Mittwoch, 30. November 2011

[COOL-TOUR-KATZE] Julekuler: Weihnachtskugeln – eine Grundanleitung und 55 Strickmuster

Hohoho... Weihnachten steht vor der Tür und deshalb habe ich für euch ein weihnachtliches Strickbuch getestet:


"Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln" war mir dank des weihnachtlich bestrickten Verlagstands von Frech und den schaustrickenden Designern Arne und Carlos bereits auf der Buchmesse ins Auge gesprungen.

Monika Trapp von der Buchhandlung in der Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg war von dem Schaustricken auf der Buchmesse wohl ähnlich fasziniert wie ich und da die beiden Designer mittlerweile in Norwegen eingeschneit sind, beauftragte sie kurzer Hand eine Bekannte damit, sich in die Kunst des Julekuler-Strickens einzuarbeiten, um das Wissen am heutigen Nachmittag an andere Strick- und Weihnachtsbegeisterte weiterzugeben.

Mit dabei waren Wolle, ein Nadelspiel, Geduld und gute Laune. Monika Trapp hatte für alle der 30 anwesenden Strickerinnen die Grundanleitung der Julekuler kopiert und Elfriede Friese untermauerte die wirklich gut erklärte Anleitung noch mit Worten und einer kurzen Einweisung. Schon bald klapperten alle Nadeln und nach einem etwas kniffligen Einstieg ließen sich die Julekuler nach einigen Runden schon recht routiniert stricken. Obwohl ich seit Jahren kein Nadelspiel mehr in den Händen hatte und wiiirklich seeehr laaangsam stricke, habe ich die Kugel am heutigen Nachmittag immerhin zu zwei Dritteln fertiggestellt und damit einen Anreiz wieder häufiger zum Nadelspiel zu greifen. Kleine Strickprojekte, die innerhalb eines Tages fertiggestellt werden können, liegen mir einfach mehr als ein Pullover oder eine Jacke (die bei mir garantiert irgendwann halbfertig und vergessen in einer Ecke landen würde...) ;)

Für Anfänger bietet sich zum Üben eine einfarbige Kugel an, die nach Fertigstellung aber noch mit Knöpfen, selbstklebenden Schmucksteinen oder Pailletten verziert werden kann, der eigenen Kreativität sind beim Julekuler-Stricken keine Grenzen gesetzt!

Für Fortgeschrittene und Vielstricker bietet das Buch 55 Strickmuster, auf der letzten Seite befindet sich eine Blanko-Grundanleitung zum Kopieren, auf der man eigene Muster entwerfen kann.


Neben Tipps und Tricks hatte Elfriede Friese auch einige nachgearbeitete Kugeln als Anschauungsmaterial mitgebracht. Links einfarbig nach Grundmuster mit aufgeklebten Schmucksteinen, rechts ein Muster aus dem Julekuler-Buch von Arne & Carlos.

Je nach verwendeter Nadel- und Garnstärke variieren die Kugeln in der Größe. Prinzipiell können alle Garne verstrickt werden, auch mit Effekt- und Flauschgarnen kann man tolle Weihnachtskugeln zaubern. Bei Verwendung von Verlaufsgarnen erhält man ohne zusätzlichen Aufwand ein schönes Farbmuster.


Nachdem die Nadeln warmgeglüht waren, hat Monika Trapp den Stricknachmittag noch mit einer kurzen Lesung aus dem Buch begleitet, das neben den Anleitungen (außer den Mustern enthält das Buch auch alle Grundlagen wie Maschen aufnehmen, zunehmen und abnehmen usw.) auch die Entstehungsgeschichte der gestrickten Julekuler enthält. Und weil das Julekuler-Stricken so viel Spaß gemacht hat, habe nicht nur ich die Buchhandlung mit dem Buch von Arne und Carlos verlassen, hohoho... ;)

Montag, 28. November 2011

[REZENSION] Perplies, Bernd - Magierdämmerung 3: In den Abgrund

Bernd Perplies
Magierdämmerung 3: In den Abgrund
Verlag: Lyx
504 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3802582667
ISBN-13: 978-3802582660

Inhalt:
Der Kampf um die Wahre Quelle der Magie steuert seinem Ende entgegen, doch bis dahin ist es ein weiter Weg...
Jupiter Holmes und Randolph Brown legen an Bord der Gladius Dei den Weg zur Quelle zurück, um dort das Siegel von Atlantis wieder zu schließen, und auch Jonathan Kentham und Kendra wollen dem Usurpator Wellington das Handwerk legen und landen auf dem Weg zur Quelle an Bord des berühmtberüchtigten Fliegenden Holländers. Doch neben den bekannten Charakteren aus den ersten beiden Teilen der Trilogie sind nun einige Mitstreiter mehr mit von der Partie im Kampf gegen Wellington: im fernen Kalifornien tritt Paiute-Seher Wovoka auf den Plan und in England gerät das Königshaus höchstpersönlich zwischen die Fronten der verfeindeten Magier. Die Urenkelin Queen Victorias entpuppt sich als magiebegabte Person und lässt sich mit keinen Mitteln davon abhalten ebenfalls in den Kampf gegen Wellington zu ziehen. So verspinnen sich im Laufe der Handlung die Wege der Gegner Wellingtons genauso wie die Fäden der Magie...

Eigene Meinung:
Der Weg war lang und beschwerlich, der Kampf dagegen ausgesprochen kurz! So würde mein Resümee ausfallen, wenn ich diesen abschließenden Band der Magierdämmerung-Trilogie in einem Satz zusammenfassen müsste. Ich habe mich sehr auf ein Wiederlesen mit den liebgewonnenen Figuren von Holmes, Brown, Jonathan und Kendra gefreut: mit den ersten beiden hatte ich in den Vorgängerbänden viele vergnügliche Momente erlebt, während sich zwischen Jonathan und Kendra eine zarte Romanze entwickelt hatte, über die ich gerne mehr gelesen hätte. Leider treten die zwischenmenschlichen Beziehungen auf Grund der Menge von Handlungssträngen und neu eingeführten Charakteren im dritten Band der Reihe jedoch sehr in den Hintergrund. Dass im Angesicht einer nahenden Katastrophe nicht überall Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, witzige Situationen eher rar gesät sind und die Liebe zwischen Jonathan und Kendra hintenan stehen muss, war mir schon klar, aber auch - oder gerade - in Momenten von Gefahr sollten dann eben andere tiefergehende Gefühle anstelle von Witz und Liebe treten, doch leider blieben die Figuren in "In den Abgrund" dahingehend hinter meinen Erwartungen zurück. Nicht einmal atemberaubende Spannung konnte dieses Manko gänzlich wettmachen, denn zulange blieb bei den neueingeführten Charakteren wie Wovoka und Feodora unklar, wie und wo sie in die Kernhandlung eingreifen würden. Bei den Handlungssträngen mit Holmes und Brown auf der Gladius Dei beziehungsweise mit Jonathan und Kendra an Bord des Fliegenden Holländers kam annähernd das Lesevergnügen und die Spannung auf, die ich bei den beiden Vorgängerbänden empfunden hatte, aber bei den Wechseln zu den anderen Handlungsebenen verpuffte dieses Gefühl und diese Kapitel zogen sich für mich zäh in die Länge. Im Vergleich zu dem langen Weg der einzelnen Gruppen zur Quelle wird der Kampf an eben dieser vergleichsweise kurz abgehandelt. Die Entwicklung am Schluss und die Auflösung hat mir zwar einerseits sehr gut gefallen, aber irgendwie fragte ich mich, ob das jetzt wirklich alles gewesen sein sollte nach den ganzen Strapazen und unzähligen Magiern und Nebenfiguren, die in die Handlung involviert und zum Teil noch im dritten Band eingeführt wurden. Richtig superfies und supergut - wie es einem wahnsinnigen Bösewicht gebührt - fand ich allerdings das Ende, dass der Autor für Wellington bereithält... Diese Ideen und Glanzlichter sind das Salz in der Ideensuppe von Bernd Perplies Romanen, die diese zu etwas Besonderem machen und der Grund, warum "In den Abgrund" trotz der angeführten Kritikpunkte immer noch ein sehr lesenswerter Roman für mich war. Und wer jetzt wissen will, was mit Wellington passiert, muss den langen Weg zur Wahren Quelle der Magie wohl oder übel auch bestreiten ;)

Aufmachung des Buches:
Wie bereits bei den beiden Vorgängerbänden wird die Geschichte durch die Europakarte in der vorderen, dem Stadtplan von London in der hinteren Umschlagklappe und einem dreiseitigen "Dramatis Personae" ergänzt, in dem die wichtigsten Charaktere mit Namen und Funktion aufgeführt sind. Das Cover des zweiten Bandes ziert das Kriegsschiff USS Brooklyn (Wikipedia: Die USS Brooklyn war ein Panzerkreuzer der United States Navy. Das Schiff wurde nach dem New Yorker Stadtteil Brooklyn benannt und war das zweite Schiff in der amerikanischen Marine, welches auf diesen Namen getauft wurde. Der Kreuzer, dessen Bau am 19. Juli 1892 bewilligt worden war, wurde am 2. August 1893 auf der Werft der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) auf Kiel gelegt und lief am 2. Oktober 1895 von Stapel. Die USS Brooklyn war ein Einzelschiff und zugleich der zweite Panzerkreuzer überhaupt, welchen die United States Navy in Bau gab. Die Indienststellung erfolgte am 1. Dezember 1896.). Das Medaillon im Vordergrund ist nun im Gegensatz zu den ersten beiden Covern komplett zu sehen.

Fazit:
Leider kam mir im abschließenden Band das Zwischenmenschliche zwischen den liebgewonnenen Charakteren zu kurz. Obwohl die Handlung auf Spannung ausgelegt war, verpuffte sie teilweise auf Grund der auf mehreren Ebenen laufenden Handlung. Auch wenn der dritte und letzte Band für mich leider der schwächste der Trilogie war, ist "Magierdämmerung" dennoch eine lesenswerte Steampunkreihe mit interessanten Ideen, einer neuartigen Form von Magie und facettenreichen Charakteren, die ich gerne weiterempfehle!

Reihen-Info:
In den Abgrund

[REZENSION] Atkinson, Juliette und John - Ich, der Weihnachtsmann

Juliette und John Atkinson
Ich, der Weihnachtsmann
Verlag: Minedition
98 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3865661440
ISBN-13: 978-3865661449
empfohlenes Lesealter: 3-6 Jahre

Weihnachten ist verboten! Humbug?

Tatsächlich war Weihnachten nicht nur einmal verboten: 1647 wurde Weihnachten in England unter Oliver Cromwell und seinen Puritanern verboten. Minztörtchen, Weihnachtsmahl, Weihnachtslieder, ALLES! Die Pilgerväter in Amerika waren allerdings noch rigoroser als Cromwell: in Boston war Weihnachten zwischen 1659 und 1681 verboten, jedem, der das Gesetz brach, wurde eine Geldstrafe von 5 Shilling auferlegt. Die Russische Orthodoxe Kirche durfte Weihnachten gleich 75 Jahre nicht feiern - ein trauriger Rekord!

Diese und viele andere Anekdoten, Geschichte, Wissenswertes und Geschichtliches rund um Weihnachten erzählt der Weihnachtsmann höchstpersönlich in seinem Buch "Ich, der Weihnachtsmann".

Das Buch mutet bereits von außen wie ein wunderschönes Geschenk an: mit rotem Leinenrücken und von einer roten Schleife zusammengehalten, kommt das Öffnen des Buches dem Auspacken eines Überraschungspäckchens gleich.

Neben vielen Erzählungen, Geschichten und Gedichten gibt es auch unzählige farbige Illustrationen und andere Schätze zu entdecken. Für kleine und große Bilderbuchliebhaber bilden sicherlich die 3D-Schleife und 3D-Schneeflocke Highlights, ebenso wie die Sixpence Münze, die auf der Doppelseite über die Geschichte und Entstehung des Weihnachtspudding eingeklebt ist, die außerdem das original Familienrezept des Puddings von der Weihnachtsfrau enthält. Neben Weihnachtspudding befinden sich in diesem Buch auch noch die Rezepte für Lebkuchen und Taffy (Sahnebonbons), die alle in das Buch eingeklebt sind, und zum Nachbacken problemlos dem Buch entnommen - und auch wieder eingeklebt - werden können. Die Seiten über weihnachtliche Rezepte und Gewürze werden von Geschichten über die Entdeckung der Weihnachtsinsel und Berichten über die Fahrten von Marco Polo begleitet, denn ohne deren Reisen würden wir heute vielleicht gar nicht alle Gewürze von Zimt über Ingwer bis hin zu Anis kennen, die wir Jahr für Jahr in unzähligen Plätzchensorten verarbeiten. Die Gewürze sind außerdem mit Bild und Erklärung in dem Buch zu finden.

Ein umfassendes Werk über den Weihnachtsmann und das Weihnachtsfest, das viele Überraschungen für große und kleine Leser bereithält, nicht nur in Textform, sondern auch in Form von eingeklebten Briefen, Rezepten, Fotos und weiteren weihnachtlichen Gimmicks. Neben informativen Beiträgen über die Entstehung und Herkunft weihnachtlicher Traditionen, findet man in dem Buch auch lustige Beiträge wie einen Bericht über den Sommerurlaub des Weihnachtsmanns oder ein Strafmandat wegen zu schnell Fliegens des Rentierschlittens oder Klassiker wie den Brief der kleinen Virginia O'Hanlon an die Zeitung "The Sun" und das Gedicht "Die Nacht vor Weihnachten" von Clement Clarke Moore.

Ein Schatz sowohl inhaltlich als auch von der Aufmachung, der sicherlich für viele leuchtende Augen unter dem Weihnachtsbaum sorgen wird. Der größte Weihnachtsbaum der Welt steht übrigens vor dem Rockefeller Center in New York mit 19,5 Meter Höhe und 30.000 Lichtern. Gubbio in Italien beansprucht den Titel für den weltgrößten Weihnachtsbaum allerdings auch: sie beleuchten einen Berg so, dass er die Form eines Christbaums hat, 400m hoch und 400m ausladend.

Sonntag, 27. November 2011

[REZENSION] Brook, Meljean - Die eiserne See 1: Wilde Sehnsucht

Meljean Brook
Die eiserne See 1: Wilde Sehnsucht
Verlag: Lyx
480 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3802586069
ISBN-13: 978-3802586064

Inhalt:
Bis vor einigen Jahren war England von der Horde (= Mongolen) besetzt und kontrolliert. Die Horde infizierte die Engländer über verseuchten Zucker und Tee mit miskroskopischen Apparaten, die einerseits zwar zur Regeneration und Heilung des Körpers dienen, andererseits aber eine Kontrolle durch die Horde ermöglichen.
Vor neun Jahren wurde England durch den Piraten Rhys Trahaearn befreit und in Folge der Befreiung sind viele Bounder zurück in ihr Heimatland zurückgekehrt, deren Vorväter vor zweihundert Jahren vor der Herrschaft der Mongolen in die Neue Welt geflohen sind. Die befreiten Englänger sind unter dem Namen Bugger bekannt, infizierte Menschen, die mit Millionen der miskroskopischen Apparate (= Naniten) im Körper leben. Obwohl sich etliche Bounder auf Grund der verpesteten Luft in den englischen Großstädten ebenfalls mit Naniten infizieren ließen, besteht weiterhin eine gesellschaftliche Gruft zwischen den beiden Gruppen.
Als eines Tages vor dem Anwesen Rhys Trahaearns - mittlerweile als der Eiserne Herzog bekannt - von einem Luftschiff eine Leiche abgeworfen wird, nimmt Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf und tut sich entgegen ihrer inneren Überzeugung mit Rhys zusammen, um eine grausame Verschwörung gegen England zu verhindern. Rhys begehrt Mina von Beginn an, doch Mina sträubt sich gegen eine Verbindung mit dem Eisernen Herzog...

Eigene Meinung:
Auch wenn der Untertitel "Wilde Sehnsucht" und der innere Klappentext des Romans auf einen erotisch angehauchten Handlungsstrang schließen lassen, so versprachen die beiden Klappentexte dennoch einen spannenden Kriminalroman angesiedelt im Steampunkgenre. Leider wurde meine Erwartungserhaltung bitter enttäuscht.
Zum einen wirft Meljean Brook ihre Leser ziemlich unvorbereitet in die Handlung herein. Da ich den Roman als Leseexemplar erhalten habe, lag mir zwar ein separates Glossar mit den wichtigsten Begriffen aus dem Roman vor, aber da ich davon ausgegangen bin, dass dieses Glossar nicht nur dem Leseexemplar, sondern auch der Buchhandelsausgabe fehlt, habe ich das Glossar erstmal bewusst NICHT gelesen, doch ohne die Erklärung der speziellen Begriffe fühlt man sich über die ersten Kapitel ziemlich verloren in der Geschichte. Nichtsdestrotrotz hätte "Wilde Sehnsucht" ein guter und spannender Steampunkroman sein können, denn Meljean Brooks hat einige wirklich gute Ideen entwickelt, wenn sich die Handlung nicht irgendwann immer weiter von dem kriminalistischen Handlungsstrang entfernt und sich als Erotikroman entpuppt hätte. Dieser Roman hat sicher einen Unterhaltungswert für Liebhaber dieses Genres, aber als begeisterter Leser von Steampunkromanen war er für mich eine maßlose Enttäuschung! Ich persönlich habe in diesem Buch auch keine Liebesgeschichte entdecken können, sondern nur eine sexuelle Abhängigkeit zwischen zwei Personen, von denen mir eine dermaßen unsympathisch war, dass ich allein deswegen das Buch am liebsten abgebrochen hätte. Da das Vokabular in diesem Buch nicht gerade zimperlich gebraucht wird - genaugenommen kommt der Name Rhys fast zwangsläufig mit dem Verb vögeln vor - sage ich klipp und klar: Rhys Trahaearn hat direkt zu Beginn bei mir verschissen, als Mina Wentworth ihn während der Ermittlungen verhört, und er nur daran denkt, wie er sie zum F... ins Bett bekommt. Sorry, aber das ging gar nicht! Ich fand die Verbindung zwischen den beiden frauenfeindlich und erniedrigend, die erste Bettszene grenzt an eine Vergewaltigung und wer diesen Typen im Laufe der Geschichte noch nicht gefressen hat, sollte wenigstens am Ende gegen der Geschichte die Schnauze voll von ihm haben, wenn er sein Sexbedürfnis beinahe über das Leben von Mina stellt.

Aufmachung des Buches:
Wenn schon keine Freigabe ab 18 Jahren, sollte zumindest deutlicher mit Hilfe des Klappentextes und des Covers darauf hingewiesen werden, worum es in dem Buch hauptsächlich geht, und damit meine ich weder Steampunk noch Kriminalroman...

Fazit:
Wer einen Erotikroman mit einer sexuell handfesten Handlung angesiedelt im Steampunkgenre sucht und sich nicht von einem unsympathischen Protagonisten abschrecken lässt, kann hier gerne zugreifen. Wer jedoch romantische Liebesgeschichten und/oder spannende Steampunkromane bevorzugt, sollte meiner Meinung nach die Finger davon lassen!
Immerhin kann der erste Teil der eisernen See Reihe als eigenständiger Roman gelesen werden. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und im zweiten Band spielen zwei Nebencharaktere aus "Wilde Sehnsucht" die Hauptrolle.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW47


Diese Woche war Gekauftes in meinem Briefkasten:

Coffee & Cake: Rezepte aus den besten Coffeeshops der Welt, Hermann Rottmann / Walter Cimbal / Sibylle Schwarz (GK)
Die gewöhnliche Prinzessin, M. M. Kaye (GK)
Fondue & Feuertopf: 100 Rezepte für alle Jahreszeiten, Arlette Sirot (GK)
Keturah - Gefährtin des Todes, Martine Leavitt (GK)
Tochter des Schattens, Robin McKinley (GK)
Weiß wie Schnee. Rot wie Blut. Grün vor Neid., Hörbuch, Gabriella Engelmann, gelesen von Cosma Shiva Hagen (GK)

... und wer war Schuld? Genau... der Märchen-Tag und Winterkatze! Aber sowas von! Hinter den zwei kulinarischen Neuerwerbungen war ich schon sehr lange her, von daher plagt mich da kein schlechtes Gewissen bei zwei Superschnäppchenangeboten zugeschlagen zu haben und "Fondue & Feuertopf " bietet leckere Varianten, die Potential zeigen unseren Fondue-Dauerbrenner vom Silvester-Thron zu stoßen...

Samstag, 26. November 2011

[CHALLENGE] Die Buchliebhaber-Challenge - Das zweite Meme: Lieblings-Leseecke



1. Fotoaufgabe: Zeigt uns eure Lieblings-Leseecke!
Sei es der persönliche Lesesessel, eure Bücherecke, Buchhandlung oder Lieblingsbibliothek – wo lest ihr am liebsten?

2. Und was darf beim Lesen nicht fehlen?
Ohne eine gute Tasse Tee ist jedes Buch nur halb so schön, ihr füllt seitenweise Notizhefte mit Buch-Zitaten oder habt seit jeher ein ganz besonderes Lesezeichen? Ganz egal was es ist – lasst uns an euren persönlichen Lesegewohnheiten teilhaben.

Am liebsten lese ich im Liegen, sei es im Sommer auf einer Liege, im Herbst und Winter im Bett oder manchmal auch in der Badewanne. Am meisten lese ich allerdings auf Zugfahrten, aus dem naheliegenden Grund, weil ich auf dem Weg zur und von der Arbeit sehr viele Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringe.


Auf der Liege und im Badezimmer richte ich mir zum Lesen immer einen kleinen Tisch mit etwas zu Trinken, Knabber- und Süßkram, Taschentüchern, eben allem möglichen Kram, den ich während dem Lesen brauchen oder auf den ich Lust bekommen könnte, damit ich mein bequemes Plätzchen nicht so oft verlassen muss ;) Im Bett habe ich in greifbarer Nähe Taschentücher, Trinken und Essen eher selten, aber wie man auf dem Foto sieht jede Menge Katzen. Dass finde ich sehr kuschelig, solange keine von ihnen auf die Idee kommt sich während ich lese zwischen meine Nase und das Buch auf meinen Brustkorb zu quetschen ;) Außerdem liegen im Bett jede Menge Kissen und meine SchMuserolle, die ich entweder als Nackenrolle unter den Kopf klemme oder als Lesehilfe nutze. Auf Bahnfahrten reicht mir notgedrungen mein Buch, da es im Berufsverkehr in der Bahn meistens überfüllt und unbequem ist, da bin ich schon froh, wenn ich meinen Sitzplatz habe, denn im Stehen lesen geht bei mir gar nicht :( Ach ja: obwohl ich eine umfangreiche Lesezeichensammlung besitze, habe ich beim Lesen meistens keines zur Hand und ich benutze notgedrungen einen Fitzel Tempo oder einen Schnippel Papier zum Markieren der zuletzt gelesenen Seite :D

Donnerstag, 24. November 2011

[MEINE WELT] Dies und das #8

Heute waren wir auf dem ersten Weihnachtsmarkt in diesem Jahr in einem Einkaufszentrum in Frankfurt. Dort konnte meine Tochter zigmal Karussell fahren, ohne dass wir am Nachmittag finanziell ruiniert waren (in der Stadt, z.B. Mainz, sind die Fahrten 2-3x so teuer, schluck...) und zwischen den Karussellfahrten haben wir noch ein paar Einkäufe erledigt.


Allzu spät sind wir dann aber nicht zurück, obwohl meine Tochter noch Stuuunden weiter ihre Runden hätte drehen können, aber Mamakatze Taxi wird morgen kastriert und deshalb mussten wir pünktlich zurück sein zum Katzenabendbrot, weil sie ab 18 Uhr nichts mehr essen durfte. Bis jetzt ist zwar noch nie einer meiner Katzen etwas bei einer OP passiert - toitoitoi! - aber ich bin froh, wenn der Eingriff morgen hinter ihr liegt, seufz...

Heute Abend führe ich mir nochmal "Die kreative Manufaktur - Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken" intensiv zu Gemüte zwecks Ideen für selbstgemachte Weihnachtsgeschenke und weil ich es noch während der Adventszeit rezensieren möchte. Deswegen verschwinde ich jetzt mit besagtem Buch und "Rico und Oskar" im Bett, morgen geht's erst ins Kino und dann auch wieder ans Rezensieren... Aber die letzten beiden Wochen hatte ich dafür einfach keinen Kopf - ausgenommen Bilderbücher und Kochbücher - aus diversen Gründen u.a. weil noch eine 1-Sterne-Rezension aussteht und ich wirklich sehr, sehr, sehr ungerne negative Rezensionen verfasse. Wahrscheinlich bin ich da einfach außer Übung, weil ich selten einen totalen Griff ins Klo habe ;D Sooo, und jetzt hab ich ein Date mit zwei Jungs... ;)

[TTT] Top Ten Thursday #41


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher aus eurem Regal, die euch eine Gänsehaut verursacht haben
(Thema gestellt von: Bookaholic)

Ich weiß, dass ich dieses Thema auch auf anderweitig berührende Bücher hätte ausweiten können, aber Schmonzetten - egal wie berührend sie sind - verbinde ich einfach nicht mit Gänsehaut. Gänsehaut assoziiere ich mit Grusel oder Ekel, und da ich die letzten Jahre nicht viel gruseliges und/oder ekliges gelesen habe (oder ich mich einfach nicht mehr so leicht beim Lesen grusele), belasse ich es bei ein paar wenigen Büchern, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind und da ich während meiner Grusellesephase vor zig Jahren hauptsächlich Stephen King gelesen habe, gibt's heute eben mal nur King:

* Sie
* Es
* Die Leiche (Novelle aus "Frühling, Sommer, Herbst und Tod)

... und jetzt verabschiede ich mich für heute zum ersten Weihnachtsmarkt der Saison und stimme mich auf das Thema der nächsten Woche ein:

Das Thema für Donnerstag, den 01.12.2011 heißt:
10 Bücher für die Weihnachtszeit

Nächsten Donnerstag bekomme ich die Liste bestimmt problemlos gefüllt, neben Romanen fallen mir dazu spontan schon Bilderbücher und Backbücher und und und... ein :)

Dienstag, 22. November 2011

[STÖCKCHEN] Der große Märchen TAG

Auf Winterkatzes Blog habe ich das Märchen-Stöckchen eingesammelt.

1. Welches ist dein Lieblingsmärchen und wieso?
"Die Schöne und das Biest", "Der glückliche Prinz" und "Die Schneekönigin", alle drei fallen mir spontan als Kindheitserinnerungen ein. "Die Schöne und das Biest" mag ich eigentlich egal in welcher Form, "Der glückliche Prinz" verbinde ich in erster Linie mit einem meiner ersten Märchenbücher und "Die Schneekönigin" habe ich unzählige Male als Zeichentrickfilm geguckt.

2. Vor welchem Märchen hast du dich am meisten gefürchtet?
Ich glaube, wenn, dann habe ich mich eher vor einzelnen Figuren gefürchtet, wie beispielsweise der bösen Königin aus Schneewittchen oder der Hexe aus Hänsel und Gretel. Die Schneekönigin ist natürlich auch sehr furchterregend, aber irgendwie mochte ich Märchen ja auch gerade WEGEN dem Grusel... ;D

3. Welche Märchenfigur wärst du gerne?
Ich wäre gerne der gestiefelte Kater, weil er viel Selbstvertrauen hat und überzeugend ist. Er könnte wahrscheinlich Eskimos Kühlschränke verkaufen, wie man sprichwörtlich sagt, und sowohl Überzeugungskraft als auch Selbstvertrauen könnte ich mehr gebrauchen!

4. Welchen Märchengegenstand würdest du gerne besitzen?
Ich will den Goldesel - warum wohl ;) Ohne Geldsorgen wäre mein (Berufs-)Leben um einiges einfacher.

5. Wenn du verzaubert würdest, welches Tier wärst du?
Wenn schon, dann wäre ich am liebsten Fabeltier und zwar ein Drache. Drachen sind mächtig, nahezu unbesiegbar und können fliegen. Ich finde, dass hört sich zumindest sehr verlockend an, um es mal auszuprobieren... Ich hoffe nur, ich würde nicht in so eine Giftspritze wie Frau Mahlzahn verwandelt ;) Aber selbst die verwandelt sich im Laufe ihrer Geschichte ja noch in einen Goldenen Drachen der Weisheit, und Weisheit ist ja ebenfalls eine wünschenswerte Eigenschaft.

6. Welcher Märchenfilm gefällt dir am besten?
Von den Klassikern "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" und "Wie man Dornröschen wachküsst". Außerdem habe ich immer "Märchen der Welt - Puppenspiel der kleinen Bühne" im Fernsehen geguckt. "Die wilden Schwäne" als Zeichentrickadaption (gerade nach Jaaahren auf DVD erschienen, na super... wieder ein Artikel mehr auf meiner DVD-Wunschliste), die ich gerne mochte und "Der Salzprinz" kenne ich auch noch. Naja... da es bei uns Zuhause sehr seeehr seeeeehr lange nur drei Fernsehprogramme gab, kenne ich wahrscheinlich einen Großteil der 70er und 80er Jahre Märchenadaptionen aus Film und Fernsehen ;) Oh... oh... und beinahe hätte ich einen meiner größten Schätze im DVD-Regal unterschlagen: Jim Henson's Beste Geschichten!!! Ich liebe diese Mini-Serie.

7. Magst du Märchenparodien?
Ja, wobei mir dazu in erster Linie Filme einfallen: "Verwünscht", "Shrek 1-4", "Ella, verflixt und zauberhaft" (die Buchvorlage subbt bei mir noch ungelesen) und die Serie "Die Märchenbraut".

8. Magst du moderne oder neuerzählte Märchen?
Ja, eines meiner Lieblingsbücher ist "Die Schöne und das Ungeheuer" von Robin McKinley oder "Geistermond über dem Wolfswald" von Mary Stewart. Außerdem subbt hier noch so einiges: von Gabriella Engelmann gleich drei Stück, außerdem "Beastly" von Alex Flinn und "Ella, verzaubert" von Gail Carson Levine.

9. Glaubst du an Märchenprinzen und für welchen würdest du dich entscheiden?
Nö. Damit fällt die Entscheidung wohl flach.

10. Muss für dich ein Märchen mit ‘Es war einmal’ anfangen?
Nö. Aber ich habe natürlich nichts dagegen, wenn es damit anfängt. Was ich richtig toll finde sind spezielle "Märchenwörter" wie Bricklebrit oder Mutabor, die sind mir viel wichtiger als "Es war einmal...".

11. Woher kennst du Märchen? Kassetten? Bücher? Hat man dir vorgelesen?
Ich weiß, dass ich früher vorgelesen bekommen habe, aber ich weiß nicht, ob das Märchen waren. Ich erinnere mich aber noch an einige zerkratze Europa-Märchenschallplatten, die ich unzählige Male gehört habe, u.a. hatte ich auf Schallplatte Hänsel und Gretel, Allerleirauh, Pechvogel und Glückskind, Das Lumpengesindel...

12. Greifst du auch heute noch zu Märchenbüchern?
Ich habe ein eigenes Regalbrett für Märchenbücher. Ganz besonders liebe ich die kleinen Märchenbücher von Beltz, die in den 90ern von Helga Gebert herausgegeben wurden.

13. Würdest du deinen Kindern Märchen vorlesen?
Na klar, momentan bevorzugt meine Tochter allerdings noch Märchenfilme.

14. Hältst du Märchen für wichtig?
Für mich persönlich schon. Allerdings denke ich, dass man die Werte - die durch Märchen vermittelt werden können - Kindern auch anders vermitteln kann. Daher halte ich Märchen nicht für absolut unverzichtbar. Gehört haben sollte man aber schon davon. Zumindest das deutsche Märchengut sollte jedem ein Begriff sein.

15. Warst du schon in einem Märchenpark?
Früher waren wir öfter im Märchenhain in Niederheimbach. Und zumindest in meiner Kindheit gab es im Holiday Park und im Taunus Wunderland solche Märchenhäuschen, die auf Knopfdruck eine Kurzversion der Geschichte erzählten.

16. Magst du die Disney-Märchen?
Manche ja, manche nein. Ich mag die meisten der klassischen "Mädchen"-Märchen nicht so gerne, aber ich mag z.B. "Arielle" oder "Die Schöne und das Biest" und viele andere Adaptionen, die ich aber nicht zu Märchen zähle.

17. Welches Märchenelement ist dir bei einem Märchen sehr wichtig (Rache/Wahre Liebe/Gerechtigkeit)?
Naja... als Kind fand ich das schon mehr als gerecht, wenn sich die böse Schwiegermutter auf glühenden Kohlen zu Tode tanzen musste oder den Stiefschwestern die Augen ausgehackt wurden, höhöhö... Aber so rückblickend kann ich trotzdem nicht behaupten, dass mir ein spezielles Märchenelement wichtiger gewesen wäre als andere. Heute würde ich sagen, ich finde es wichtig, dass man immer sich selbst und seinen Liebsten treu bleibt (wobei Treue in Märchen nicht selten mit dem Leben bezahlt werden muss, schnief). Und meistens müssen die Frauen die Sch... - öhm - den Schaden ausbügeln, den die Männer angerichtet haben, beispielsweise bei "Die sieben Raben" oder "Brüderchen und Schwesterchen". Die Männer könnten doch wirklich mal besser hören, oder? Notiz: Für meinen Mann die Märchenbücher rauskramen...

18. Welches Märchen würdest du gerne von Disney verfilmt sehen?
Oh, gibt's da noch unverfilmte? ;)

19. Welches Märchen magst du nicht?
In Textform fällt mir spontan keins ein, aber an Verfilmungen mag ich nicht so gerne die klassischen "Mädchen"-Märchen aus der Disney-Schmiede.

20. Mit welchem Märchen verbindest du die schönsten Erinnerungen?
Seufz... da muss ich total viele aus den Vorgängerfragen aufzählen, weil es Kindheitserinnerungen sind: Der glückliche Prinz (aus "Die schönsten Märchen aus aller Welt" erschienen 1980 bei Bertelsmann), Allerleirauh (von der zerkratzen Europa-Schallplatte), Die Schöne und das Ungeheuer (das anscheinend nur von mir aus der Bücherei ausgeliehen wurde, zumindest stand sonst keiner auf der Karte), Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (alle Jahre wieder...) und Die Schneekönigin, ebenfalls aus dem Fernsehen.

21. Dein Lieblingsmärchenautor?
Oscar Wilde, Wilhelm Hauff und Hans Christian Andersen.

Das Stöckchen kann von jedem, der hier vorbeikommt, eingesammelt werden - ich freue mich auf viele weitere Beiträge und entdecke dann vielleicht noch ein paar Beiträge zu den Fragen, die ich spontan nicht beantworten konnte ;) Ich grübele derweil über ein ungeliebtes Märchen weiter...

Sonntag, 20. November 2011

[FUNDSTÜCK] Krippe für Puristen

Die etwas andere Krippe. Gefunden bei Kohlibri Buch- und Medienversand.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW46


Diese Woche war zu Rezensierendes, Gekauftes und Getauschtes in meinem Briefkasten:

Dustlands 1: Die Entführung, Moira Young (RE)
Hinter verzauberten Fenstern, Hörbuch, Cornelia Funke, gelesen von Ellen Schulz (GK)
Kreative Manufaktur - Geschenke aus der Küche: Kulinarisches lecker verpackt (GK)
Kreative Manufaktur - Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken (GK)
Let's bake!: Das Beste aus britischen Backstuben, Tamara Hänggli (RE)
Rico und Oskar und die Tieferschatten, Band 1, Hörbuch, Andreas Steinhöfel (GT)
Rico und Oskar und das Herzgebreche, Band 2, Hörbuch, Andreas Steinhöfel (GT)
Rico und Oskar und der Diebstahlstein, Band 3, Hörbuch, Andreas Steinhöfel (GT)
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, Hörbuch, Arnhild Kantelhardt, gelesen von Barbara Nüsse / Bernd Stephan (GK)

Ächz... wieder viel zu viel. Aber die Rico und Oskar Hörbücher waren ja ein absolutes Must Have nach der genialen Lesung von Andreas Steinhöfel und dank eines Poststudien-Portals haben sie mich auch nichts gekostet, nicht mal Zeit, denn die Poststudien macht mein Mann ;P Die anderen beiden Hörbüchern konnte ich auf einem Stadtbummel nicht bei jokers liegen lassen und die beiden Bücher der kreativen Manufaktur durften hier einziehen, weil ich bei der letzten 10%-Aktion endlich The Book Depository ausprobiert habe ;) Und "Let's bake" wollte ich haben, weil das Buch so gut zu meinem neuen Tisch passt *ggg* Nein, ich war einfach neugierig was die britischen Backstuben noch so zu bieten haben, nachdem ich von "Teatime" so begeistert war ;)

Freitag, 18. November 2011

[KREATIVES] Tischlein deck dich!

Zur Zeit leide ich unter einer ausgewachsenen Kreativflaute, aber aus der Not geboren habe ich ein neues Hobby ausprobiert, für das man je nach Einsatzgebiet nicht mal sonderlich künstlerisch begabt sein, dafür aber Ausdauer zeigen muss.

Letzte Woche haben wir unseren alten Couchtisch aus dem Wohnzimmer geschmissen und der neue Tisch blieb genau eine Nacht im Neuzustand, bevor ihn ein hässlicher Kratzer schmückte :/

Deshalb habe ich mir im Internet Decopatch-Zubehör bestellt, um aus der verkratzten Massenware ein "neues" Einzelstück zu zaubern, tataaa:


Man benötigt:

* mehrere Bögen Decopatch-Papier
* Paperpatch Kleber
* einen Decopatch Seidenpinsel
* Aquapro Klarlack
* Wasserglas zur Reinigung des Pinsels, evtl. eine Schere

Das Papier in kleine Stücke reißen. Auf die gewünschte Stelle des Untergrundes Kleber auftragen. Stück für Stück das Papier auf den Untergrund kleben. Anschließend eine weitere Schicht Klebstoff auf das Papier auftragen. Solange wiederholen, bis die gesamte Fläche beklebt ist. Die Papierschnipsel sollen sich leicht überlappen. Nach dem Austrocknen lackieren. Bei Dekoobjekten reicht eine Lackschicht, häufig genutzte Objekte sollten zweimal lackiert werden, Gegenstände, die mit Lebensmitteln oder Geschirrspülern in Berührung kommen, sollten dreimal lackiert werden. Zwischen den Anstrichen immer eine Stunde trocknen lassen!

Da ich die Motive erhalten und nicht irgendwelche Schnipsel erzeugen wollte, hat die Schnippelei und Kleberei immerhin 4 Stunden für eine 90x90cm große Fläche in Anspruch genommen. Ich glaube für einen Schrank hätte ich nicht das nötige Durchhaltevermögen :D Aber ansonsten hat mir Decopatch viel Spaß gemacht, ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und kleinerei Gegenstände werde ich sicherlich noch in Angriff nehmen ;) Es gibt z.B. Buchstaben und Zahlen aus Karton, aus denen man sich tolle Schriftzüge fürs Regal oder für die Wand zaubern kann.

Der Lack ist übrigens sehr dünnflüssig und reicht ziemlich lange, an Bögen sollte man wegen dem Zerreißen und Überlappen mehr einrechnen als die reine Grundfläche des zu beklebenden Untergrunds. Ich hatte mir außerdem weiße Grundierung mitbestellt, aber die habe ich trotz des schwarzbraunen Untergrunds nicht benötigt.

Bestellt habe ich bei Udig, dort gibt es alles an Zubehör, was man für das Decopatchen benötigt, außerdem eine große Auswahl an Motivpapieren. Die Zustellung erfolgte innerhalb von 3 Arbeitstagen inkl. einer Tüte Gummibärchen ;) und einer Decopatch-Anleitung.

Donnerstag, 17. November 2011

[TTT] Top Ten Thursday #40


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher zum Thema ferne Länder / Städte
(Thema gestellt von: Lovely's Leseleben)

Eine bunte Mischung aus Kinder-, Jugendbüchern und Romanen, die ich alle gelesen habe:

1. Auf ganzer Linie von Keith Lowe (London, Großbritannien)
2. Niemalsland von Neil Gaiman (London, Großbritannien)
3. Rote Sonne, schwarzes Land von Barbara Wood (Afrika)
4. Long Walk Home von Doris Pilkington (Australien)
5. Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery (Prince Edward Island, Kanada)
6. London, London von Geoff Nicholson (London, Großbritannien)
7. Mit dem Kühlschrank durch Irland von Tony Hawks (Irland)
8. Sind Sie Dave Gorman? von Dave Gorman / Danny Wallace (einmal um die Welt)
9. In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne (und noch einmal um die Welt *g*)
10. Chroniken der Weltensucher 1: Die Stadt der Regenfresser von Thomas Thiemeyer (Südamerika)

Das Thema für Donnerstag, den 24.11.2011 heißt:
10 Bücher aus eurem Regal, die euch eine Gänsehaut verursacht haben

Mittwoch, 16. November 2011

[NEWS] Der Mixtvision Verlag ruft zur Coverwahl auf!

Der Mixtvision Verlag braucht Hilfe! Für ein neues Jugendbuch, das im Februar 2012 erscheint, sucht der Verlag das passende Cover. Es geht um einen 19-jährigen Jungen, der immer tiefer in die Depression rutscht... Welches Motiv findet Ihr passender - die Foto- oder die grafische Variante?

Wer sich an der Abstimmung auf Facebook beteiligt, hat außerdem die Chance das fertige Buch zu gewinnen!

[REZENSION] Jeltsch, Christian / Kraemer, Olaf - Abaton 1: Vom Ende der Angst

Christian Jeltsch / Olaf Kraemer
Abaton 1: Vom Ende der Angst
Verlag: mixtvision
400 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3939435384
ISBN-13: 978-3939435389
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre

Laut Wikipedia versteht man unter Abaton (von griechisch άβατος, altgriechische Aussprache ábatos, "unzugänglich" [Adjektiv in Maskulinum], Plural Abata) einen heiligen, für die meisten Menschen unbetretbaren Ort.

Zu Zeiten des "Tausendjährigen Reichs":
Die Trilogie "Abaton" erzählt im Prolog die Geschichte eines Mannes namens Bernikoff, der zu Zeiten des "Tausendjährigen Reichs" unter der Diktatur der Nationalsozialisten in einer Zeitung eine Fortsetzungsgeschichte namens "Abatonia" veröffentlichte, eine scheinbar harmlose Bildergeschichte eines Bienenstaates: die Geschichte von zwei einfachen Bienen, die es auf eine unbewohnte Insel verschlagen hat und die dort die Welt neu erschaffen wollen: eine Welt frei von Tyrannei! Doch irgendjemand fand damals heraus, was der Autor Bernikoff mit seiner Geschichte tatsächlich sagen wollte und so wurde "Abatonia" auf Geheiß des Reichspropaganda-Misteriums bereits nach drei Episoden eingestellt...

Heute:
Linus, Edda und Simon lernen sich in einem Camp kennen, dessen Teilnehmer bei einem Wettbewerb gewonnen haben, wie sie sich die Welt in der Zukunft vorstellen und welche Visionen sie haben ihre Zukunft besser zu gestalten. Doch Edda ist nur zufällig dort, sie hat ihren Wettbewerbsbeitrag manipuliert, um dort einen Jungen zu treffen. Doch tatsächlich vereint Linus, Edda und Simon mehr, als es zunächst den Anschein hat. Zufall?

'...nur gab es in Wirklichkeit keine Zufälle, dachte Edda. Es gab nur Ereignisse. Ereignisse, die man entweder miteinander in Verbindung bringen konnte oder nicht.'

Die drei Jugendlichen bilden zusammen eine "kritische Masse", auf die es schon bald die Veranstalter des Camps abgesehen haben, hinter dem vermeintlichen Jugendcamp steht eine Vereinigung namens "Gene-Sys". Gibt es eine Verbindung zwischen den drei Jugendlichen, dem Verschwinden von Linus Eltern im Berliner Untergrund vor einem Jahr und den mysteriösen Graffiti, die Linus auf der Suche nach ihnen entdeckt?

Viel mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten. Gerade die stetig ansteigende Spannung und die unvorhersehbaren Wendungen machen einen Großteil der Faszination dieses Buches aus.

Zu Beginn fühlte ich mich ein wenig so, als hätte mich ein Flipperautomat in diese Geschichte hineinkatapultiert. In einem rasanten Tempo wechselt der Leser zwischen Handlungsebenen und Protagonisten hin und her, doch sind die kurzen Sequenzen so perfekt geschnitten, dass ich mir beim Lesen zu keinem Zeitpunkt verloren vorkam. Man merkt dem Schreibstil positiv an, dass die beiden Autoren auch Drehbücher für Spielfilme schreiben, denn der dramaturgische Aufbau und das Erzähltempo heizen die Neugier und die Faszination für das Gelesene immer mehr an, so dass ich das Buch tatsächlich kaum aus der Hand legen konnte, obwohl die Geschichte auf einer bestimmten Ebene die Gehirnzellen fordert und das Schriftbild zunächst an einen unstrukturierten und unformatierten Fließtext erinnert. Christian Jeltsch und Olaf Kraemer fordern ihre Leser, aber sie überfordern sie nicht. Meister ihres drehbucherprobten Handwerks, wissen die beiden ganz genau, wie parallele Handlungsstränge, Perspektiv- und Zeitebenenwechsel miteinander verknüpft werden müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Das Buch, das von außen und auch auf den ersten Blick ins Innere zunächst nicht spektakulär erscheint, offenbart nach näherer Inspektion mehr als nur ein raffiniertes Geheimnis: die Kapitelzählweise in vierstelligen Ziffern wirkt fürs erste genauso abschreckend wie der Fließtext, bei näherer Betrachtung stellt man allerdings fest, dass die Kapitel darüber eindeutig gekennzeichnet sind, nicht nur fortlaufend in den drei Teilen dieses Bandes, sondern über die gesamte Trilogie hinweg. Ein weiteres Gimmick fällt schnell ins Auge, wenn man grüblerisch die Seiten zwischen den Fingern hin- und herblättert, weil man wie ich versucht hinter die Verbindung der drei Jugendlichen zu kommen. Ein Tipp: bestimmte Markierungen ziehen sich fortlaufend durch das ganze Buch und stellen eine Verbindung zum Inhalt her. Daneben springen einige weitere Seiten innerhalb der Geschichte ins Auge mit blau hervorgehobenen Buchstaben, Wörtern, die in geschweiften Klammern gesetzt sind oder I's, die auf einer Doppelseite im Buch verteilt sind, die von der Nummerierung nicht in den Ablauf passen. Sind das Codes? Soll der Leser verwirrt und vom Pfad abgebracht werden? Ich weiß es nicht, und ich weiß auch nach dem Ende der ersten Geschichte um Linus, Edda und Simon nicht, wohin der Weg letzten Endes führen soll.

Die Autoren bezeichnen ihren Roman selbst als "Science-Faction-Thriller", denn so unglaublich einige Entwicklungen in diesem Roman scheinen, ist doch alles möglich! Die heutigen Möglichkeiten in Wissenschaft und Technik rufen manchmal ungläubiges Staunen hervor, das Vermögen der menschlichen Psyche - und das Vermögen diese zu beeinflussen - jedoch weit mehr! Was ist noch Wirklichkeit und was schon Traum?

Neben den Thrillerelementen und Erforschung der menschlichen Psyche dreht sich in diesem Buch sehr viel um Freundschaft und Familie, aber auch um die erste Liebe. Die Dreieckskonstellation Linus, Edda und Simon wird in den Folgeromanen sicherlich noch für Konfliktpotential sorgen, da man im Serienauftakt "Vom Ende der Angst" bereits aufkeimende Eifersucht zwischen den beiden Jungen in Bezug auf Edda spüren konnte.

'Edda hasste Bücher über Zauberer und magische Portale, über Elfentanz und sprechende Einhörner. Sie fühlte dabei einfach nichts. Immer wenn ein Problem in diesen Geschichten auftauchte, wurde irgendein verlauster Gnom oder Troll ins Rennen geschickt, um es zu lösen. Wie konnte man sich diesen Müll nur reinziehen?'

Ein Roman, der verwirrt und fasziniert.
Eine Geschichte, die ich so noch nie gelesen habe.
Ein Layout, das den Inhalt der Geschichte aufgreift, wenn man es interpretieren kann.
Zwei Autoren, die Kino mit ihrem impulsiven Schreibstil in meinem Kopf  implantiert haben.
Ein Auftakt, der mich beinahe völlig im Dunklen lässt, wohin die Reise gehen mag...
... nur eine Sache ist sonnenklar: der "Verlockung des Bösen" werde ich mich auf keinen Fall entziehen können!

Reihen-Info:
Abaton 1: Vom Ende der Angst
Abaton 2: Die Verlockung des Bösen (Herbst 2012)
Abaton 3: erscheint voraussichtlich im Herbst 2013

Dienstag, 15. November 2011

[KREMPEL] Dies und das: Alice im Wunderland Geschirr

Es ist mal wieder Zeit für einen Krempel-Beitrag: Da Herst und Winter nicht nur Lese-, sondern auch Kaffee-Tee-Kakao-und-Plätzchen-Zeit ist, war das für mich Grund genug einen Teil meiner Tassensammlung in Szene zu setzen, genauer gesagt: meine Alice-in-Wonderland-Tassensammlung. Dank eines Sale bei Whittard of Chelsea vor einigen Jahren ist sowohl ein Kindergeschirr als auch eine Teekanne mit vier Tassen bei mir eingezogen und bevölkern zusammen fast ein ganzes Regalbrett. Passend zu der rosafarbenen Alice-Tasse besitze ich noch eine gelbe Tasse mit Grinsekatze, eine blaue mit dem Kaninchen und eine grüne mit dem verrückten Hutmacher. Und da ich anscheinend einen klitzekleinen Tassenspleen habe, konnte ich vor einigen Wochen dem wirklich großen weißen Teehumpen bei Urbanoutfitters einfach nicht widerstehen...Ich glaube, da passt eine ganzen Teekannenfüllung auf einmal rein :D

Montag, 14. November 2011

[COOL-TOUR-KATZE] Drachengasse 13-Lesung in Mainz (Bernd Perplies, Christian Humberg)


"Drachengasse 13" ist eine neue Fantasy-Romanreihe für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Erschienen sind bisher die beiden Bände "Schrecken über Bondingor" und "Schrecken aus der Tiefe".

Letzten Samstag stellten die beiden Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg gemeinsam mit Ensemble-Mitgliedern der Jungen Bühne Mainz die Bücher in einer szenischen Lesung vor.


Dabei übernahmen die beiden Autoren abwechselnd den Part des Erzählers, während die Schauspieler Carola Schnell, Tom Gramenz, Constantin Heller und Philip Barth die Figurenparts aus den Büchern lasen und mit minimalen Requisiten und gekonnt gesetzten Aktivitäten die Charaktere aus den Büchern zum Leben erweckten.

Die "Drachengasse 13" liegt in Bondingor, einer von Elfen, Menschen, Zwergen und vielerlei anderem Volk bewohnten Stadt im Königreich Mintaria.

Die Hauptrolle in den Büchern der "Drachengasse 13" spielen die drei Kinder Tomrin (Sohn des Gardehauptmanns von Bondingor), Sando (Straßenjunge und adoptierter Neffe des Zwergen Gump, Betreiber der Hafenschenke Gumps Brandung) und Hanissa (Tochter einer Köchin in der Magischen Universität, die zum Leidwesen ihrer Mutter Interesse für Magie entwickelt, obwohl Magie bei Frauen verpönt ist). Im weiteren Verlauf der Geschichten gesellt sich zu der Kinderbande noch der flugunfähige Drache Fleck.



Constantin Heller als Tomrin
Carola Schnell und Tom Gramenz als Hanissa und Sando

Während die Rollen von Tomrin, Hanissa uns Sando in festen Händen waren, schlüpfte Philip Barth in sämtliche Nebenrollen der beiden Geschichten.
So spielte er nicht nur Sandos Zwergenonkel Gump, sondern er verkörperte gleich zwei diebische Zwerge, ...


... einen griesgrämigen Kobold...


... und den Zwergenjungen Timon.


Ein oder zwei Mal führten die multiplen Persönlichkeiten zwar zu etwas Verwirrung im Ablauf, aber das hat der Lesung keinesfalls geschadet, im Gegenteil wurde neben der sehr spannenden Handlung - vor allem im zweiten Band der Reihe! - auch für ein paar herzhafte Lacher gesorgt.


Sehr gerne würde ich in Zukunft mehr Lesungen in dieser Art sehen. Die schauspielerischen Einlagen lockerten humorvoll und spannend die Buchvorstellung und die Lesungsparts auf, und das Lesen mit verteilten Rollen macht die Charaktere eines Buches einfach noch lebendiger, gerade bei einer Geschichte, die reich an Dialogen ist.

Nach der Lesung bin ich auf jeden Fall neugierig geworden mehr über die Abenteuer von Tomrin, Sando und Hanissa zu erfahren, die einen abwechslungsreichen und spannenden Lesespaß sowohl für Jungen als auch für Mädchen versprechen. Den ersten Band habe ich deshalb direkt vor Ort im Anschluss an die Lesung für meine Nichte erstanden und signieren lassen, und natürlich werde ich noch selbst die Nase hineinstecken, bevor ich das Buch weiterverschenke: schließlich will ich erfahren, wer oder was der "Schrecken über Bondingor" ist ;)

Wer mehr über die Drachengasse 13 erfahren möchte, kann auf gutenberg.tv ein Video abrufen, in dem die beiden Autoren ihre Fantasy-Reihe vorstellen, außerdem gibt es eine Webseite zu den Büchern und im Dezember eine weitere Lesung (allerdings ohne Unterstützung der Jungen Bühne Mainz) im Wiesbadener Lesecafé.

Kurzbeschreibung der beiden Bücher:

Schrecken über Bondingor
Etwas Unheimliches geht um in Bondingor, der von Elfen, Menschen, Zwergen und vielerlei anderem Volk bewohnten Stadt im Königreich Mintaria. Nacht für Nacht schlägt es zu und hinterlässt dabei nichts als Verwüstung. Die drei Freunde Tomrin, Hanissa und Sando hecken in ihrem Geheimversteck in der Drachengasse 13 einen Plan aus, um das geheimnisvolle Wesen zur Strecke zu bringen. Ausgerüstet mit magischen Hilfsmitteln legen sie sich auf die Lauer. Doch was sie herausfinden, führt sie auf eine ganz unerwartete Spur - und beschert ihnen eine große Überraschung.

Schrecken aus der Tiefe
Ein junger Zwerg verschwindet in den „Verbotenen Hügeln“ des Zwergenviertels von Bondingor. Er hatte sich von Freunden überreden lassen, diese als Mutprobe zu durchqueren – am Ziel kam er nie an. Weil sogar die Erwachsenen Angst vor den Geistern haben, die angeblich in den verlassenen Gassen umgehen, machen sich Sando, Tomrin und Hanissa allein auf die Suche nach ihm. Dabei kommen sie einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur, das bis in die Gründungstage des Zwergenviertels zurückreicht und sie in den dunklen Untergrund der Stadt führt.

Sonntag, 13. November 2011

[COOL-TOUR-KATZE] Rico und Oskar-Lesung in Mainz-Gustavsburg (Andreas Steinhöfel)

Letzten Mittwoch war ich auf einer Lesung in der Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg, wo Andreas Steinhöfel seinen aktuellen Roman "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" vorstellte. Das Buch ist das dritte und letzte in der Reihe um die Abenteuer des "tiefbegabten" Rico und seinem hochbegabten Freund Oskar, von denen bereits die beiden Bände "... und die Tieferschatten" und "... und das Herzgebreche" erschienen sind.


Kurzbeschreibung:
Bei Rico ist ziemlich alles bestens. Sein Freund Oskar wohnt jetzt im selben Haus. Sein Hund Porsche ist immer bei ihm. Mama und er haben die coolste Wohnung in Berlin. Und der Bühl wird wohlmöglich bald sein neuer Papa. Aber dann finden Rico und Oskar einen Toten im Treppenhaus. Mann, Mann, Mann! Es ist der Beginn eines neuen Abenteuers, das die beiden Freunde bis an die Ostsee führt - brodelndes Adrenalinzeugs, Para-Neujahr und klackernde Bingokugeln inklusive. Doch weder das Essen noch die Gemütlichkeit kommen zu kurz: Dafür sorgen jede Menge Müffelchen, neun verschiedene Kaminfeuer auf DVD und nicht zuletzt Oskars peruanische Bommelmütze.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass Ricos und Oskars Abenteuer schon lange ein Dasein in meinem SUB fristen, seit kurzem sogar vollständig in allen drei erschienenen Bänden, da ich das Glück hatte bei einem Gewinnspiel von Carlsen den dritten Band signiert zu gewinnen.
Auch auf der Buchmesse hatten sich die Wege von Rico, Oskar und mir noch nicht gekreuzt, obwohl Andreas Steinhöfel dort sogar mehrere Lesungstermine hatte...


... aber wiederholt begeisterte Beiträge der Bloggerin nija UND eine Lesung an dem von mir sehr geschätzten Veranstaltungsort Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg sorgten endlich für ein Aufeinandertreffen von Rico, Oskar und mir, und natürlich dem Schöpfer der beiden Freunde: Andreas Steinhöfel.
Stark verschnupft und deshalb wenig unternehmungslustig machte ich mich deshalb auf den Weg und habe im Anschluss höchstens bereut, nicht sämtliche Lesungstermine von Andreas Steinhöfel auf der Buchmesse wahrgenommen zu haben, denn so gelacht wie an diesem Abend habe ich schon lange nicht mehr!
Andreas Steinhöfel las insgesamt drei Passagen aus dem neusten Rico und Oskar Band vor und stellte sich zwischendrin noch Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.
Der Autor liest zwar nicht sämtliche seiner Bücher als Hörbücher ein, aber bei Rico und Oskar hatte er Bedenken, dass einiges an Humor nicht so herüberkommen bzw. interpretiert werden würde, dass er diese Geschichten auf jeden Fall selbst und ungekürzt einlesen wollte. Andreas Steinhöfel liest die Geschichten mit so viel Humor und abwechslungsreichen Stimmnuancen und verleiht jeder Figur einen unverwechselbaren Charakter, dass ich mir trotz der subbenden Bücher nach der Lesung alle drei Hörbücher bestellt habe, normalerweise bevorzuge ich ja Bücher, aber in diesem Fall MUSSTE ich die Hörbücher haben (und die Bücher trotzdem zusätzlich). Ach ja... vor lauter Lachen habe ich auch nur drei Fotos gemacht (von denen zwei nichts geworden sind), also nicht wundern, dass ich einen nahezu unbebilderten Bericht abliefere :D Andreas Steinhöfel hat beim Vorlesewettbewerb der 6. Klassen übrigens nur den zweiten Platz in seiner Klasse belegt, nach der Auszeichnung als "Lesekünstler 2009" hat er diese Schmach aber endlich wegstecken können.
In der Fragerunde hat das Publikum u.a. erfahren, dass Andreas Steinhöfel früher auch französische (bereits übersetzte) Comics redigiert hat, obwohl er kein Französisch kann (Not kennt kein Gebot!), sein Buch "Dirk und ich" - obwohl er einen Bruder namens Dirk hat - nicht autobiographisch ist und die Figur von Rico an seinen verstorbenen Lebenspartner angelehnt ist. Ursprünglich waren die Bücher übrigens aus Sicht des hochbegabten Oskars geplant, aber nach den ersten Kapiteln hat Andreas Steinhöfel gemerkt, dass die Geschichte so nicht wirklich gut funktionierte: aus dieser Sicht hat der Leser nämlich ÜBER den tiefbegabten Rico gelacht, aber der Autor wollte, dass man MIT ihm lacht. Falls Andreas Steinhöfel jemals in die Misere kommen sollte, seine Rente aufbessern zu müssen, behält er es sich vor Ricos verlorengegangenes Tagebuch oder sein virtuelles Logbuch zu veröffentlichen, ansonsten wird es leider keine weiteren Abenteuer von Rico und seinem Freund Oskar geben. Bis zum Ende hat Andreas Steinhöfel es sich zwar offen gehalten, ob es von den beiden drei oder vier Bände geben wird (deswegen ist das dritte Abenteuer auch etwas dicker geraten als die anderen beiden), aber dann hat er gemerkt, dass er mit drei Bänden alles erzählt hat was er erzählen wollte. Andreas Steinhöfel hat einen wunderbaren - manchmal sehr schwarzen - Humor, und jetzt warte ich hibbelnd auf meine bestellten Hörbücher, weil ich meine Bekanntschaft zu Rico und Oskar dringend vertiefen will ;)
Allein der Einstieg in den Abend war zum Totlachen: er erzählte, dass er bei Lesungen auf denen nur Erwachsene da sind und er mit Fragen wie "Hatten Sie eine schwere Kindheit?" konfrontiert wird, gerne mit Sachen wie "Die ersten Jahre nach dem Kellerdasein waren nicht einfach." oder "Als letzter von elf hat man es nicht leicht." beantwortet. Laut seiner Aussage sollte man nicht alles glauben, was einer erzählt, nur weil er auf einem Podium etwas höher als der Rest der Leute sitzt...
Das Charisma dieses Mannes ist nicht annähernd in einen Blogbeitrag zu packen, ich kann nur empfehlen: sollte Andreas Steinhöfel jemals in eurer Nähe eine Lesung geben -> geht hin!

[RUND UMS BUCH] Neu in KW45


Diese Woche war zu Rezensierendes und Gekauftes in meinem Briefkasten:

Amigurumi Toy Box: Cute crocheted friends, Ana Paula Rimoli (GK)
Delirium, Band 1, Lauren Oliver (RE, AV)
Fjodor im freien Fall, Band 2, Pål H. Christiansen / Felix Janosa / Annlaug Auestad (Illustrationen) (RE)
Gefährten: War Horse, Hörbuch, Michael Morpurgo, gelesen von David Kross (RE)
Ich, der Weihnachtsmann, Juliette und John Atkinson (RE)
In Liebe, Brooklyn, Lisa Schroeder (RE)

Da ich momentan totale Schwierigkeiten habe mich aufs Lesen zu konzentrieren, geht's ab nächster Woche wahrscheinlich meinen Hörbüchern an den Kragen (die wie die Bücher langsam aber sicher SUB-Anzeichen entwickeln). Vor allem musste ich nach der genial-lustigen Steinhöfel-Lesung ja unbedingt alle drei Rico und Oskar Hörbücher bestellen, obwohl die Bücher hier noch ungelesen subben, dummdidumm... Und beim Hörbücher hören könnte ich dann endlich anfangen Amigurumis zu häkeln, insofern ich meinen Kreatiefpunkt überwinde (harharhar...), davor widme ich mich allerdings einem weiteren neuen - aus der Not geborenen - Hobby: Decopatch! Egal ob Kind oder Katze(n): irgendeiner hat es geschafft innerhalb nicht mal eines Tages eine neue Tischplatte zu zerkratzen, aber so ein individuell gestalteter Tisch ist doch sowieso viel schöner als einer von der Stange, oder?

Freitag, 11. November 2011

[MEINE WELT] St. Martin


Irgendwie habe ich das Gefühl, St. Martin wird heute viel weniger begangen als zu meiner eigenen Kindheit, obwohl zumindest bei uns im Ort noch ein großer Laternenumzug stattfindet für den die Kinder im Kindergarten Laternen gebastelt haben und bei dem kostenlose Weckmänner - bei uns in Rheinhessen auch unter Bubbeschenkel bekannt - an alle Kinder verteilt werden. Der ortsansässige Musikverein begleitet den Zug und spielt am Zielort noch weitere Lieder, bevor sich der Laternenumzug auflöst und alle nach Hause gehen... Wie sieht das bei euch aus?

Donnerstag, 10. November 2011

[TTT] Top Ten Thursday #39


Zeit für den Top Ten Thursday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 besten Bücher, die ihr in der Originalsprache des Autors gelesen habt
(Thema gestellt von: kattiesbooks)

Meine Liste beinhaltet nur deutschsprachige Autoren, weil ich eigentlich gar nicht mehr dazu komme Bücher auf Englisch zu lesen und eine andere Sprache kann ich nicht bzw. nicht (mehr) gut genug. Aber he... es gibt so viele tolle deutschsprachige Autoren, die gegenüber der Masse an beispielsweise amerikanischen Autoren untergehen, von daher haben die durchaus eine Top Ten Liste für sich ganz alleine verdient, oder?

1. Herr der Diebe von Cornelia Funke
2. Chroniken der Weltensucher 1: Die Stadt der Regenfresser von Thomas Thiemeyer
3. Die unendliche Geschichte von Michael Ende
4. Salzträume von Ju Honisch
5. Sephira - Ritter der Zeit 1: Die Bruderschaft der Schatten von Corina Bomann
6. Eine Woche voller Samstage von Paul Maar
7. Lilienrupfer von Marie Velden
8. Erebos von Ursula Poznanski
9. Schattengesicht von Antje Wagner
10. Sternenschimmer von Kim Winter

Mit Michael Ende hätte ich sicherlich die halbe Liste füllen können, auch Antje Wagners "Unland" möchte ich eigentlich nicht unerwähnt lassen, aber da ich doch schon sehr viele tolle Bücher von deutschsprachigen Autoren gelesen habe, durfte jeder Autor nur einmal auf die Liste ;)

Das Thema für Donnerstag, den 17.11.2011 heißt:
10 Bücher zum Thema ferne Länder / Städte

Mittwoch, 9. November 2011

[REZENSION] Afiyet olsun!: Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

Redakteur: Anette Leister

Titel: Afiyet olsun!: Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie
Autor: Semiha Stubert
Illustrationen: Claudia Lieb
Übersetzer: -/-
Verlag: Gerstenberg
Reihe: -/-
Ausführung: Softcover, 176 Seiten



Autor:
Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zur Zeit lebt sie in Oslo.


AFIYET OLSUN! DIE WUNDERBAREN REZEPTE MEINER TÜRKISCHEN FAMILIE

Normalerweise bevorzuge ich Kochbüchern mit Fotos der fertig zubereiteten Gerichte, aber im Gerstenberg Verlag sind schon einige Länderkochbücher in einer wunderbar illustrierten Aufmachung mit landestypischen Gerichten von Einheimischen erschienen, dass ich "Afiyet olsun!" unbedingt einer näheren Betrachtung unterziehen wollte, vor allem in Anbetracht dessen, dass ich schon lange nach einem guten und authentischen türkischen Kochbuch Ausschau gehalten habe.

In "Afiyet olsun!" präsentiert Semiha Stubert beinahe 80 Rezepte, die sie während ihrer Kindheit begleitet haben. Sie ist bei den Eltern ihres Vaters am Fuße des Taurusgebirges aufgewachsen und hat das Kochen von ihrer Nene (Großmutter) höchstpersönlich gelernt.
In dem von Claudia Lieb illustrierten Kochbuch stellt Semiha Stubert jedoch nicht nur die Rezepte ihrer Kindheit vor, sondern überliefert gleichzeitig viele Geschichten zu den Gerichten und die Entstehung ihrer Namen, die ihr ihre Großeltern beim Kochen erzählten.

Die Gerichte sind inhaltlich nach Anlässen sortiert, zu denen sie hauptsächlich gekocht wurden:
* Die Kochstellen von Nene und ihre Suppengeschichten
* Der Frühling
* Die Gärten von Nene
* Markttag mit Großmutter
* Besuch aus Deutschland
* Picknick
* Besuch in Konya
* Opferfest und Besuch im Bergdorf
* Nudeln bei Nene
* Hochzeit im Dorf
* Sommer
* Herbst
* Brot und Börek
* Winter
* Der Fastenmonat Ramadan und das Zuckerfest

Da der Inhalt nach Anlässen nur bedingt zur Rezeptsuche geeignet ist, schließt sich den Rezeptteilen neben dem Glossar mit türkischen Begriffen (Verwandschaftsbeziehungen, Begriffe und Zutaten, Feste und besondere Tage) noch ein Rezeptregister nach Gruppen an:
* Salate
* Vorspeisen - Meze
* Eier
* Suppen
* Gemüse
* Fleisch und Fisch
* Bratlinge
* Bulgur und Reis
* Brot und Pasteten
* Nudeln
* Süßspeisen
* Getränke

Zunächst muss ich erwähnen, dass ich von den mir vor diesem Kochbuch bekannten türkischen Gerichten in dieser Rezeptesammlung kein einziges vermisst habe, sei es Börek inklusive aller mir bekannten Füllungen (Kartoffel, Käse, Spinat und Fleisch), Türkische Pizza oder Ayran. Daneben habe ich aber vieles für mich neues entdecken können, besonders an Bratlingen und Suppen, aber auch was die Zubereitungsart angeht, ich kannte vorher weder türkische Gerichte aus dem Wok noch aus dem Römertopf.

Jede Rezeptrubrik beginnt mit einer doppelseitigen Geschichte aus Semiha Stuberts Kindheit. Die einzelnen Rezepte sind übertitelt mit ihrem deutschen und ihrem türkischen Namen. Über der Zutatenliste ist angegeben, für wieviele Personen das Rezept angedacht ist. Die Zubereitung ist sinnvoll gegliedert und in einfach nachvollziehenden Schritten erklärt. Zusätzlich gibt die Autorin am Ende eines Rezeptes häufig Tipps bezüglich Varitationsmöglichkeiten (z.B. dass viele Fleischgerichte auch als vegetarische Variante zubereitet werden können, dass Gerichte warm und kalt gereicht werden können oder welche Komponenten durch alternative Zutaten ersetzt werden können).


Die türkische Küche hat mich in ihrer Einfachheit positiv überrascht. Hier werden häufig nur wenige Grundzutaten pro Gericht benötigt, aber dank frischer Kräuter und der verwendeten Gewürze wird selbst ein Spiegelei zu einer geschmacklichen Offenbarung!
Ein wunderbares Kochbuch, welches mit seiner stimmigen Aufmachung, dem hervorragenden Konzept Rezepte um persönliche Anekdoten zu ergänzen und der Vielfalt der darin enthaltenen Rezepte und Tipps rundum überzeugt.
Da der Anteil an Fleischgerichten in Summe gering ist und diese sogar recht häufig von der Autorin in den Tipps zusätzlich als vegetarische Variante angegeben werden, empfehle ich dieses Kochbuch auch gerne an Vegetarier weiter.

Weitere Rezepte der Autorin kann man auf ihrem Blog semilicious entdecken.

Dienstag, 8. November 2011

[REZENSION] Krasnesky, Thad / Parkins, David (Illustrationen) - Ich mach, was ich will - ich bin doch noch klein!

Thad Krasnesky / David Parkins (Illustrationen)
Ich mach, was ich will - ich bin doch noch klein!
Verlag: Lappan
40 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3830311672
ISBN-13: 978-3830311676
empfohlenes Lesealter: 3-6 Jahre

Inhalt:
Beim Frühstück schüttet Lara versehentlich Orangensaft auf die Hose ihres Papas, statt des erwarteten Donnerwetters sagt ihre Mutter jedoch: "Das ist doch nicht so schlimm! Vergiss nicht - sie ist ja erst drei Jahre alt!" Lara legt diese Aussage als Freifahrtschein aus, um sich von nun an geschickt aus jeder Situation herauszuwinden, egal ob sie über die Spielsachen ihres Bruders fällt oder Bastelsachen aus dem Zimmer ihrer Schwester stibitzt, um damit Unfug anzustellen: bevor einer von ihnen klarstellen kann, was eigentlich passiert ist, fängt Lara zunächst an lauthals zu schreien und guckt anschließend ihre Mutter mit einem besonders lieben Blick an... und die Masche zieht! Doch als Lara den Bogen überspannt und zunächst völlig verdreckt von einer Schatzsuche zurück kommt und am Wochenende noch den Süßigkeitenschrank plündert, das Wohnzimmer völlig verklebt hinterlässt und am nächsten Tag die ganze Wohnung unter Wasser setzt, hat die Geduld ihrer Familie ein Ende...

Eigene Meinung:
Das Cover spricht schon Bände, was den Inhalt der Geschichte angeht: hier kann man die Mimik und die Körpersprache der kleinen Lara  in voller Pracht bewundern, mit welchen Tricks und Kniffen, Heulanfällen und treuen Blicken sie ihre Familie manipuliert und um den Finger wickelt.
Die Geschichte ist sehr lustig erzählt und genau wie die Bilder, wird sie sicher nicht nur Kinder ansprechen, sondern auch Erwachsenen Lachtränen in die Augen treiben. Spätestens wenn die kleine Lara ihren aufgeschnappten Trick so offensichtlich anwendet, indem sie scheinbar zerknirscht neben ihrem neu angerichteten Desaster steht und selbst sagt "Habt ihr es denn vergessen? Ich bin doch erst drei Jahre alt?", geht auch ihren Eltern ein Licht auf, dass auch Missgeschicke nicht kurzerhand mit dem Alter abgetan und entschuldigt werden dürfen, sondern dass man mit den Kindern reden und Grenzen setzen muss.
Den Trick die Schuld bei Missgeschicken - aber auch bei vorsätzlich angestelltem Unfug - schnell anderen in die Schuhe zu schieben, kennen schon die Kleinsten! Hier wird den Kleinen, den oftmals leidtragenden älteren Geschwistern und auch den Eltern anhand einer sehr lustigen und gar nicht abwegigen - wenn auch überspitzt erzählten - Familiengeschichte gezeigt, wie wichtig es in solchen Fällen ist darüber zu reden und sich die Version von ALLEN Beteiligten anzuhören, dass auch kleine Missetäter ihre Schandtaten alleine wegräumen können, ohne dass man ihnen hinterherräumen muss und dass sie durch das Ausüben von Pflichten eher einen sorgsamen Umgang mit eigenen - und fremden - Sachen lernen als durch Schelte.

Aufmachung des Buches:
Die Illustrationen des quadratischen Buches wechseln ab zwischen mehreren einzelnen Bildern auf einer Seite und formatfüllenden Illustrationen über eine Doppelseite gehend. Die Erzähltexte umfassen pro Seite einige Sätze und sind in einer zum Vorlesen sehr angenehm großen Schrift gedruckt. Auf den Bildern gibt es sehr viele Details zu entdecken, so dass sich das Buch auch sehr gut dafür eignet, dass Kinder es sich alleine angucken können ohne schnell davon gelangweilt zu sein. Zudem sind die Bilder sehr klar und kräftig in der Aussage, so dass die Geschichte auch ohne den begleitenden Text verstanden wird.

Fazit:
Eine umwerfend komische Geschichte mit einer hinreissenden "Heldin" und schrägen Bildern, an der die ganze Familie ihren Spaß haben wird!

Montag, 7. November 2011

[REZENSION] Teatime: 80 Köstlichkeiten für die schönste Stunde des Tages

Redakteur: Anette Leister

Titel: Teatime: 80 Köstlichkeiten für die schönste Stunde des Tages
Autor: Gabriele Gugetzer
Verlag: Umschau
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten



Autor:
Gabriele Gugetzer schreibt regelmäßig für die LandGenuss, Grazia, Brigitte Woman und http://www.kochmonster.de, entwickelt die Rezepte für Stern Gesund Leben, beriet das Catering-Team der "Roten Rosen" und hat über zwanzig Bücher geschrieben und übersetzt, darunter "Vorspeisen und Nachspeisen" und "Quickfinder: Resteküche" (bei Gräfe + Unzer), "Culinaria USA" (bei Könemann) und "Pasta" (Ullmann Verlag). Bei Umschau erschien im letzten Jahr ihr Koch- und Reportagebuch "Die Feuerwehr kocht mit Feuer und Flamme".


TEATIME

Statt Coffee to go wird in "Teatime" gemütlich und herrlich altmodisch die schönste Stunde des Tages zelebriert.

Neben viel Wissenswertem rund um Tee, wie den Traditionen in verschiedenen Ländern, einer Übersicht über insgesamt sechzehn Teesorten und vier Motto-Ideen für eine eigene Teatime, enthält das Buch folgende Rezeptrubriken:
Süßes zum Tee
Fruchtiges zum Tee
Pikantes zum Tee
Sättigendes zum Tee

Die Köstlichkeiten zum Tee werden allesamt auf sehr verspielten Fotos präsentiert, inmitten von verkitschten Staubfängern und auf feinen, aber sehr individuell zusammengestellten, Porzellaneinzelstücken, so dass sich beinahe ein Flohmarktgefühl beim Betrachten der Bilder einstellt.

Die gesammelten Rezepte in diesem Buch sind sehr vielfältig und reichen von kleinen Gebäckstücken in Form von Muffins oder Cookies über Kuchen bis hin zu herzhaften Genüssen wie Sandwiches oder Pies. Das Küchenrezept des Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten für Brownies ist hier ebenso vertreten wie der trationsreiche Battenbergkuchen, der 1884 anlässlich der Hochzeit von Prinzessin Victoria erfunden wurde, die original Bath Buns oder die Treacle Tart, die Lieblingstorte der Schüler von Hogwarts. Neben den wunderhübschen und appetitanregenden Fotos sind es die kleinen Anekdoten, die Gabriele Gugetzer zu den einzelnen Rezepten gesammelt und notiert hat, die das Buch neben einem Gaumen- auch zu einem Augenschmaus und Leseerlebnis werden lassen und zu einem ganz besonderen Koch- und Backbuch, das aus der Masse an Veröffentlichungen heraussticht.
Die Rezepte sind sehr detailliert aufgeführt und erklärt. Neben der ausführlichen Zubereitung findet man am Seitenrand sowohl eine Zutaten- als auch eine Hilfsmittelliste (benötigte Backform, Spritztüte, Backerbsen etc.), sowie eine Angabe über die entstehende Stückzahl. Die Zubereitung selbst wird häufig um Tipps der Autorin ergänzt, die sich mit alternativen Zutaten, der Anrichtungsweise oder einer anderen Art der Zubereitung befassen.


Ein wunderhübsches und köstliches Lese- und Genusserlebnis, mit kleinen und größeren Leckereien, die perfekt zur schönsten Stunde des Tages - aber auch zu anderen Gelegenheiten - gereicht werden können. Abgerundet wird dieses zauberhafte und sehr informative Buch noch durch einen umfangreichen Anhang mit den schönsten Adressen zum Ausgehen, einem Rezeptregister von A-Z und Bezugsquellen im Internet für britische Produkte, alles rund ums Backen, Tee und Teezubehör und Accessoires, damit man die eigene Teatime so stilvoll gestalten kann wie auf den Fotografien von Julia Hoersch nach einem Konzept von Dietlind Wolf.


Dezember-Rezension für die Challenge