Mittwoch, 29. Februar 2012

[REZENSION] Schnell, schneller, Henssler!

Redakteur: Anette Leister

Titel: Schnell, schneller, Henssler!
Autor: Steffen Henssler
Fotograf: Marc Eckardt
Übersetzer: -/-
Verlag: Dorling Kindersley
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 192 Seiten



Autor:
Steffen Henssler, gebürtiger Schwarzwälder, wurde in einem Sternelokal zum Koch ausgebildet und besuchte die renommierte California Sushi Academy in Los Angeles, die er als erster Deutscher mit Bestnote abschloss. 2001 eröffnete er in Hamburg gemeinsam mit seinem Vater das Restaurant Henssler Henssler, 2009 folgte das Ono. Seit 2004 ist Henssler regelmäßig Gast in TV-Shows wie "Die Küchenschlacht" oder "Lanz kocht". Seit August 2010 moderiert er das Koch-Quiz "Topfgeldjäger" im ZDF.


SCHNELL, SCHNELLER, HENSSLER!

Der Inhalt von Steffen Hensslers neuem Werk setzt sich aus den folgenden Kapiteln zusammen:
* Einführung (Ahoi!; So geht es richtig schnell; Erst lesen, dann kochen!)
* 10-, 15-, 20- und 25-Minuten-Rezepte
* Anhang (Grundrezepte und Produktinfos; Menüvorschläge; Register)
Wer nach bestimmten Gerichten oder Zutaten Ausschau hält, kann die Rezepte im alphabetischen Register nachschlagen, das neben allen im Buch aufgeführten Rezepten auch eine Suche nach Zutaten enthält. Da es von der Rezepteinteilung rein nach der Zubereitungszeit geht, sind die Gerichte nicht nach Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts unterteilt, im Anhang kann man sich aber Ideen unter dem Kapitel "Menüvorschläge" holen, wenn man seinen Gästen - oder der Familie - mehrere Gänge servieren möchte. Ein weiteres Register nach Gängen oder eine komplett aufgeschlüsselte Aufführung nach Zubereitungszeit hätte mir trotzdem gut gefallen.
Der Titel ist Programm: aber ist Zeit alles?! Nein, auch wenn in diesem Kochbuch durchweg Rezepte vertreten sind, die innerhalb kürzester Zeit zubereitet werden können, so geht dies dennoch nicht auf Kosten von Qualität und Abwechslung. "Schnell, schneller, Henssler!" bietet eine bunte Mischung aus Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten und Süßspeisen, die viele frische Zutaten enthalten. Generell ist für Hensslers Rezeptvorschläge positiv hervorzuheben, dass er mit überschaubaren Zutatenlisten raffinierte Gerichte auf den Tisch zaubert oder aber auch bodenständige Gerichte mit einem gewissen Pfiff veredelt.
Wie bereits in "Hauptsache lecker!" lässt der Fotograf Marc Eckardt die Speisen nicht nur zum Gaumen-, sondern auch zum Augenschmaus werden. Tipps, die scheinbar wie herausgetrennte Zettel aus einem Notizbuch unter das Rezept geklebt sind, lockern die Gestaltung des Buches auf. Jedes  Rezept beinhaltet eine Information über die Portionsgröße, eine Zutatenliste und übersichtlich gegliederte Zubereitungsschritte.
Die getesteten Rezepte haben sich sehr gut innerhalb der vorgegebenen Zeit nachkochen lassen und waren ausnahmslos sehr lecker!
Im Anhang findet man Grundrezepte für Gemüsefond, Teriyaki-Sauce und Vanillesauce.
Besonders gefreut hat es mich, dass Steffen Henssler die Kategorie "4 x" weitergeführt hat, die es bereits in "Hauptsache lecker!" für Spargel, Rindfleisch, Lachs, Dip und Kartoffeln gab. Dieses Mal stellt Steffen Henssler auf je einer Doppelseite vier Rezeptvarianten für Avocado, Tataki (kurz angebratener Fisch oder aber auch Fleisch, mit rohem Kern), Tomatenbrot, Nudelsalat, Ceviche (kleingeschnittener, roher Fisch) und Püree vor.
Wer Fan von Steffen Hensslers "Hauptsache lecker!" ist, wird auch mit "Schnell, schneller, Henssler!" auf seine Kosten kommen: Gerichte, die etwas hermachen, ohne viel Chichi in der Zutatenliste und ohne, dass man sich in der Küche dafür stundenlang die Beine in den Bauch stehen muss!


Dienstag, 28. Februar 2012

[REZENSION] Schatten des Dschungels

Titel: Schatten des Dschungels (OT: -/-)
Autor: Katja Brandis / Hans-Peter Ziemek
Illustrator: -/-
Übersetzer: -/-
Verlag: Beltz
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 14-16 Jahren
Ausführung: Hardcover, 413 Seiten



Autoren:
Katja Brandis, geb. 1970, ist seit vielen Jahren begeisterte Taucherin. In den Meeren dieser Welt hat sie unvergessliche Begegnungen mit Haien, Rochen und Delfinen erlebt. An Land arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche Abenteuer- und Fantasyromane für Jugendliche veröffentlicht. Sie lebt mit Mann und Sohn in der Nähe von München.
Mehr zu Katja Brandis findet man unter http://www.katja-brandis.de.

Für Hans-Peter Ziemek, geb. 1960, ist die Welt unter Wasser nicht nur Passion, sondern auch Forschungsgegenstand: Als Biologe und Professor für Biologiedidaktik an der Universität Gießen arbeitet er mit seinen Stundenten regelmäßig an den Aquarien des Instituts - in denen unter anderem auch ein kleiner, sehr intelligenter Krake lebt...

Brandis und Ziemek haben zusammen bereits den Roman "Ruf der Tiefe" veröffentlicht.


SCHATTEN DES DSCHUNGELS

Inhalt:
"Schatten des Dschungels" spielt im Jahr 2025. Cat engagiert sich für den Umweltschutz und lernt auf einer Veranstaltung der Organisation "Living Earth" Falk kennen. Im Zusammensein mit Falk merkt Cat schnell, dass ihr Engagement für die Umwelt schnell ein Ende findet, sobald sie auf Widerstand stößt. Falk baut das Selbstbewusstsein Cats auf, so dass sie nach und nach lernt, nicht nur Mitläufer in einer großen Gruppe zu sein, sondern für ihre Ziele einzustehen. Als sie gemeinsam mit Falk an einem Artenschutzprojekt im Regenwald teilnehmen darf, geht für Cat ein großer Traum in Erfüllung. Allerdings merkt sie in der kleinen Gruppe, das einige Umweltschützer ihren Traum von einer intakten Umwelt mit wirklich allen Mitteln verfolgen: Wie weit darf man gehen, um die Welt zu retten? Darf man Menschenleben aufs Spiel setzen für eine intakte Umwelt? Cat sieht sich einer schweren Gewissensfrage gegenübergestellt. Soll sie gegen ihre innere Überzeugung Falks Pläne unterstützen oder muss sie ihn und ihre neuen Freunde aufhalten?

Kritik:
Das Buch spielt in einer sehr nahen Zukunft, so dass man sich gut in das beschrieben Szenario hineinversetzen kann. Beim Lesen dachte ich häufig daran, dass meine Tochter in diesem Jahr fast genauso alt wie die Protagonistin Cat sein wird und überlegte oft, ob es die im Buch erwähnten Errungenschaften im Bereich der Technik dann wirklich schon alle geben wird. Die Autoren haben sich hier einiges einfallen lassen, wovon manches wirklich wünschenswert zum Schutz der Umwelt wäre: Plastikdosen und wiederbefüllbare Tüten als Mehrwegverpackungen im Supermarkt oder selbstreinigende Wandersocken (oder vielleicht lieber doch nicht *g*). Andere Sachen sind gar keine Zukunftsmusik, sondern in manchen Gegenden Deutschlands schon gang und gäbe: die abgeschaltete Straßenbeleuchtung während den Nachtstunden wird im Herzen Rheinhessens, wo ich wohne, schon seit vielen Jahren praktiziert.
Das Buch beginnt mit einem sehr temporeichen und eindringlichen Prolog, in dem sich die Ich-Erzählerin Cat auf der Flucht quer durch Dschungel Guyanas befindet. Doch bevor es für Cat, Falk und einige weitere Umweltschützer in den Dschungel geht, lernt der Leser zunächst die Protagonisten im ersten Teil des Buches "Die Stadt" kennen. Dieser Abschnitt der Geschichte zog sich für mich leider etwas in die Länge, vollgespickt mit allerlei Informationen kommt hier noch keine Spannung auf. Man lernt Cat und ihre Aktivitäten kennen, wohnt ihrem Kennenlernen von Falk bei und erfährt einiges über ihre Familie und das Leben im Jahre 2025. Cats Leben und ihr Umfeld sind sehr gut und lebensnah geschildert, doch die Hauptprotagonisten selbst blieben für mich leider unnahbar. Cat engagiert sich zwar bereits zu Anfang für die Umwelt, doch wirkt sie wie eine bloße Mitläuferin, die bei dem geringsten Widerstand den Kopf einzieht, und Falk macht einen undurchsichtigen Eindruck, so dass man nicht das Gefühl bekommt ihn wirklich kennenzulernen. Durch den äußeren Schein erwecken daher zunächst weder Cat noch Falk Sympathien beim Leser und die Geschichte konnte mich daher zunächst nicht für sich einnehmen. In der späteren Entwicklung der Geschichte zeigt es sich dann allerdings, dass diese Charaktereigenschaften relevant für den weiteren Fortgang der Geschichte sind. Zu Beginn punkten viel mehr die Nebencharakter, wie Falks witziger und sympathischer Freund Pancake, Cats Schwester Juliet und Cats Kommilitone an der International Academy Munich Andy, der wie Falk Interesse an Cat zeigt. Insgesamt gelingen den beiden Autoren jedoch durchweg gelungene Charakterzeichnungen, die starke Gefühle beim Leser hervorrufen.
Im zweiten Teil des Buches "Der Dschungel" steigen das Erzähltempo und die Spannung der Geschichte jedoch rasant an, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Den zweiten wesentlich längeren Abschnitt des Buches habe ich in sehr viel kürzerer Zeit verschlungen als den ersten! Cat zieht nun auch die Sympathie des Lesers auf ihre Seite, in dem sie Rückgrat beweist und eine sehr schwere, aber im Endeffekt richtige Entscheidung trifft. Dieser Abschnitt hat eine sehr dichte und greifbare Atmosphäre. Cat erlebt den Dschungel hautnah und als Leser fühlt man sich beinahe so, als würde man den Weg und die Gefahren, die auf ihm lauern, an ihrer Seite bestreiten.
Den Titel des dritten und letzten Abschnitts des Buches werde ich nicht verraten, da er meiner Meinung nach viel über den Verlauf der Geschichte und das Geheimnis des Forschertrupps um Falk verrät, also: im Buch nicht nach vorne spicken ;)

Aufmachung:
Der Roman wird durch ein Nachwort der Autoren ergänzt, in dem der Frage nachgegangen wird, was Wirklichkeit und was Fiktion ist.
In einem mehrseitigen Glossar werden wissenschaftliche Begriffe erklärt, die in der Geschichte Erwähnung finden.

Fazit:
Nach einem etwas langsamen Einstieg entwickelt sich der Roman zu einer sehr atmosphärischen und fesselnden Geschichte über den Regenwald - einer der faszinierendsten Lebensräume der Erde - und die Bedrohungen und rücksichtlose Zerstörung, denen er durch die Menschheit ausgesetzt ist. Brandis und Ziemek entwerfen ein glaubwürdiges Szenario, was die Menschheit sich selbst mit der Zerstörung ihrer Umwelt antut, und wie wichtig es ist rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, bevor wir uns selbst in einen Abgrund stürzen, aus dem kein Weg zurückführt! Des Weiteren wird glaubwürdig das Thema behandelt, wie weit man aus Freundschaft und Loyalität gehen darf und dass man seine Entscheidungen immer mit dem eigenen Gewissen und Wissen vereinbaren muss. Für sein Handeln und seine daraus resultierenden Konsequenzen muss man den eigenen Kopf hinhalten und darf sich nicht hinter dem breiten Rücken einer Gruppe verstecken!

Weitere Infos:
Webseite zum Buch: schattendesdschungels.de

Montag, 27. Februar 2012

[REZENSION] Der Fall Jane Eyre

Titel: Der Fall Jane Eyre (OT: The Eyre affair)
Autor: Jasper Fforde
Illustrator: -/-
Übersetzer: Lorenz Stern
Verlag: dtv
Reihe: Thursday Next 1
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten



Autor:
Jasper Fforde ist Waliser (daher das markante doppelte ff!) und wurde 1961 geboren. Seine Romane schrieb er 14 Jahre lang neben seiner Arbeit als Kameramann bei verschiedenen Filmproduktionen. Die Reihe um die Literatur-Geheimagentin Thursday Next ist inzwischen zur Kultserie geworden.


DER FALL JANE EYRE

Inhalt:
Thursday Next lebt in einer alternativen Variante zu unseren achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Auch wenn unsere Wirklichkeit damals schon eine bizarre Zeit war, so ist dieses Jahrzehnt in Thursdays Welt noch verrückter, unglaublicher und durchgeknallter: in Wales herrscht eine kommunistische Diktatur, der Krimkrieg ist nie zu Ende gegangen und als ob das alles nicht schon abgedreht genug wäre, sind Zeitreisen und Reisen in (und aus) Büchern möglich und Thursday Next gehört einer Einheit von Literatur-Detektiven an, die Verbrechen an der Literatur verfolgt.

Kritik:
Jasper Ffforde wirft den Leser unvorbereitet in die irrwitzige und abgedrehte Welt der Thursday Next hinein. Obwohl Thursday als Ich-Erzählerin fungiert, braucht es eine Weile, um sich in ihrer Welt zurechtzufinden und die agierenden Charaktere auseinanderzuhalten. Da der Plot neben ihrer Gegenwart in den achtziger Jahren auch in einigen Zeitsprüngen - bei denen Thursday unter anderem sich selbst begegnet - und dem Buch "Jane Eyre" spielt, muss man schon immer sehr intensiv mit den Gedanken bei der Sache sein, damit sich das Lesevergnügen hier voll entfalten kann. Auch wenn der Einstieg sich möglicherweise etwas schwierig gestaltet, sollte man auf jeden Fall am Ball bleiben: die Seitenhiebe auf die Welt der Literatur und die Zitate aus Klassikern machen jede Menge Spaß, egal, ob man die zitierten Werke bereits gelesen hat oder nicht. Im ersten Fall von Thursday Next bekommt nicht nur der namensgebende Titel "Jane Eyre" sein Fett weg, immer wieder wird auf das Mysterium "Shakespeare" angespielt. Wer steckte wirklich hinter dem großen englischen Barden? War es wirklich der am 23. April 1564 geborene William Shakspeare oder doch Christopher Marlowe oder Francis Bacon oder der siebzehnte Earl von Oxford??? Tatsächlich lebendig wird Literatur in dem Moment als sich die Handlungen von Thursdays Geschichte und die des Klassikers "Jane Eyre" durch das Ein- und Austreten der Figuren von einer Handlungsebene in die andere miteinander vermischen. Die Dialoge zwischen den modernen und altertümlichen Figuren sind von einem besonderen Wortwitz und nachdem man die Figuren Charlotte Brontës quasi persönlich kennengelernt hat, juckt es einem richtig in den Fingern neben weiteren Fällen Thursday Nexts auch den einen oder anderen Klassiker kennenzulernen, soweit man dies bislang versäumt hat.
Neben der Shakespeare-Frage und dem titelgebenden Roman "Jane Eyre" spielt noch "Martin Chuzzlewit" von Charles Dickens in diesem Roman eine größere Rolle.
Zusätzlich zu dem irrwitzigen Kriminalfall und einem fiesen und skrupellosen Erzschurken gibt es auch ein bisschen was fürs Herz - und zwar nicht nur "Im Fall Jane Eyre" zwischen Edward Rochester und Jane Eyre, sondern auch im Leben von Thursday Next ;)

Aufmachung:
Die einzelnen Kapitel werden von fiktiven Meldungen (aus Gesprächen, Zeitungen oder ihren Biographien) der agierenden Protagonisten eingeleitet. Die Neuauflage der Thursday-Next-Reihe erstrahlt in auffälligen Farben mit einer großformatigen Silhouette im Vordergrund und Elementen des Romans im Hintergrund. Die alten Covergestaltungen haben mich nie angesprochen, so dass ich mich nie näher mit den Romanen beschäftigt hatte, aber dank der Neugestaltung ist mir diese Reihe endlich aufgefallen! Die Kurzbeschreibung zu Beginn des Romans sollte man auf jeden Fall lesen, damit man nicht völlig verloren und planlos in die Handlung stürzt.

Fazit:
Ein verrückter Leckerbissen für Literaturliebhaber, die ihre Helden schon immer einmal persönlich kennenlernen wollten, fernab von der Handlung, die sich ihre Schriftsteller eigentlich für sie erdacht haben ;)

Reihen-Info:
Der Fall Jane Eyre
In einem anderen Buch
Im Brunnen der Manuskripte
Es ist was faul
Irgendwo ganz anders


[CHALLENGE] Die Buchliebhaber-Challenge - Das fünfte Meme: Bücherregale



1. Fotoaufgabe: Zeigt uns euer Bücherregal!
Als Buchliebhaber freue ich mich immer ganz besonders, in die Bücherregale anderer Blogger hineinzuschnuppern - manchmal entdeckt man dort ein Lieblingsbuch oder einen Titel, den man selbst unbedingt noch lesen wollte. Manchmal entdeckt man ganz neue Bücher, die zum eigenen Lesegeschmack passen, oder holt sich Anregungen, das eigene Regal mal wieder unter die Lupe zu nehmen. Und sicherlich immer freut man sich am Anblick eines (gut gefüllten) Bücherregals anderer Blogger. Wir sind also gespannt auf ein Foto von eurem Regal (oder eurer Regale...) oder anderer Orte, wo eure Bücher vielleicht noch zuhause sind!

2. Wonach habt ihr eure Bücher sortiert?
Nachdem wir nun euer Regal gesehen haben, wollen wir natürlich wissen: Wonach habt ihr die Bücher dort sortiert? Stopft ihr einfach alles in die Regale, wo gerade Platz ist? Sortiert ihr nach Autor, Titel, Genre, Verlag? Oder: was bewahrt ihr sonst noch in eurem Bücherregal auf? Lasst uns einfach teilhaben an eurem persönlichen System!

Meine Bücher sind zuerst nach Genres sortiert (Sachbücher, Fantasy, allgemeine Belletristik), und innerhalb der Genres alphabetisch nach Autorennamen beziehungsweise innerhalb der Sachbücher nach Themengebiet: Kochen, Backen, Stricken, Basteln usw.
Leider ist die Ordnung mittlerweile durch Platzmangel so ziemlich im Eimer und sollte dringend einen großen Schwung Bücher aussortieren *schnief*


Sonntag, 26. Februar 2012

[RUND UMS BUCH] Neu in KW8


Im Briefkasten

Annes Baum, Irène Cohen-Janca / Maurizio A. C. Quarello (Illustrationen) (GK)
Dhampir 7: Vergessene Zeit, Barb J. C. Hendee (GK)
Eine Hexe zum Verlieben, Band 1, Kristina Günak (GW)
Elbenthal-Saga 1: Die Hüterin Midgards, Ivo Pala (GW)
Schnell, schneller, Henssler!, Steffen Henssler (RE)

Dies und das

Genau genommen habe ich selbst ja nur vier Buchneuzugänge diese Woche zu verzeichnen, obwohl ich sechs Bücher in der Post beziehungsweise gekauft hatte: ein Rezensionsexemplar für meine Nichte ist auf dem Foto gar nicht drauf, dass habe ich ihr bereits zum Lesen vorbeigebracht (Das Meermädchen-Internat 4: Seepferdchen im Bauch von Dagmar H. Mueller) und Die Hüterin Midgards zieht in den nächsten Tagen wieder aus, denn ich habe es ja bereits als Rezensionsexemplar von Blogg dein Buch erhalten, deswegen darf sich meine Freundin darüber freuen (und muss im Gegenzug dafür eine Gast-Rezension für meinen Blog schreiben *g*).
Aus dem niegelnagelneuen Henssler-Kochbuch haben wir schon das überbackene Schweinefilet nachgekocht, obwohl es erst gestern im Briefkasten lag und auch wenn ich immer noch ein paar Rezensionen offen habe, so habe ich immerhin mein Projekt "Strick den Weihnachtsbaum 2012 ein" beendet :D Tataaa... ein Dutzend Kugeln sind fertig:

Impressionen


Donnerstag, 23. Februar 2012

[TTT] Top Ten Thursday #52


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 liebsten Dystopie-Bücher

Auch wenn ich noch einige Dystopien auf meinen SUB habe, zähle ich in meiner Top Ten nur gelesene Bücher auf - von den ungelesenen kann ich doch noch gar nicht wissen, ob sie meine liebsten sind, logisch, oder ;)
Zwecks bunter Mischung heute halb und halb Klassiker und Dystopien der letzten Monate und Jahre:

Clockwork Orange von Anthony Burgess
Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
1984 von George Orwell
Die Zeitmaschine von H.G. Wells (hier kann ich gar nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob ich tatsächlich das Buch gelesen oder nur den Film gesehen habe, upsi!)
Schöne neue Welt von Aldous Huxley

Dustlands von Moira Young
Das verbotene Eden von Thomas Thiemeyer
Die Tribute von Panem von Suzanne Collins
Cassia und Ky von Ally Condie
Alterra von Maxime Chattam (gehört wahrscheinlich eher in die Kategorie "Endzeitromane" genau wie Ashes von Ilsa J. Bick, aber mir ist sonst keine weitere aktuelle Dystopie eingefallen *g*)

Das Thema für Donnerstag, den 01.03.2012 heißt:
Eure 10 liebsten Märchen

Mittwoch, 22. Februar 2012

[REZENSION] Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Titel: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen (OT: The girl with glass feet)
Autor: Ali Shaw
Illustrator: -/-
Übersetzer: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Verlag: script5
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 400 Seiten



Autor:
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Gerade hat Ali Shaw seinen zweiten Roman "The man who rained" beendet.


DAS MÄDCHEN MIT DEN GLÄSERNEN FÜSSEN

"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" nimmt den potentiellen Leser bereits durch sein atemberaubend schönes Cover in kühlen Farben gefangen. Zum Glück hat sich der deutsche Verlag dafür entschieden das Originalcover des Buches beizubehalten, denn nach dem Lesen der Geschichte muss ich sagen, dass das Cover nicht nur wunderschön ist, sondern auch perfekt zum Inhalt passt. Das Bild wirkt so winterlich, farblos und auch ein bisschen kalt, wie das Glas, das von den Füßen anfangend dabei ist von Ida Besitz zu ergreifen, Ida, das Mädchen mit den gläsernen Füßen. Doch woher rührt dieser Fluch oder seltsame Verwandlung? Ida versteht es selbst nicht und kehrt daher in das Ort St. Hauda's Land zurück, denn hier erzählte ihr im Sommer ein alter Mann von einem zauberhaften Wesen, dass Menschen in strahlendes Weiß verwandelt, wenn es ihnen in die Augen blickt, doch damals glaubte Ida nicht an diese Geschichte. Wer glaubt schon an Märchen und Wunderwesen in der heutigen Zeit, wenn er ihnen nicht selbst begegnet ist?
Doch statt den alten Mann, der Ida bei der Lösung ihres Problems helfen könnte, trifft sie zunächst auf den menschenscheuen und verbitterten Fotographen Midas, für den Fotografie nicht nur ein Beruf, sondern eine wahre Passion ist. Und er erkennt bereits beim ersten Treffen mit Ida, dass hinter Ida mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist, doch nicht einmal sein geschultes Auge und das Objektiv seiner Kamera können das Geheimnis aufdecken.
"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" ist eine tiefgründige Geschichte mit fantastischem Einschlag und komplizierten und verschrobenen Charakteren vor einer traumhaften Kulisse. Ich denke, man sollte sich von den im Klappentext und der Kurzbeschreibung erwähnten eigentümlichen Kreaturen nicht zu sehr in Richtung fantastischer Literatur lenken lassen, die Geschichte hat weniger mit Fantasy als mit einer Parabel oder wie bereits erwähnt einem Märchen zu tun.
Ali Shaw schafft es, dass man sich als Leser intensiv mit seinen eigenen Gedanken zum Leben auseinandersetzt. Es ist eine Geschichte über verpasste Chancen, traurige Vergangenheiten und unglückliche Liebe. Die Hauptfigur Midas reflektiert durch seine Passion des Fotografierens die Figuren und versetzt den Leser damit in die Situation, dass er versucht die Protagonisten noch tiefer und aus verschiedenen Blickwinkeln zu durchleuchten. Dadurch beschäftigt man sich automatisch mit seinen eigenen Gedanken zum Leben und der Liebe.
Die Übersetzung ins Deutsche ist in meinem Augen sehr gut gelungen, denn bereits nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte verzaubert. Die Übersetzung stammt von dem Duo Knuffinke/Komina, die bereits einige Bücher aus dem Loewe/script5-Programm kongenial ins Deutsche übersetzt haben.
Die Geschichte ist so zart, so unbeschreibbar schön, so zerbrechlich, dass man kaum glauben kann, dass es sich um das Debüt eines Schriftstellers handelt.

[REZENSION] Die Flüsse von London

Titel: Die Flüsse von London (OT: Rivers of London)
Autor: Ben Aaronovitch
Illustrator: -/-
Übersetzer: Karlheinz Dürr
Verlag: dtv
Reihe: Band 1
Ausführung: Taschenbuch, 480 Seiten



Autor:
Ben Aaronovitch wurde in London geboren und lebt auch heute noch dort. Wenn er gerade keine Romane oder Fernsehdrehbücher schreibt (er hat u. a. Drehbücher zu der englischen TV-Kultserie "Doctor Who" verfasst), arbeitet er als Buchhändler. Seine Fantasy-Reiche um den Londoner Polizisten Peter Grant mit übersinnlichen Kräften eroberte die englischen Bestsellerlisten im Sturm.


DIE FLÜSSE VON LONDON

Inhalt:
Peter Grant, frischgebackener Police Constable in London, bekommt es in Covent Garden nicht nur mit einer geköpften Leiche zu tun, sondern außerdem mit einem Geist. Peter erweist mit der Zeit mehr Sinn für Magie als für die reine Ermittlerarbeit, das entgeht auch seinen Vorgesetzten nicht und so wird er kurze Zeit später statt zum Bürohengst zum ersten Zauberlehrling in England seit fünfzig Jahren berufen. Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands, nimmt Peter unter seine Fittiche und weiht ihn nach und nach in die Geheimnisse der Magie ein. Neben Vampiren und Werwölfen hält die Welt der Magie weit mehr übersinnliche Wesen bereit als es Peter es sich je hätte träumen lassen, oder hättet ihr gedacht, dass alle Flüsse eine Gottheit besitzen?

Kritik:
Mit "Die Flüsse von London" startet Autor Ben Aaronovitch eine mehrbändige Reihe um den Londoner Constable Peter Grant, der mit seiner leicht naiven und konfusen Art wenig mit dem allgemeingültigen Bild eines Polizisten gemein hat und die Sympathie des Lesers schnell auf seine Seite zieht.
Der Autor hat einen flüssigen und witzigen Schreibstil, der auch mit Seitenhieben auf Serien in Literatur und Fernsehen nicht geizt und so für Kenner der zitierten Reihen zu einem besonderen Genuss wird.

"Also gibt es wirklich Magie", sagte ich. "Und sie sind... was denn nun?"
"Ein Zauberer."
"Wie Harry Potter!"
Nightingale seufzte. "Nein, nicht wie Harry Potter."
"Wieso nicht?"
"Ich bin schließlich keine fiktive Romanfigur", antwortete er.

Der Roman spielt in der Gegenwart und baut eine parallele Welt auf, die von Göttern und weiteren magischen Wesen bevölkert ist. Durch die Summe an eingeführten Charakteren wäre ein Dramatis Personae sehr hilfreich gewesen, vor allen Anbetracht dessen, dass ich die Flussgötterwelt lange nicht im Zusammenhang mit dem geschilderten Kriminalfall gesehen habe und in diesen Episoden dazu geneigt habe recht schnell über den Text hinweg zu lesen.
Ein besonderes Leseerlebnis dürfte "Die Flüsse von London" für Liebhaber dieser Stadt sein, denn nicht nur der Kriminalfall ist exakt auf den Schauplatz zugeschnitten, Ben Aaronovitch schafft es über die gesamte Handlung die Straßen und Orte zu detailliert zu schildern, dass man meinen könnte Peter Grant die ganze Zeit vor Ort über die Schulter zu schauen. Es war als hätte ich zwischen zwei Buchdeckeln einen Kurzurlaub in London verbracht. Was sich als Londonfans als Pluspunkt aus diesem Buch herauskristallisiert, könnte aber für Londonneulinge dazu führen, dass man sich auf Grund der sehr detaillierten Beschreibungen eher seinem Lesespaß beraubt sieht, denn Ben Aaronovitchs Liebe zum Detail geht leider manchmal zu Lasten von Action und Spannung. Im Mittelteil hat mich der Autor dann auch tatsächlich einmal fast verloren, bis er mich mit einem spannenden Showdown und zusammengeführten Handlungsfäden wieder packen konnte.

Aufmachung:
Wie der Kriminalfall ist auch der Einband mit dem Ausschnitt aus dem Londoner Stadtplan und einigen weiteren passenden Elementen wie dem Big Ben und dem Kopf eines Bobby perfekt auf den Handlungsort abgestimmt. Bei der Unmenge an Charakteren vermisse ich allerdings ein Dramatis Personae im Anhang.

Fazit:
"Die Flüsse von London" ist meiner Meinung nach eher Lesern von Romanen mit fantastischem Einschlag als Lesern von reinen Fantasyromanen oder Krimis zu empfehlen, dafür ist das Buch weder Fisch noch Fleisch. Allerdings besitzt Ben Aaronovitch einen Sinn für Humor, der auf meiner Wellenlänge liegt und da das größte Manko im ersten Band für mich in den ausschweifenden und unzähligen Charaktereinführungen lag, hoffe ich im Folgeband auf eine straffere und fesselndere Handlung, denn die weiteren Fälle von Peter Grant reizen mich auf Grund der Lokation und des sehr individuell gestrickten Falls doch sehr!

Reihen-Info:
Die Flüsse von London
Schwarzer Mond über Soho (01. Juli 2012)

Dienstag, 21. Februar 2012

[NEWS] Neuigkeiten von Arne und Carlos

Die kultigen norwegischen Designer Arne und Carlos, bisher bekannt durch ihre gestrickten Weihnachtskugeln "Julekuler", kommen nach Deutschland!

In 5 Städten gibt es die Möglichkeit, sie zu treffen und Interessantes über sie und ihr neues Buch Strikkedukker zu erfahren. Wer möchte kann Bücher signieren lassen und Fotos mit den beiden machen. Und natürlich wird auch gestrickt! Wolle, Nadeln und natürlich die Unterstützung von Arne und Carlos stehen bereit, damit jeder seine persönliche Strickpuppe zum Leben erwecken kann.

Mittwoch, 14.03.2012
16-19 Uhr
Berlin
idee. Creativmarkt im Kadewe
Passauer Straße 1-3
10789 Berlin

Donnerstag, 15.03.2012
17-20 Uhr
Nürnberg
Buchhandlung Thalia
Karolinenstraße 53
90402 Nürnberg

Freitag, 16.03.2012
15-19 Uhr
Stuttgart
Buchhandlung Hugendubel
Königsstraße 5
70173 Stuttgart

Samstag, 17.03.2012
10-15 Uhr
Leipzig
Buchmesse
Stand frechverlag Halle 2 /H 100

Sonntag, 18.03.2012
12-17 Uhr
Dortmund
Creativa
Stand von idee. Halle 7/ C 66
15.00 Uhr: Eröffnung des großen Wettbewerbes "Strick' deinen Doppelgänger" mit tollen Preisen

(Quelle Pressemeldung)


Stricken Sie einen Doppelgänger – egal, ob von sich selbst, Familienmitgliedern oder Freunden und zeigen Sie uns Ihr kreatives Werk. Der Gewinner trifft Arne und Carlos in Oslo!

Ganz gleich wen Sie sich auserkoren haben - von der Nachbarin über den Chef bis zum eigenen Abbild - schicken Sie uns ein Bild Ihrer fertigen, selbstgestrickten Puppe die ihrem Vorbild zum Verwechseln ähnlich sieht. Um das überprüfen zu können, brauchen wir dann auch noch ein Foto des realen Vorbildes Ihrer Puppe und schon nehmen Sie am Strikkedukker Wettbewerb teil! Die Beweisfotos von Original und Doppelgänger können zwischen dem 18. März und dem 31. August 2012 an den frechverlag geschickt werden:

strikkedukker@frechverlag.de

Mitmachen kann jeder, der über grundlegende Strickkenntnisse verfügt. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Gewinner des Wettbewerbs werden auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2012 geehrt. Die Grundanleitung für Puppe und Kleidung finden Sie im Buch Strikkedukker – der Rest bleibt ganz Ihrer Fantasie überlassen!

Die von einer Jury gekürten Sieger nehmen an der Siegerehrung am 13.10.2012 auf der Frankfurter Buchmesse teil – mit dabei sind auch die Erfinder der Strikkedukker, den kultigen Norwegern Arne & Carlos höchstpersönlich!

Und diese tollen Preise gibt es zu gewinnen:

Hauptgewinn
Ein Wochenende in Oslo für 2 Personen inklusive einem Treffen mit Arne & Carlos

2. Platz
Ein Wochenende in Berlin für 2 Personen mit Besuch bei DaWanda

3.-10. Platz
Einkaufsgutscheine, Wollpakete, Buchpakete, Addi Handstrickmaschine und Click-Set...

Wir freuen uns auf Ihre Doppelgänger und wünschen viel Spaß beim Stricken!

(Quelle Pressemeldung)


Immerhin kommen Arne und Carlos im Herbst auch auf die Frankfurter Buchmesse, sonst hätte ich mich jetzt noch mehr geärgert, dass ich nicht auf die Leipziger Buchmesse kann und die anderen Städte sind leider auch zu weit weg für mich :(
Aber schön, dass der Kreativwettbewerb über einen verhältnismäßig langen Zeitraum läuft, vielleicht nehme ich ja auch daran teil (und wenn es nur ist, damit ich eine Ausrede habe, um mir das neue Buch von Arne und Carlos kaufen zu müssen *ggg*), grundlegende Strickkenntnisse dürfte ich ja mittlerweile wieder besitzen, nachdem ich Julekuler im zweistelligen Bereich genadelt habe.
Ich glaube, in der fünften oder sechsten Klasse habe ich sogar schon mal eine Puppe gestrickt, aber die habe ich schon lange nicht mehr. Soweit ich mich erinnere, war das Haare knüpfen die langwierigste und aufwendigste Arbeit an der ganzen Puppe, also sollte ich mir wohl am besten einen menschlichen Doppelgänger mit schütterem Haarwuchs für meine Puppe suchen ;)

Montag, 20. Februar 2012

[NEWS] Das Unkrautland zum Puzzlen

Ab September 2012 gibt es Primus und seine Freunde nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Puzzlen. Ein Klick auf das Bild führt zur Newsmeldung auf der Verlagsseite.
Jeder Puzzle-Box liegt eine gedruckte Ausgabe des Unkrautland-Rätsels bei.

[REZENSION] Gefährten - War Horse (Hörbuch)

Titel: Gefährten - War Horse (OT: War Horse)
Autor: Michael Morpurgo
Sprecher: David Kross
Übersetzer: Klaus Fritz
Verlag: DAV
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 12-16 Jahre
Ausführung: Hörbuch, ungekürzte Lesung, ca. 210 Minuten



Autor:
Michael Morpurgo ist ein britischer Schriftsteller. Er ist einer der bekanntesten britischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Morpurgo schreibt hauptsächlich Abenteuerbücher für Jugendliche im Stil von Robert Louis Stevenson und Ted Hughes. Mit seiner Gattin gründete er in Devon das Projekt "Bauernhöfe für Stadtkinder". Für seine erzieherischen Dienste wurde er 1999 mit dem Orden des Britischen Empire ausgezeichnet.

Sprecher:
David Kross geboren 1990, zählt zu den gefragtesten deutschen Nachwuchsschauspielern. Bekannt ist er aus zahlreichen Kinofilmen ("Knallhart", "Krabat"). Für seine Rolle in "Der Vorleser" wurde er mehrfach ausgezeichnet.


GEFÄHRTEN - WAR HORSE

Inhalt:
Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges kommt das Reitpferd Joey auf den Bauernhof von Albert und seinen Eltern. Schon nach kurzer Zeit verbindet das Pferd und den Jungen eine innige Freundschaft. Allein aus Freundschaft zu Albert kann Joey seine Degradierung zum Zugpferd akzeptieren. Er muss Feldarbeit verrichten, da es sich Alberts Vater nicht leisten kann ein Reitpferd zu unterhalten und Joey nur deshalb gekauft hatte, um einem Nachbarn eins auszuwischen. Sehr bald kann jedoch auch die Arbeit von Joey und seiner Stallnachbarin und Pferdefreundin Zoe die Kosten des Bauernhofes nicht mehr decken, und Alberts Vater verkauft Joey an die Armee, um seinen Hof nicht zu verlieren. Albert und Joey kennen nur ein Ziel: ihren Freund wiederzufinden! Joey erlebt an vorderster Front die Schrecken des ersten Weltkrieges mit im Einsatz als Sanitätspferd und als Zugpferd im Gespann eines Kanonenwagens. Doch inmitten allen Schreckens trifft er auch auf Zuneigung und neue Freunde, unabhängig davon, ob es auf der englischen, französischen oder deutschen Seite ist. Albert geht zur Armee, sobald es sein Alter erlaubt. Ob es ihm gelingen wird im Chaos des Krieges unter hunderttausenden von Pferden seinen geliebten Joey wiederzufinden?

Kritik:
Die englische Originalausgabe des Buches wurde erstmals 1982 unter dem Titel "War Horse" veröffentlicht, die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel "Schicksalsgefährten". Mit der Verfilmung von Stephen Spielberg, die in sechs Kategorien für den Oscar nominiert ist, erhält das gleichnamige Buch nun auch in Deutschland mehr Aufmerksamkeit als zu seiner Erstveröffentlichung.
Nach der Beschreibung hätte ich vom Gesamtanteil an der Geschichte einen größeren Part erwartet, der sich zwischen Albert und Joey abspielt, aber insgesamt nimmt Joeys Geschichte auf der Farm von Alberts Eltern höchstens ein Drittel an dem Gesamtgeschehen ein und die restlichen zwei Dritteln spielen sich im Kriegsgeschehen ab und bei den verschiedenen Truppen und Personen, bei denen Joey Quartier bezieht. Auf Grund der durch die Kurzbeschreibung hervorgerufenen Erwartungen fand ich die innige Freundschaft der beiden daher etwas knapp behandelt, um Alberts Beweggründe dann vollends verstehen zu können, dass er in den Krieg ziehen will, nur um sein Pferd wiederzufinden.
Davon abgesehen ist die Geschichte aber traurig, schön und sehr bewegend und zeigt die Schrecken des ersten Weltkrieges aus Sicht eines Pferdes realistisch und authentisch auf, ohne, dass die Pferde dabei vermenschlicht werden, obwohl das Pferd Joey als Ich-Erzähler fungiert.
Vor dieser Geschichte war mir persönlich gar nicht klar, wie wichtig im ersten Weltkrieg die Rolle der Pferde noch war. Es gab zwar bereits die ersten Panzer, aber die Kanonen sind noch von Pferdegespannen gezogen worden und auch die meisten Verletzten wurden mit Hilfe dieser Gespanne vom Schlachtfeld geborgen. Ein Pferd war damals von einem größeren Wert als ein Soldat, da die Pferde von geringerer Zahl und damit kostbarer waren. Doch auch da werden Unterschiede deutlich, bei den Soldaten, die die Pferde nur als Werkzeug und Mittel zum Zweck sehen, und andere, für die das Wohl der Tiere im Vordergrund steht und die Tiere mit Liebe und Zuneigung zur Arbeit bewegen.
David Kross trägt die Geschichte ist einem ruhigen Ton vor, der gerade in seiner leisen Art und mit der Naivität und Einfachheit des tierischen Ich-Erzählers bewegt und zu Herzen geht. Aber auch die kalten und harten Charaktere bringt David Kross glaubhaft herüber ohne, dass er dafür seine Stimme stark variieren muss, er hat ein beeindruckendes Talent, glaubhaft eine große Bandbreite an Charakteren darstellen zu können, ohne dabei aufgesetzt oder schauspielernd zu wirken.

Aufmachung:
Die drei CDs befinden sich in einer Klappbox aus Pappe, deren Front das gleiche Cover ziert wie das gleichnamige Buch aus dem Carlsen Verlag. Die einzelnen CDs sind mit Szenen aus der Verfilmung von Stephen Spielberg bedruckt. Auf der Rückseite befindet sich eine Kurzbeschreibung der Geschichte.

Fazit:
"Gefährten" ist neben einer Geschichte über die Schrecken und der Sinnlosigkeit des Krieges vor allem eine Geschichte über Freundschaft und Zuneigung über alle Grenzen hinweg. Im Gegensatz zu Menschen werten Tiere nicht nach Äußerlichkeiten und Attributen und die Menschen, denen Joey auf seinem Weg begegnet werden nur anhand ihrer Taten beurteilt.
Auch wenn die Geschichte auf Grund ihres Inhalts recht tränenreich ist und das Ende eine gehörige Portion Kitsch enthält, kann ich sie dennoch sehr empfehlen, da es einfach eine herzerwärmende und nahegehende Geschichte über wahre Freundschaften und weitere Dinge ist, die im Leben wirklich zählen! Und nach all den verbrauchten Taschentüchern im Laufe der teils grausamen Geschichte von Joey und seinen Weggefährten während des Kriegsgeschehens, tat das kitschigschöne Ende am Schluss meiner Seele einfach gut, sonst hätte ich bestimmt noch stundenlang weitergeheult.
Wer als Kind die Geschichte von "Black Beauty" mochte, wird sicherlich auch Gefallen an dieser Erzählung aus Pferdesicht finden.

Sonntag, 19. Februar 2012

[REZENSION] Back mich!: Die LECKER Backschule

Redakteur: Anette Leister

Titel: Back mich!: Die LECKER Backschule
Autor: -/-
Illustrator: Carola Flohr
Übersetzer: -/-
Verlag: Edel
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 153 Seiten



Lecker, das junge Koch- und Backmagazin, ist die "Tochter" der erfolgreichen Marke kochen & genießen. Die beliebte, trendige Zeitschrift versammelt Frauen und Männer zwischen 25 und 45 um Esstisch und Herd.


BACK MICH!: DIE LECKER BACKSCHULE

LECKER ist die "Tochter" der erfolgreichen Marke kochen & genießen.
Neben "Back mich" sind in der LECKER-Reihe bereits die Bücher "Lecker Kochschule", "ratzfatz gekocht! Die besten Rezepte unter 30 Minuten" und "Hausmannskost De Luxe" erschienen.
Auf die Lecker Backschule wurde ich zunächst durch das ungewöhnlich klingende Rezept des "Schokoladenkuchen mit Roter Bete" und das zuckersüße und mädchenhafte Design aufmerksam. Nach einem näheren Blick auf das Inhaltsverzeichnis war klar: dieses Backbuch muss ich haben!
Der Inhalt ist unterteilt in die Kapitel
* Backschule
* Backen wie Oma
* American Bakery
* Kuchen für Schokoholics
* Cool Cakes
Im Anhang sind die Rezepte außerdem in einem alphabetischen Register aufgeführt.
Auch wenn man bereits über eine umfangreiche Sammlung an Backbüchern verfügt, lohnt sich die Anschaffung der Lecker Backschule. Neben dem bereits erwähnten Schokoladenkuchen mit Roter Bete findet man hier auch ein Rezept für Schoko-Zucchini-Brownies mit Cashewkernen, und nachdem sich der Schokoladenkuchen mit Roter Bete als der beste Schokoladenkuchen aller Zeiten entpuppt hat, weiß ich, was im Sommer mit der Zucchinischwemme passiert: ein Teil dieses Kürbisgewächses darf sich auf ein Stelldichein mit Schokolade und Cashewkernen in dem in diesem Buch vorgestellten Browniesrezept freuen.
Aber auch für weniger experimentierfreudige Gaumen finden sich hier zahlreiche Genüsse: egal, ob Omas Donauwellen, amerikanischen Cheesecake-Cupcakes mit Shortbread, Erdbeer-Pudding-Schnitten für Freunde von Obstkuchen, Chocolate-Cheesecake für Schokoholiker oder im wahrsten Sinne coole Torten für die heißeste Zeit des Jahres, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Für Backanfänger erweist sich das Kapitel "Backschule" als äußerst hilfreich. Hier werden die Grundteige Rührteig, Biskuit, Mürbeteig und Hefeteig ausführlich in Text und Bild in Schritt-für-Schritt-Anleitungen und einem Grundrezept auf jeweils einer Doppelseite erklärt.
Trotz der bereits sehr ausführlichen Einführung in dieses Buch mit der Vorstellung der vier Grundteige, wird jedem Rezept eine komplette Doppelseite gewidmet:
Unter jedem Rezepttitel erklärt ein prägnanter Satz, woher der Ursprung des Rezeptes stammt, wie man ein Gebäck besonders schön dekorieren kann oder zu welchem Anlass man es am besten reicht.
Außer der Zubereitungszeit sind der Schwierigkeitsgrad jedes Rezeptes, die Kosten für die Zutaten, die Kalorien pro Portion und der Eiweiß-, Kohlenhydrate- und Fettanteil aufgeführt.
Über der Zutatenliste ist angebeben, wie viele Stücke oder Scheiben man aus einem Rezept erhält.
Die Herstellung wird Schritt für Schritt erklärt und häufig durch einen Zubereitungs- oder Aufbewahrungstrick ergänzt.
Auf jeder Seite ist neben der Seitenzahl auch der Name des Kapitels abgedruckt, so dass man auf einen Blick sehen kann, ob man gerade in Omas bewährten Rezepten oder Backerzeugnissen mit amerikanischem Einschlag schmökert.
Neben den großformatigen Fotos sind die wunderhübschen kleinen Illustrationen zu jedem Rezept mit einem altmodischen Flair eine extra Erwähnung wert, die das Buch nicht nur zu einer Fundgrube für leckere und ungewöhnliche Rezepte machen, sondern auch zu einem wahren Augensschmaus. Im gleichen Stil wie die Miniaturillustrationen bei den Rezepten sind auch die Kapiteleinleitungen, die Register und die Vorsatzseiten gestaltet.
Die Lecker Backschule sollte in keinem Haushalt fehlen: sowohl Backanfänger als auch fortgeschrittene Kuchenbäcker und Meisterbäcker werden hier mehr als ein neues Lieblingsrezept für sich entdecken!


[RUND UMS BUCH] Neu in KW7


Im Briefkasten

Die Legende der Wächter 5: Die Bewährung, Kathryn Lasky (GK)
Dragons Schwur: Eine House of Night Story, P.C. & Kristin Cast (RE)
Im Land des Voodoo-Mondes, Kathleen Weise (GK)
Kuss des Tigers, Colleen Houck (RE)
Tea Time für Genießer - Besondere Rezepte für kleine Köstlichkeiten (RE)

Dies und das

Wie man sieht: Teatime ist zur Zeit absolut in! Mit einem Teatime-Buch aus dem Thorbecke Verlag ist jetzt das dritte Themenbuch zu Teatime innerhalb kurzer Zeit in mein Regal eingezogen. Zum Glück ist in diesem Buch den Sandwiches und den Scones jeweils ein extra Kapitel gewidmet, denn so langsam habe ich mich persönlich an Kuchen sattgegessen. Wobei unser Bekanntenkreis davon profitiert, denn da wandern in letzter Zeit die Testobjekte zum Probieren hin ;)
Ansonsten wären die Neuzugänge diese Woche noch sehr viel überschaubarer gewesen, wenn nicht wieder unerwartete Rezensionsüberraschungspost im Briefkasten gelandet wäre und ich meinen angestauten Frust über die Arbeit nicht in einem Besuch der Remittendenbuchhandlung ausgelebt hätte - wobei in Relation Frust zu Käufen habe ich mich mit gerade mal zwei Büchern sehr zusammengerissen, und von der "Die Legende der Wächter"-Reihe habe ich immerhin schon den ersten Band gelesen ;D
Jetzt fliegt die Blogkatze aber wieder aus meinem Teepot und zum Heißgetränk gibt es gleich ein Stück Apfel-Marzipan-Kuchen bevor ich frisch gestärkt an den nächsten Schwung ausstehender Rezensionen gehe. Den Kuchen gibt es für euch immerhin zum Angucken, wenn ich meine Rezension zur Lecker-Backschule online stelle *ggg*

Donnerstag, 16. Februar 2012

[TTT] Top Ten Thursday #51


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Dinge, die ihr zum Lesen braucht

Eigentlich wollte ich diese Aufgabe mit Fotos lösen, aber wie erwartet kam ich diese Woche einfach nicht dazu :(

Zum Lesen brauche ich:

1. Katzen - Gerade wenn ich im Bett lese, habe ich gerne ein paar meiner Schmusetiger um mich, nur bitte nicht direkt auf dem aufgeschlagenen Buch vor meiner Nase ;)
2. Ruhe - Früher war ich relativ schmerzfrei, was Hintergrundgeräusche beim Lesen angeht, heute stört mich das leider mehr und mehr, was besonders ärgerlich ist, da ich ja fast ausschließlich im Zug zum Lesen komme :(
3. Konzentration - Wenn mich beispielsweise Sachen ärgern, dann kann ich mich nicht mal auf das spannenste Buch konzentrieren, deswegen rangiert bei mir Konzentration sogar noch vor Ruhe beim Lesen.
4. Trinken - Kein absolutes Muss, aber gerade beim Lesen in der Badewanne oder im Sommer auf der Gartenliege sehr nett.
5. Schokolade oder Chips - Siehe Punkt 4 ;)
6. Lesezeichen - Papierschnipsel etc. gerade beim Lesen unterwegs unverzichtbar.
7. SchMUSErolle - Entweder als Buchstütze oder Nackenrolle.
8. Taschentücher - Ich habe häufig Schnupfen und mag nicht wegen solcher Kleinigkeiten das Lesen unterbrechen, also habe ich häufig benötigte Dinge wie Taschentücher immer in Reichweite beim Lesen.
9. Zeit - Ich lese am liebsten längere Zeit am Stück, gerade, wenn mich ein Buch sehr fesselt. Wenn ich schon weiß, dass ich nur 5 Minuten Leerlauf habe, z.B. beim Umsteigen morgens von einer Bahn in die nächste, dann lasse ich mein Buch meistens in der Tasche stecken.
10. Gemütliches Plätzchen - Auch wenn ich in der Regel in der Bahn lese, geht doch nichts über ein gemütliches Leseplätzchen wie die Badewanne, eine Gartenliege oder das Bett mit vielen kuscheligen Kissen und Decken.
... Ein Buch :D

Das Thema für Donnerstag, den 23.02.2012 heißt:
Eure 10 liebsten Dystopie-Bücher