Montag, 30. April 2012

[REZENSION] Dark Canopy

Titel: Dark Canopy (OT: -/-)
Autor: Jennifer Benkau
Illustrator: -/-
Übersetzer: -/-
Verlag: script5
Reihe: Band 1
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hardcover, 524 Seiten



Autor:
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.

Ich weiß nicht, womit die Menschen im dritten Weltkrieg kämpfen.
Aber im vierten werden es Keulen und Steine sein.

Albert Einstein

DARK CANOPY

Inhalt:
Für den dritten Weltkrieg wurden spezielle Soldaten erschaffen, die so genannten Percents. Diese haben nach dem Krieg die Weltherrschaft übernommen und unterdrücken die Menschen. Die Erde ist in der Zukunft ausgetrocknet und unfruchtbar, da der Himmel von "Dark Canopy" verdunkelt wird, die von Maschinen erzeugt wird. Die Percents haben zwar besonders ausgeprägte Sinne, leiden dafür aber unter extremer Lichtempfindlichkeit.
Außerhalb des Systems versuchen Rebellenclans zu überleben und gegen das Gewaltregime der Percents vorzugehen. Die zwanzigjährige Joy, die während des Blutsonntags - einem niedergeschlagenen Aufstand der Menschen gegen die Percents - geboren wurde, ist eine von ihnen, und fällt eines Tages dem Feind in die Hände. Dort muss sie jedoch feststellen, dass in den Percents weit mehr Menschlichkeit steckt, als in so manchem von ihren Clangenossen.

Kritik:
"Dark Canopy" ist der erste Teil einer dystopischen Dilogie (Zweiteiler) und lebt vorrangig von der Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren Joy und Neél und der Gefühlswelt der Protagonisten, das interessante - aber neben der Gefühlsebene etwas blasse - dystopische Szenario der Geschichte ist beinahe nebensächlich.
Zu Beginn der Geschichte spielt Jennifer Benkau mit der Wahrnehmung des Lesers und bedient Klischees und Vorurteile, so dass die spätere Entwicklung bezüglich der Liebesgeschichte für den Leser überraschend und unerwartet kommt. Nach der anfänglichen Schilderung der Situation der Zukunft nach dem dritten Weltkrieg gliedert sich die Bevölkerung klar in die "guten" und unterdrückten Menschen und die "bösen" herrschenden Percents. Durch ihre besonders ausgeprägten Instinkte und die genetischen Veränderungen ihrer Haut, über die sie Witterung aufnehmen (diese genetisch veränderte Haut hat mich an das Jacobson-Organ bei Katzen erinnert, über das sie Gerüche schmecken können), wirken die Percents wie ein Kollektiv oder ein Tierrudel. Man erliegt dem Irrglauben, dass sie nur durch ihre Instinkte geleitet werden und keine menschlichen Gefühle wie Liebe oder Freundschaft empfinden können. Im späteren Verlauf der Geschichte wird man als Leser jedoch nicht nur einmal, sowohl von Seiten der Percents als auch von Seiten der Menschen, in der Charakterentwicklung der Protagonisten überrascht.
"Dark Canopy" ist auf jeden Fall eine Dystopie für ältere Jugendliche und (junge) Erwachsene, da die Schilderungen in dem Dilogie-Auftakt teils von Brutalität und auch Sexualität geprägt sind.
Jennifer Benkau hat einen einnehmenden und sehr emotionalen Schreibstil, der beim Lesen die verschiedensten Gefühle beim Leser hervorruft, die Geschichte ist natürlich meist traurig und brutal, aber es blitzen auch sehr schöne und manchmal humorvolle Momente durch. Die Charaktere gehen wirklich in die Tiefe und dadurch fiebert man bis zur letzten - von einem ultrafiesen Cliffhanger gekrönten - Seite mit Joy und Neél mit, auch wenn neben den beiden die Umgebung und vor allem der Rest der Welt und die damit verbundene gesellschaftliche Entwicklung nach dem dritten Weltkrieg etwas zu kurz kommt. Ich hoffe, die offenen Fragen bezüglich des sehr interessanten dystopischen Szenarios werden im Folgeband gänzlich geklärt werden, dem ich nach dem offenen Ende wirklich sehr ungeduldig entgegenfiebere.
Der Aufbau des Buches ist so wunderbar poetisch wie die unmöglich scheinende Liebesgeschichte zwischen Joy und Neél: Jennifer Benkau hat mit viel Liebe und Bedacht Kapitelüberschriften gewählt, die den Inhalt des jeweiligen Kapitels unterstreichen und zum Nachdenken anregen. Einzig die Covergestaltung gefiel mir zunächst überhaupt nicht - nach dem Lesen muss ich zwar zugeben, dass sie kaum treffender zum Inhalt hätte gewählt sein können, aber sie erinnerte mich so stark an die teilweise abschreckenden Fotocover diverser Lizenzausgaben aus den 80er-Jahren, dass ich auf Grund dessen beinahe nicht zu diesem Buch gegriffen hätte.

Fazit:
Wer nach einer Dystopie sucht, die die gesellschaftliche Entwicklung der Zukunft durch die Gefühlswelt zweier Liebenden vermittelt, sollte hier unbedingt zugreifen, denn das Schicksal von Joy und Neél, die von Natur aus eigentlich Feinde sein sollten, geht wirklich zu Herzen! Darüber lässt sich die eine oder andere ungeklärte Frage über die dystopische Welt, in der sie leben (bis zum Folgeband) verschmerzen.

Sonntag, 29. April 2012

[AKTION] Wohnzimmerkonzert für Smalltown Girls!

Schreibwettbewerb von Beltz & Gelberg und LizzyNet

 

Große Kleinstadtgefühle, gefährliche Abenteuer aus Hinterposemuckel oder verwegene Visionen aus der Kreisstadt - Gemeinsam mit dem Onlineportal Lizzynet schreibt Beltz & Gelberg einen Schreibwettbewerb aus und fragt Jugendliche: Wie gefährlich ist eure Kleinstadt? Wovon träumt ihr, wenn ihr durch die extrem überschaubare Fußgängerzone schlendert? Was macht aus eurem Kaff den lebenswertesten oder tödlichsten Ort der Welt?

Gesucht werden Kleinstadtdramen oder -komödien (Geschichten, Gedichte, Mini-Dramen, Songtexte etc.) zum Thema Smalltown Girls. Inspiration bietet das Buch „Smalltown Girls. Der Tod kommt selten allein“, in dem die drei nicht immer besten Freundinnen Charlie, Lu und Sunshine ihr ganz eigenes Kleinstadtdrama erleben. Verrat, die erste große Liebe und eine schreckliche Prophezeiung inbegriffen.
Extra dafür hat die Punk-Grunge-Band The Pollywogs den Song „Perfect Mess“ geschrieben. Autorin Jeanette Wagner und The Pollywog-Frontman Bryan Kessler nehmen als Juroren die eingereichten Texte unter die Lupe.

Zu gewinnen gibt es ein Konzert der Pollywogs an jedem gewünschten Ort, im Wohnzimmer, der Dorfkneipe, dem Gemeindesaal, dem Jugendzentrum…. sowie signierte Bücher, Büchergutscheine und CDs.

Einsendeschluss ist der 12. Juni 2012.
Teilnahmebedingungen auf www.lizzynet.de
Mehr zu den „Smalltown Girls“ samt Song zum Anhören auf www.facebook.com/smalltowngirls.fanpage

[RUND UMS BUCH] Neu in KW17


Im Briefkasten

Der Geschmack Afrikas, Lydia Gautier / Jean-François Mallet (GK)
Die Männer, das Essen & ich: Rezepte für jede Lebenslage, Nathalie Kir de Montfolet (GK)
Ice: Hüterin des Nordens, Sarah Beth Durst (GK)
Streetfood indisch: Die besten Rezepte von Sonnenaufgang bis Mitternacht, Sephi Bergerson (GK)
5 Bände aus der Reihe C. H. Beck Wissen, (GW)

Dies und das

Diese Woche musste ich einfach die Remittendenbuchhandlung stürmen, als dort kistenweise Kochbücher verramscht wurden ("Die Männer..." stand schon lange auf meiner Wunschliste). Ansonsten blieb es die Woche hier relativ ruhig, aber das gute Wetter wollte besser genutzt werden als rezensionenschreibenderweise vor dem Notebook zu sitzen. Gestern gab es die ersten schwarzen Füße des Jahres vom Barfußlaufen *ggg* Hoffentlich bleibt es jetzt eine Weile so schön... die Kälte und der Regen stehen mir wirklich bis zum Hutrand.
Denkt an mein aktuelles Gewinnspiel zu "SMS Märchen", das Buch ist nicht nur etwas für kleine Menschen im Bilderbuchalter. Die liebe Renate hat mir bereits so viele SMS Märchen zugeschickt, dass ich dafür wohl noch einen Fleißbienchen-Preis ausrufen muss ;)

Donnerstag, 26. April 2012

[TTT] Top Ten Thursday #61


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Sach- bzw. Fachbücher aus eurem Bücherregal

Irgendwo in meinem Regalen dümpeln wahrscheinlich auch "richtige" Sachbücher herum, aber ich mache es mir einfach und habe Kreativ-, Koch- und Backbücher zusammengesucht, die ich gerne mag:

1. Julekuler
2. Strikkedukker
3. Häkelideen mit Granny Squares
4. Creepy Cute Crochet: Zombies, Ninjas, Robots, and More!
5. Afrika-Kochbuch: Die 160 besten Originalrezepte vom Kap bis Kairo
6. Zaubergebäck
7. Teatime: 80 Köstlichkeiten für die schönste Stunde des Tages
8. Cupcakes: Für die schönsten Feste des Jahres
9. Das Astrid Lindgren Kochbuch
10. Indische Currys

Das Thema für Donnerstag, den 03.05.2012 heißt:
10 Bücher die ihr innerhalb von einem Tag verschlungen habt (oder max. 2 Tage)

[GEWINNSPIEL] Märchen gegen Märchen!

Passend zum Märchenjahr 2012, in dem die Grimmschen Märchen ihren 200. Geburtstag feiern, darf ich euch mit Unterstützung des Mixtvision Verlags ein Gewinnspiel präsentieren.

Zu Gewinnen gibt es ein Exemplar von Fabian Negrins "SMS Märchen", die ich HIER bereits näher vorgestellt habe.


Gewinnen könnt ihr dieses zauberhaft illustrierte Buch, indem ihr mir ihm Tausch gegen Negrins SMS Märchen euer eigenes schickt.

Mein SMS Märchen lautet beispielsweise so:
Bruder hört nicht auf seine schwester + wird zum reh.schwester muss seinen fehler ausbaden + ist tot.aber am schluss wird alles gut + reh wieder Mann.
Auf der Detailseite zum Buch findet ihr weitere Leser-Einsendungen.

Schickt mir bis zum 06.05.2012, 23:59 Uhr euer eigenes SMS Märchen per Email (meine Adresse findet ihr unter Impressum, Betreff: SMS Märchen) und gebt in der Email auch bitte an, um welches Märchen es sich handelt (wichtig für den Zusatzgewinn). Während des Gewinnspielzeitraums werde ich die Einsendungen zeitnah unter Angabe eures Vornamens auf der Facebookseite der SMS Märchen veröffentlichen. Eure Adresse möchte ich NICHT, die frage ich nach Gewinnspielende bei den beiden Gewinnern ab.
Am 07.05.2012 werde ich die Einsendungen gesammelt auf meinem Blog präsentieren. Unter allen Einsendungen werde ich den Gewinner des Buches auslosen, aber es gibt zusätzlich eine Chance auf einen Trostpreis, den man auch gewinnen kann, ohne ein SMS Märchen eingeschickt zu haben:
Schickt mir schnellstmöglich per Mail einen Tipp, um welche Märchen es sich bei den SMS-Varianten handelt. Wer die meisten (bzw. am schnellsten alle) Märchen erkennt, erhält als Trostpreis Postkarten mit zwei verschiedenen Motiven aus dem Buch sowie eine kleine Überraschung :)
Am 12.05.2012 gebe ich hier dann sowohl den Gewinner des Buches, als auch den des Trostpreises, sowie die Auflösung bekannt.
Ich würde mich über eine zahlreiche Teilnahme sehr freuen, weil ich die Idee der SMS Märchen wunderbar finde und gar nicht genug davon bekommen kann :D

Zur Inspiration noch der Trailer zum Buch:

Mittwoch, 25. April 2012

[PRODUKT-REZENSION] "i-clip" Lesezeichen


Die i-clips sind in vielen verschiedenen Designs zu einem unschlagbaren Preis erhältlich, das lässt nicht nur das Herz eines Lesezeichen-Sammlers höher schlagen, sondern macht sie gleichzeitig zu einer netten Geschenkidee für eine kleine Zugabe, die man mit einem Buchgeschenk kombinieren kann oder man teilt sich eine Packung mit einem Freund oder Bekannten, da die Motive doppelt vorhanden sind.
Ich bin generell ein großer Fan von Magnetlesezeichen für meine Unterwegslektüre, da die Magnetlesezeichen klein und dünn sind und nicht über den Buchrand hinausragen. Sie hinterlassen keine Abdrücke im Buch, sie können nicht abknicken beim Transport in der Tasche, sie verrutschen weder noch fallen sie aus dem Buch heraus.
Ein kleines Manko musste ich aber dennoch feststellen, nachdem ich mir mittlere mehrere Sets der i-clips zugelegt habe: einige der kleinen Marker weisen Herstellungs- bzw. Materialfehler auf, so hatte ich bereits einen Marker mit einer Blase auf der Folie und ein oder zwei mit einer angerauhten Oberfläche und mehrere mit leichten Kratzern. So toll ich die Marker ansonsten auch finde, aber da ich bereits mehrere i-clips mit Macken erwischt habe, trübt das den ansonsten postiven Eindruck der kleinen Helferlein, besonders als Geschenk macht sich ein mit Mängeln behaftetes Lesezeichen nämlich nicht so gut :(

i-clips sind u.a. bei amazon.de oder bookdepository.co.uk erhältlich. 

Dienstag, 24. April 2012

[REZENSION] Das Gesetz der Krieger

Titel: Das Gesetz der Krieger (OT: Warriors, Code of the Clans)
Autor: Erin Hunter
Illustrator: Julie Sodré
Übersetzer: Friederike Levin
Verlag: Beltz
Reihe: Warrior Cats, Die Welt der Clans 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 223 Seiten



Autoren:
Hinter dem Namen Erin Hunter verbergen sich gleich mehrere Autorinnen, die gemeinsam die beiden erfolgreichsten Tierfantasy-Serien der Gegenwart schreiben: WARRIOR CATS und SEEKERS. Während Victoria Holmes meistens die Ideen hat und das gesamte Geschehen im Auge behält, bringen Cherith Baldry, Kate Cary und Tui T. Sutherland die Abenteuer der Katzen-Clans und die Reise der wilden Bären zu Papier.


DAS GESETZ DER KRIEGER

"Das Gesetz der Krieger" ist der erste Band der begleitenden Reihe "Die Welt der Clans", in der Warrior Cats Fans - und solche, die es noch werden wollen - fünfzehn Gesetze der Clans inklusive ihrer Entstehungsgeschichte näher kennenlernen.
Eine doppelseitige Übersicht, die den Kurzgeschichten vorangestellt ist, bietet einen schnellen Überblick über den Inhalt des Buches. Wer zum ersten mal mit den Warrior Cats in Kontakt kommt, findet in diesem Buch neben den Gesetzen auch eine Erklärung, worin die Clans ihren Ursprung haben, aber auch für Warrior Cats Fans der ersten Stunde ist diese kurze Einführung interessant zu lesen.
Die Katze Blattpfote, Heilerschülerin des DonnerClans, präsentiert dem Leser die Gesetze. So sind die fünfzehn Gesetze in eine Vorstellung und in ein abschließendes Wort von Blattpfote eingebettet, was eine besondere Atmosphäre schafft und den Leser stärker berührt und involviert, als wenn die Gesetze anonym und neutral aufgeführt wären und gleichzeitig verleiht dieser dramaturgische Kniff den einzelnen Episoden einen Rahmen und setzt sie in Verbindung zueinander, so dass sich die Geschichten flüssiger am Stück lesen lassen, als es normalerweise bei Kurzgeschichten der Fall ist.
Jedes Gesetz wird folgendermaßen präsentiert:
Julie Sodré hat stimmungsvolle Szenen geschaffen, die jedes Gesetz visualisieren. Anschließend wird das Gesetz aufgeführt mit einer kurzen Einführung von Blattpfote, die dem Leser sodann an Hand von einer bis drei kurzen Geschichten erläutert, wann und warum das Gesetz entstanden ist.
Die Kurzgeschichten lassen sich auch ohne Vorwissen aus den Geschehnissen der beiden ersten Staffeln der Warrior Cats lesen, allerdings entfaltet sich der Lesespaß erst mit Vorkenntnissen optimal, da in den kurzen Episoden bisweilen bekannte Charaktere auftauchen.
Wie in den fortlaufenden Geschichten der Warrior Cats, gibt Erin Hunter ihren Lesern auch hier Ratschläge mit auf den Weg, die immer passend in die Geschehnisse eingebettet sind ohne mit erhobenem Zeigefinger belehrend wirken zu wollen. Aus den Gesetzen der Clans kann man die Lehre ziehen, dass Regeln keine Schikane sein sollen, sondern zum Schutz und zum Wohl einer Gemeinschaft dienen. Trotzdem sollen Regeln nicht einfach hingenommen, sondern in jedem Fall hinterfragt werden.

Fazit:
Für Fans der Warrior Cats auf jeden Fall ein Muss und eine bereichernde Ergänzung der Reihe, die viele Hintergrundinformationen zu der Entstehung der Clan-Gesetze liefert und für interessierte Neulinge bietet dieses Buch reihenunabhängige Kurzgeschichten, die ideal sind, um in die Welt der Warrior Cats hineinzuschnuppern. Daneben punktet dieser Ableger der Reihe mit einer stimmigen Gestaltung und atmosphärischen Bildern aus der Feder Julie Sodrés. Im Anhang ist darüber hinaus eine komplette Übersicht über alle bisher erschienenen Bände abgedruckt.

Reihen-Info 1.Staffel:
In die Wildnis
Feuer und Eis
Geheimnis des Waldes
Vor dem Sturm
Gefährliche Spuren
Stunde der Finsternis

Special Adventure:
Feuersterns Mission

Reihen-Info 2. Staffel:
Mitternacht
Mondschein
Morgenröte
Sternenglanz
Dämmerung
Sonnenuntergang

Die Welt der Clans:
Das Gesetz der Krieger

Montag, 23. April 2012

[RUND UMS BUCH] Welttag des Buches 2012: Aktion Lesefreunde

Zum diesjährigen Welttag des Buches wurde in Deutschland in Anlehnung an die "World Book Night" aus England erstmalig die Aktion "Lesefreunde" durchgeführt.

Die Freude und die Lust am Lesen millionenfach teilen - das ist das Ziel der "Lesefreunde", einer Aktion, die jetzt erstmalig gemeinsam von der Stiftung Lesen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutschen Buchverlagen initiiert wurde. Die Idee: 33.333 Lese-Fans konnten sich bis zum 20. Februar 2012 online bei der Aktion "Lesefreunde" registrieren und aus einer Liste von 25 Büchern einen Titel wählen, den sie verschenken möchten. Jeder Schenker erhält dann ein Paket mit 30 Exemplaren des von ihm gewählten Titels. Die Auswahl umfasst Lese-Spaß mit seinen vielfältigen Seiten. Die Buchtitel werden kostenlos von den beteiligten Verlagen zur Verfügung gestellt.

 

Da meine Schwester ebenfalls bei der Aktion mitgemacht hat, hatten wir beide nicht nur ein Buch, sondern zwei verschiedene Titel zu verschenken.

Ein Bekannter meiner Schwester hat unsere Bücherpakete in seinem Wohnort in der dort ansässigen Bücherei abgeholt und direkt ein Exemplar jedes Titels dort zur Erweiterung des Büchereibestandes verschenkt. Im Gegensatz zu einigen Erfahrungen anderer Buchschenker, die von unfreundlichen Angestellten bis hin zu von der Abholstelle eigenmächtig verschenkten Exemplaren reichten, hat bei uns also alles reibungslos geklappt. Doch die negativen Fälle der Abholstellen sind wahrscheinlich verschwindend gering zu den ganzen "Buchschenkern", die mit ihren Verschenkexemplaren bei ebay, Tauschticket und Co. auftauchen. Hoffentlich nehmen die Veranstalter dieser Aktion diese Missstände nicht zum Anlass die "Lesefreunde" bei einer einmaligen Veranstaltung zu belassen.

Was haben wir mit unseren Exemplaren gemacht? Auf jeden Fall das, wofür sie vorgesehen waren: verschenkt! Und angesichts der Vielzahl von Möglichkeiten zum Buchschenker zu werden, habe ich bis auf ein Exemplar, das ich am eigentlichen Welttag des Buches verschenken möchte, bereits alle Bücher unter die Leute gebracht:
Meine Schwester hat in erster Linie Freunde und Bekannte beschenkt, meine Bücher gingen an eine Nachbarin, 2 öffentliche Büchereien (Abholstelle und mein Wohnort), Bücherkästen in Frankfurt und Mainz, eine Freundin, 2 Arbeitskollegen, 3 Bloggerinnen, 2 Erzieherinnen meiner Tochter, meine Nichte, die Babysitterin meiner Tochter, 2 fremde Jungs in der Straßenbahn, eine Bahnangestellte am Infoschalter im Mainzer Hauptbahnhof... da meine Schwester und ich die Titel je zur Hälfte untereinander aufgeteilt hatten, waren sie schneller verschenkt als bei anderen Buchschenkern, da wir teilweise Personen auch mit beiden Titeln beschenkt haben.


Mal schauen, wer der Besitzer meines letzten Exemplars von "Die Drachen der Tinkerfarm" wird... Mir hat die Aktion auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich hoffe sehr, auch 2013 darf ich gemeinsam mit vielen anderen Lesefreunden Lesefreude verschenken!

Sonntag, 22. April 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW16


Im Briefkasten

Cupcakes & Muffins, ohne Autorenangabe, Naumann & Goebel Verlag (GK)
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, Rachel Joyce (RE, Wanderbuch)
Die verborgene Sprache der Blumen, Vanessa Diffenbaugh (GK)
Draußen genießen, Rose Marie Donhauser (RE, AV)
Reise um den Mond, Hörbuch, Jules Verne, gelesen von Rufus Beck (GK)
Schneewittchen muss sterben, Nele Neuhaus (GS)
Warrior Cats. Die Welt der Clans. Das Gesetz der Krieger, Erin Hunter (RE, Kibulo)

Dies und das

Meine Tochter hat noch Bilderbücher bekommen und ein Hörbuch vom Flohmarkt, aber die Sachen lasse ich unter den Tisch fallen, meine eigene Ausbeute der letzten Woche ist ja umfangreich genug. Dem Minibackbuch für 2,95€ "Cupcakes & Muffins" konnte ich einfach nicht widerstehen, auch wenn wir zu der Thematik bereits genug Backbücher im Regal stehen haben, aber ich bin mittlerweile ein bisschen (arg *g*) Cupcake- und Teatime-Bücher süchtig ;) Ansonsten war der Flohmarkt bis auf das Hörbuch von Jules Verne und das für meine Tochter eher geschirrlastig: neben einer Teekanne von Whittards of Chelsea, die ich einfach kaufen MUSSTE, sind noch zwei Tassen und Glasuntersetzer aus Porzellan aus den 50er-Jahren in meine Flohmarkttasche "gehüpft". Generell halte ich derzeit Ausschau nach hübschen Tellern, damit ich mir - falls ich mal wieder Rezepte verblogge - nicht von meiner Freundin anhören muss "an den Tellern hab ich mich mittlerweile satt gesehen" (nein... nicht nur das Rezept muss sich lecker anhören und das Essen schmackhaft aussehen, beim Geschirr wird auch noch Abwechslung verlangt, puuuh...). Aber Teller habe ich natürlich keine gefunden, sondern nur Sachen, nach denen ich gar nicht gesucht habe *ggg*

Samstag, 21. April 2012

[AKTION] Auf Pilgerreise mit Harold Fry

Lust, Harold Fry auf seiner ungewöhnlichen Pilgerreise zu begleiten?

  

Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß. Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.
"Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben."
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.
Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman - über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe. 

100 Exemplare von Harold Frys Geschichte haben die Fischerverlage einen Monat vor Erscheinen an Buchblogger geschickt, damit wir und unsere Freunde und Bekannte Teil seiner ungewöhnlichen Reise werden können.

So wie Harold Fry im Buch England durchwandert, haben wir 100 Bücher auf eine Wanderung von Leser zu Leser geschickt - einen Monat vor der Veröffentlichung.
Hier noch einmal für alle Teilnehmer der Aktion die Infos zum Nachlesen:
1. Schreibe deine Gedanken oder Fragen beim Lesen mit einem Bleistift ins Buch, markiere deine Lieblingsstellen und wichtige Sätze am Rand. Kurz: Hinterlasse deine Spuren im Buch. Schön wäre es, wenn du dein kurzes persönliches Fazit auf der letzten Seite notierst und auf der ersten leeren Seite des Buches deinen Namen und eine kleine Widmung für den nächsten Leser schreibst. So wird das Buch von Leser zu Leser persönlicher.
2. Wir würden uns freuen, wenn du das Buch, sobald du es ausgelesen hast, weiterwandern lassen würdest. Egal ob an eine gute Freundin, einen anderen Blogbesitzer oder deine Nachbarin. Schön wäre es, wenn das Buch alle zwei Wochen weitergereicht wird. Wenn du dein Buch weitergereicht hast und ein eigenes Exemplar für dein Bücherregal bekommen möchtest, musst du nur eine kurze Online-Rezension verfassen und uns den Link und deine Postanschrift an Rezensionen@HaroldFry.de schicken. Die Rezension kann überall veröffentlicht werden: auf einem Blog, auf deiner Facebookseite, auf Twitter oder einer Buchhandelsseite wie Amazon, Thalia oder buecher.de, in einer Buchcommunity, als Videorezension oder auf unserer Harold-Fry-Facebookseite.
3. Nachdem du das Buch gelesen hast und es einer lieben Person weitergereicht hast, besuche uns hier auf Facebook. Auf dieser Fanseite fließen die Eindrücke aller Leser zusammen und auch du kannst deine Meinung zum Buch hinterlassen, Fragen beantworten, Rätsel lösen und mit anderen über die Geschichte diskutieren. Unter allen aktiven Facebookbesuchern verlosen wir regelmäßig Bestseller. Außerdem gibt es unter "Notizen" eine Kontaktbörse. Hier kannst du bei Bedarf einen neuen Besitzer für das Buch finden.
(Quelle)

Ich habe heute morgen mit der Lektüre des Buches angefangen und bisher finde ich es sehr schön. Ich habe sogar bereits meinen ersten Buchpilgernachfolger an Bord geholt. Da ich das Buch aber nicht an die erste Leserin verschicken muss und nach dem Lesen zurückerhalte, würde ich mich freuen, wenn sich hier direkt der dritte Leser für dieses Buch findet. Und da ich neugierig bin, was "mein" Exemplar von Harold Fry auf seiner Pilgerreise erlebt, würde ich mich sehr freuen, wenn ich unter diesem Post kurze Rückmeldungen vom Erhalt des Buches und/oder eure Eindrücke davon lesen darf.
Die Leserliste würde ich dann mit jeder Rückmeldung um euren Vornamen und ggfs. eurem Leseeindruck ergänzen:
1. Anette
2. Renate
3. Rachel *unterwegs seit 23.05.*
4. Melissa
...

Ich bin dann mal weg ;)

Donnerstag, 19. April 2012

[TTT] Top Ten Thursday #60


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 liebsten Krimis

Vor einigen Jahren habe ich noch sehr viele Krimis gelesen, heute dagegen kaum noch, eher Thriller, oder Krimis, die sich nicht eindeutig einem Genre zurodnen lassen (also Krimis mit fantastischem oder dystopischem Einschlag).

Während meiner Krimiphase gehörten die Mrs. Murphy Katzen-Krimis von Rita Mae Brown, die Bücher von Ingrid Noll und die Inspector-Lynley-Reihe von Elizabeth George zu meinen Lieblingen, ebenso wie die Miss-Marple-Romane von Agatha Christie. Außerdem habe ich sehr gerne die victorianischen Krimis aus der Feder von Anne Perry gelesen sowie die im Mittelalter spielenden Romane von Ellis Peters. "Der Name der Rose" steht schon lange bei mir im Regal und hat bereits mehrere Krimi-Ausmist-Phasen bei mir überlebt, obwohl ich das Buch sicher kein zweites Mal mehr lesen werde, lieber gucke ich mir zum wiederholten Male die Verfilmung an ;)

Die letzten Jahre habe ich eigentlich nur eine neue Serie entdeckt, die ich sehr gerne mag und auf jeden Fall weiterverfolgen werde (bisher habe ich Band 1 und 2 gelesen und rezensiert): "Flavia de Luce" von Alan Bradley.

Das Thema für Donnerstag, den 26.04.2012 heißt:
10 Sach- bzw. Fachbücher aus eurem Bücherregal

Kreativ-, Koch- und Backbücher zählen auch zu Sachbüchern? Dann bekomme ich die Top Ten auf jeden Fall voll ;)

Dienstag, 17. April 2012

[REZENSION] Draußen genießen

Redakteur: Anette Leister

Titel: Draußen genießen
Autor: Rose Marie Donhauser
Fotograf: Alexander Walter
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 157 Seiten



Autor:
Rose Marie Donhauser ist Food- und Reisejournalistin, Restauranttesterin und erfolgreiche Kochbuch-Autorin. Die gelernte Köchin, die ihre Erfahrung auch in vielen Kochkursen weitergibt, ist dem Genuss immer auf der Spur. Unterwegs auf Gourmetreisen von Italien bis Bali holt sie sich viele Ideen und Anregungen.


DRAUSSEN GENIESSEN

"Draußen genießen" ist ein Kochbuch, das der Sommerküche huldigt. Salate, Kräuter und frisches Obst und Gemüse dominieren die darin enthaltenen Rezepte, die in die folgenden vier Rubriken unterteilt sind:
* Endlich Sommer
* Gartenfeste
* Picknick
* Grillen
Die Sommerküche hat weit mehr zu bieten als belegte Stullen für den Picknickkorb oder ein Steak für den Grill. Den Leser erwartet hier eine kulinarisch-bunte Mischung aus Salaten, Rezepten mit Fisch und Fleisch, vegetarische Gerichte, Süßspeisen sowie Getränke.
Die meisten Rezepte beinhalten einen Zusatz mit dem Titel "Das ist wirklich wichtig", in dem erläutert wird, was zum Gelingen eines Rezeptes dringend beachtet werden sollte. Die Rezepte werden sehr detailliert präsentiert: Neben einer Zutatenliste inklusive Personenangabe, beinhalten die Rezepte außerdem eine Angabe über den Zeitbedarf und eine sehr präzise Schritt-für-Schritt-Zubereitungsfolge. In der oberen Ecke der linken Seite steht jeweils die Rubrik, der das vorgestellte Rezept zugeordnet ist, in der oberen Ecke der rechten Seite, um welche Art Gericht es sich handelt (z.B. Getränk, Dessert, Fleischgericht, Salat), so kann man sich auch beim schnellen Durchblättern einen ersten Überblick verschaffen und findet schnell Anregungen für den jeweiligen Anlass, für den man den Kochlöffel schwingen will.
Dieses Kochbuch ist jedoch nicht nur penibel durchdacht, um einen einfachen Gebrauch zu gewährleisten, es ist auch ganz nach dem Motto "das Auge isst mit" gestaltet. Und damit ist nicht nur die enthaltene Food-Fotographie gemeint, die Bildkompositionen von dekorierten Tischen, ausgebreiteten Picknickdecken und Gartenszenen wecken große Lust daran, die nächsten Mahlzeiten ins Freie zu verlagern. Doch nicht nur im Inneren ist das Buch "hui", bereits der bedruckte Hardcover-Einband ist ein Genuss fürs Auge und farblich passend zu den sommerlichen Gerichten in einem zarten Grün gestaltet, auf dem sich stimmungsvolle Elemente wie zarte Blüten und verspielt wirkende Lampions befinden. Das integrierte Lesebändchen ist ebenfalls in einem frischen Grünton gehalten.
Natürlich kann einen in einer solch kunterbunten Mischung an Rezepten nicht jedes einzelne davon ansprechen, beispielsweise bin ich kein Freund von herzhaften Gerichten, die mit Früchten kombiniert werden, aber bei der angebotenen Vielfalt ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei, und gerade die Vielfalt und das Bedienen verschiedener Geschmäcker und Vorlieben ist ein sehr wichtiger Aspekt bei Grill- und Gartenfesten. Die Rezeptauswahl bringt Farbe auf Tisch und Teller und mir persönlich haben besonders die Doppelseiten mit Variationen von Grundrezepten gefallen, die schnell in großer Auswahl zuzubereiten sind: Folienkartoffeln mit vielerlei Dipps, Buttermischungen, als Ergänzung zu Gegrilltem, Marinaden oder Brotaufstriche.
Im Anhang sind die Rezepte sowohl in einem alphabetischen Register als auch in einem Themenregister abgelegt, so dass man nicht nur nach Rezeptnamen, sondern auch nach Zutaten, Anlässen und Art der Gerichte suchen kann. Hilfreiche Tipps zu den einzelnen Rubriken (Mengenlehre, Einladung zum Lunch, Checkliste für Gartenfeste, Picknickzubehör uvm.), machen das Buch neben einer großen Fundgrube für zahlreiche Rezepte auch zu einem hilfreichen Nachschlagewerk bei der Vorbereitung von Festen, Feiern und Ausflügen.

Sonntag, 15. April 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW15


Im Briefkasten

Starters, Lissa Price (RE, AV)

Dies und das

Seit langer Zeit mal wieder ein kurzer und schmerzloser Neuzugangspost ;) Allerdings warte ich noch auf einige Bücher, die jedoch in erster Linie für meine Tochter sind.
Ansonsten hatte ich zwar geplant, dieses Wochenende die eine oder andere Rezension zu schreiben, statt dessen habe ich einen Großteil des Wochenendes damit verbracht unsere Blumenbeete neu zu bepflanzen. Nachdem ich einige Wochen auf zarte Knospen, Austriebe und Blüten gewartet habe, habe ich den alten Bewuchs letztendlich abgeschrieben, der Winter hat den meisten Sachen anscheinend den Garaus gemacht. Egal... statt der alten gelben Clematis, gibt es jetzt neue in weiß, lila und einen weiß-lila Hybriden, außerdem Blauregen, statt der erfrorenen Feigenbäumchen wächst an der gleichen Stelle nun Callistemon viminalis "Wildfire". Die werde ich immer ordentlich zurückschneiden müssen, damit sie sich nicht irgendwann mit den Clematis ins Gehege kommt ;) Eigentlich wollte ich mich dieses Wochenende umtopttechnisch auch noch meinen Zimmerpflanzen widmen, aber nach einem Besuch eines Puppentheaters mit "Die Bremer Stadtmusikanten", dass im Übrigen total schön umgesetzt war, so dass es nicht nur die Kinder, sondern auch die anwesenden Eltern begeistern konnte, hatte ich nur noch Energie um die kleinen Gemüsepflänzchen zu vereinzeln, die mir meine Nichte gezogen hat: Jalapenos, verschiedenfarbige Paprika, Tomaten und ganz besonders gespannt bin ich, ob ich mit der Zucht von Peter Pepper Erfolg habe *ggg* Nächstes Wochenende steht nichts besonderes an, vielleicht kommen die Zimmerpflanzen dann zum Zuge ;) Es sei denn das Wetter treibt mich auf den Krempel- und/oder den Stoffmarkt, aber gegen ein Wochenende komplett zu hause hätte ich auch nichts einzuwenden. Der Arbeitsplatzwechsel macht sich nämlich immer noch dolle bemerkbar *gääähn* Dafür habe ich einen superlieben Chef erwischt, der einem weiteren externen Kollegen und mir zugesagt hat, dass wir beide an allen Brückentagen frei nehmen dürfen, super - oder :)

Donnerstag, 12. April 2012

[TTT] Top Ten Thursday #59


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 liebsten Klassiker

Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand
Die drei Musketiere von Alexandre Dumas
Mary Poppins von Pamela L. Travers
Verstand und Gefühl von Jane Austen
Viel Lärm um nichts von William Shakespeare
Betty und ihre Schwestern von Louisa May Alcott
Sara, die kleine Prinzessin von Frances Hodgson Burnett
Peter Pan von James Matthew Barrie
Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens
Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Das Thema für Donnerstag, den 19.04.2012 heißt:
Eure 10 liebsten Krimis

Mittwoch, 11. April 2012

[REZENSION] Rettet den Zoo!

Titel: Rettet den Zoo! (OT: -/-)
Autor: Heidi Leenen
Illustrator: Martin Bernhard
Komponist: Arnim Sander
Verlag: Schott Musik
Reihe: Der Elefantenpups 3
empfohlenes Lesealter: 3-6 Jahre
Ausführung: Hardcover, 32 Seiten mit CD, gesprochen von Stefan Kaminski



Autor:
Heidi Leenen ist ausgebildete Erzieherin und gründete im Jahr 2000 das Mobile MusikAtelier. Hier erfahren drei- bis sechsjährige Kinder mit viel Spaß Musik in vielfältiger Form. Heidi Leenen ist als Dozentin für Kindergarten-Fortbildungen und als Fachreferentin im musikpädagogischen Bereich tätig. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Hartefeld bei Geldern.

Illustrator:
Martin Bernhard ist vielseitig künstlerisch tätig. Er arbeitete als Erzieher mit Kindern und Jugendlichen, bevor er sich 2004 als Illustrator selbstständig machte. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Sprecher:
Stefan Kaminski, geb. 1974 in Dresden, hat an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" sein Schauspielstudium absolviert. Als Sprecher ist er vor allem durch seine Live-Hörspiele am Deutschen Theater und sein "Stimmen-Morphing" bekannt. Er gehört zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin und ist ein ungeheuer ausdrucksstarker, vielseitiger Hörbuchsprecher, der es wie kaum ein anderer versteht, mit seinen nuancenreichen Lesungen zu fesseln und zu begeistern.


RETTET DEN ZOO!

Im dritten Teil der "Elefantenpups"-Zoogeschichten haben die Zootiere ihre wohl bisher schwierigste Mission zu bewältigen: sie müssen ihr Zuhause vor der Schließung retten, denn der Tierpark soll einer Autobahn weichen.
Recht bald nachdem sich Zoodirektor, Tierpfleger und Zootiere zusammengesetzt haben, brüten sie bereits die ersten Lösungsvorschläge aus, wie man der drohenden Schließung entgegenwirken kann. Werbung muss her! Es müssen viel mehr Menschen auf den Zoo aufmerksam gemacht werden, damit Geld für notwendige Reparaturen und Modernisierung aufgebracht werden kann. Da die Bürgermeisterin von den ersten Plänen der Zoobewohner nicht zu überzeugen ist, gehen diese sanft auf die Barrikaden und starten eine friedliche und musikalische Demonstration in der Stadt, bei der sie Geld für Reparaturen und Zeit von Menschen sammeln, die den Zoo mit ihrer Arbeitskraft oder durch eine Tierpatenschaft unterstützen wollen. Die Ideen und die Tatkraft der Tiere treiben Wurzeln und schon bald kommt es zu einer weiteren Entscheidung Tierpark kontra Autobahn...

"Rettet den Zoo!" ist eine mitreißende und lustige Geschichte darüber, was Freundschaft und Zusammenhalt gegen eine zunächst aussichtslos scheinende Situation bewirken können, und dass man ein Ruder doch noch herumreißen kann, wenn man nur fest genug an eine Sache glaubt und gemeinsam für sie eintritt!

Die musizierenden Tiere bieten einen kindgerechten Einstieg in die Welt der klassischen Musik. Die Illustrationen von Martin Bernhard sind bunt und witzig, die Bilder wechseln ab zwischen ganzseitigen Illustrationen und kleinen Motiven, die zwischen den Erzähltexten verteilt sind. Die beiliegende CD beinhaltet neben den Liedern auch die kompletten Erzähltexte. Die Titel der CD sind an den entsprechenden Stellen im Text mit einer Ziffer vermerkt, so dass man die CD sehr gut begleitend zum Buch hören kann. Zum Mitsingen und Mitmusizieren ist am Ende des Buches der Titel "Jetzt ist Schluss!" mit Text und Noten abgedruckt. Die CD funktioniert aber auch gut ohne das Begleitbuch beziehungsweise haben Kinder sehr viel Spaß daran, sich das Buch alleine zur CD anzugucken anstatt es sich vorlesen zu lassen, da sich die Bilder eng an den Erzähltexten orientieren. Die Texte und Musikstücke sind alle kurz gehalten und wechseln stetig miteinander ab, so dass auch kleine Kinder keine Probleme damit haben konzentriert der kompletten Geschichte zu lauschen.

Montag, 9. April 2012

[REZENSION] Die toten Frauen von Juárez

Titel: Die toten Frauen von Juárez (OT: The dead women of Juárez)
Autor: Sam Hawken
Illustrator: -/-
Übersetzer: Joachim Körber
Verlag: Tropen
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 317 Seiten



Autor:
Sam Hawken, 1970 in Texas geboren, lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in der Nähe von Washington D.C. Er studierte an der Universität von Maryland und steuerte eine Karriere als Historiker an, bevor er sich dem Schreiben widmete. "Die toten Frauen von Juárez" ist sein erster Roman.


DIE TOTEN FRAUEN VON JUÁREZ

Inhalt:
In seinem Debüt "Die toten Frauen von Juárez" greift Sam Hawken auf reale Hintergründe zurück. In Juárez werden seit 1993 über 400 Frauen vermisst oder wurden vergewaltigt und tot aufgefunden. Vor diesem realen Geschehnissen erzählt Sam Hawken aber nicht die Geschichte der betroffenen Frauen, sondern die Geschichte der Männer, denen ihre Freundinnen, Frauen oder Töchter durch diese Gräueltaten genommen wurden.
Das Geschehen spielt sich in der Boxerszene und im Drogenmilieu Mexikos ab, die durch den abgehalfterten Boxer Kelly Courter repräsentiert werden. Kelly stammt aus den Vereinigten Staaten und verdient sich sein Geld in Mexiko durch fragwürdige Boxkämpfe und durch Drogenverkäufe für Estéban, Dealer und Bruder seiner mexikanischen Freundin Paloma. Mit den toten Frauen von Juárez wird jeder in der kleinen Stadt konfrontiert, gehört es doch zum täglichen Erscheinungsbild der Gemeinde, dass unzählige Flugblätter und Anzeigen auf Strommasten Gerechtigkeit für die vermissten Frauen fordern und nach Vergeltung schreien!
Als Paloma verschwindet, wird Kelly nicht als leidender Angehöriger involviert, der einen Verlust zu verkraften hat. Man hängt ihm als Weißen die Misshandlung und den Mord an seiner mexikanischen Freundin an, seinen wiederholten Unschuldsbeteuerungen schenkt keiner Gehör, er wird misshandelt und krankenhausreif geprügelt, denn an der eigentlichen Wahrheit ist in Wirklichkeit niemand interessiert. Auch dieser Fall scheint den Falschen und damit Unschuldigen angehängt zu werden, wie die ganzen Fälle zuvor, bis ein mexikanischer Polizist, Bekannter Kellys und in der Vergangenheit selbst Angehöriger eines der Opfer, versucht Licht in das Dunkel zu bringen.

Kritik:
Sam Hawkens Erstlingswerk ist in die vier Abschnitte "Bolillo" (der Gringo / der Weiße), "Sospechoso" (der Verdächtige), Padre (der Vater) und Justicia (die Gerechtigkeit) unterteilt. Obwohl einige spanische Wörter im Zusammenhang der Geschichte selbsterklärend sind, hätte ich mir an manchen Stellen - auch bei den Benennungen der vier Abschnitte - eine deutsche Übersetzung (beispielsweise als Anhang des Buches) gewünscht, denn durch wechselnde Perspektiven ist die Geschichte ab und an verwirrend genug, so dass mich das unbekannte spanische Vokabular nur noch mehr aus dem Lesefluss gerissen hat. Gerade bei der Titulierung der Buchteile finde ich die Übersetzung sehr wichtig, da sie den Verlauf und die Perspektiven der Geschichte beschreibt, und im Gegensatz zu Padre oder Justicia ist es nahezu unmöglich direkt auf die Bedeutung von "Bolillo" zu kommen, da dies anscheinend ein umgangssprachlicher Ausdruck ist, auf den ich nur durch Recherche gestoßen bin.
So sehr ich Episodenfilme und -romane liebe, muss ich der Geschichte von Sam Hawken in dieser Hinsicht leider einen Minuspunkt erteilen. Durch den Wechsel der Hauptprotagonisten leidet der Erzählfluss und ich fühlte mich beim Lesen manchmal so, als hätte ich genau wie der drogenabhängige Boxer Kelly einen Filmriss erlitten und wichtige Details der Geschichte verpasst. Unter anderem ist es auch diesem Umstand zuzuschreiben, dass mir kein näherer Zugang zu den Charakteren möglich war. Schreiben kann Sam Hawken auf jeden Fall, dass beweist er besonders in den ersten beiden Teilen des Romans, in denen er durch anschauliche und greifbare Beschreibungen richtiggehend Bilder der Umgebung vor Augen erscheinen lässt. Ich konnte den Strommast mit den Zetteln, die von den vermissten Frauen erzählen, beinahe anfassen, die Atmosphäre bei den Boxkämpfen spüren, sowie die Hitze Mexikos fühlen, nur mit seinen Charakteren gelingt ihm dieser hautnahe Zugang zu seinen Lesern nicht und damit verschenkt er notwendiges Potential, das "Die toten Frauen von Juárez" zu einem ganz großen Debüt und Pageturner hätte machen können!

Aufmachung:
Obwohl das Buch nicht zum Zeitpunkt des "Los Días de Muertos", dem mexikanischen Totenfest, spielt, finde ich das Titelbild sowohl passend zum Schauplatz als auch zur Geschichte gewählt.

Fazit:
Sam Hawken beweist mit seinem Debüt, dass in ihm ein großer Erzähler steckt und er verknüpft realistische Hintergründe und fiktive Inhalte gekonnt. Leider enthält sein Erstling Perspektivwechsel mit zu kantigen Übergängen und Stolpersteine in der Dramaturgie, so dass sich leider kein durchgängiger Spannungsbogen von Anfang bis Ende aufbauen kann.

Weitere Infos:
Wikipedia: Frauenmorde von Ciudad Juárez

Sonntag, 8. April 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW14


Im Briefkasten

Asche und Glut, Malorie Blackman (GK)
Cassia & Ky 2: Die Flucht, Ally Condie (GT) 
Das also ist mein Leben, Stephen Chbosky (GT)
Der Junge mit dem Herz aus Holz, John Boyne (GW)
Die toten Frauen von Juárez, Sam Hawken (RE)
Forgotten, Cat Patrick (GT)
Himmel und Hölle, Malorie Blackman (GK)
Kontakt-Auf-Name: Kristina-mit-K, Kristina Löffler (GK)
Luzie und Leander 5: Verwünscht gefährlich, Bettina Belitz (RE)
Nur 6 Tage, Philip Webb (GW) 
Shaun das Schaf, Mein Kochbuch - Extra scharf (GK)
Shaun das Schaf, Mein Kochbuch - Pizza, Pasta & Co. (GK)
Shaun das Schaf, Mein Kochbuch - Shaunkost-Spezial (GK)
Übersäuerung - Krank ohne Grund, Norbert Treutwein (GK)
Von der Nacht verzaubert, Band 1, Amy Plum (RE)
Wie ein Flügelschlag, Jutta Wilke (RE)

Dies und das

Ich habe seit langer Zeit mal wieder bei Medimops gesündigt, aber nach diesem Kauf bin ich wieder sehr zwiegespalten, was das Pro und Kontra von Gebrauchtbücherkauf im Internet angeht. Der Zustand zweier Bücher war für mich eher ungenügend, obwohl ich dank Katzenmeute und Katastrophenkind wesentlich weniger pingelig mit meinen Sachen bin als noch vor einigen Jahren. Ein Buch in schlechterem Zustand als beschrieben, und was mich noch mehr geärgert hat: ein Buch war zwar in wirklich gutem Zustand, aber als Mängelexemplar abgestempelt :( Medimops käuft unter dem Namen Momox Bücher auf, ausgenommen aber u.a. Mängelexemplare. Hallohooo? Wenn ein Laden keine Mängelexemplare aufkäuft, dann möchte ich dort aber auch als Käufer keine untergejubelt bekommen. Ende vom Lied war allerdings wieder positiv: nach Reklamation der beiden Bücher habe ich für beide den Kaufpreis komplett erstattet bekommen und durfte sie trotzdem behalten.
Nachdem ich momentan sowieso etwas überfordert bin mit der Eingewöhnung auf eine neue Arbeitsstelle und seit Monaten wieder sehr langen Arbeitszeiten, kam die Woche noch ein großes Ärgernis hinzu, dass ich mich wirklich gefragt habe, für was man sein Hobby Blog mit Liebe pflegt, wenn man sich dann wieder über irgendwelche Sachen ärgern muss, die einem den Spaß an der Sache vermiesen. Ich habe einen Blog und eine Bachelorarbeit entdeckt, die beinahe 1:1 mit meiner Rubrik "Zu Tisch bei" übereinstimmen (Zitat: Deshalb werden wir [...] Rezepte oder Speisen, welche in belletristischen Werken der Gegenwartsliteratur eine wichtige Rolle spielen entdecken, nachkochen, fotografieren und in ihren literarischen Kontext einbetten.). Da die beiden Studenten ebenfalls Blogger sind und in Vergangenheit auf meinem Blog kommentiert haben, kann ich kaum noch an einen Zufall glauben. Jahaaa, ich weiß, fast alles taucht in Variation irgendwann und irgendwo in den Weiten des WWW wieder auf, aber es gibt eben Zufälle und "Zufälle", ihr wisst? Grummel...

Samstag, 7. April 2012

[KATZENTATZEN] Gruppenkuscheln

 

Ich wollte eigentlich nur mal wieder ein Foto von meinen Zwergen posten (die schon gar keine Zwerge mehr sind). Links im Bild ist Sindbad, in der Mitte hat sich Emma zwischen ihre Brüder gekuschelt und rechts liegt Nepomuk. Emma ist mittlerweile kastriert und die beiden Jungs sind spätestens im Mai dran, mit 8 Katzen ist die Familienplanung bei uns nämlich definitiv abgeschlossen  ;)
Ich finde es vor allem schön, dass die Geschwister sich immer noch so gut untereinander verstehen und auch mit ihrem großen Adoptivbruder Zorro und ihrer Mama Taxi total viel kuscheln. Ich habe sogar das Gefühl, dass die drei Grazien Buffy, Piper und Devil umgänglicher geworden sind, seit wir zu einer Katzengroßfamilie mutiert sind. Anscheinend hat sich der männliche Zuwachs positiv auf den vorherigen Zickenhaushalt ausgewirkt ;)

[KREATIVES] Ostereier färben mit natürlichen Zutaten

Wahrscheinlich kommt der Tipp für das diesjährige Osterfest (für die meisten) zu spät, aber ich wollte kurz erzählen, wie wir in diesem Jahr die Eier gefärbt haben.
Vor einigen Jahren habe ich bereits Eier bemustert mit Blättern und Gräsern und dieses Jahr habe ich mal wieder auf diese Methode zurückgegriffen, da mir die einfarbigen Eier zu langweilig sind.

Man braucht:
Eier zum Färben
Blätter, Gräser, Kräuter
Perlonstrümpfe (gerne kaputte)
Eierfarben oder (wer Natur pur möchte) Zwiebelschalen

Wer wie ich keine Perlonstrümpfe im Kleiderschrank hat und deshalb keine kaputten für die Eierfärberei sammeln kann, kann auf die Probiersocken aus dem Schuhgeschäft zurückgreifen ;)

Vor dem Färben auf die Eier die Blätter, Gräser oder Kräuter legen und in den Perlonstrumpf packen. Den Perlonstrumpf fest verknoten. Wenn mit Zwiebelschalen gefärbt wird, am besten die rohen Eier mitsamt Deko und Perlonstrümpfen in den Zwiebelschalen kochen, da die Farbe nicht so schnell angenommen wird wie die fertig gekaufte Eierfarbe.
Nach dem Färben einfach die Perlonstrümpfe entknoten und das Blätterwerk abnehmen, et voilá:

Dienstag, 3. April 2012

[REZENSION] Bis ans Ende der Welt

Titel: Bis ans Ende der Welt (OT: -/-)
Autor: Andrea Schacht
Illustrator: -/-
Übersetzer: -/-
Verlag: Ink
Reihe: Kyria und Reb 1
empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahren
Ausführung: Hardcover, 381 Seiten



Autor:
Andrea Schacht war lange Zeit als Wirtschaftsingenieurin in der Industrie und als Unternehmensberaterin tätig, hat dann aber dem seit ihrer Jugend gehegten Wunsch nachgegeben, Schriftstellerin zu werden. Sie lebt heute als freie Autorin mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Bad Godesberg.


BIS ANS ENDE DER WELT

Inhalt:
Im Jahr 2125 hat sich Europa in eine Welt der kompletten Überwachung verwandelt. In diesem perfekt gesteuerten System - New Europe, genannt NuYu - wächst Kyria behütet in der Gesellschaftsschicht der Electi auf. Neben den Electi existieren in New Europe noch die Schichten Civitas und Subcults. Außerhalb NuYus liegen die Reservate, die sich nach einer großen Pandemie (länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit) vor 150 Jahren dazu entschlossen hatten, unabhängig von dem neuen Staatenverbund zu bleiben. Die Bewohner der Reservate haben sich damit ihre Freiheit bewahrt, im Gegensatz zu den Einwohnern NuYus, die rund um die Uhr durch IDs (Identifikationsarmbänder) überwacht werden. Allerdings sind sie auch sonst weitestgehend auf dem technischen Stand von vor hundertfünfzig Jahren stehengeblieben.
Kyria wächst zwar wohlbehütet, doch wie ein Vogel in einem goldenen Käfig auf, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie wie ihr verstorbener Vater eine Gendefekte ist und nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung hat.
Lange Zeit findet sie sich mit ihrem unausweichlichen Los ab, bis ihre Krankheit durch einen unglücklichen Unfall ausbricht und sie im Krankenhaus auf einen rebellischen jungen Mann aus den Reihen der Subcults trifft, der ihr vor Augen hält, dass das Leben zu wertvoll ist, um es hinter Mauern und unter ständiger Überwachung zu verbringen. Als Reb einen Weg findet aus NuYu zu verschwinden, geht Kyria mit und kehrt ihrer alten Weg den Rücken, um eine Freundin in den Reservaten zu besuchen und ihre letzten verbleibenden Wochen in Freiheit zu leben.
Lange kann Kyria ihre neuerrungene Freiheit nicht genießen, denn sie kommt einer großen Intrige auf die Spur: die Regierung von New Europe entwickelt furchtbare Seuchen und verbreitet die Erreger in den Reservaten. Wer oder was steckt hinter diesem groß aufgezogenen Komplott?

Kritik:
Der erste Teil der "Kyria und Reb"-Trilogie "Bis ans Ende der Welt" ist in die beiden Teile "Die Flucht der Rebellen" und "Der lange Weg" aufgeteilt. Zu Beginn findet man ein Dramatis Personae, das sich gerade zu Beginn der Geschichte als äußerst hilfreich erweist, da der Leser direkt in die Handlung hineingeworfen wird und ohne große Erklärungen mit dem speziellen Vokabular zurecht kommen muss. Zudem wirkt der Umgang zwischen den Electi, die man als erstes kennenlernt, steif und höfisch, so dass man einige Kapitel braucht, um mit der Geschichte und ihrem Personal warm zu werden. So richtig in Gang kommt die Handlung erst mit dem Erscheinen Rebs, dem Rebellen aus den Reihen der Subcults, der seinem Namen von Anfang an alle Ehre macht.
Bei den Electi herrschen die Frauen, die Männer verrichten die Arbeit. Die Electi bilden die herrschende Gesellschaftsschicht NuYus, die Civitas sind die normale Gesellschaftsschicht und die Subcults sind Ausgestoßene, die ohne ID - und damit ohne Überwachung leben - allerdings auch ohne Wohnsitz, und ohne Anteil am sozialen Leben. Die Hauptstadt New Europes heißt La Capitale und war früher unter dem Namen Frankfurt am Main bekannt. Andrea Schacht hat in der Struktur NuYus Gesellschaftskritik verpackt (geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, große Kluft zwischen arm und reich), die auch vom jüngeren Lesepublikum sehr gut nachvollzogen werden kann.
Nachdem die Geschichte ins Rollen kommt und das steife Umfeld der Electi verlässt, entwickelt sich die Story um Kyria und Reb zu einem spannenden und gewitzten Pageturner, der von der Chemie zwischen der "Prinzessin" und dem Rebellen lebt. Im Laufe der Handlung entwickelt sich zwischen den beiden Protagonisten ganz nach dem Motto "was sich liebt, das neckt sich" eine zarte Liebesgeschichte. Daneben sorgen aber auch ein stetig steigender Spannungsbogen und einige Überraschungsmomente bei der Entwicklung der Nebenfiguren dafür, dass man die Geschichte spätestens im zweiten Teil kaum noch aus der Hand legen kann.
Die Liebesgeschichte ist ebenso wie die actionreichen Parts auf das jüngere Publikum ausgelegt, so dass hier der Auftakt einer dystopischen Trilogie vorliegt, die man guten Gewissens seinen Kindern in die Hand geben kann. Nachdem sich der zunächst geradlinige Aufbau zu einer schwer durchschaubaren Intrige entwickelt, bekommt die Story aber auch für ältere Leser einen größeren Reiz.

Fazit:
"Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt" punktet nicht nur mit Handlungsschauplätzen, die im Bereich der Dystopie noch unverbraucht sind und mit denen sich das jüngere Lesepublikum gut identifizieren kann, sondern vor allem mit dem bezaubernd-witzigen und ungleichen Paar Kyria und Reb, deren frecher - und später auch romantischer - Schlagabtausch auch die älteren Leser zum Schmunzeln bringt.
Das Ende gipfelt in einem Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man die Fortsetzung der Geschichte von der Prinzessin und dem Rebellen kaum erwarten kann!

Montag, 2. April 2012

[REZENSION] Die Bestimmung

Titel: Die Bestimmung (OT: Divergent)
Autor: Veronica Roth
Übersetzer: Petra Koob-Pawis
Verlag: cbt
Reihe: Die Bestimmung 1
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Hardcover, 480 Seiten



Autor:
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” (Originaltitel: Divergent) wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.


DIE BESTIMMUNG

Altruan - die Selbstlosen
Candor - die Freimütigen
Ken - die Wissenden
Amite - die Friedfertigen
Ferox - die Furchtlosen

Inhalt:
In der Welt, in der Beatrice aufwächst, haben sich vor vielen Jahrzehnten fünf Fraktionen entwickelt, weil die Menschen der Meinung waren, dass nicht politische Lehren oder religiöse Überzeugungen die Gründe für die Kriege in der Welt waren, sondern das Fehlen von etwas Grundsätzlichem als Widerstand gegen das Böse.

"Diejenigen, die der Aggression die Schuld gaben, gründeten Amite, die Fraktion der Freundschaft und Friedfertigkeit.
Jene, die die Unwissenheit dafür verantwortlich machten, gründeten Ken, die Fraktion der Gelehrten.
Diejenigen, die der Doppelzüngigkeit die Schuld gaben, schufen Candor, die Fraktion der Freimütigen.
Diejenigen, die den Egoismus dafür verantwortlich machten, schufen Altruan, die Fraktion der Selbstlosen.
Und jene, die der Feigheit die Schuld gaben, wurden Ferox, die Furchtlosen."

Im Alter von sechzehn Jahren muss sich Beatrice wie alle anderen Jugendlichen für eine der fünf Fraktionen entscheiden. Hierbei gilt der Grundsatz "Fraktion vor Blut", was bedeutet, dass sich die Jugendlichen gegebenenfalls gegen die Fraktion entscheiden, in der sie aufgewachsen sind, ihre Familie verlassen und nach ihrer Bestimmung in der Fraktion leben müssen, für die sie am besten geeignet sind und die nach ihrer Initiation als ihre neue Familie gilt. Der Eignungstest zeigt bei Beatrice jedoch kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, da sie mehrere Begabungen in sich trägt und nicht eindeutig einer Fraktion zugesprochen werden kann. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich dafür die Altruan zu verlassen und sich den Ferox anzuschließen. Doch mit dieser Entscheidung begibt sie sich in große Gefahr, die bald auch ihre Familie, die restlichen Altruan und letzten Endes das ganze Gefüge der fünf Fraktionen bedroht.

Kritik:
Mit der Idee, eine Gesellschaftsstruktur bestehend aus fünf Fraktionen aufzubauen, hat Veronica Roth ein dystopisches Szenario geschaffen, von dem man so noch nicht gelesen hat. Auch wenn es zunächst befremdlich auf einen wirkt, dass eine Gesellschaft beziehungsweise eine Gesellschaftsgruppe auf einer einzelnen Eigenschaft funktionieren soll, funktioniert diese Struktur in Beatrices Welt doch für einige Jahrzehnte. Als Leser wird man zu einem Zeitpunkt in ihre Welt katapultiert, als es unterschwellig zwischen den Fraktionen brodelt und der Typ der "Unbestimmten" ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass es Menschen gibt, die mehrere Grundprinzipien für eine gesunde und friedliche Gesellschaft in sich vereinen, und damit das aufgezwungene System aus der jüngeren Vergangenheit in Frage stellen. Durch Beatrices Wahl sich den furchtlosen Ferox anzuschließen, nimmt die Handlung eine gefährliche und auch gewalttätige Entwicklung. Ich muss ehrlich gestehen, dass Veronica Roth eine dermaßen spannende Dystopie gestrickt hat, dass ich wirklich nicht in der Lage war dieses Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, anderseits war ich schockiert davon, wie viel Gewalt ein Buch enthält, das vom Verlag ab 14 Jahren empfohlen wird. Ich war außerdem schockiert von einer Gesellschaftsstruktur, die Gewalt nicht nur duldet, sondern sogar befürwortet, um dadurch Konkurrenz auszuschalten und sich an die Spitze einer Gruppe zu setzen, und ich war schockiert von mir selbst, welche Faszination Brutalität und Gewalt auf einen ausüben können, dass man gleichermaßen abgestoßen und doch begierig auf den weiteren Fortgang einer Geschichte weiterlesen muss. Auf Grund dieser Entwicklung war ich mir zeitweilig im Unklaren darüber, ob die Geschichte mich überzeugen kann. Glücklicherweise vertreten Beatrice und der Junge Four, von dem sie im Lager der Ferox trainiert wird, jedoch eine innere Überzeugung, die gegen einseitige Bestimmung und das alteingesessene System der fünf Fraktionen rebelliert. Wenn ich das Verhalten der Ich-Erzählerin Beatrice verurteilt hätte, hätte ich das Buch wegen der geballt auftretenden Brutalität trotz aller Spannung möglicherweise abgebrochen. Ich würde das Buch deshalb frühestens ab 16 Jahren empfehlen oder Eltern anraten das Buch anzulesen, bevor sie es an ihre Kinder weiterreichen.
Die Hauptakteure Beatrice und Four ziehen die Sympathien trotz, oder gerade wegen, ihrer Fehler und Selbstzweifel auf sich, ihre immer enger werdende Freundschaft und aufkeimende Liebe unterscheidet sich wohltuend zu anderen Büchern dieses Genres und ist frei von Klischees und Kitsch. Einige Nebencharaktere sind sehr einseitig gezeichnet, verdeutlichen damit jedoch den Irrsinn der Fraktionengesellschaft und einer eindeutigen Bestimmung nur noch mehr. Man kann sich ausmalen, dass die reine Existenz der Unbestimmten irgendwann das Ende der Fraktionen einläuten wird.
Im Gegensatz zu den plastisch gezeichneten Figuren mangelte es mir bei den Beschreibungen der Schauplätze zeitweise an Tiefe, hier haben mir stellenweise die Bilder vor Augen gefehlt.
Veronica Roth bietet im ersten Band ihrer Trilogie einen rasanten, aber auch wieder äußerst gewalttätigen Showdown, der in einem relativ offenen Ende gipfelt, so dass man der Fortsetzung "Insurgent", die im Original im Mai 2012 erscheint, ungeduldig entgegenfiebert.

Fazit:
Obwohl der Opener der dystopischen Trilogie aus Veronica Roths Feder ein Pageturner ohnegleichen ist, kann ich ihn dennoch nur eingeschränkt empfehlen, da er für eine als Jugendbuch deklarierte Dystopie häufig zu brutal und gewalttätig ist und man als Leser lange Zeit darüber im Unklaren bleibt, ob diese Szenen wirklich von Nöten und Mittel zum Zweck sind die Handlung in eine gewisse Richtung zu treiben, oder nur "schmückendes", aber für ein Jugendbuch wirklich verzichtbares Beiwerk.

Reihen-Info:
Die Bestimmung (Divergent)
Insurgent (Mai 2012) - noch ohne deutschen Titel und Erscheinungstermin

Weitere Infos:
Webseite zum Buch: die-bestimmung.de