Sonntag, 30. September 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW39


Im Briefkasten

Australien der Osten, Armin Tima (GW)
Die wunderbare Welt von Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust, Yvonne Bauer (RE)
In 120 Rezepten um die Welt: Souvenirs einer reisenden Köchin, Allegra McEvedy (RE)
Ins Nordlicht blicken, Cornelia Franz (GW)
Sternenreiter, Jando (RE)
Wer kann für böse Träume: The Secret Grimm Files (GW)

Dies und das

Heute viel ausgemistet, Bücher verschenkt, verkauft und vertauscht, Sachen ausgepackt, Sachen eingepackt... Nächsten Sonntag will ich hier schließlich vermelden können, dass das Wohnzimmer leer ist und Fliesen gelegt werden können ;) Nachdem die Fliesenleger in unserer Küche und im Badezimmer "geübt" (= gepfuscht) haben, hoffe ich ja mal, das Wohnzimmer geht ratzifatzi und die Firma will uns nicht wieder ihren "Spezialisten" unterjubeln. So langsam habe ich nämlich die Faxen echt dicke :/ Den Fliesenspiegel in der Küche hätte ich so wie er aussieht glatt selbst legen können *grummel* Im Wohnzimmer bekommen es die Jungs ja vergleichweise einfach gemacht: die Fliesen sind groß, rechteckig und haben alle die gleiche langweilige Farbe, sie müssen nichts asymmetrisch legen (Bad) und keine Muster beachten (Küche). Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Am Dienstag gehts bei freiem Eintritt ins Theater (Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor), Mittwoch und am Wochenende steht der Gewaltakt Wohnzimmer erneut auf dem Plan, die Woche darauf geht für mich bereits am Dienstag die Buchmesse los. Zwischendurch werde ich den Blog sicher mit dem einen oder anderen Beitrag füttern, aber Routine kehrt hier sicherlich nicht vor November ein. Mich selbst unter Druck setzen bringt leider gar nichts, viel mehr verdirbt mir das dann die Laune an allem. Also... Ruhe bewahren, es kann nur besser werden!

Samstag, 29. September 2012

[REZENSION] Herbst & Winter Gemüse: Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage

Redakteur: Anette Leister

Titel: Herbst & Winter Gemüse: Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage
Autor: Anne Rogge
Fotograf: Anne Rogge
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 144 Seiten



Autor:
Anne Rogge verbindet zwei ihrer Leidenschaften: das kreative Kochen mit heimischen Produkten und die Liebe zur Fotografie.


HERBST & WINTER GEMÜSE: WOHLFÜHL-REZEPTE FÜR KALTE TAGE

Die erste Auflage von "Herbst und Winter Gemüse" ist bereits 2008 erschienen. Für die neue Auflage wurden laut Angaben im Buch die Bildsprache weiterentwickelt, neue Fotos aufgenommen und die Rezepte um neue Ideen ergänzt.

"Herbst und Winter Gemüse" beinhaltet eine bunte Mischung bekannter, neue, alltäglicher und außergewöhnlicher Rezepte von sehr bekannten als auch eher unbekannten Gemüsesorten.
Neben Kartoffeln und DEM Herbstgemüse - Kürbis - schlechthin, findet sich hier auch eine Vielzahl Rezepte für die Verarbeitung von Topinambur, Pastinaken oder Goldrübchen. Natürlich sind nicht für jede Gemüsesorte dutzende Rezepte enthalten bei der Bandbreite an Gemüse, die hier vorgestellt wird. Ein Rosenkohlfan dürfte wahrscheinlich etwas betröppelt aus der Wäsche schauen, weil er hier nur ein Rezept für Rosenkohlsalat findet. Aber wer gerne neue Gemüsesorten für sich entdecken will und nach Abwechslung in der herbst- und winterlichen Gemüseküche sucht, ist mit diesem Buch bestens beraten!
Die Grundrezepte sind vegetarisch, oft sogar vegan, Fleischvarianten werden ab und an unter Tipps vorgestellt.
Wie aus den anderen Kochbüchern von Kosmos wohlbekannt, fehlen auch hier die hilfreichen Ergänzungen unter dem Namen "Das ist wirklich wichtig" bei den Rezepten nicht.
Die meistens Rezepte werden mit Bild vorgestellt. Jedes Rezept enthält eine Zutatenliste, eine Auflistung besonderer Werkzeuge (Mörser, Kartoffelpresse u.ä.), den Zeitbedarf und eine genaue Schritt-für-Schritt-Zubereitungsfolge. Viele Rezepte werden ergänzt durch Rubriken wie "Das schmeckt dazu", "Die Variante" oder "So schmeckt's auch".

Der Inhalt ist aufgebaut nach den Gemüsesorten, die in den Rezepten die Hauptrolle spielen:
Rote Bete
Kürbis
Kartoffeln
Kohl
Rüben
Topinambur
Wintersalate
Pastinake
Sellerie

Neben den "Hauptgerichten" befinden sich in dem Buch auch noch eine Specials wie eine kleine Warenkunde für Kürbis oder Kartoffeln, Ideen für Toppings und Einlagen für Suppen und Anleitungen für selbst aromatisierte Essige und Öle.

Ein Rezeptregister existiert in doppelter Ausführung. Zum einen werden die Rezepte nach Gemüsesorten aufgeführt, ein Themenregister bietet eine Übersicht gegliedert in: Salate und Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Snacks und kleine Gerichte, Pasta, Pizza & Co., aus dem Ofen, zum Verfeinern und Ergänzen.

Für mich ist "Herbst und Winter Gemüse" eine wahre Fundgrube an neuen Ideen, wie ich die kalte Jahreszeit abwechslungs- und vitaminreich kulinarisch gestalten kann und außerdem ein Anstoß auch weniger bekannte Gemüsesorten auf den Tisch zu bringen, auch wenn man dafür unter Umständen weiter fahren muss als bis zum nächsten Supermarkt, denn der beschränkt sich in der Regel auf die "alten Bekannten".


Donnerstag, 27. September 2012

[TTT] Top Ten Thursday #83


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 (guten / schlechten) Angewohnheiten (Zwänge) im Bezug auf Bücher

Heute bin ich mal wieder pünktlich bzw. überhaupt dabei... Mir mangelt es derzeit leider immer noch an Zeit und Energie, um meinen Blog regelmäßig zu füttern.

1. In der Regel nehme ich beim Lesen den Schutzumschlag des Buches ab.
2. Bücher, die ich unterwegs lese, werden immer in eine Büchertasche oder Plastiktüte gesteckt, bevor ich sie in den Rucksack packe.
3. Ungelesene Bücher stehen verkehrt herum in meinen Regalen.
4. Von Einzelbänden kann ich mich nach dem Lesen leichter trennen als von einem mittelmäßigen Reihenauftakt, weil ich bei einem Reihenauftakt immer noch die Hoffnung hege, dass die Serie besser wird.
5. Ich habe Unmengen an Lesezeichen, aber unterwegs nie eins einstecken, also müssen Taschentücher oder Kassenzettel zur Markierung herhalten. Wobei die super sind, um wichtige Stellen zu markieren: immer einen Streifen abreißen und auf der jeweiligen Seite stecken lassen ;)
6. Ungelesene Bücher kann ich einfacher aussortieren als gelesene.
7. Eine Serie habe ich gerne einheitlich als Hardcover oder Taschenbuch im Regal stehen, und ich mag es überhaupt nicht, wenn zwischendrin das Format und/oder das Coverdesign geändert wird.
8. Ich kaufe manchmal Fortsetzungen von Reihen, obwohl ich Band 1 noch nicht gelesen habe, oder mehrere Bücher eines Autors, obwohl ich noch nicht weiß, ob mir sein Schreibstil gefällt.
9. Neue Bücher bleiben in ihrer Folie, bis ich sie lese.
10. Ich kombiniere mehrere Ordnungssysteme bei meinen Büchern. Generell sortiere ich nach Autor A-Z, aber ich habe beispielsweise getrennte Regale für Kinderbücher, Reihen, allgemeine Belletristik, Kochbücher, Bildbände usw.

Das Thema für Donnerstag, den 04.10.2012 heißt:
10 Vorurteile gegen Leser, die Schwachsinn sind

Dienstag, 25. September 2012

[REZENSION] Großmutters süße Seelentröster: 61 Leckereien aus Kindertagen

Redakteur: Anette Leister

Titel: Großmutters süße Seelentröster: 61 Leckereien aus Kindertagen
Autor: Irene Rüter
Illustrator: Stephanie Wunderlich
Übersetzer: -/-
Verlag: Gerstenberg
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 144 Seiten



Autor:
Irene Rüter, geb. 1955 in Köln, war fast zehn Jahre als Redakteurin bei 'bella' und 'kochen & genießen' tätig. Seit 1992 arbeitet sie als freie Journalistin und Lektorin am Stadtrand von Hamburg. Da sie schon immer gern gekocht hat, widmet sie sich schwerpunktmäßig dem Thema Food sowie der Kulturgeschichte des Essens.

Illustrator:
Stephanie Wunderlich, geb.1966 in München, studierte an der FH Augsburg und in Urbino Kommunikationsdesign. Nach einigen Jahren in der Werbebranche arbeitet sie heute als freie Illustratorin für internationale Zeitschriften- und Buchverlage. Sie ist Mitherausgeberin des Künstlermagazins 'Spring' und lehrt an der HfK Bremen Illustration. Sie lebt in Hamburg.


GROSSMUTTERS SÜSSE SEELENTRÖSTER: 61 LECKEREIEN AUS KINDERTAGEN

Normalerweise sollten Koch- und Backbücher immer Liebe auf den zweiten Blick sein, da sie ihre Qualitäten schließlich erst beim Ausprobieren der enthaltenen Rezepte unter Beweis stellen, aber ich gestehe: bei "Großmutters süße Seelentröster" war es Liebe auf den ersten Blick. Nur ein kurzes Zwinkern Richtung Cover, nicht länger als ein Wimpernschlag, und ich war verloren! Assoziiert ihr auch Farben mit bestimmten Dingen? Seltsamerweise hat die Farbe Blau für mich seit der Kindheit die Bedeutung von Backen, Küche und Gemütlichkeit. Unser altes, zerfleddertes Backbuch "Backen macht Freude" war blau, die Rezeptkladde meiner Mutter hatte diese Farbe und mittlerweile wohne ich sogar in einem blauen Haus mit einer blauen Küche, dazu trägt die Großmutter auf dem Cover des Buches ein Kleid aus Collagentechnik mit der Schrift, mit der meine Mama und Oma noch geschrieben haben und es ist eine Katze in der Nähe vom Herd - das Buch kann doch nur für mich geschrieben worden sein (und für alle anderen mittlerweile erwachsenen Kinder, die gerne in Kindheitserinnerungen inklusive der Leckereien vergangener Tage schwelgen).

Das Innere des Buches schmücken genau wie das Cover ebenfalls die zauberhaften Illustrationen von Stephanie Wunderlich. Manch einer mag gerade bei den Backwaren Bilder oder Fotos der fertigen Leckereien vermissen, aber die Illustrationen sind so schön, altmodisch, fantasievoll und farbenfroh gestaltet und die Zubereitungsfolge jedes Rezeptes bis ins Genaueste erklärt, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, das es auch nur eine Person gibt, die dieses Buch durchblättert und dann behauptet, sie hätte statt der Illustrationen lieber Fotos. Außerdem verdienen Rezepte mit so malerischen Namen wie "Apfel im Schlafrock", "Vanillekaltschale mit Schneeklößchen", "Quetschmadam" und "Errötende Jungfrau" einen ganz besonderen Rahmen.

Bevor der Rezeptteil beginnt, findet man im Buch ein doppelseitiges Vorwort der Autorin "Seelentröster aus Kindertagen", in dem sie schildert, woher unsere Vorliebe für Süßes stammt und wo die im Buch enthaltenen Rezepte ihren Ursprung haben. Da die Rezepte mitunter eine bewegte, erzählenswerte Vergangenheit haben, erzählt Irene Rüter in ihrem Buch auch einige Geschichten hinter den Rezepten. So erfährt man, warum die Ritter arm sind und woher der Ofenschlupfer seinen Namen hat und viele Anekdoten und Legenden mehr.

Die 61 Leckereien sind in folgende Rubriken unterteilt:
Süßes aus dem Backofen
Köstliches aus dem Topf
Leckereien aus der Pfanne
Bonbons und Konfekt
Beliebte Desserts
Traditionelles Gebäck

Den Abschluss bilden zwei Register, zum einen sind die Rezepte nach Gruppen aufgeführt, zum anderen alphabetisch.

Jedes Rezept beinhaltet eine Angabe darüber, wie viel man von der fertigen Leckerei erhält (Gramm, Stückzahl oder Portionen), eine Zutatenliste und eine genaue Beschreibung der einzelnen Zubereitungsschritte. Einige Rezepte sind ergänzt um Tipps, wie eine Speise variiert werden kann oder was besonders gut dazu schmeckt und zu einigen gibt es die bereits erwähnten Anekdoten oder Legenden. Angaben zum Nährwertgehalt sind nicht enthalten, aber meiner Meinung nach haben die in einem Seelentröster-Buch auch rein gar nichts verloren, oder hat schon mal einem die Kalorienangabe unter einem Rezept die Laune gehoben? Ne, na also.

Rezeptauswahl rundum glücklichmachend, Anleitungen absolut gelingsicher, Anekdoten lustig und lehrreich, Illustrationen traumhaft und charmant - wann gibt's Nachschlag von Irene Rüter und Stephanie Wunderlich?


Montag, 24. September 2012

[KULINARISCHES] Etwas zum Aufwärmen

Brrr... ich liebe den Herbst, aber die Temperaturschwankungen lassen mich diese Woche ganz schön bibbern. Zum Aufwärmen gibt es ein Rezept aus "Mehr Suppenglück", das mir sogar noch besser gefällt als "Suppenglück" und mein Mann hat mir erfreulicherweise bereits "angedroht", dass es in nächster Zeit sehr oft Suppen daraus geben wird, weil er das Buch nämlich genauso fantastisch findet :) Wer genauso gerne Suppen und Eintöpfe isst wie ich, dem kann ich beide Bücher nur wärmstens empfehlen!

Als erstes haben wir aus dem Buch den ITALIENISCHEN WINTEREINTOPF getestet, ich hoffe, ihr könnt auf den Fotos aus dem Buch die Zutaten und die Zubereitung erkennen, aber mir ist heute einfach zu bibberkalt, um noch viel zu tippen. Und es schmeckt besser als es aussieht ;) Aber so langsam habe ich die Hoffnung aufgegeben Suppen oder Aufläufe so fotografieren zu können, das sie richtig lecker aussehen, aber es geht schlimmer... Im Netz tümpelt immer noch irgendwo ein Foto von mir herum, auf dem Spaghettiauflauf mit Hackbällchen aussieht wie undefinierbarer Dosenfraß :D

 

 

Sonntag, 23. September 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW38


Im Briefkasten

An einem Tag in Paris, Ellen Sussman (GW)
Das Tal 2.1: Der Fluch, Krystyna Kuhn (GS)
Die Forrests, Emily Perkins (RE)
Made by yourself, Peter Fehrentz (GW)
Mehr Suppenglück, Sonja Riker (GW)
Nackt unter Krabben, Hörbuch, Marie Matisek (GS)
So war's!: Die größten Enthüllungsgeschichten der Kunst, Sylvain Coissard (RE)
Von A wie Ananas bis Z wie Zwiebel: Alles über Obst und Gemüse, Judith Nouvion (RE)
Warrior Cats: Staffel 3 - Die Macht der Drei 1: Der geheime Blick, Erin Hunter (GS)
Modemädchen 2: Wie Marshmallows mit Seidenglitzer, Sophia Bennett (GK)

Dies und das

Bis auf die Renovierung (und die Arbeit, und Handwerker, die mir ihre Fehler in die Schuhe schieben wollen, und fehlende Zeit, Ruhe und Platz zum Bloggen, und lange Wartezeiten beim Zahnarzt und tausend andere doofe Sachen) darf ich die Woche ja nicht meckern. Die gestrige Lesung aus dem Auftakt der dritten Staffel von Warrior Cats war wieder richtig toll und sehr lustig und jede Menge schöne Buchpost gab es diese Woche außerdem, obwohl ich fast nichts gekauft habe (und Wunschlistenbücher in der Remittendenbuchhandlung liegen lassen geht einfach nicht) und immerhin schaffe ich es wieder Sachbücher zu rezensieren (dabei bin ich etwas stressresistender als bei Romanen, weil ich nicht so viel Interpretationsgedöns schreiben muss, sondern mich einfach auf die Fakten und die Aufmachung konzentrieren kann, es macht mir also fast nichts aus, WENN IM HINTERGRUND AUTORENNEN IM FERNSEHEN LÄUFT UND STÄNDIG EINER SCHREIT ODER SINGT). Wahrscheinlich war es einfach eine Beruhigung zu erfahren, dass die Migräne nicht von einem kaputten Zahn herrührt, von dem sie immer hochzieht, sondern möglicherweise Stress bedingt ist (d.h. ich hab fast immer noch jeden Tag Migräne, aber wenigstens keinen kaputten Zahn, die anderen Faktoren, die meinen Stress = Migräne verursachen, sind leider nicht so ohne weiteres auszuschalten, oder gibt es mildernde Umstände für Mord an Handwerkern oder Mengenrabatt, bei Massenmord nur einmal lebenslänglich?). Anbei mal wieder zwei Fotos, manche Buchpost ist eben ein Foto wert :) Und neben Büchern gabs auch noch jede Menge Lesezeichenneuzugänge (eins aus Papier habe ich sogar versehentlich unterschlagen), zum Geburtstag gleich vier (also eigentlich fünf mit dem unterschlagenen) und das Biblio-was?-Lesezeichen habe ich mir gestern in der Buchhandlung Jansen gekauft, weil ich viel zu früh in Rüsselsheim war.

Impressionen


Samstag, 22. September 2012

[REZENSION] So war's! Die größten Enthüllungsgeschichten der Kunst

Titel: So war's! Die größten Enthüllungsgeschichten der Kunst (OT: Les (vraies!) histoires de l'art)
Herausgeber: Sylvain Coissard
Illustrator: Alexis Lemoine
Übersetzer: -/-
Verlag: Knesebeck
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 48 Seiten



Herausgeber:
Sylvain Coissard, Jahrgang 1970, vertritt als Literaturagent für Comics/Graphic Novels sowie Kinder- und Jugendbücher Autoren und Verlage. "So war's! Die größten Enthüllungsgeschichten der Kunst" ist sein erstes Buch. Coissard lebt und arbeitet in Nîmes.

Illustrator:
Nach einem Zwischenstopp an der École Estienne in Paris begann Alexis Lemoine 1997 seine Karriere als Illustrator. Er arbeitet für Zeitungen (vor allem für Libération), gestaltet u.a. Buch- und Schallplattencover. Er lebt in Paris.


SO WAR'S! DIE GRÖSSTEN ENTHÜLLUNGSGESCHICHTEN DER KUNST

Warum rauft sich Courbet auf seinem Selbstportrait die Haare?
Wie kam der Großvater auf Ghirlandaios Gemälde zu seiner unansehlichen Nase?
Und warum schaut Edgar Degas' Dame im Café so gedankenverloren drein?

In 22 Triptycha decken Sylvain Coissard und Alexis Lemoine die Geheimnisse hinter der Entstehungsgeschichte berühmter Meisterwerke auf. So wäre "Das Zimmer" (Vincent van Gogh) nicht aufgeräumt gewesen, wenn sich die die Eltern des jugendlichen Bewohners nicht vor ihrer verfrühten Rückkehr per SMS angekündigt hätten.
Die Triptycha bestehen bis auf eine Ausnahme (Francisco de Goya - Die bekleidete Maja, Die nackte Maja) jeweils aus zwei Bildern von Alexis Lemoine, die die Ausgangssituation und den Auslöser für das endgültige Gemälde zeigen, und als drittes wird das eigentliche Werk des jeweiligen Künstlers gezeigt, welches dann sozusagen die Auflösung für die von Alexis Lemoine inszenierte Vorgeschichte darstellt.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die Umsetzung von gleich vier Gemälden Guiseppe Arcimboldos (Das Wasser, Das Feuer, Der Frühling, Die Luft), da die Gemälde von ihrer Grundidee gleich und damit leider auch die Umsetzung zum Triptychon sehr ähnlich sind und spätestens beim zweiten Bild aus der Hand Arcimboldos geht der Witz flöten. Die anderen Ideen, wie die Gemälde entstanden sein könnten, sind wesentlich witziger und innovativer, auch deshalb, weil die Motive realistischer beziehungsweise alltäglicher sind und deshalb mehr Raum für Ideen liefern.

Das kleine Buch kommt im Querformat von ca. 15x30cm daher. Jedem Triptychon ist eine Doppelseite gewidmet, wobei das Triptychon nur ca 1 1/3 Seite davon einnimmt, auf dem freien Platz auf der rechten Seite stehen Angaben zu Künstler, Titel und Entstehungsjahr des jeweiligen Gemäldes. Im Anhang ist außerdem nachzulesen, wo die jeweiligen Bilder im Original zu finden sind (Privatsammlungen, Museen und Gemäldegalerien).


"So war's!" bietet einen ganz neuen und humorvollen Blick auf die Werke berühmter Maler, an dem nicht nur Kunstkenner Spaß haben werden, denn die in diesem Werk vorgestellten Werke kennt fast jeder aus der Schule oder dem einen oder anderen Museumsbesuch oder Bildband, und gerade bei den Werken, die einem bereits vor diesem witzigen Bildbändchen ein Begriff waren, ist der Spaßfaktor beim Betrachten besonders groß.


Meine Rezension bei Lies-und-lausch.

Freitag, 21. September 2012

[REZENSION] Asiatisch gut gekocht! Das Grundkochbuch

Redakteur: Anette Leister

Titel: Asiatisch gut gekocht! Das Grundkochbuch
Autor: Marlisa Szwillus
Fotograf: Alexander Walter
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 224 Seiten



Autor:
Marlisa Szwillus ist Ernährungswissenschaftlerin und leitete mehrere Jahre das Kochressort der größten deutschen Zeitschrift für Essen und Trinken. Inzwischen arbeitet sie als Journalistin und Buchautorin.


ASIATISCH GUT GEKOCHT! DAS GRUNDKOCHBUCH

"Asiatisch gut gekocht" ist in der Reihe "Kosmos Grundkochbücher" erschienen.
Wie es sich für ein Grundkochbuch gehört, geht die Autorin Marlisa Szwillus sehr detailliert auf die Grundlagen der asiatischen Küche ein bevor der Rezeptteil des Buches beginnt.

Gleich zu Beginn des Buches ist eine Karte abgebildet mit den Ländern, in denen die kulinarische Reise in diesem Buch führt.

Das Buch beinhaltet Rezepte aus:
China
Indien
Myanmar
Thailand
Singapur
Korea
Japan
Vietnam
Philippinen
Malaysia
Indonesien

Der Rezeptteil wird aufgelockert durch Länderreportagen. Sieben der im Buch mit Rezepten vertretenen Ländern ist eine Doppelseite gewidmet, auf der die jeweilige Landesküche in fünf Punkten umschrieben wird (Bsp. Japan: Typisch japanisch, Sake und Bier, Messerscharf, Die beste Nudelsuppe, Teezeremonie im Trend – Thailand: Wunderwelt der Aromen, Schnitzkunst, Mit Löffel und Gabel, Wenn die Zunge brennt, Leben und leben lassen). Die Stellen im Buch, wo sich die Reportagen finden, sind im Rezeptregister nach Ländern aufgeführt.

Zudem wird zwischen pfannengerührten, geschmorten, gedämpften und frittierten Gerichten unterschieden. Die vier Zubereitungsarten werden jedoch nicht einfach theoretisch, sondern praxisnah anhand eines einfachen Rezeptes und bebilderten Zubereitungsschritten genau erklärt.

Um sich auf einen Blick im Buch orientieren zu können, ist jedes Gericht mit zwei Icons gekennzeichnet, die verraten, aus welchem Land es stammt und nach welcher Art es zubereitet wird.

Der umfangreiche Einführungsteil in die asiatische Küche ist untergliedert in folgende Themengebiete:
Küchenwerkzeuge
Gemüse und Pilze
Kräuter
Früchte
Asiens Geheimnis
Reissorten
Nudelsorten

Die Rezeptrubriken sind unterteilt in:
Grundrezepte (Currypasten, Brühen, Saucen, Dips und Co.)
Suppen, Salate & Snacks
Gemüse & Hülsenfrüchte
Currys
Fisch & Meeresfrüchte
Fleisch & Geflügel
Nudeln, Reis & Tofu
Desserts

Den Abschluss bilden Getränketipps, ein zweiseitiges Glossar mit den wichtigsten Asia-Zutaten, zwei Rezepteregister: einmal unterteilt nach Länder, einmal sortiert in alphabetischer Reihenfolge und das Impressum. Die doppelte Registerführung gefällt mir sehr gut, je nachdem, ob man ein Menü aus einer bestimmten Region Asiens nachkochen möchte oder nur nach einem speziellen Rezept sucht.

Wie bereits aus anderen Kosmos-Kochbüchern bekannt, werden die Rezepte häufig durch die Anmerkung "Das ist wirklich wichtig" ergänzt. Jedes Rezept umfasst eine Zutatenliste mit Personenangabe, die Zubereitungszeit, eine ausführliche Untergliederung der Zubereitungsfolge und oft zusätzliche Tipps, wie das Rezept abgewandelt werden kann, beispielsweise durch alternative Gemüse- oder Pilzsorten, falls spezielle Zutaten nicht im ortsansässigen Supermarkt erhältlich sind oder aus persönlichen Geschmacksgründen gemieden werden möchten.

Das Buch hat einen Softcovereinband und ein Lesebändchen. Fast alle Rezepte sind bebildert, besonders in dem Teil der Einführung, der auf spezielle asiatische Zutaten und deren Zubereitung eingeht, wurde sehr viel Wert gelegt auf eine umfangreiche und leicht verständliche Bebilderung.

Dank des umfangreichen und leicht verständlichen Grundkochbuchanteils ist "Asiatisch gut gekocht" sehr empfehlenswert für Einsteiger in die asiatische Küche, aber auch versierte Köche werden dank der zahlreichen und abwechslungsreichen Rezepte noch viel Neues entdecken können!


Mittwoch, 19. September 2012

[COOL-TOUR-KATZE] Meet&Greet mit John Green + Lesung aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" in Frankfurt



Bereits zum vierten Mal besuchte ich letzten Donnerstag eine Veranstaltung im Literaturhaus Frankfurt, anlässlich der Lesereise von John Green zu seinem neuen Buch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter".

Kurzbeschreibung:
"Krebsbücher sind doof", sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Im Vorfeld zu der am Abend stattfindenden, bereits am zweiten Vorverkaufstag ausverkauften, Lesung, fand am Nachmittag ein Meet&Greet für Schüler ab der zehnten Klasse statt, bei dem das jugendliche Publikum Fragen an John Green stellen konnte, sein Werk oder seine Arbeit betreffend oder zu dem YouTube-Kanal, den er seit 6 Jahren zusammen mit seinem Bruder hat.
Frau Lindner vom Literaturhaus Frankfurt stellte in einer kurzen Ansprache John Green und seine bisher erschienenen Werke vor, bevor John Green selbst mit einer kurzen Zusammenfassung des Buches, für die wenigen Anwesenden, die es noch nicht gelesen hatten, die Fragerunde einleitete.


Für mich persönlich war "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" der erste Kontakt mit John Greens Werk, ich kenne bislang weder seine anderen Bücher, noch kannte ich seinen YouTube-Kanal (das Versäumnis habe ich inzwischen nachgeholt). Außer mir hat aber der größte Teil der Anwesenden die Hand gehoben auf Johns Frage, wer seinen Kanal schon kennt und auch als John-Green-Erstleser schien ich so ziemlich einsam auf weiter Flur zu sein, denn in der Fragerunde kamen später auch sehr viele Fragen zu seinen älteren Werken.


John Green kam ab der ersten Minute sympathisch rüber und hat einen sehr schrägen Humor. Es machte ihm einfach unheimlich viel Spaß zuzuhören, auch wenn nicht alle Fragen und Antworten mit seinen Büchern zu tun hatten. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, um auf die Idee zu kommen ein Video über "The 5 worst places to vomit" zu drehen und sich darüber Gedanken macht, dass man in Momenten, in denen man seine Eltern hasst, sich immer darüber im Klaren sein sollte, dass man ihnen als Baby vielleicht mal ins Gesicht gekotzt hat, und sie einen deshalb trotzdem noch liebten. Ehrlich gesagt kam ich mir zeitweise ein bisschen auf den Arm genommen vor, und deswegen habe ich direkt seinen YouTube-Kanal eingeschaltet als ich wieder zuhause war, und: er dreht tatsächlich Videos über so verrückte Sachen ;)


In der gut eineinhalb Stunden andauernden Fragerunde erfuhren die Anwesenden sehr viel über Johns Beweggründe "ein doofes Krebsbuch" zu schreiben. Es waren mehrere Dinge, die ihn dazu veranlassten. Zum einen erkrankte sein Vater schwer an Krebs als John acht Jahre alt war und so lernte er schon sehr früh die Angst kennen, die man hat, man jemand krank ist, den man liebt. Er arbeitete außerdem einige Zeit in einem Kinderkrankenhaus, doch nach sechs Monaten hörte er mit dieser Arbeit auf, weil er nicht genug Kraft und Mut hatte, um damit weiter zu machen. Letzten Endes hat er das Buch außerdem im Andenken an seine viel zu früh an Krebs verstorbene Freundin Esther geschrieben und ihr gewidmet. Er erzählte uns, dass Hazel einige Charakterzüge von Esther erhalten hat und Gus ist so, wie John gerne selbst wäre: intelligent und gut aussehend ;)
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wunderschönes Buch, trotz aller Traurigkeit ist es auch klug, lebensbejahend und lustig. John wollte mit der Geschichte zeigen, dass Menschen nicht deshalb sterben, weil sie böse sind, sondern weil das Schicksal es so will. Er erzählt die Geschichte von zwei Personen, die ein unfaires Leben leben, das trotz allen Schicksalsschlägen gut und erfüllt ist und er glaubt daran, dass eine Beziehung nie zu Ende ist, solange noch eine der beiden Menschen lebt und an den Verstorbenen denkt.


Neben Details zu John aktuellem Roman und seinen älteren Werken, erfuhren wir beispielsweise auch, dass er ein großer Fan der deutschen Sprache ist, weil es im englischen Sprachgebrauch keine Wörter gibt wie Sitzpinkler oder Warmduscher. Dass die Eltern einer seiner Ex-Freundinnen die zweitgrößte Weihnachtsmannsammlung der Welt besitzen, dass er Bücher magischer findet als Filme, weil man beim Lesen aktiver sein muss als beim Filme anschauen, und das es ihm bis heute ein Rätsel ist, warum auf fast allen deutschen Ausgaben seiner Bücher Füße zu sehen sind: er steht weder besonders auf Füße, noch schreibt er über Füße, und deshalb antwortete er seinem Verlag auf die Frage, was auf das Cover von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" soll: "Alles außer Füße!". Der deutsche Titel gefällt ihm zwar gut, allerdings hätte er am liebsten immer eine wortgetreue Übersetzung der Titel ins deutsche, da er sich sehr viele Gedanken zu ihnen macht und sie immer einen großen Bezug zum Inhalt haben. Außerdem meinte er noch, "Das Schicksal ist ein mieser" hätte ihm noch weitaus besser gefallen, da er Probleme damit hat das Wort Verräter auszusprechen (was er uns auch mehrfach unter Beweis stellte).
Was sagt man am besten zum Ende einer Veranstaltung, wenn nicht die letzten Worte des Autors. John Green liebt letzte Worte, weil sie die Vielfalt der Menschen aufzeigen, die können dramatisch, kraftvoll, traurig, weise oder humorvoll sein. So sagte Oscar Wilde angeblich: "Either that wallpaper goes, or I do." und Emily Dickinson "I must go in, the fog is rising." Wenn John Green im hohen Alter von 178 Jahren im Kreise seiner Familie stirbt, wären seine Worte ein einfaches "I love you."


Am Abend fand dann noch die Lesung statt, die von Fridtjof Küchemann moderiert wurde und bei der John Green aus dem Original und Lisa Stiegler aus der deutschen Übersetzung im Wechsel verschiedene Passagen vorlasen.
Nach der überwältigenden Nachfrage zu dieser Veranstaltung las John Green nicht nur vor EINEM ausverkauften Saal, nein, im Obergeschoss des Literaturhauses saßen weitere einhundert Personen, für die die Lesung und anschließende Diskussion live übertragen wurde.
Trotz einiger traurigen Lesungsparts fand der Abend einen sehr lustigen Abschluss, weil John auf Bitte des Publikums noch einen Kapitelanfang aus der deutschen Übersetzung las und obwohl ich samt der Veranstaltung am Nachmittag guten vier Stunden Programm gelauscht hatte, verging der Tag wie im Flug.



Glücklicherweise hatte ich mir mein Exemplar von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" bereits nachmittags signieren lassen, denn angesichts der langen Schlange der Autogrammjäger direkt nach Ende der Veranstaltung, zog es sich sicherlich noch lange hin, bis das Literaturhaus an diesem Abend seine Pforten nach einer wieder einmal überaus gelungenen Lesung schließen konnte.

Sonntag, 16. September 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW37


Im Briefkasten

20.000 Meilen unter dem Meer, Hörspiel, Jules Verne (GK)
Asiatisch gut gekocht!: Das Grundkochbuch, Marlisa Szwillus (RE, AV)
Backen – Die 4 Jahreszeiten, Irina Tschadeeva (GK)
Die Hobbijahns, Nicole Rensmann (GT)
Dr. Brumm geht wandern, Daniel Napp (GW)
Granny Squares und andere Formen, Edie Eckman (GK)
Herbst & Winter Gemüse: Wohlfühl-Rezepte für kalte Tage, Anne Rogge (RE, AV)
Lost Girl 1: Im Schatten der Anderen, Sangu Mandanna (GK)
Maschenglück, Angelika Wolk-Gerche (RE)
Plampi: Nur eine Nacht, Mirjam H. Hüberli (RE)
Wir 6 aus Neuseeland, Esther Glen (GK)
Zauber der orientalischen Küche, Arto Der Haroutunian (GK)

Dies und das

Ich bin komplett im Eimer. Lesen geht derzeit solala... Aber zum Rezensieren komme ich einfach nicht. Bis auf einen Flohmarktbesuch gestern (dem ich teilweise die Neuzugänge dieser Woche zu verdanken habe), bestand das Wochenende wieder nur aus Kisten auspacken, Geschirr spülen, Schränke einräumen, andere Schränke ausräumen, neue Kisten packen... Hat schonmal jemand ein Haus renoviert in dem er wohnt? Nicht? Ich kann auch nur davon abraten. Ich fühle mich unwohl in dem Chaos und bin total gestresst, weil einfach nichts mal hundertprozentig fertig wird, ääätzend. Naja... es war schon schlimmer. Immerhin kann ich wieder im Haus duschen, baden und aufs Klo gehen, es gibt einen funktionierenden Herd und wir müssen dieses Jahr nicht mehr grillen, es sei denn, wir hätten Lust drauf (aber die nächsten Monate wohl eher nicht). Irgendwie geht die wohnzimmerlose Zeit auch noch vorbei mit tausend Bücherkisten ein- und auspacken und irgendwo unterstellen, vielleicht bis Weihnachten? Abendprogramm für diese Woche sieht genauso aus wie das Wochenendprogramm, und das Programm für nächstes Wochenende wohl auch. Bis auf einen Lesungsbesuch. Ein bisschen Freizeitvergnügen zwischen den ganzen Stressfaktoren darf ja auch mal sein.
Von der einen Buchpost muss ich unbedingt ein Foto zeigen, hat der Verlag das Buch nicht einfach unheimlich süß verpackt? Und dank dem beigelegten Strick-Lolli ist die Lust gleich noch größer etwas nachzuarbeiten aus "Maschenglück". Aber dieses Wochenende wurden erstmal neue Rezepte ausprobiert, hier sind in der küchenlosen Zeit einige Bücher eingetrudelt, die endlich getestet und bewertet werden wollen. Und essen geht bei mir (leider) immer - auch (oder gerade) bei Stress ;)

Impressionen

Mittwoch, 12. September 2012

[BUCHTIPP] Köstliche Geschenke: Süßes und Scharfes - am 14.09.12 als kostenloses eBook bei Amazon

Diese Woche erreichte mich eine Email von Katharina Saheicha, der Autorin von "Cupcakes: 55 unwiderstehliche Törtchen" und "Cupcakes: Für die schönsten Feste des Jahres", in der sie ihr neues Buch "Köstliche Geschenke" vorstellte, das als eBook erhältlich ist und zu dem sich Katharina Saheicha eine wunderbare Aktion hat einfallen lassen.
Damit möglichst viele an der Aktion teilnehmen, ist das eBook am 14.09.12 kostenlos bei Amazon erhältlich und es wäre toll, wenn alle, denen die Idee von Katharina Saheichas Geschenkekette genauso gut gefällt wie mir, für das Buch und die Aktion im Vorfeld und am 14.09.12 Werbung machen.


Am 14.09.2012 können alle, die Lust haben, an der exklusiven Aktion zu "Köstliche Geschenke: Süßes & Scharfes" mitmachen. Ihr schreibt einfach darüber, sei es Online oder in einem Print-Medium, ob bei Twitter, in eurem Blog oder direkt bei Amazon. Dazu könnt Ihr euch das eBook kostenlos bei Amazon herunterladen - aber eben nur an diesem einen Tag. Schreiben könnt Ihr natürlich, wann Ihr wollt.

Einige Links zu den schönsten Rezensionen werde ich in eine spätere Version meines Buches einbinden.

Toll wäre es auch, wenn Ihr sogleich eine Kette des Schenkens beginnt, ähnlich wie im Film "Das Glücksprinzip", dessen Trailer Ihr zum Rezept "Gebrannte Mandeln" findet. Dann könntet Ihr schreiben, warum Ihr wem etwas Köstliches schenkt – natürlich keine vollständigen Namen, da nicht jeder sein Privatleben öffentlich ausgebreitet sehen möchte, aber ob es eure beste Freundin ist oder Nachbarin, das wäre schön zu wissen und natürlich die Geschichte, die dazu gehört. Wenn der Beschenkte einverstanden ist, könnt Ihr auch ein Foto von seiner Freude veröffentlichen. Falls Ihr keine Möglichkeit zur Veröffentlichung habt, könnt Ihr es mir schicken (saheicha@cupcakes-cupcakes.de), dann kann ich eure Geschichte und/oder Foto auch in meinem Blog (www.cupcakes-cupcakes.de) veröffentlichen. Ihr könnt natürlich auch einfach euer Geschenk fotografieren, wenn die Freundin nun gar nicht mit ins Bild will. Also überlegt, wem Ihr mal wieder eine Freude machen möchtet und überrascht sie oder natürlich auch ihn damit, vielleicht gibt es ja auch bei dem einen oder anderen einen Anlass dazu.

Hier der Link zu "Köstliche Geschenke: Süßes & Scharfes" bei Amazon, dort könnt Ihr es auch am 14.09.2012 kostenlos herunterladen.

Gerne könnt Ihr zuvor auf diese exklusive Aktion aufmerksam machen, damit recht viele daran teilnehmen, um nicht nur darüber zu schreiben, sondern wieder eine Kultur des Schenkens entstehen zu lassen. Schreibt also darüber oder leitet einfach die Email an eure Freunde und Bekannten weiter und bittet sie mitzumachen – vielleicht bekommt Ihr dann sogar ein köstliches Geschenk liebevoll zubereitet.

Allen viel Spaß bei der Aktion und Danke für euer Mitmachen

Katharina Saheicha

(Quelle: Email)

Sonntag, 9. September 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW36


Im Briefkasten

Apfelrot & Birkenweiß - Weihnachtsdeko aus dem Norden, Kristina Strand (RE)
Buchstabensuppe & Pausenbrot - Lieblingsrezepte kochen mit Kindern, Ira König (RE)
Der Graf von Monte Christo, Hörspiel, Alexandre Dumas (GK)
Für immer Julia, Stacey Jay (GK)
Geschenke im Vintage-Stil - Nähen, Dekorieren, Selbermachen, Sarah Moore (RE)
Ich schreib dir morgen wieder, Cecelia Ahern (GT)
Krabat, Hörbuch, Otfried Preußler (GK)
Onkel Toms Hütte, Hörspiel, Harriet Beecher Stowe (GK)
Sam und Emily: Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls, Holly Goldberg Sloan (GK)
Vakuum, Antje Wagner (RE)
Vango 2: Prinz ohne Königreich, Timothée de Fombelle (GK)
Viel Lärm um nichts, William Shakespeare / Almud Kunert (Illustrationen) (GK)
Weihnachtsduft zieht durch das Haus, Heike Pressler (GK)

Donnerstag, 6. September 2012

[TTT] Top Ten Thursday #80


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema Freundschaft / Beziehungen / Familie

Eine für Vier von Ann Brashares
Nennt mich nicht Ismael! von Michael Gerard Bauer
Rico, Oskar und die Tieferschatten von Andreas Steinhöfel
Unser letzter Sommer von Ann Brashares
Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade
Für immer vielleicht von Cecelia Ahern
Die Penderwicks von Jeanne Birdsall
Der Blaubeersommer von Polly Horvath
Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht von Kirsten Reinhardt
Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren

Das Thema für Donnerstag, den 13.09.2012 heißt:
10 Bücher die euch zum Nachdenken gebracht haben

Mittwoch, 5. September 2012

[REZENSION] Literatur! Eine Reise durch die Welt der Bücher

Titel: Literatur! Eine Reise durch die Welt der Bücher (OT: -/-)
Autor: Katharina Mahrenholtz
Illustrator: Dawn Parisi
Übersetzer: -/-
Verlag: Cadeau
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 183 Seiten




Autor:
Katharina Mahrenholtz studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Seit 1997 ist sie als Redakteurin bei NDR Info tätig. Ihr Themenschwerpunkt ist Kultur, vor allem Literatur. Als Radiojournalistin ist sie es gewohnt, Geschichten kurz, knapp und trotzdem spannend zu erzählen. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Illustrator:
Dawn Parisi ist in England und Italien aufgewachsen und studierte in ihrer Geburtsstadt Hamburg an der Fachhochschule für Gestaltung. Nach einem dreijährigen Paris-Aufenthalt zog es sie wieder an die Elbe, wo sie im Atelier Freudenhammer für Verlage und Agenturen arbeitet. In ihren Büchern verbindet sie gern das Humorvolle mit dem Wissenswerten.


LITERATUR! EINE REISE DURCH DIE WELT DER BÜCHER

"Literatur!" versammelt auf höchst vergnügliche Weise Wissenwertes und Kurioses aus der Welt der Bücher. Auf 183 Seiten findet man nicht nur die wichtigsten Werke im Schnelldurchgang zusammengefasst und besprochen, sondern auch grafisch oder tabellarisch dargestellte Fakten wie "Wie alt?! Alter und Tod von Autoren", wo man beispielsweise erfährt, dass sich Anthony Trollope tatsächlich totgelacht hat, oder "Nom de plume - Autoren und deren Pseudonyme".
Die Zusammenstellung von Anekdoten, Inhaltsangaben, Kurzbesprechungen und Autoren-Vita eignet sich weniger zum kompletten Durchlesen, sondern lädt vielmehr zum Stöbern ein.
Dabei konnte ich nur wenig bis gar kein Interesse an solchen Aufzählungen wie den meist verkauften Büchern aller Zeiten aufbringen, die Erwähnung der schönsten Buchanfänge fand ich da sehr viel interessanter und passender für eine Reise durch die Welt der Bücher.
Dass auf gerade mal 183 Seiten nicht jedem Klassiker der Literatur im ausreichenden Maße - wenn überhaupt - gehuldigt werden kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Einigen Werken und ihrem Autor sind in diesem Buch drei Seiten gewidmet: Inhalt, graphische Umsetzung und Vita, viele erwähnten Bücher werden jedoch nur in einer schmalen Spalte abgefertigt. Die Auswahl, welchem Buch wieviel Platz eingeräumt wurde, haben die Autorinnen sicherlich nach ihrem eigenen Geschmack entschieden, da hier keine klare Linie oder Vorgabe erkennbar ist. Hier steht Kinderbuch neben Drama, Komödie neben Lyrik. Der Inhalt ist nach zeitlicher Entstehung gegliedert, aber beim Durchstöbern des Buches wäre mir manchesmal eine andere Einteilung sinniger vorgekommen.
Eine klare Zielgruppe ist für mich bei diesem Buch nicht erkennbar. Es wird kaum Nichtleser zum Lesen bringen, noch eignet es sich als Nachschlagewerk bezüglich klassischer Literatur. Vielmehr ist es ein witziges Geschenk für Leseratten und Bücherwürmer, die Spaß an einem humorvollen Umgang mit Klassikern haben. Was den Humor angeht, lohnt sich das Buch nicht nur wegen Katharina Mahrenholtz Schreibstil, sondern vor allem wegen Dawn Parisis grafischer Interpretationen. Ihr gelingt es Werke wie "Reise zum Mittelpunkt der Erde" oder "1984" so auf den Kern der Geschichte zu konzentrieren, dass sie auf einer Seite erkennbar darstellt werden. Wer die Bücher kennt, für den ist es wirklich ein Leichtes, anhand von Dawn Parisis comicartigen Zeichnungen den Titel jeden Werkes zu erraten.
Ich habe sowohl gerne in den Kurzfassungen bereits gelesener Klassiker geschmökert, als auch in denen mir noch unbekannter Werke - wobei einem in diesen Fällen bewusst sein sollte, dass Katharina Mahrenholtz fies spoilert: hier wird nicht nur der komplette Inhalt, sondern auch das Ende verraten!