Mittwoch, 31. Oktober 2012

[FILM-REZENSION] Die Weihnachtshütte

Redakteur: Anette Leister

Titel: Die Weihnachtshütte
Regie: Terry Ingram
Darsteller: Erin Karpluk, Michael Shanks, Rukiya Bernard, Rebecca Toolan, Michael Kopsa u.a.
Studio: KSM GmbH
Reihe: -/-
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: ca. 86 Minuten



DIE WEIHNACHTSHÜTTE

Sonntag, 28. Oktober 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW43


Im Briefkasten

Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt: Teil 2. Die nächste Instanz, Hörbuch, Werner Koczwara (GW)
Der Duft des Regens, Frances Greenslade (GK)
Der Kater, meine Nachbarn und ich, Maria Ernestam (RE)
Die Legende der Wächter 7: Der Verrat, Kathryn Lasky (GK)
Die perfektesten 1440 Minuten meines Lebens, Shaun David Hutchinson (GK)
Die wilden Piroggenpiraten, Maris Putnins (RE)
Frozen, Jens Schumacher (GK)
Garou, Hörbuch, Leonie Swann (GW)
Mein lieber Fisch, Hörbuch, Arezu Weitholz (GW)
Schlange und Eidechs, Joy Cowley (GK)

Donnerstag, 25. Oktober 2012

[TTT] Top Ten Thursday #87


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema London

Kein Problem, Bücher über und in London spielend besitze ich in rauen Mengen und stelle gerade fest, dass es schon sehr lange her ist, seit ich zum letzten Mal ein London-Buch gelesen habe (dafür habe ich Nr. 2 und 3 dieser Liste schon sooooooooooooo viele zigmale gelesen):

1. London, London von Geoff Nicholson
2. Auf ganzer Linie von Keith Lowe (eins meiner Lieblings-London-Bücher)
3. Niemalsland von Neil Gaiman (und das auch)
4. London. Portrait of a City von Reuel Golden (wird demnächst rezensiert, aber wo soll ich es hinlegen in dem Renovierungschaos? es ist riiiesig...)
5. Die uralte Metropole 1: Lycidas von Christoph Marzi
6. Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
7. 84, Charing Cross Road: Eine Freundschaft in Briefen von Helene Hanff (subbt hier noch, ebenso wie die beiden Fortsetzungen)
8. Die Schwester der Zuckermacherin von Mary Hooper
9. London von Edward Rutherfurd
10. Der Maskenmörder von London von Nina Blazon

Das Thema für Donnerstag, den 01.11.2012 heißt:
10 Bücher zum Thema Frankfreich

DAS war einfach :D Aber nächste Woche, huiii...

Mittwoch, 24. Oktober 2012

[COOL-TOUR-KATZE] Buchmesse Frankfurt 2012 - Sonntag

Der Buchmesse-Sonntag:

Ein ruhiger Ausklang...
Oder: ... trotz Powershopping und Regenwetter

Der Buchmessensonntag startet bei uns aus Tradition erstmal mit einer Runde Powershopping: bei moses gibt es die Non-Book-Artikel zum halben Preis und Coppenrath verkäuft alles günstiger. Leider hat Coppenrath keine feste Regel wie moses, so war es für uns - meine Nichte Sabrina und ich - doch etwas ärgerlich, als wir für Kochbücher 10€ bezahlten und Ina wenige Minuten später bei der zweiten Coppenrath-Mitarbeiterin an der Kasse nur 5€ pro Stück :/ Etwas ähnliches erlebten wir noch einmal Nachmittags, als ich für den halben Preis das Shaun-Strickbuch bei Kosmos kaufte: ich bekam Messerabatt, eine andere Buchmessebesucherin wohl nicht... hier war man völlig uneins, ob die Bücher mit Preisbindung oder nicht verkauft werden sollten/durften, wie auch immer...

Nach erfolgreichen Einkäufen bei moses und Coppenrath gaben wir erst einmal unsere Taschen bei der Garderobe ab (mein Kochbuchwunschzettel war um einiges geschrumpft) und wir machten uns noch auf die Suche nach einigen ausgewählten Wunsch-Koch- und Backbüchern mehr, auf die wir kurz vor oder während der Messe aufmerksam geworden waren. So durfte bei mir und Ina jeweils noch Enies "Sweet & Easy: Enie backt" und "Klitzekleine Glücklichmacher" von der Foodbloggerin Daniela Klein vom Klitzeklein Blog, dass wir uns auch noch signieren ließen.



Dann war aber mal gut mit kaufen... zum Glück waren wir an diesem Tag mit Auto auf der Messe und nicht mit der S-Bahn, sonst hätte ich auf dem Nachhauseweg womöglich noch den einen oder anderen Kauf bereut ;)

Am Nachmittag waren wir nicht mehr allzu umtriebig. Ich  hatte bereits genau wie Ina vier Messetage hinter mir liegen und Sabrina war noch wegen einer Erkältung angeschlagen. So setzten wir uns gemeinsam in die Lesung aus dem ersten Band der dritten Warrior Cats Staffel, wo ich mich schon von Ina verabschiedete, denn ich konnte der Lesung nicht bis zum Schluss teilhaben und Ina wollte danach gleich weg.


Beinahe zeitgleich zur Lesung hatte ich nämlich ein Meet&Greet mit der Autorin Manuela Martini, das ich anlässlich der Blogger-Aktion zu ihrem neuen Jugendthriller "Wenn es dunkel wird" gewonnen hatte. Die andere Gewinnerin musste den Termin leider absagen, und so stand ich ganz locker bei Manuela Martini und Beatrix Gurian am Signiertisch und plauderte ganz ungezwungen mit den beiden.
Sehr interessant fand ich die Aussage, dass Manuela Martini zwar gerne liest, aber in der Regel genrefremd, da sie dabei besser entspannen könnte. Das habe ich schon von anderen Autoren gehört, dass sie lieber die Genres lesen, in denen sie nicht selbst schreiben, da sonst immer der Kopf eingeschaltet ist, wie man dieses oder jenes selbst geschrieben hätte und dann kaum Entspannung möglich ist.


Danach habe ich mich wieder mit Sabrina getroffen und wir waren ein letztes Mal am Illumat. Genauer: ich war ein letztes Mal am Illumat, denn sie war ja nur Sonntags auf der Messe. Auf jeden Fall war dort Sonntags mit am meisten los von allen Tagen, aber da wir ziemlich geschlaucht waren, warteten wir dort erstmal, dass wir überhaupt unseren Wunsch einwerfen durften und dann darauf, dass der Illumat ihn wieder ausspuckte.
Ich habe an diesem Tag einen Fremdwunsch erfüllen lassen und für meine Tochter in Szene setzen lassen, was sich am Mittwoch am Illumat ereignet hatte. Sie konnte sich aber kaum noch an ihre Enttäuschung wegen der ungenauen Zeichnung von Cars erinnern, und meinte nur, dass auf dem Bild wäre sie nicht, sie hätte schließlich keine Zöpfe ;)


Nach dem Besuch - und gleichzeitigen Abschied - des Illumat, war es auch beinahe schon Zeit der diesjährigen Buchmesse auf Wiedersehen zu sagen. Ursprünglich hatte ich geplant Sonntagmittags auf dem Freigelände noch Fotos der Cosplayer zu machen, aber leider war es immer wieder am Regnen, so dass wir einfach keine Lust mehr hatten nach draußen zu gehen. So waren wir nur noch am Warriorcats-o-mat bei Beltz und Gelberg, und haben uns morphen lassen. Diesen wird es nach der Blattleere auch online geben. Danach bummelten wir nur noch etwas durch die Hallen, bevor wir mit dem Shuttle-Bus zurück zum Messeparkhaus fuhren.

Meine Güte... wie schnell waren die 5 Tage verflogen... wir haben so vieles gesehen, und trotzdem habe ich viele Dinge, die ich eigentlich sehen wollte, verpasst. Andererseits fand ich unser meistens lockeres Tempo auf der Messe wiederum schön, weil man die Messe ja auch genießen möchte und sich nicht damit stressen, von einem Termin zum nächsten und einer Veranstaltung zur nächsten zu hetzen.

Ich hoffe sehr, ich kann auch 2013 die Buchmesse wieder an allen Tagen besuchen, wenn der Ehrengast Brasilien sein wird.
Und wie schaut es bei euch aus?

[COOL-TOUR-KATZE] Buchmesse Frankfurt 2012 - Samstag: Martin Baltscheit Special

Der Buchmesse-Samstag:

(Auf keinen Fall nur) Pleiten, Pech und Pannen
Oder: Blog-Reporter-Beitrag außer Konkurrenz

Am Samstag starteten wir zu dritt in den Tag: Ina, meine Wenigkeit und Lisa, die manchmal bei meiner Tochter babysittet. Eigentlich wollten wir eine halbe Stunde früher als Freitags auf der Messe sein, weil ich ja neben einigen Terminen auch an der BdB-Blogreporter-Tour teilnehmen wollte, aber uneigentlich waren wir dann doch viel zu spät in der Halle 3.0 und ich sah die Blog-Reporter auf dem Weg zu Martin Baltscheits Lesung an mir vorbeiprozessieren. Schnell noch Natalie abgefangen und gesagt, dass ich viel zu spät dran bin und schon auf dem Weg zum ersten Termin.

Denn Martin Baltscheit wollte ich mir auf jeden Fall ansehen, bevor wir nach seiner Lesung ein Interview mit ihm hatten. Nachdem wir Tags zuvor schon wie tote Fliegen in einer Lesung hingen, bestand zwar die Gefahr, dass er zum Interview kommen würde und bei unserem Anblick denken "oh ne, dass sind doch die zwei, die gerade bei meiner Lesung vom Hocker gekippt sind", aber die Sorge hätte ich mir nicht machen müssen, wenn überhaupt, dann wären wir vor Lachen vom Hocker gekippt und nicht wegen Müdigkeit.

Martin Baltscheit liest seine Bücher nicht einfach, er entertaint sie! Und bezieht außerdem das große und kleine Publikum in seine Vorstellung ein. Die Lesung war - neben dem anschließenden Interview - wirklich eins meiner absoluten Highlights der diesjährigen Buchmesse, und ich hoffe sehr, dass sein Löwe bis zum nächsten Jahr außer Schreiben und Rechnen noch etwas anderes lernt, damit Martin Baltscheit ein neues Buch hat, dass er wieder vorstellen kann (wobei ich mir ebenso gerne ein weiteres Mal die ersten beiden Abenteuer des Löwen vorlesen bzw. vorführen lasse).







Leider war der Samstag nicht nur toll, denn wie übertitelt, stand er leider im Zeichen von Pleiten, Pech und Pannen. Nicht nur, dass wir viel zu spät auf der Messe eintrafen und ich nicht wenigstens zu Beginn der Blogtour bei BdB sein konnte, kurz vor unserem Interview war plötzlich Lisa weg! Mach das nie, nie, nie mehr mit mir! Gut eine Stunde wusste ich nicht Bescheid, wo sie abgeblieben war und da Ina und ich - leider in diesem Fall - eine blühende Fantasie besitzen, sahen wir sie schon gekidnappt und vom Entführer gezwungen mir eine Beruhigungs-SMS zu schreiben, AAARGH!!!

Martin Baltscheit ist zum Glück ein lockerer, sympathischer Typ und hatte Verständnis, das mein Handy in Reichweite lag (falls sich der Entführer nochmal gemeldet hätte, haha). Meine Bedenken im Vorfeld, dass Martin Baltscheit vielleicht ein bisschen abgehoben ist, weil er ja alles kann - also schreiben, illustrieren und den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen hat und überhaupt ALLES - verflüchtigten sich auch ganz schnell. Der ist so nett, und kann auch gar nicht alles, zumindest nicht kochen und auch nicht rechnen, von daher bringt er gerade diese Sachen dem Löwen gerne bei. Da er dieses Jahr rechnen gelernt hat, ist für die nächsten Jahre vielleicht ein Kochbuch angedacht. Und falls der Löwe auch einmal singen lernen sollte, dann würde diese Geschichte auf Hörbuch erscheinen, weil Singen ja eher für die Ohren als für die Augen ist.


Der Löwe ist übrigens vor 15 Jahren "geboren" worden, als seine Tochter sich eine Gute-Nacht-Geschichte wünschte und Martin anfing zu erzählen "Es war einmal ein Löwe..." und seine Tochter daraufhin meinte "... und der konnte nicht schreiben", das war also die Geburtsstunde des Bilderbuchs "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte". Nachdem der kleine schweizer Bilderbuchverlag, in dem der Löwe vor 15 Jahren zum ersten Mal verlegt wurde, in Rente gegangen ist, hat der Löwe ein neues Zuhause bei Beltz und Gelberg gefunden. Der neue Verlag des Löwen hat in dieser Figur direkt das Potential für Grundschulen und eine Reihe weiterer Löwen-Artikel entdeckt. So gibt es neben dem "alten" und dem "neuen" Löwen-Bilderbuch bereits ein Tier-ABC-Poster und ein Malheft.
Auch wenn Martin Baltscheit mittlerweile erfolgreich im Geschäft ist und nicht mehr längere Zeit nach einem Verlag suchen muss wie das noch vor 15 Jahren der Fall war, so war es für ihn doch sehr wichtig im letzten Jahr den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch zu gewinnen. Der Preis hat ihn sehr stolz gemacht und er hat ihn auch deshalb gefreut, weil der Sieger das Plakat für das nächste Jahr gestalten darf.
Mich persönlich begeistert bei Martin Baltscheits Schaffen die unheimliche Bandbreite, die er bedient. Es fällt schon im kleinen Rahmen auf, beim Löwen, wo die zweite Geschichte "Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis 3 zählen konnte", im Gegensatz zum Vorgängerband fast in Richtung Erwachsenenunterhaltung geht mit seinen hintersinnig abgewandelten Sprichwörtern und den steigenden Beziehungsstatus, die im Laufe der Geschichte behandelt werden. Noch größer fallen die Unterschiede auf, wenn man vom reinen Bilderbuch weggeht, und sich die Bücher ansieht, die er für seinen Freund Zoran Drvenkar illustriert hat. Hat man den Namen nicht vor Augen, könnten die Illustrationen glatt von verschiedenen Künstlern stammen. Martin Baltscheit ist es wichtig mit seinen Illustrationen den Ton jeder Geschichte aufzugreifen. Er wählt seinen Stil aus nach Vorlieben oder ökonomischen Gründen, er wechselt gerne die Technik, er probiert gerne neues aus, auch deshalb, damit sich die Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt, weil die Herausforderungen keine Routine aufkommen lassen.
Bei Hörbüchern wissen die Verlage mittlerweile, welche Geschichten zu ihm passen, und danach richten sich die Anfragen an ihn, von daher hatte er eigentlich noch nie eine Geschichte einlesen müssen, die ihm nicht gefallen hat. Er würde nur Sachen ablehnen, die inhaltsleer sind.
Natürlich bleiben in einem Interview von Blogger zu Autor auch solche Fragen nicht aus, wie wichtig Rezensionen für einen Autor sind, gerade im Kinderbuchbereich. Darauf antwortete Martin Baltscheit, dass ihm die Besprechungen sehr wichtig sind, die von den Käufern kommen, die seine Bücher mit ihren Kindern lesen, denn die Kinderbuchbesprechungen im Feuilleton wären eher traurig mit ihrem Anteil von 90% Inhaltsangabe, für ihn wäre es wichtig zu erfahren, was der Rezensent beim Lesen gefühlt und ob das Buch funktioniert hat. Meine Gegenfrage, ob er seine Bücher denn auch bei seinen Kindern ausprobiert, verneinte er allerdings. Aber neben seiner Lektorin lesen seine Bücher vorab seine Frau und sein Freund Zoran Drvenkar.
Er selbst findet leider kaum Zeit zum Lesen, hat aber mit Begeisterung "Tschick" gelesen und liest die Bücher seines Autorenkollegen und Freundes Zoran Drvenkar.
Da ich persönlich Probleme damit habe mit das Bilderbuch in Zukunft als Medium für ebook-Reader und Co. vorzustellen, wollte ich auch gerne die Meinung eines Machers dazu wissen. Martin Baltscheit hat mit dieser Entwicklung keinerlei Probleme. Er sieht für die Zukunft beide Medien nebeneinander existieren. Jedes für sich hat seine Daseinsberechtigung und so wird seiner Meinung nach das Buch nicht aussterben, auch wenn es für ihn persönlich angenehmer ist mit seinen Zwillingen Geschichten auf dem IPad zu gucken. Darüberhinaus gäbe es mittlerweile toll animierte Geschichten mit Jugendstimmen synchronisiert.
Seine Idole unter den Illustratoren sind Ungerer, Janosch, aber auch die Zeichner von Lucky Luke und Asterix und Obelix, und die Werke von Sempé findet er sogar so schön, dass er "wenn er tot ist, in eine Zeichung von Sempé kommen möchte".
Bald gibt es den Löwen auf der Bühne zu sehen: "Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis 3 zählen konnte" feiert am 4.11. Premiere im Nationaltheater Weimar.
Abschließend kann ich nur sagen: wem sich die Gelegenheit bietet, Martin Baltscheit irgendwo live zu erleben oder eins seiner Stücke auf der Bühne zu sehen -> nix wie hin! Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf seine zukünftigen Projekte und hoffe sehr ihn auf der Buchmesse 2013 wieder in Aktion zu sehen.

Nach dem Interview schlenderten Ina und ich noch ein wenig durch Halle 3.0. Am Arena Stand sahen wir noch einmal die Schwestern Beate Teresa und Susanne Hanika (aka Kristy und Tabita Lee Spencer - Autorinnen der Dark Angels' Tetralogie). Da meine Fotos von der Lesung am Donnerstag, auf denen beide drauf waren, nicht sehr gut geworden waren, bat ich die beiden um ein weiteres Foto. Links im Bild gesellte sich dann noch jemand weiteres - mir in diesem Moment völlig unbekanntes - dazu. Ich machte auch ein Bild von den dreien und hörte im Weggehen "das Bild löscht sie bestimmt gleich wieder". Nö, warum denn... allerdings habe ich das Bild am nächsten Tag auf der Facebook-Seite der Schwestern gepostet und nachgefragt, wen ich denn eigentlich mitfotografiert habe. Und, wisst ihr es? Fettnäpfchen zu mir bitte! Ich weiß es jetzt, dafür werde ich nächstes Jahr sicher eine andere Autorin oder einen Autoren nicht erkennen ;)


Ina wollte im Anschluss zu einem Treffen mit einem Kumpel, ich auf einen kurzen Abstecher in Halle 8.0 zu den internationalen Verlagen.

Auf dem Freigelände machte ich ein paar Fotos von dem gemütlichen Stand "StadtLesen", zum Glück spielte ja an den meisten Tagen das Wetter mit, so das beinahe immer alle Sitzsäcke und Hängematten dort belegt waren.



In Halle 8.0 entdeckte ich witzige Strickbücher...


... und andere Kuriositäten.


Danach war ich wieder in Halle 3.0 unterwegs. Ich wollte zum einen etwas für Ina signieren lassen und im Anschluss beim Frech Verlag meine drei schweren Strickbücher von Arne und Carlos, an denen ich mir an diesem Tag wirklich fast einen Bruch schleppte. Leider stand ich doch gut eine halbe Stunde in der Signierschlange für Inas Buch und musste dann auf Grund eines Fehlers im Buchmessenprogramm eine erschreckende Entdeckung machen: im Programm waren Arne und Carlos von 14 bis 15 Uhr am Frechverlagsstand angekündigt, tatsächlich waren sie bereits ab viertel nach eins da, und ich sah sie um halb drei nur noch den Stand verlassen, AAARGH! Auf meine Frage an zwei Verlagsmitarbeiter hat mich einer der beiden leider angezickt und gemeint, dass mit dem Programmfehler könnte gar nicht sein. Klar... hab ich in dem Moment erfunden... Zum Glück erwies sich seine Kollegin als sehr viel netter, und bot mir an meine Bücher zum Signieren beim Verlag abzugeben und ich würde sie mir signiert zuschicken lassen können. Seufz... ich bin erstmal raus an die Luft. Irgendwie hatte ich jetzt erstmal für gar nichts Lust. Mir tat die Schulter von der - sinnlosen - Schlepperei weh, ich war verärgert, weil ich eins der signierten Bücher auf meinem Blog verschenken wollte... Und dann fiel mir ein, dass ich bei Frech einen superlieben Verlagskontakt habe: Frau Roß, die ich schon einmal persönlich kennenlernen durfte, als sie noch in einem anderen Verlag gearbeitet hatte. Ich also wieder rein in die Halle, zurück zu Frech, Frau Roß erspät und mein Missgeschick bezüglich des verpassten Termins geschildert. Frau Roß war gleich supernett und hat mir angeboten, dass Arne und Carlos meine Bücher noch signieren würden, bevor sie nachmittags zum nächsten Termin abreisen würden. Ich durfte meine Bücher am Stand lassen und Frau Roß hat noch zwei weitere Kollegen informiert, damit meine Bücher auf keinen Fall unsigniert bleiben würden. Das war sooo lieb! Ich hätte den ganzen Verlag - naja, mit Ausnahme des einen Kollegen - knutschen können :) Danach war mir zwar der Tag soweit verhagelt als das ich noch Lust gehabt hätte nach dem ganzen Chaos endlich die BdB-Tour aufzusuchen - Sorry! - aber dafür habe ich es nach einigem hin- und hergesimse noch geschafft mich mit Anna-Lisa und Kathrin zu treffen und das war viel schöner als wenn ich irgendwelche anderen Termine wahrgenommen hätte :) Ich hoffe, wir können das Treffen irgendwann mit mehr Zeit wiederholen und Anette ist dann auch dabei.


Zum Ausklang des Tages sind Ina und ich nur noch ein wenig durch Halle 4.0 und 4.1 gestromert, wo es immer schöne Kleinigkeiten zu entdecken gibt und ich habe mir dort als Belohnung für den durchgestandenen Stress des Tages ;) noch einige neue Keksausstecher gekauft.







PS: hihi... und eine lustige Panne haben wir dann doch noch entdeckt: das Buch, dass Martin Baltscheit für Ina mit dem ungewöhnlichen Wunsch einer "Froschkatze" geschmückt hat, war vor lauter Gequassel und Herumgealbere ohne seine Unterschrift geblieben :D

PPS: Lisa ist mittags alleine nach Hause gefahren, falls sich jemand gefragt hat, wo sie in meinem Bericht abgeblieben ist.

PPPS: Habt ihr etwas gemerkt? In dem ganzen Chaos habe ich es an diesem Tag nicht zum Illumat geschafft!!!

Dienstag, 23. Oktober 2012

[COOL-TOUR-KATZE] Lesung "Legend" in Rüsselsheim



Marie Lus dystopischer Debütroman und Trilogieauftakt "Legend: Fallender Himmel" war mir selbstverständlich auch auf der Messe ins Auge gesprungen, nicht zuletzt, weil die Loewe-Mitarbeiter am Stand beinahe alle Legend-T-Shirts trugen und der Roman großflächig präsentiert wurde.


Ich entschied mich in diesem Fall aber gegen eine der Lesungen auf der Messe und besuchte lieber die Premierenlesung aus "Legend" mit der Autorin Marie Lu, Marian Funk als Sprecher für die deutschen Textpassagen und Margarete von Schwarzkopf als Moderatorin fernab der Besucherströme in der Buchhandlung Jansen in Rüsselsheim, der Veranstalter, der auch jedes Jahr die Fantasylesenacht organisiert. In Rüsselsheim traf ich wieder auf Natalie, der ich einige Tage zuvor den Tipp zu dieser Veranstaltung gegeben hatte, und da ihr "Legend" ebenfalls sehr gut gefallen hat, kam sie gerne mit. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass in der überschaubaren Menge der Zuhörer sogar noch weitere Blogger anwesend waren, aber wer rechnet den damit in einer Buchhandlung in Rüsselsheim "Kollegen" zu treffen, wenn die Autorin noch weitere Termine am Buchmessenwochenende in Frankfurt hat :D



Im Interview mit der Autorin erfuhren wir, dass es mindestens drei Teile evtl. sogar mehr geben wird.
Aktuell hat Los Angeles 8 Millionen Einwohner, in der dystopischen Zukunft von "Legend" bereits 20 Millionen.
Marie Lu hofft, dass Amerika keine so düstere Zukunft erleben wird, wie sie sie in ihrem Roman beschrieben hat, allerdings hat sie viele Elemente aus der Gegenwart oder jüngeren Vergangenheit verarbeitet, es ist also keineswegs reine Fantasie, die in ihrem Roman verarbeitet wurde. So ist einiges in der Geschichte den Studentenprotesten oder dem Regime in Nordkorea nachempfunden.
Day und June sind eine Teenagerversion von "Les Miserables".
Eine Grundaussage des Buches soll lauten, dass auch sehr junge Menschen die Kraft haben etwas zu verändern.
Day ist Marie Lus Freund nachempfunden.
June ist athletisch, sie denkt logisch, alles Sachen, die Marie Lu nicht ist, aber wie sie gerne wäre.
L.A. deshalb der Schauplatz, weil sie dort lebt und die Recherche deshalb einfacher war. Sie selbst lebt in Passadena, der Stadtteil in "Legend", der die bessere Gegend darstellt, Downtown L.A. ist die arme Gegend.
Das Essen ist asiatisch geprägt, die Uniformen des Regimes haben Steampunk-Einflüsse (Sachen, die sie selbst gerne mag)
Es gibt auch Einflüsse von Romeo und Julia, allerdings ist die Liebesgeschichte im ersten Band noch nicht so stark ausgeprägt.
Vertrauen, Freundschaft und Familie sind ganz wichtige Themen des Buches.
Die Handlung gerät während dem Schreibprozess durcheinander, Figuren entwickeln ein Eigenleben.
Das zweite Buch ist schon fertig (Prodigy).
Der Weg bis zum Ende der Geschichte ändert sich ständig.
Ob alles am Ende gut sein wird? Zumindest einige positive Sachen werden passieren, aber mehr wollte sie nicht verraten.
Zuerst sollte das Buch "Republic" heißen, aber der Verleger fand, das hört sich zu historisch an, weitere abgelehnte Vorschläge waren "Daylight" (erinnerte zu sehr an "Twilight") und "The criminal and the prodigy".
Legend passt sehr gut, weil Day und June beides Legenden sind.
Das goldene Zeichen auf dem Cover ist das offizielle Zeichen der Republik.



Aber die Zuhörer erfuhren nicht nur Dinge Marie Lu und ihren Roman betreffend. Auch Schauspieler und Synchronsprecher Marian Funk stand Margarete von Schwarzkopf Rede und Antwort und so erfuhr man von ihm, dass er Computerspielsynchronisationen sehr spaßig findet, weil man dort viele Stimmen ausprobieren kann, die man normalerweise sonst nirgends verwendet. Er hat seine Asubildung in Frankfurt am Main gemacht mit vier verschiedenen Sprachlehrern, die alle unterschiedliche Meinungen zur Stimmausbildung vertraten. Er arbeitet u.a. beim Radio, begleitet Lesereisen und synchronisiert für Film und Fernsehen. Er ist der Meinung, dass Zuhören sehr viel mehr Aufmerksamkeit erfordert als Lesen.
Das finde ich übrigens auch, meiner Meinung liegt das u.a. deshalb daran, dass man beim Zuhören die Hände frei hat und meistens nebenher etwas anderes macht. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor der Arbeit der Hörbuchsprecher, denn ich denke es gehört großes Talent dazu, die Aufmerksamkeit der lauschenden Ohren so zu fesseln, dass jemand voll konzentriert bei der Geschichte bleibt.



Zum Glück hatte eine der anwesenden Zuhörerinnen auch eine englische Ausgabe von Legend dabei, so dass Marie Lu kurz vor Ende der Veranstaltung noch eine Textpassage aus dem Original vortragen konnte.
Zum Abschluss nahm sie sich viel Zeit zum Signieren der mitgebrachten oder vor Ort gekauften Bücher.


Marie Lu ist eine sympathische Autorin und auch, wenn ich einige kleinere Kritikpunkte an "Legend" habe, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzungen.
Auch Marian beim Lesen zuzuhören oder Margarete von Schwarzkopf Interviews und Gesprächsrunden beizuwohnen war wie immer ein Vergnügen. Und die Veranstaltungen unter Regie des Bücherhaus Jansen in Rüsselsheim (oder der Villa Herrmann in Gustavsburg) sind sowieso immer ein besonderes Erlebnis - ich freue mich auf den nächsten Besuch (der bereits für November eingeplant ist) :)

[COOL-TOUR-KATZE] Buchmesse Frankfurt 2012 - Freitag

Der Buchmesse-Freitag:

Über den Tellerrand geguckt
Oder: Wo bitte geht's zum nächsten Bett?

Nach einer viel zu kurzen Nacht erwartete mich morgens ein großer Schrecken: es goss bei uns wie aus Kübeln! Wo war das schöne Buchmessewetter der letzten Tage hin? Egal... außer mit Ina wieder zur Messe zu gehen, war seit Tagen abgemacht, dass auch meine Nichte Leyla und meine Freundin Kerstin (nebst kleiner Tochter) Freitags mit dabei sein wollten, also führte kein Weg vorbei, ich MUSSTE mein warmes Bett verlassen.

Der erste Anlaufpunkt am Freitagmorgen war mal wieder der Stand von Beltz und Gelberg, wo eine Buchpräsentation ganz besonderer Art stattfand. Hier trafen wir uns mit den anderen Liesundlauschies und mit Natalie vom memories Buchblog.

Wie stellt man ein Buch mit dem Titel "Entdecke, was dir schmeckt" wohl am besten vor?


Genau! Es gab nach dem leckeren Party-Büfett am Abend zuvor, schon wieder Leckereien am Beltz und Gelberg stand und dazu noch ansprechend nach Farben sortiert, dass es fast ein Frevel war, etwas aus dem regenbogenfarbenen Büfett zu entnehmen (aber es wurde immer flott wieder aufgefüllt).


Von den beiden Autorinnen Lisa Rienermann und Anke M. Leitzgen stammen auch die beiden Titel "Entdecke deine Stadt" und "Erforsche deine Welt". "Erforsche deine Welt" war in diesem Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Sachbuch nominiert, ging aber leider leer aus. Aber wie heißt es so schön: aller guten Dinge sind drei, und vielleicht gelingt es ja im nächsten Jahr mit "Entdecke, was dir schmeckt"?


Danach gab es für mich den Blick über den Tellerrand, denn mit Yvonne von liesundlausch und Yvonne von Yvonnes Buchwelt machte ich einen kurzen Abstecher weg vom Gelände in die Stadt hinein, wo eine Pressekonferenz mit dem Goldmann Verlag und der Bestsellerautorin E. L. James stattfand. Tellerrand deshalb, weil ich die "Shades of Grey-Trilogie" bis heute nicht gelesen habe, und wahrscheinlich auch nie lesen werde, aber deswegen kann man ja trotzdem mal über den Rand linsen, ob man dann besser versteht, was diesen Hype auslöst.


Anbei die Antworten auf die Fragen der Pressevertreter in kurzen Stichpunkten, ich denke, dass mittlerweile die meisten anwesenden Presseleute von Zeitung, Radio und Fernsehen etwas über die Konferenz geschrieben haben und für Fans nicht mehr allzu viel Neues dabei sein dürfte:

- Verkaufszahlen in Deutschland: Band 1 1,8 Mio., Band 2 1,4 Mio, weltweit beide Bände über 40 Mio.
- E. L. James zum ersten Mal in Deutschland auf Promotour
- keine Lesereise geplant, da sie nicht gerne laut liest
- viele weibliche Fans haben ausrichten lassen, dass auch ihr Mann für das Buch dankt, es hätte ihre Ehe gerettet
- auf die Frage, was es für ein Gefühl sei die "geheime Autorin" zu sein, antwortete sie, dass der "peinliche Stoff" eben ihre Fantasie sei und das sie nie dachte, dass die Geschichte so erfolgreich wird, trotzdem lesen es viele in der Öffentlichkeit
- nach der Shades of Grey-Trilogie wird es zunächst einen Re-Write geben von zwei Büchern, die sie vor ihrem Erfolg und SOG geschrieben hat, auf jeden Fall wieder Erotic/Romance
- sie sagt über sich selbst, sie ist eine ganz normale Hausfrau, es gibt nichts interessantes über sie zu erzählen, sie führt ein eher langweiliges Leben zwischen Wäsche, Familie und was man eben als Hausfrau so macht
- bzgl. der Verfilmung verrät sie nicht, welche Schauspieler ihre Favoriten für die Hauptrollen wären, es stehen noch keine Schauspieler fest
- sie sagt, es sei der "lazy way" - also faul und unkreativ - wenn man, um ihre Bücher zu beschreiben nur sagt, dass es sich um Hausfrauenpornos handelt
- von ihrer Familie hat sie nur positive Rückmeldeungen erhalten, sowohl Mutter als auch Tante haben die Bände je 2x gelesen
- E. L. James kann überall schreiben, sie braucht keine besondere Umgebung oder ein Ritual um zu Schreiben, sie hat sogar ganze Passagen ihrer Bücher auf dem IPhone auf dem Weg zur Arbeit geschrieben
- leider hat sie nur noch wenig Zeit zum Lesen, das vermisst sie sehr, sie liest gerne Thriller oder Romance
- im Vergleich ein Buch anzufangen oder zu beenden, findet sie es schwieriger den richtigen Anfang zu finden
- ihren Erfolg schreibt sie sehr der Mund-zu-Mund-Propaganda zu, aber sie denkt, die Verleger können besser darüber Auskunft geben, in wieweit z.B. das epublishing zu ihrem Erfolg beigetragen hat
- sie hat am Anfang die Reaktionen der Bloggerszene verfolgt, mittlerweile weniger, sie denkt am Anfang waren die Rezensionen und Beiträge auf jeden Fall mit hilfreich, dass das erste Buch so bekannt wurde
- am Anfang war das Schreiben ein Hobby, sie lässt es auf sich zukommen, wie es nach dem Erfolg dieser Trilogie weitergeht
- ein Fan hat die Reihe 63x gelesen
- Christian beruht nur auf ihrer Fantasie, es gibt kein reales Vorbild
- sie möchte ihren Lesern DANKE dafür sagen, dass sie ihre Bücher lesen und hofft, dass sie von ihnen gut unterhalten wurden
- es hat als Twilight-Fanfiction angefangen, wurde kapitelweise im Internet veröffentlicht, sie hat ganz instinktiv geschrieben und wusste zu Beginn nicht, wohin das Ganze führen wird, sie liebt dieses Art des Schreibens
- sie hat zwar nie Tagebuch geführt, aber bereits als Kind Geschichten geschrieben
- sie schreibt den Erfolg teilweise der Perspektive der Geschichte: 1. Person Präsens zieht direkt in die Story rein, man erlebt sie hautnah mit
- es ist Fantasie, es ist eine Lovestory, sie soll einfach unterhalten
- Stellungnahme zu SM: wir sind nicht in der Position darüber zu urteilen, was andere in ihrem Schlafzimmer machen


Schlauer, warum um diese Trilogie ein derartiger Hype entstanden ist, bin ich nach der Pressekonferenz auch nicht ;) Mich reizt es auch jetzt nicht die Reihe zu lesen. E. L. James wirkt auf jeden Fall wie eine sehr sympathische und bodenständige Frau, der der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen ist.

"There and back again" auf dem Messegelände (das Zitat konnte ich mir einfach nicht verkneifen *g*), waren mittlerweile über zwei Stunden vergangen.

Ina, Kerstin und Leyla hatten Halle 3.0 systematisch durchpflügt und Ina hatte außerdem zwei neue Illumat-Süchtige gewonnen. Die drei waren immerhin so nett, nicht nur für sich den Illumat leer zu wünschen, auch ich kam dank Ina an diesem Freitag noch zu einer wunderbaren Wunscherfüllung:

© Illumat

Beste Freundinnen kennen eben die Herzenswünsche des anderen ;)
Schade, dass man nur beim Illumat so schnell und einfach zu seinem Traumhaus kommt, den Zeichnern sind die Probleme, die man mit Fliesenlegern und Malern haben kann, Gott sei Dank fremd.


Captain Barnius von den Oktonauten musste ich unbedingt für meine Tochter fotografieren ;)

Kurz vor zwei trennten Ina und ich uns von Kerstin und Leyla, denn ich wollte gerne zur Lesung von Ursula Poznanski während die beiden anderen lieber weiter durch die Halle streifen wollten.

Um auf jeden Fall noch einen Platz zu ergattern, waren wir frühzeitig im Forum für Kinder- und Jugendmedien, so dass wir noch das Ende von Kirsten Bojes Buchpräsentation zum kleinen Ritter Trenk erlebten und in den Genuss einer sehr lustigen 3-Minuten-Geschichte kamen.


Danach ging es nahtlos weiter mit der Premierenlesung aus "Die Verratenen", wo wir auch wieder auf Natalie trafen. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, das ich nach ein paar Minuten fast nichts mehr von der Lesung mitbekommen habe, ich war so müde, dass ich komplett mit meinen Gedanken abgeschweift bin.



Ina ging es nicht anders, wir waren mittlerweile beide etwas muffig aus lauter Schlafmangel und glücklicherweise wollten weder wir beide noch Kerstin oder Leyla zu einer weiteren Lesung.
Statt dessen ging es für uns alle in Halle 3.1 und ein Blick von oben in Halle 3.0 lässt gut erkennen, dass unter der Woche wirklich noch sehr viel weniger Verkehr dort herrscht als am Besucherwochenende.


Ein Gang durch Halle 3.1 lohnt jedes Jahr, denn auch hier gibt es interessante Standpräsentationen zu bestaunen...


... und unter Reiseliteratur, Koch- und Backbüchern und anderen Non-Belletristik-Titeln immer mal wieder interessante Bücher für die Wunschliste zu erstöbern.


Der Merian-Reiseführer "Märchenhaftes Hessen" passte thematisch perfekt zum Grimm-Jahr, genauso, wie die kurze Episode, die wir mit einem Ohr erhaschten, während wir an einem Stand vorbeiliefen, wo gerade Zoran Drvenkar im Interview Rede und Antwort stand. Auf die Frage, ob er beabsichtigt hatte, seine Geschichte "Der letzte Engel" gerade im Grimm-Jahr zu veröffentlichen, antwortete er, er hätte das gar nicht gewusst. Sehr sympathisch :D Bislang habe ich von Zoran Drvenkar nur "Sorry" und zwei von Martin Baltscheit illustrierte Kinderbücher gelesen, aber nach dem kurzen Reinhören in das Gespräch habe ich direkt Lust bekommen, mal wieder etwas von ihm zu lesen (dank meines Riesen-SUBs auch kein Problem, dann da verstecken sich noch einige Jugendbücher von ihm).


Danach ging der Buchmessenfreitag sehr schnell seinem Ende entgegen. Wir verließen Halle 3.1 über den Hof Richtung 5.1...


... wo Ina, Kerstin und Leyla noch weitere bestellte Wünsche am Illumat abholen mussten. Die Wünsche waren ausnahmsweise im Illumat für sie hinterlegt, weil Kerstin mittags ein Wunsch geklaut wurde - total fies :( Jeder kann sich doch selbst etwas wünschen, und wenn einem ein Bild, das zur Abholung am Automat hängt sooo gut gefällt, dann macht man halt ein Foto davon.


Danach mussten wir uns schon von Kerstin verabschieden, da ich für den Abend noch die Premierenlesung von Marie Lus "Legend" in Rüsselsheim eingeplant hatte, wo ich mich mit Natalie treffen würde, allerdings musste zuvor noch meine Nichte bis Mainz bringen und in die Obhut ihres älteren Bruders übergeben. Hin und Her... ich war doch froh (weil eindeutig unter Schlafmangel leidend), dass der Freitag mein letzter Buchmessetag mit Abendprogramm sein sollte!