-Stil, davon, dass es wie eine Renaissance des Selbermachens ist. sie erzählt davon, wo sie selbst auf der Suche nach Material fündig wird, z.B. auf Flohmärkten oder in den abgeliebten und abgelegten Klamotten der eigenen Familie. Darüberhinaus gibt sie Tipps, wie altes Material gereinigt werden kann, welche Materialien man meiden sollte, und dass man sichern stellen sollte, keine wertvollen Antiquitäten zu recyclen.

Der Vorspann zum eigentlichen Kreativteil wird weiterhin ergänzt um die Rubriken:
- Grundaustattung (unterteilt in Handwerkszeug, zu kaufen, sammeln und horten)
- Techniken beim Nähen mit der Hand und mit der Nähmaschine

Der Kreativteil des Buches umfasst Kapitel zu:
- Handgefertigtes
- Handgenähtes
- Maschinengenähtes
- Karten und Verpackungen

Im Anhang finden sich des weiteren:
- Schablonen
- Geschenke nach Anlass (was passt wozu)
- Bezugsquellen
- Register

Insgesamt legt Sarah Moore mit "Geschenke im Vintage-Stil" ein gut konzeptioniertes Kreativbuch vor mit sehr schön präsentierten Ideen, die Lust darauf erwecken, sofort einiges nachzuarbeiten und was mir positiv ins Auge gefallen ist: die teilweise mit minimalen Zeitaufwand umzusetzen sind, insofern die Materialien alle verfügbar sind.

Stellt sich nur die Frage, für welche Zielgruppe "Geschenke im Vintage-Stil" geeignet ist? Wer bereits der Vintagesucht verfallen ist, wird Sarah Moores Ideensammlung nicht mehr benötigen (vor allem solche Klassiker wie Kerzen in alten Teetassen oder Pflanzgefäße aus alten Tassen und Dosen, über die man in beinahe jedem Vintagebuch stolpert), genauso wenig wie ihre Tipps zum Erwerb und Reinigen der alten Gegenstände. Für Neulinge in Sachen Vintage hätte ich mir jedoch noch einige Schablonen mehr für die Näharbeiten gewünscht oder, wenn ein Vorschlag schon den Namen trägt "Marmelade & Gelees aus eigener Produktion", dann wünsche ich mir dazu auch ein oder zwei Rezepte und nicht nur Vorschläge, wie ich den Deckel des Glases hübsch dekorieren kann.

Deswegen fällt meine Meinung zu diesem Buch zwiespältig aus. Ich fand die einführenden Tipps sehr gelungen und konnte dabei für mich einiges an Neuem mitnehmen. Wer jedoch bereits Kreativbücher der Richtung Vintage kennt, für den werden viele Ideen nichts Neues bieten. Und auch wenn die Anleitungen gut erklärt sind in diesem Buch, sind sie doch nicht ausführlich genug in der Ausführung, als dass das Buch als Anfängerbuch vermarktet werden könnte. Ich empfehle deshalb in der Buchhandlung einen Blick in hineinzuwerfen, ob die Ideen einen ansprechen oder nicht, ob es Neues zu entdecken gibt oder nur alt Bekanntes, und wie gut man mit den Anleitungen der Autorin zurechtkommt. Denn schön ist dieses Buch auf jeden Fall, nur die Umsetzung und die Auswahl der Ideen wird nicht jede Zielgruppe ansprechen!

Freitag, 9. November 2012

[REZENSION] Von A wie Ananas bis Z wie Zwiebel: Alles über Obst und Gemüse

Titel: Von A wie Ananas bis Z wie Zwiebel: Alles über Obst und Gemüse (OT: Dans mon panier)
Texte: Judith Nouvion
Illustrator: Florence Guiraud
Übersetzer: Katharina Yu
Verlag: Knesebeck
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 8-10 Jahre
Ausführung: Hardcover, 176 Seiten



Illustrator:
Florence Guiraud begann ihre Karriere als Grafikerin. Sie arbeitete für die Werbebranche, bevor sie an der École Louis Lumière für Fotografie in Paris lehrte. Seit 1992 illustriert und schreibt sie Kinderbücher und leitet Workshops an Kindergärten und Grundschulen.


VON A WIE ANANAS BIS Z WIE ZWIEBEL: ALLES ÜBER OBST UND GEMÜSE

In "Von A wie Ananas bis Z wie Zwiebel" werden 40 Obst- und Gemüsesorten ausführlich porträtiert, natürlich auch die beiden Namensgeber Ananas und Zwiebel.

Da die aufgeführten Obst- und Gemüsesorten nicht alphabetisch sortiert in dem Buch vorgestellt werden, ist das Register auf der letzten Seite des Buches sehr hilfreich, wenn man ganz gezielt nach einer Frucht oder einem Gemüse sucht. Eine schöne Ergänzung ist außerdem die Übersicht "Jeder zu seiner Zeit", wo man sieht, wann die verschiedenen Früchte und Gemüse Saison haben.

Jedes Obst und Gemüse wird auf einer kompletten Doppelseite vorgestellt. Der Aufbau ist immer gleich, nur der Inhalt unterscheidet sich von Fall zu Fall.
Am Beispiel des Knoblauchs - des ersten Portraits in diesem Buch - sieht die Vorstellung so aus:
Auf der rechten Seite ist formatfüllend eine Knoblauchknolle dargestellt. Die Zeichnung lässt sich aufklappen, darunter sieht man einen Schnittdarstellung der Knolle. In der Klappe steht eine Erklärung zum Aufbau der Pflanze und weitere wissenswerte Details. Auf der linken Seite des Portraits steht unter dem Namen des Gewächs zu welcher Gattung es gehört, die Größe, die Erntezeit und welches Land weltweit der größte Produzent ist. Näher bekannt wird man mit dem vorgestellten Obst oder Gemüse über die Rubriken "Knoblauch, wer bist du?" und "Ursprung". Des weiteren findet man einen Querschnitt der Frucht oder Zeichnungen verschiedener Sorten, den Blütenstand oder die komplette Pflanze auf der Seite. Sehr witzig sind insbesondere die Informationen, die man vielleicht unter "unnützes Wissen" ablegen würde, insofern man sie einer Kategorie zuordnen möchte: zum Beispiel erfährt man im Falle des Knoblauchs, dass man sich mit ihm angeblich gegen Vampire schützen kann, die rote Farbe bei roten Beten so intensiv ist, dass sie zur Herstellung von Lebensmittelfarben verwendet wird und die Melone nicht nur eine Frucht ist, sondern vor allem in England auch eine beliebte Hutform. Das "unnütze Wissen" wird von witzigen Zeichnungen begleitet, so dass "Von A wie Ananas bis Z wie Zwiebel" nicht nur eine äußerst informative Lektüre, sondern auch ein lustiger Schmökerspaß ist.


Das Buch ist sehr hochwertig und mit Liebe zum Detail gestaltet. Das Papier ist von einer schweren Qualität. Die Farbgestaltung wirkt sehr natürlich, allerdings stimmt die Größe der Früchte in der Regel nicht mit der Realität überein, da die Obst- und Gemüsesorten immer auf die Seitengröße A4 angepasst sind. Die Rubrik "Ursprung" ist wie kleine Notizzettelchen gestaltet, die wirken, als ob sie mit Klebefilm nachträglich in das Buch eingeklebt wurden.

Insbesondere der Blick ins Innere des porträtierten Obst und Gemüse macht das Buch auch schon für jüngere Leser im Alter von 4-5 Jahren interessant. Da das Papier sehr stabil ist, von der Stärke mit Packpapier zu vergleichen, braucht man keine Angst zu haben, dass die kleinen Kinderhände die Ausklappelemente ein- oder gar abreißen. Nur beim Umblättern der Seiten muss man ein wenig Obacht haben, dass die Früchte nicht eingeknickt werden.


Meine Rezension bei Lies-und-lausch.