Dienstag, 31. Mai 2011

[TTT] Top Ten Tuesday #16/1


Zeit für den Top Ten Tuesday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Euer liebstes Top Ten Thema, dass ihr verpasst habt und nachholen wollt

Da ich bislang nur den ersten TTT verpasst habe, kann mein Thema nur heißen:

Die 10 besten Bücher 2010

Eine recht spontane kunterbunte Mischung, die Rezensionen dazu sind alle auf meinem Blog zu finden:

1. Die große Wörterfabrik, Agnès de Lestrade, / Valeria Docampo
2. Schattengesicht, Antje Wagner
3. Worldshaker, Richard Harland
4. Salzträume, Ju Honisch
5. Sternenjäger, Kenneth Oppel
6. Chroniken der Weltensucher 1: Die Stadt der Regenfresser, Thomas Thiemeyer
7. Das Licht, das tötet 1: Ghosthunter, Derek Meister
8. 6 Küsse und ein Ballkleid, Polly Shulman
9. Die Tribute von Panem 2: Gefährliche Liebe, Suzanne Collins
10. Lilienrupfer, Marie Velden

Das Thema für Dienstag, den 07.06.2011 heißt:
Eure 10 liebsten/besten Debütromane

Möglicherweise setze ich dieses Thema aus, da ich viele Autoren und Genres querbeet lese, aber tatsächlich häufig von diesen Autoren nicht den Debütroman gelesen habe.

[REZENSION] Angelini, Josephine - Göttlich verdammt, Band 1


Josephine Angelini
Göttlich verdammt, Band 1

Verlag: Dressler
494 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3791526251
ISBN-13: 978-3791526256
empfohlenes Lesealter: 14-17 Jahre

Eine schicksalshafte LIEBE.
Eine antike FEHDE.
Ein göttliches ERBE

Inhalt:
Die sechzehnjährige Helen ist irgendwie anders: sie ist hübscher, schneller und stärker als andere Jugendliche in ihrem Alter. Sie weiß weder, wo ihre Mutter ist, noch wer sie war. Helen ist ein zurückhaltenter und schüchterner Typ, der versucht möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn sie im Mittelpunkt steht fühlt sie sich schlecht und bekommt richtiggehend Magenkrämpfe. Zum Glück ist das Leben auf der Insel Nantucket verhältnismäßig ruhig und ereignislos, doch das ändert sich, als die Familie Delos auf die Insel zieht und Helen plötzlich unerklärliche Mordgelüste gegen deren Mitglieder entwickelt. Sie wird von Alpträumen heimgesucht und von drei mysteriösen Frauen in ihrem Hass gegen die Delos' angestachelt. Als es beinahe zum Todesfall während eines Kampfes zwischen Helen und Lukas Delos kommt, offenbart sich Helen das Geheimnis ihrer Herkunft und ihr vorausgesagtes Schicksal.

Eigene Meinung:
"Göttlich verdammt" ist der Auftakt einer auf drei Teilen ausgelegten Reihe, die auf der griechischen Mythologie basiert. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen, allerdings verhinderte der dramaturgische Aufbau der Geschichte, dass sich Pageturnerpotential entwickelt hätte. Zu Beginn erinnerte mich zu vieles an eine Teeny-Highschoolstory und erfüllte meine Erwartungen an einen Fantasyroman nicht, und nachdem diese Facette endlich Einzug in die Geschichte gehalten hat, waren mir einige Handlungsstränge zu rasant in der Entwicklung und die Charakterbeschreibungen zu flach und unausgereift. Nachdem zu Beginn noch mehr Wert auf die Nebencharaktere gelegt wurde, baut dieser Aspekt leider mit der Fokusierung auf Helen und Lukas stark ab. Nachdem das Vorgeplänkel sehr viel Raum eingenommen hat und man die Umgebung und die Freunde und Bekannten Helens sehr nahe gebracht bekommt, gelingt das der Autorin mit den Beschreibungen der mythologischen Hintergründe und der weiteren eingeführten Charaktere leider nicht annähernd so gut. Mir hätte es besser gefallen, wenn der Fokus noch stärker auf der griechischen Mythologie gelegen hätte, gerade weil sicherlich viele Leser hier zum ersten Mal Kontakt damit haben, und Josephine Angelini sich einiges des Liebesgeplänkels von Helen und Lukas für die Folgebände aufgehoben hätte. Vom Strickmuster der Liebesgeschichte und der Erklärung der Voraussage bezüglich des vorherbestimmten Bündnisses zwischen Helen und Lukas wirkt manches wie ein Zweitaufguss der Twilight-Reihe (ich liebe dich - du darfst mich nicht lieben - du bist so überirdisch schön - sülz...). Für einen herausragenden Lesegenuss fehlt mir einfach noch das gewisse Etwas was einen besonderen Autoren ausmacht und mehr Raffinesse in der geschaffenen Symbiose zwischen modernem Jugendroman und griechischer Mythologie. Gegen die mittlerweile ausgelutschen Vampire und vom Himmel gefallenen Engel zeichnet sich der mythologische Background in Jugendromanen dennoch überraschend frisch aus, und ich hoffe in der Fortsetzung einfach auf die Verbindung des Esprits aus dem Highschool-Part dieses Romans mit den fantastischen Facetten und etwas weniger Geschmachte und Gesülze. Denn leider fand ich so einige Nebencharaktere interessanter oder lustiger als Helen und Lukas, und "Twilight in Troja" brauche ich persönlich nicht. Sehr viel interessanter ist der Aspekt des vorherbestimmten Schicksals (nicht nur der beiden Turteltäubchen), dessen Umsetzung mit wirklich gut gefallen hat, aber leider etwas ins Hintertreffen gerät.

Fazit:
Ein nettes temporeiches Abenteuer für Freunde überirdischer Liebesgeschichten. Wer frische fantasievolle Jugendliteratur in Anlehnung an die griechische Mythologie sucht, ist in meinen Augen aber besser mit der Percy Jackson Reihe beraten, die mehr Hintergrundwissen und Witz bietet. Je nachdem wie sich die "Göttlich verdammt" Reihe weiterentwickelt, habe ich die Befürchtung, dass sie sich auf die Liebesgeschichte reduziert, denn nach einem einfallsreichen und kurzweiligen Beginn rückten mir Helen und Lukas zu sehr in den Vordergrund. Trotzdem gute 3 Sterne mit der Hoffnung, das die Fortsetzungen nicht auf die Liebesgeschichte der beiden Helden reduziert werden und die Autorin wieder mehr Zeit beziehungsweise Seiten in einige interessante Nebencharaktere steckt!

Aufmachung des Buches:
Der Umschlag von "Göttlich verdammt" zeigt die Hälfte eines Mädchengesichts, das von der Beschreibung her sehr gut auf Helen passt. Farblich ist der Umschlag in gold, zarten Gelb- und Grüntönen gehalten, die sich auch unter dem Schutzumschlag auf dem farblich abgestimmten und nicht weniger schönen bedruckten Hardcover befinden.
Im Gegensatz zu der Percy Jackson Reihe, die ebenfalls auf der griechischen Mythologie basiert, gibt es in "Göttlich verdammt" leider kein Glossar mit allen Göttern, die im Buch Erwähnung finden. In meinen Augen wäre das eine sinnvolle Bereicherung gewesen, gerade für die Leser, die zum ersten Mal mit der griechischen Mythologie Kontakt haben.

Webseite: Göttlich verdammt

Montag, 30. Mai 2011

[REZENSION] Stephens, John - Die Chroniken vom Anbeginn 1: Emerald


John Stephens
Die Chroniken vom Anbeginn 1: Emerald

Verlag: cbj
464 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 9783570152928
ISBN-13: 978-3570152928
empfohlenes Lesealter: 10-15 Jahre
Drei Geschwister
Drei Bücher
Ein großes Geheimnis
Inhalt:
Kate, Michael und Emma sind bereits vor vielen Jahren von ihren Eltern getrennt worden. Genau genommen, ist das schon so lange her, dass keines der Geschwister außer Kate noch eine Erinnerung an die Eltern besitzt. Heimatlos ziehen die Geschwister von einem Waisenhaus zum nächsten. Keiner will drei Kinder auf einmal adoptieren und Kate macht die Sache nicht einfacher, indem sie sich fest an den Glauben klammert, dass ihre Eltern noch leben und sie eines Tages wieder zu sich zurückholen werden. Die lange Odyssee scheint ein Ende zu nehmen, als sie in dem düsteren und geheimnisvollen Herrenhaus des rätselhaften Dr. Prym landen. Doch in Wirklichkeit beginnt hier für die drei Geschwister eine neue Reise, die sie sogar durch die Zeit führt. Geführt werden sie von dem Buch "Emerald", eine der Chroniken vom Anbeginn, die eng mit dem Schicksal der drei Geschwister verknüpft sind und hinter der ausgesprochene Schurken hinterher sind, deren Ziel nicht weniger ist als mit Hilfe der Chroniken die Herrschaft der Welt an sich zu reißen.

Eigene Meinung:
Das Abenteuer um die drei Geschwister Kate, Michael und Emma sprüht vor Abenteuerlust und Humor. Das Dreiergespann mit den unterschiedlichen Charakteren macht die Geschichte sicherlich für viele Altersgruppen und sowohl Mädchen als auch Jungen interessant: neben der besonnenen Kate, die ihrer Mutter das Versprechen gegeben hat, sich immer um ihre Geschwister zu kümmern, ist da noch ihr Bruder Michael, voller Forscherdrang und mit einem Faible für Zwerge, und die kleine Schwester Emma, die einen richtigen Dickschädel hat und sich so leicht von keinem was vorschreiben lässt!
Neben der bildhaften Sprache Stephens, der man anmerkt, dass er ursprünglich aus dem Filmbusiness stammt, lebt der Auftakt zu den "Chroniken vom Anbeginn" von der Liebe des Autors zu den Klassikern der Kinder- und Fantasyliteratur. Atmosphäre und Kulissen wirken oft wie Hommagen an beispielsweise Narnia oder "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" ohne dabei geklaut oder wie ein billiger Abklatsch zu wirken. John Stephens schafft wortgewaltig eine ganz neue Welt, in der man sich an seinem Humor und zahlreichen neuen Ideen freuen und trotzdem in Erinnerungen an geliebte Klassiker schwelgen kann durch die herrlich altmodisch angehauchte Atmosphäre, die er erschafft.
Außer den drei so unterschiedlichen Geschwistern tauchen in "Die Chroniken vom Anbeginn" auch zahlreiche liebevoll ausgearbeitete Nebencharaktere auf. Besonders erwähnenswert ist Stephens Umsetzung der teilweise geteilten Handlungsstränge, zu Zeiten in denen die drei Geschwister voneinander getrennt sind und parallel eigene Abenteuer erleben. Dem Autor gelingt es immer, jedem der Geschwister so viel Aufmerksamkeit zu widmen, dass keine der drei Helden zu kurz kommt. Der Fokus der Handlung liegt zwar aus einem bestimmte Grund in "Emerald" auf Kate, aber die voranschreitende Handlung zeichnet schon ab, das dieser Fokus in den Folgebänden zu Michael und Emma verlagert wird. Das Konzept der Reihe gefällt mir ausgesprochen gut und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen, insbesondere da "Emerald" zwar keinen fiesen Cliffhanger am Schluss hat, aber die essentiellen Fragen unbeantwortet bleiben und die Aufgaben der drei Kinder noch lange nicht erfüllt sind.
Das Buch hat einen geradezu herzerwärmenden Faktor was die Vermittlung der Werte Vertrauen, Zusammenhalt und besonders Familie angeht: wenn es hart auf hart kommt, halten die Geschwister immer zusammen - auch wenn sich Michael fast einen Fauxpas geleistet hätte, der sich wirklich wie eine Verbeugung des Autors vor den Chroniken von Narnia von C.S. Lewis ausnimmt - mehr wird an dieser Stelle nicht verraten - aber das schönste "Hach..."-Gefühl kam bei mir an der Stelle auf, als sich entschlüsselt, worin sich Michaels Leidenschaft für Zwerge tatsächlich begründet.

Fazit:
Ein spannendes Abenteuer das mit seinem Heldendreiergespann Mädchen und Jungen gleichermaßen anspricht und fast schon nach einer Verfilmung schreit!
Ein nahezu perfektes Lesevergnügen, dass bei mir nur leicht getrübt war durch die Überfülle an Ideen und einem teilweise zu rasanten Tempo, so dass ich an mancher Stelle gerne einen Gang zurückgeschaltet oder in Summe gerne ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Denn mit dem flotten Erzählstil und der komplexen Thematik werden vielleicht einige Zehnjährige überfordert sein.
Ein Füllhorn zauberhafter Ideen und Charakteren, die man richtig liebgewinnt im Laufe der Handlung, mit den besten Zwergen seit Tolkiens Gimli ;)

Aufmachung des Buches:
Passend zum Buchtitel "Emerald" (=Smaragd) kommt der Schutzumschlag in einem kräftigen Grün daher. Die Titel der beiden Folgebände stehen zwar noch nicht fest, aber da Band 2 und 3 auf der Webseite zur Reihe in rot und blau abgebildet sind, könnte ich mir gut vorstellen, dass sie "Ruby" und "Sapphire" heißen werden, sicher spiegelt sich die Farbe der Bücher auch bei den Fortsetzungen in den Titeln wider.
Neben der hervorgehobenen Schrift des Titels gefällt mir besonders die scherenschnittartige Weltkugel, auf der sich allerhand Figuren aus dem Buch tummeln.

Reihen-Info:
Band 1: Emerald
Band 2: erscheint voraussichtlich im März 2012
Band 2: erscheint voraussichtlich im März 2013

Webseite: Die Chroniken vom Anbeginn

Sonntag, 29. Mai 2011

[RUND UMS BUCH] Neu in KW21


Diese Woche war zu Rezensierendes und Gekauftes in meinem Briefkasten:

1x1 Modelliertechniken, Annette Biemer / Emily Funke / Cordula Haug / Kerstin Rupprecht (GK)
Chicagoland Vampires 1: Frisch gebissen, Chloe Neill (GK)
Chroniken der Weltensucher 3: Der gläserne Fluch, Thomas Thiemeyer (RE)
Dark Swan 2: Dornenthron, Richelle Mead (GK)
Dhampir 6: Götterjagd, Barb & J.C. Hendee (GK)
Forbetter your English, Eric T. Hansen (RE)
Happymakers: Kleine Glücksbringer selber nähen!, Patricia Morgenthaler (GK)
Hingabe, Adam Haslett (GK)
Succubus Blues 1: Komm ihr nicht zu nah, Richelle Mead (GK)

Die Remittenden-Buchhandlung war Schuld, jawohl! Zumindest an gut der Hälfte aller Neuzugänge... ;)
Mitterweile muss ich mich den zwiespältigen Meinungen zu medimops übrigens anschließen: ob die Artikel, die als sehr gut bezeichnet werden, wirklich sehr gut sind, scheint reine Glückssache zu sein. Bei mir entpuppte sich ein "sehr gut" erhaltenes Buch als Remittende mit angestoßenen und abgeschabten Ecken. Daher ziehe ich für mich die Konsequenz dort nur noch Bücher zu kaufen, die entweder sehr billig angeboten werden, sehr billig sind, weil ich noch einen Gutschein zum Einlösen finde, oder bei denen der Zustand für mich nicht so wichtig ist. 
Die Kurzgeschichten von Adam Haslett sind vor einigen Wochen über eine Autorenempfehlung auf meinen Wunschzettel gewandert, eigentlich bin ich kein großer Kurzgeschichten-Leser, aber da mich die beiden Bücher der hinter der Empfehlung steckenden Autorin vom Hocker gerissen haben, dachte ich mir, ich probiers mal wieder damit. Gelegentlich über den Tellerrand zu gucken kann ja nicht schaden ;)

Genähtes (außer ein bisschen Handgenähtes im Materialmix) gibt es zwar noch nicht zu sehen, dass spare ich mir für nach dem Nähkurs auf ;) Derzeit frische ich zunächst meine eingestaubten Häkelfertigkeiten auf und ich finde die Brosche im Materialmix macht sich sogar sehr gut auf meiner Schickimicki-Suitcase-London-Handtasche:


Ansonsten bastel ich munter an Broschen, Haarspangen und Applikationen für Kinderklamotten (oder für genähte Täschchen und Buchhüllen, aber das ist ja "noch" Zukunftsmusik). Mittlerweile verstehe ich gar nicht mehr, warum ich früher so eine Abneigung gegen Gehäkeltes hatte, eigentlich ist das doch ganz nettes Geschlöns:

[GAST-REZENSION] Berner, Rotraut Susanne (Illustrationen) - Die poetische Katze

Gast-Rezension von Claudia von Lesezimmerchen
Vielen Dank für deinen Beitrag!

Rotraut Susanne Berner (Illustrationen)
Die poetische Katze: Die schönsten Katzengedichte

Verlag: Jacoby & Stuart
40 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3941787128
ISBN-13: 978-3941787124

Wun-der-schön!
Dieses kleine Büchlein enthält die verschiedensten Gedichte, die, so sehr sie voneinander in Länge, Stil und Sprache abweichen, alle eines gemeinsam haben: Sie alle handeln von Katzen. Von ihren Eigenarten und dem Zusammenleben mit ihnen.
Da ich leider auf dem Gebiet der Lyrik nicht besonders bewandert bin, kann ich den Inhalt des Buches nicht nach seiner Kunstfertigkeit beurteilen, eines aber kann ich sagen:
Für den Leser ist dieses Buch einfach wundervoll. Die Gedichte sind toll ausgesucht, in ihnen kann wohl jeder Katzenbesitzer Bekanntes finden und auch für Jene, die ohne Katzen leben (müssen) dürfte sich ein durchaus interessantes Bild ergeben.
Die einzelnen Gedichte sind häufig voller Humor und Augenzwinkern, regen aber auch durchaus zum Nachdenken an. Es macht so viel Spaß, sie zu lesen, über sie nachzudenken oder sie einfach nur zu genießen, dass man richtig traurig ist, wenn das Buch nach so wenigen Seiten bereits beendet ist. Zum Glück kann man Gedichte immer wieder lesen, ohne dass sie etwas von ihrem Zauber verlieren.
Der größte Pluspunkt aber sind zweifelsohne die vielen, farbigen, wunderhübschen Zeichnungen im Buch. Sie alle zeigen – logisch – Katzen, setzen sich aber immer in den Bezug zum jeweiligen Gedicht, was die Mühe widerspiegelt, die man sich mit diesem Büchlein gegeben hat.
Insgesamt absolut lesenswert und vor allem etwas, was man immer und immer wieder gerne zu Hand nehmen kann. Ein Werk, aus dem man Teile zitieren möchte und dessen Bilder man nur zu gern mit anderen teilen möchte. Ein Erlebnis.


Freitag, 27. Mai 2011

[REZENSION] Stewner, Tanya - Das Lied der Träumerin

Tanya Stewner
Das Lied der Träumerin

Verlag: Fischer
ISBN-10: 3841421164
ISBN-13: 978-3841421166
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre
persönliches Empfinden: ab 18 Jahre

Inhalt:
Nach dem Tod ihres aus England stammenden Vaters kehrt Angelia ihrer Mutter und Deutschland den Rücken und geht nach London, um ihren Traum zu leben: sie will Sängerin werden! Darüber verwirft sie sich mit ihrer Mutter, die für Jana - wie Angelia mit ersten Vornamen heißt - ein Jurastudium und eine "sichere" Zukunft vorgesehen hat. Doch Angelia lässt sich von ihrem Traum nicht abbringen und bewohnt schon bald in London eine WG mit den beiden ungleichen Brüdern Josh und Jeremy, der eine lebensbejahend und ebenso ein Träumer wie Angelia, der andere scheinbar gefühlskalt und oberflächlich. Angelia macht Höhen und Tiefen durch, heimst Erfolge ein und erlebt Rückschläge, doch neben allem verliert sie nie ihrem Traum aus den Augen, auch nicht, als sie sich ihrer Vergangenheit und der ihres Vaters stellen muss, der einst ähnliche Träume wie seine Tochter hatte.

Eigene Meinung:
Wie bereits in ihrer Elfengeschichte für jüngere Leser hat mich Tanya Stewner mit ihrem klaren und poetischen Schreibstil gefesselt. Das Buch besticht durch eine zauberhafte und zarte Gestaltung und jedes Kapitel wird mit einem passenden Zitat eingeleitet. Leider ist damit aber schon alles Positive gesagt, was ich diesem Buch abgewinnen konnte. Lange Zeit habe ich mich vor dieser Rezension gedrückt, weil ich einfach nicht verstehen konnte, warum mich der Zauber dieser Geschichte nicht erreichen konnte wie so viele andere Leser, denn vom Ansatz fand ich einige Ideen der Autorin durchaus gut, aber in der Umsetzung misslungen.
Was nützen alle Zitate und großen Worte, wenn man einfach keinen Zugang zu der Hauptperson eines Romans finden kann? Angelias lebensbejahende Art ging mir stellenweise auf den Keks, ihre Art ihrem Traum nachzugehen grenzte in meinen Augen beinahe an Größenwahn und ihre Aussagen sind teilweise richtig krass. So nennt sich nicht die Krebserkrankung als Ursache für den Tod ihres Vaters, sondern in ihren Augen war die Mittelmäßigkeit daran Schuld. Einwände ihrer Mutter werden mit Phrasen und Parolen niedergeschmettert, die in meinen Augen zu extrem dargestellt waren, um natürlich zu wirken. Die Protagonisten sind nicht grauschattiert, sondern alle schwarz oder weiß. Träumer sind gut und alle anderen, die ihren Traum aufgegeben haben sind schlecht. Träumen wird gleichgesetzt mit Leben, Mittelmäßigkeit und Sicherheit stehen für Leblosigkeit.
Mir ist bewusst, dass viele Leser ein positives Fazit aus der Geschichte gezogen haben, aber für mich stand am Ende das Fazit, dass Menschen, die ihre Träume nicht leben, kein lebenswertes Dasein führen, auch wenn das ganz sicher nicht die Intention der Autorin war. Nachdem ich das Buch beendet habe, war ich einfach verärgert, schockiert und deprimiert. Stundenlang habe ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen und mich gefragt, was das Leben überhaupt für einen Sinn hat aus Angelias Sicht, aber ohne Möglichkeit seine Träume leben zu können. Nachdem ich zeitgleich mit meiner Lektüre andere Stimmen zu dem Buch gehört habe, scheint es sehr stimmungsabhängig zu sein, wie das Buch beim Leser ankommt, ich empfehle es zumindest an keinen weiter, der aus irgendeinem Grund einen großen Traum begraben musste oder eine negative Phase in seinem Leben durchmacht. Daneben haben mich auch eine Glaubensdiskussion und der Umgang mit Sex gestört. Nicht der Sex an sich, sondern die Titulierung als Vögeln oder Treiben. Dass ich mich an diesen Punkten gestört habe, liegt vor allen Dingen an meinen im Nachhinein falschen Erwartungshaltungen, mit denen ich an dieses Buch herangegangen bin. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren und der verträumte himmelblaue Umschlag lassen auf eine ganz andere Geschichte schließen, als die, die man letzten Endes geboten bekommt. Nach dem Lesen würde ich das Buch frühestens ab 16, vielleicht sogar erst ab 18 Jahren empfehlen.
An einigen Stellen hätte mich die Geschichte dennoch für sich gewinnen können, wenn einige Punkte nicht zu kurz abgehandelt worden wären, wie die Konfliktbewältigung zwischen Angelia und ihrer Mutter oder das Verhältnis zwischen Josh und Jeremy und ihrem Vater. Die Aussagen, die hier gemacht werden, sind teilweise provokant, aber zu plakativ. Daneben hat mich noch die Vorhersehbarkeit einiger Handlungspunkte gestört. An einem bestimmten Punkt der Geschichte kann sich der Leser recht schnell denken, warum Angelias Vater seiner Heimat den Rücken zugewandt und seine Träume begraben hat und das Angelia an zwei Stellen Niederlagen einstecken muss, konnte man sich eigentlich auch denken, da die Ziele beinahe utopisch hochgesteckt waren. Hätte die Handlung an diesen Stellen eine andere Wendung genommen, wäre sie einfach nicht mehr glaubwürdig gewesen. Zu viel gewollt - zu wenig rübergebracht: neben Lebensmüdigkeit und verlorenen Träumen handelt die Autorin Homosexualität, Alkoholprobleme und althergebrachte Werte wie Ehe und Glauben manchmal nur auf wenigen Seiten ab, dass mir trotz mitreißenden Dialogen und fließendem Schreibstil die Handlung stellenweise zu unausgegoren und halbherzig war.
Tanya Stewner macht keinem vor, dass Lebensträume einfach so erfüllt werden, um Träume zu verwirklichen, muss auch Angelia hart arbeiten, aber ihre Art, wie sie alles außer ihrem Traum als notwendiges Übel sieht und Personen ohne Träume als zweitklassig degradiert werden, hinterließ bei mir nach dem Lesen einen schalen Beigeschmack.
Wer selbst Musik "lebt" kann sich mit "Das Lied der Träumerin" aber sicher mehr identifizieren als ich das konnte, denn ich finde Musik zwar schön, aber sie nimmt keinen so hohen Stellenwert in meinem Leben ein, dass ich mich in Angelias Umgang mit Musik wiederentdecken oder mich zumindest hineinversetzen konnte. Für Angelia ist Musik nicht gleich Musik, vielmehr hat sie einen Soundtrack für ihr Leben und das richtige Lied zur richtigen Zeit wirkt bei ihr beinahe wie ein Wunderheilmittel.

Fazit:
Eigentlich möchte ich zu diesem Buch weder raten noch abraten. Man liebt es, man hasst es, oder es wird einen gar nicht berühren, einer Sache bin ich mir aber relativ sicher: um es zu lieben, muss man mehr Träumerin sein, als ich es bin, es war einfach nicht mein Lied!
Auf Grund positiver Leseerfahrungen mit anderen Büchern von Tanya Stewner im Vorfeld und ihrem wunderbaren Schreibstil werde ich aber auf jeden Fall zu weiteren Büchern aus ihrer Feder greifen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

[MEINE WELT] Dies und das #5

Endlich... die ausstehende Rezension zu "Das Lied der Träumerin", die mich seit 2 oder 3 Wochen blockiert hat, ist geschrieben! Zugegebenermaßen lese ich gerne negative Kritiken von anderen, sie sind in der Regel sehr viel interessanter zu lesen und erfordern in meinen Augen mehr Fingerspitzengefühl und mehr Tiefe bei der Beurteilung eines Buches, denn im Gegensatz zu absoluter Begeisterung finde ich es persönlich schwieriger Kritikpunkte zu erläutern ohne aus einer Rezension einen riesigen Spoiler zu machen. Aber nur, weil ich sie gerne lese, heißt das ja noch lange nicht, dass ich sie gerne schreibe ;D Naja, der Knoten ist geplatzt, und ich kann mich mit frischer Energie an meine bereits wieder drei ausstehenden Rezensionen machen, bei denen die gelesenen Bücher alle gut bis sehr gut davonkommen.

Neben ausstehenden Rezensionen gibt es nächste Woche neue Beiträge von der Cool-Tour-Katze, denn ich habe mich kurzfristig dafür entschieden am Montag zur Erebos-Lesung von Ursula Poznanski in der Villa Clementine in Wiesbaden zu gehen, kurzfristig deshalb, weil die Lesung bereits am Vormittag stattfindet, und ich erst letzte Woche meinen Urlaub genehmigt bekommen habe. Außer auf die Lesung freue ich mich aber auch sehr auf den Veranstaltungsort, in dem es u.a. eine Büchertauschstelle gibt, ein Café und eine Audiothek für Kinder.
Neben den zeitnahen Veranstaltungen hat script5 heute eine tolle Nachricht via Facebook für den Herbst verkündet: vom 12. bis 16. September wird die Maggie Stiefvater in verschiedenen deutschen Städten zu sehen sein, ich hoffe, sie kommt nach Frankfurt, dann bin ich auf jeden Fall dabei :) Leider stehen nähere Details noch nicht fest, sondern werden erst in den nächsten Wochen und Monaten bekannt gegeben.

Vielleicht haben einige in den letzten Wochen mitbekommen, dass ich dem Kreativbuchkaufrausch verfallen bin. Neben Büchern und einigem an Material was sich hier bereits anhäuft, bin ich seit dieser Woche für einen Nähkurs im Juli angemeldet, da ich gemerkt habe, dass mir im Moment Ruhe, Geduld und Motivation fehlen, um mir alles alleine aus Büchern oder Internet-Tutorials beizubringen. Falls ich in Zukunft tatsächlich das eine oder andere Werk zustande bringen sollte, wollt ihr hier darüber lesen? Oder interessieren euch die Erfahrungen, die ich im Kurs und anhand von Büchern sammeln werde?  Schreiben will ich darüber auf jeden Fall, aber soll ich das hier bloggen oder auf meinem Zweitblog, der eigentlich für alles herhalten muss, dass nix mit Büchern zu tun hat. Über kurzes Feedback von euch in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen :)

Dienstag, 24. Mai 2011

[TTT] Top Ten Tuesday #15


Zeit für den Top Ten Tuesday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 liebsten/besten Paare

Wie bereits letzten Dienstag angekündigt, habe ich bei den besten Paaren ein bisschen geschmut. Relativ spontan sind mir nämlich drei Vierergrüppchen eingefallen, die nun neben sieben Paaren in meiner Liste stehen. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass meine Liste sehr viele Freunde- bzw. Geschwisterpaarungen enthält, Liebespaare oder Ermittlerduos findet man kaum oder gar nicht.

1. Jim und Lukas aus Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Michael Ende)

2. Luzie & Leander aus Luzie & Leander (Bettina Belitz)

3. Leo und Emmi aus Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen (Daniel Glattauer)

4. Katniss und Peeta aus Die Tribute von Panem (Suzanne Collins)

5. Ronja Räubertochter und Birk Borkason aus Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

6. Die Penderwick-Schwestern aus Die Penderwicks (Jeanne Birdsall)

7. Bridget, Carmen, Lena und Tibby aka The Sisterhood of the Traveling Pants aus Eine für vier (Ann Brashares)

8. Ruth, Naomi, Rachel und Phoebe aus Vier verrückte Schwestern (Hilary McKay)

9. Jonathan und Karl (Krümel) aus Die Brüder Löwenherz (Astrid Lindgren)

10. Die Hunsenmayr-Schwestern Luise (Wheeze) und Julie (Juts) aus Jacke wie Hose (Rita M. Brown)

Das Thema für Dienstag, den 31.05.2011 heißt:
Euer liebstes Top Ten Thema, dass ihr verpasst habt und nachholen wollt

Da ich nur den ersten Top Ten Tuesday verpasst habe, lautet mein Thema für nächsten Dienstag:
Die 10 besten Bücher 2010

Montag, 23. Mai 2011

[COOL-TOUR-KATZE] Kindertheater und 2. Wiesbadener Lesecafé

Maike Jansen und Stefan Ferencz von "pohyb's & Konsorten" waren letzten Samstag zu Gast in der Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg mit ihrer Interpretation von Leo Lionnis "Frederick".
Da das Theaterstück bereits mit Kindern ab 3 Jahre besucht werden durfte, war ich mit Kind und Mann vor Ort, denn das Angebot für kulturelle Veranstaltungen für Kindern in diesem Alter ist eher rar gesäht, wobei es auch nicht einfach ist eine große Gruppe 3jährige über eine Dreiviertelstunde dermaßen zu fesseln, dass sie mit ihrem Hintern auf den Stühlen bzw. den Sitzkissen auf dem Boden kleben bleiben ;)
Dem Kindertheater "pohyb's & Konsorten" ist das aber wunderbar gelungen, im Vorfeld hatte ich selbst noch meine Zweifel, wie man das bezaubernde Bilderbuch "Frederick" in ein Theaterstück auf eine Länge von 45 Minuten adaptieren kann, bei dem die Kleinsten ihren Spaß haben und die Großen sich nicht langweilen, aber die Umsetzung war wirklich eine Glanzleistung! Ich muss zugeben, dass ich auf Grund der Hitze zwar in der hintersten Ecke auf meinem Stuhl festgeklebt habe und zu faul zum Fotografieren war, aber die Kinder waren total begeistert, haben viel gelacht und sich aktiv beteiligt, und obwohl die Kleinen alleine in der vorderen Reihe gesessen haben und Mamis und Papis hinten auf Stühlen, kam kein "Mama Mama"-Mucks und Geschrei. Ich hätte nie gedacht, dass sich meine Tochter ganz ruhig zwischen wildfremde Kinder setzt, aber die Kleinen waren wie verzaubert. Eine sehr schöne Veranstaltung und absolut empfehlenswert!
Auf der Webseite des mobilen Theaters findet man u.a. die aktuellen Tourneedaten, vielleicht kommt es ja auch mal in eure Nähe und ihr stattet ihm mit euren Kindern einen Besuch ab:
pohybs-konsorten


Nach der schwitzigen Theaterveranstaltung habe ich meinen Anhang nach Hause geschickt und bin alleine zur nächsten Veranstaltung aufgebrochen. In Wiesbaden öffnete zum zweiten Mal des Wiesbadener Lesecafé im Café Anderswo seine Pforten, und ganz im Zeichen des Steampunks lasen dort Tanja Meurer und Ju Honisch.

Leider musste meine Freundin Ina kurzfristig wegen Migräne absagen, glücklicherweise kam meine andere Freundin Yvonne aber noch in letzter Minute zu der Veranstaltung, denn ein bisschen kam ich mir vor wie ein Partychrasher, da sich viele der Besucher anscheinend schon vor der Veranstaltung kannten. Allerdings kannten die meisten auch Yvonne, so kam ich mir zwar immer noch wie ein Partycrasher vor, aber wie einer, der wenigstens einen der geladenen Gäste kennt ;D Spaß beiseite: als auch "Neuling" des Lesecafés kam ich mir sehr willkommen vor, das kleine Café ist supergemütlich und war mit 16 Besuchern proppenvoll und die Getränke dort sind verboten lecker!

Tanja Meurer las aus ihrem noch unveröffentlichten Roman "Das Gewicht der Seele"...


... und hatte zwei Illustrationen mit den Hauptfiguren ihres Romans dabei.



Nach einer etwa sechzigminütigen Lesung inkl. Fragerunde kam Ju Honisch an die Reihe. Aus einer auf alt getrimmten Kladde trug sie den Prolog zwischen Spinne und der Macht aus ihrem letzten Roman "Jenseits des Karussells" und zwei weitere Szenen vor.
Mit beeindruckender Intonation verlieh jedem ihrer Wesen ganz spezielle Züge, ich hätte ihr stundenlang zuhören und zuschauen können, meinetwegen hätte sie ihr ganzes Buch vorlesen können ;D


Doch leider findet auch die schönste Veranstaltung irgendwann ein Ende, und ich konnte ganz stressfrei im Anschluss an die lauschige Runde mein mitgebrachtes "Obsidianherz" für mich und eine Postkarte mit dem Antlitz des Grafen Arpad (einer der Protagonisten aus Ju Honischs Büchern) für meine Freundin Ina signieren lassen.
Da ich schon nach Steampunk-Empfehlungen gefragt wurde: Ju Honisch ist eine ganz ganz ganz große Empfehlung von mir an alle, die etwas aus diesem Genre lesen wollen! Aber seit gewarnt: bei Jus Büchern bekommt ihr etwas für euer Geld, unter 800 Seiten in kleinster Druckschrift geht da nichts ;)


Wer selbst einmal das Lesecafé in Wiesbaden besuchen möchte kann das aller Voraussicht nach in Zukunft jeden dritten Samstag im Monat tun, nähere Infos liefert die Webseite des Lesecafés:
Dort findet man auch Eindrücke der vergangenen Veranstaltungen inkl. Fotos.

[RUND UMS BUCH] Eine ganz besondere Verlagsvorschau...

Seit "Wolkenbrot" und "Die große Wörterfabrik" bin ich ein großer Fan der Bilderbücher des mixtvision Verlags und deshalb freute ich mich natürlich sehr über die neue Verlagsvorschau, die heute endlich erschienen ist und war schon ganz gespannt auf die neuen Bilderbuchschätze des Herbstprogramms.
Natürlich darf im Katalog auch die Backlist nicht fehlen mit Empfehlungen aus den vorangegangenen Verlagsprogrammen. Naja, so ein bisschen habe ich ja zunächst gegrummelt, dass ich bei "Die große Wörterfabrik" nicht zitiert wurde, immerhin Leserrezension 2010 bei lovelybooks, aber in der Regel kommen ja eher Zeitungen, Literaturportale, Journalisten oder Buchhändler in gedruckter Form zu Wort *schnüff* aber dann ist mein Blick nach rechts geschwenkt zu "Oben Krone, unten ohne" und was sehe ich da :D

Sonntag, 22. Mai 2011

[RUND UMS BUCH] Neu in KW20


Diese Woche war Gekauftes und Getauschtes in meinem Briefkasten:

100 bezaubernde Häkel-Minis, Kamuran Simsek (GK)
Die Sturmkönige 2: Wunschkrieg, Kai Meyer (GT)
Stricken kinderleicht, Kathja Herrenknecht (GK)

"Stricken kinderleicht" habe ich mir ersteigert, nachdem mir mein Flohmarktschnäppchen "Häkeln kinderleicht" so gut gefallen hat. Bei Tauschticket bin ich auch mal wieder fündig geworden, bevor meine Tauschtickets dort alle Staub ansetzen und die Häkel-Minis waren ein Frustkauf am Freitag im Frankfurter Hugendubel, wo zufällig gerade eine kostenlose Lesung von Nele Neuhaus stattfand, aber irgendwie hatte ich am Freitag keinen Kopf für sowas...
Und bevor hier alle Kreativbücher ein trauriges Regaldasein fristen müssen, habe ich endlich einen Nähkurs in Frankfurt für mich gefunden, der inhaltlich und zeitlich für mich in Frage kommt, jetzt warte ich ungeduldig auf Terminvorschläge per Mail... *hibbel*
Im Gegensatz zu vor zwei Wochen kann man die Bücher jetzt richtig gut zwischen den Tomatenpflanzen verschwinden lassen. Hoffentlich wachsen die Tomaten genauso gut wie die Blätter ;D An allem anderen : Erdbeeren, Stachelbeeren und Co. wächst nämlich viel Grün aber leider wenig Essbares :(

[GEWINNSPIEL] Gast-Rezensenten gesucht... und gefunden!

Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen (und ehrlich gesagt lose ich auch viel lieber Gewinnspiele aus als eine Rezension zu schreiben *g*):

Dank random.org haben drei Katzenbücher und "Worldshaker" neue Besitzer gefunden:
Über "Die poetische Katze" darf sich Claudia freuen, was uns unsere Katzen sagen wollen werden wir demnächst hoffentlich von Ami Li Misaki erfahren, die Kätzisch mit Hilfe des Langenscheidts "Katze-Deutsch/Deutsch-Katze" lernt, und die Kurzgeschichtensammlung "Rufname Lila" geht an Anika.
"Worldshaker" hätte ich am liebsten an jeden verschickt, der sich dafür beworben hat, ich bin wirklich ganz heiß auf neue Rezensionen darüber ;D Falls es mir in meiner Remittendenbuchhandlung noch einmal unter die Nase kommen sollte, lege ich ein Exemplar nach, versprochen! Und *Trommelwirbel* "Worldshaker" geht an: WINTERKATZE!!! ;D

Liebe Gewinnerinnen, schickt mir bitte eine Email mit eurer Adresse (meine Email findet ihr unter Impressum), ich schicke die Bücher dann schnellstmöglich an euch los.
Ansonsten bleibt mir nur noch euch ganz viel Spaß beim Lesen zu wünschen und ich freue mich schon sehr auf eure Eindrücke zu den Büchern!

Samstag, 21. Mai 2011

[BLOGINTERNES] Gewinnerauslosung und Vorschau

Bitte nicht hibbeln heute, ich gebe die Gewinner erst morgen bekannt ;)
Seit gestern habe ich schlimme Kopfschmerzen und bin ziemlich direkt nach der Arbeit ins Bett geflüchtet und habe heute morgen deswegen auch meinen Lieblingsflohmarkt ausfallen lassen, obwohl ich riesengroße Lust darauf gehabt hätte :( Aber heute stehen noch andere Sachen an, und eigentlich ist es für meinen Brummschädel immer noch so viel an Programm: wir fahren gleich nach Mainz und gehen mit unserer Tochter ins Kindertheater, danach schicke ich meine Familie wieder nach Hause ;) und treffe mich in Wiesbaden mit ein oder zwei Bloggerinnen, mit denen ich zu den Lesungen im Wiesbadener Lesecafé von Ju Honisch und Tanja Meurer gehen will - ein Abends ganz im Zeichen des Steampunks :)
Morgen schaffe ich auch außer der Gewinnerbekanntgabe hoffentlich auch endlich meine ausstehenden Rezensionen zu schreiben, die eine steckt mir wirklich quer und ich wäre froh sie endlich loszulassen, aber irgendwie ging die letzte Woche gar nichts.

Mittwoch, 18. Mai 2011

[GEWINNSPIEL] (M)Ein Jahreshighlight 2010 gegen deine Rezension!

Zum Glück habe ich meine Nase nach der Arbeit noch kurz in meine Lieblings-Remittendenbuchhandlung gesteckt:
Da lag doch tatsächlich ein mängelfreies Mängelexemplar von einem meiner Jahreshighlights 2010:


Das konnte ich doch unmöglich dort liegen lassen! Ich gebe zu: so ganz uneigennützig war ich nicht, als ich das Buch aus dem Regal gefischt und gekauft habe: wenn mich ein Buch sehr begeistert, lese ich danach gerne weitere Meinungen von anderen Lesern. Nur gibt es zu den beiden Büchern von Richard Harland leider jeweils nur eine Handvoll Rezensionen :( Und wie kann man diesem Umstand Abhilfe schaffen? Ich verschenke das Buch gegen eine Rezension :) Danach ist hoffentlich ein weiterer Leser so begeistert wie ich von Harlands Buch und ich kann in jedem Fall eine neue Rezension zu Worldshaker lesen ;D
Ich lasse die Aktion parallel zu meinem Post "Gast-Rezensent(en) gesucht für Bücher über Katzen" bereits am 20. Mai 2011 auslaufen, damit ich die Bücher in einem Aufwasch verschicken kann. Wer sich bereits auf die Katzenbücher beworben hat, kann bei der Worldshaker-Aktion selbstverständlich trotzdem teilnehmen! Es ist egal ob ihr einen Blog habt oder nicht, ich hätte die Rezension zu dem Buch gerne bis Ende Juli, die Rechte an der Rezension verbleiben natürlich bei euch, ich erhalte nur die Erlaubnis, sie auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.

Eure Aufgabe ist es mir in den Kommentaren drei Fragen zu beantworten:
1. War euch Worldshaker bereits vor diesem Post bekannt, wenn ja, wie seit ihr darauf aufmerksam geworden?
2. Habt ihr schon etwas aus dem Bereich Steampunk gelesen, wenn ja, was?
3. Was reizt dich an Worldshaker am meisten?

Dienstag, 17. Mai 2011

[TTT] Top Ten Tuesday #14


Zeit für den Top Ten Tuesday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

Eure 10 liebsten Romanfiguren

Statt auf der Bahnfahrt nach Hause zu lesen, habe ich mir Gedanken über den heutigen und den kommenden Top Ten Tuesday gemacht. Da die beiden Themen sich ähneln, sind einige meiner Lieblingsfiguren nicht auf der heutigen Liste gelandet, sondern als Paar oder Team auf der Liste für die nächste Woche, wenn die liebsten bzw. besten Paare gesucht sind.
Doch nun zu meinen liebsten Romanfiguren:

1. Randle P. McMurphy aus Einer flog übers Kuckucksnest (Ken Kesey)
Eigentlich hätte der Roman bereits auf die Liste der besten Literaturverfilmungen gemusst, aber ich habe ihn tatsächlich vergessen :( Ich kann weder den Film oft gucken, oder das Buch häufig lesen. Diese Geschichte geht mir richtig an die Nieren. Hier gibt es nicht nur Lieblingsfiguren, sondern auch meine meistgehasste Figur: Schwester Rached. Am Schluss (egal ob Film oder Buch) heule ich jedesmal Rotz und Wasser, obwohl ich doch genau weiß, wie es ausgeht... Falls es tatsächlich noch jemanden gibt, der weder Film noch Buchvorlage kennt, sollte diese Lücke schließen! McMurphy ist verrückt, und wenn man ihn kennt, findet man es umso trauriger, das nicht in allen Menschen ein bisschen Randle P. McMurphy steckt.

2. Sams aus Eine Woche voller Samstage (Paul Maar)
Wer wünscht sich nicht eine gute "Fee", die alle Wünsche erfüllt - solange noch Wunschpunke da sind - und alles macht was eigentlich verboten ist ;)

3. Karlsson vom Dach aus Karlsson vom Dach (Astrid Lindgren)
Der Beste! Schön, grundgescheit und gerade richtig dick ;) DAS Selbstbewusstsein hätte ich auch gerne ;D

4. Ismael aus Nennt mich nicht Ismael (Michael G. Bauer)

5. Leon aus Leon mit den linken Händen (Allen Kurzweil)

6. Stanley Yelnats aus Löcher (Louis Sachar)
Ismael, Leon und Stanley sind Außenseiter und anfangs richtige Looser, die aber im Laufe der Handlung und durch Unterstützung von wahren Freunden (das wichtigste im Leben!) ihr Leben meistern. Für mich alles "Wohlfühlbücher", teilweise etwas schräg, und doch mit so herrlichen normalen Helden.

7. Mrs. Weasley aus Harry Potter (Joanne K. Rowling)
Auch wenn ich Ron manchmal verstehe, dass ihn die Übervorsorglichkeit seiner Mutter nervt und/oder peinlich ist: ein bisschen beneide ich ihn schon um seine Mama.

8. Schatten aus Silberflügel (Kenneth Oppel)
Für mich das Beste im Bereich Tierfantasy, was ich bislang gelesen habe. Vor dem Lesen hätte ich nie gedacht, dass man mit einer Fledermaus so mitfiebern und welche Geschichten man um sie herum spinnen kann.

9. Legolas aus Herr der Ringe (J. R. R. Tolkien)
An dieser Stelle möchte ich aber ausdrücklich betonen, dass meine Vorliebe für Legolas NICHTS mit Orlando Bloom zu tun hat ;) In Legolas habe ich mich schon verliebt, als ich vor ungefähr zwanzig Jahren den Zeichentrickfilm gesehen habe.

10. Anne aus Anne auf Green Gables (Lucy Maud Montgomery)
Egal ob als Buch, Zeichentrick- oder Realverfilmung: Anne habe ich in mein Herz geschlossen, obwohl sie ein ganz anderer Typ Mensch ist als ich. Aber die Reihe ist so wunderbar verträumt, und manchmal ein bisschen traurig...

Das Thema für Dienstag, den 24.05.2011 heißt:
Eure 10 liebsten/besten Paare

Ich gestehe, nächste Woche werde ich wieder ein bisschen Schmu betreiben, denn unter meine Paare haben sich einige Quartette geschlichen.

[REZENSION] Tarek, Tom - Rufname Lila

Tom Tarek
Rufname Lila
Verlag: Books on Demand
138 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3842338066
ISBN-13: 978-3842338067
Für alle, die glauben, eine Katze in ihr Heim aufnehmen und weiterhin in einer geordneten Welt leben zu können.
In 23 Geschichten lässt uns Tom Tarek an seinem ganz alltäglichen Wahnsinn Leben mit der Katastrophenkatze Lila teilhaben. Die einzelnen Episoden sind maximal acht Seiten lang und somit kleine literarische Appetithäppchen für zwischendurch. Eigentlich bin ich kein großer Freund von Kurzgeschichten, aber die angenehme Länge - beziehungsweise Kürze - und der lockere und witzige Schreibstil des Autors haben dafür gesorgt, dass ich die Geschichten in einem Rutsch weggelesen habe. Während den ersten zwei oder drei Geschichten musste ich mich zunächst an die Vorliebe des Autors für lange und extrem verschachtelte Sätze gewöhnen, aber danach habe ich den humorvollen Schreibstil sehr genossen. Manche Erzählungen waren mir beinahe zu verrückt, mir persönlich haben diejenigen am besten gefallen, die offensichtlich auf Tatsachen beruhen, in einigen Episoden steckt nämlich ein Fünkchen Münchhausen, wobei man sich dabei das ein oder andere Mal doch aufs Glatteis führen lässt, da sich die überspitzten und außergewöhnlichen Situationen durch das zumeist gleichbleibende Setting sehr gut in die Rahmenhandlung einfügen. Bei einigen Geschichten konnte ich wirklich nicht beurteilen, was der Autor tatsächlich mit Lila erlebt hat und was seiner Fantasie zuzuschreiben ist. Der besondere Clou dieser Geschichtensammlung ist der Running Gag mit Lilas Vorliebe für Handschuhe, der sich wie ein roter Faden durch alle Episoden zieht und die Kurzgeschichten fast wie einen Roman lesen lässt. Ich glaube, das war einer der Hauptgründe für mich, weshalb sich das Büchlein so gut hat lesen lassen, denn oft lege ich Kurzgeschichten nach zwei bis drei Episoden zur Seite und greife lieber nach einem Roman. Der Hybrid aus Kurzgeschichtensammlung und zusammenhängender Erzählung vereint zwei Pluspunkte in sich: zum einen sind die Geschichten eine kurzweilige Minuten-Lektüre für Zwischendurch, andererseits üben sie einen gewissen Sog aus unbedingt weiterlesen zu wollen, weil man erfahren will, was Lila - gemeinsam mit ihren Besitzern - dank ihrer Marotten noch alles erlebt. Ich habe beim Lesen häufig Schmunzeln und ein paarmal auch Lachen müssen und empfehle daher allen, deren Lachmuskeln etwas Auflockerung nötig haben, persönlich Bekanntschaft mit Lila zu schließen ;)

Montag, 16. Mai 2011

[KINDERMUND] Ich bin kein Baby mehr!

Gestern habe ich meine Tochter mal wieder so richtig dolle abgeknutscht - solange sich Kinder noch nicht richtig wehren können, muss man das ja ausnutzen, muhahahaa...
Sie: "Ich will nicht!"
Ich: "Du bist aber mein Baby."
Sie: "Ich bin kein Baby mehr, ich hab Unterhosen an."
hihihi... da hätte ich sie grad nochmal durchknutschen können ;D

[REZENSION] Hill, Frances G. - Sturm im Elfenland

Frances G. Hill
Sturm im Elfenland
Verlag: arsEdition
464 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3760763731
ISBN-13: 978-3760763736
empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre

Inhalt:
Das Buch, das laut Rückentext - der eine Textpassage des Buches zitiert - scheinbar eine Teeny-Elfenliebesgeschichte in sich birgt, bietet viel mehr:
Im Elfenland herrscht Unruhe, seit Elfenkönig Auberon die Ausübung von Magie verboten hat. Die Eltern des jungen Elfen Ivaylo werden des Verrats am König und der Missachtung seines Verbots angeklagt und in die Verbannung geschickt. Munir, Elfenmagier und enger Vertrauter des Königs, kann jedoch die Verbannung des Jungen verhindern und nimmt ihn für mehrere Jahre unter seinen Schutz bevor er ihn zu seiner Tante schickt. Dort trifft er auf seine Cousine Alana, die bislang ein recht unbeschwertes Leben geführt und die verbotene Magie nicht vermisst hat, da es ihr persönlich an Talent zur Ausführung mangelt. Schon bald bemerkt jedoch nicht nur Alana, dass sich hinter der Fassade des missmutigen und einsamen Jungen ein Geheimnis verbirgt. Ivaylo ist in den gesetzwidrigen Künsten bewandert und teilt mit Alana das Geheimnis des Sternensteins, den er bei sich trägt. Die Sternensteine bergen Zwergenmagie in sich, sie stellen ein Bündnis zwischen zwei Vertretern der beiden Völker dar, die eigentlich miteinander verworfen sind. Alana lernt mehr über die alten Künste, als ihr nach dem erlassenen Gesetz des Königs erlaubt ist. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse, überall im Land öffnen sich Dämonentore und bald weiß man kaum noch, wer Freund oder Feind ist...

Eigene Meinung:
Der Leser wird in die Geschichte regelrecht hineinkatapultiert. Ohne Vorkenntnisse konfrontiert die Autorin Frances G. Hill (hinter diesem Pseudonym steckt die Autorin Susanne Gerdom) ihre Leser direkt mit dem Konflikt, der im Elfenland auf Grund des Magieverbots hochgekocht ist. Der Anfang hat mich zunächst ziemlich verwirrt, und obwohl ich eigentlich ein Fan von Perspektivwechseln bin, die mich normalerweise regelrecht durch die Handlung peitschen, hatte ich diesesmal große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Der Beginn war mir einfach zu fahrig und stellenweise zu spannungsarm, so dass mich die Geschichte erst nach einem guten Drittel fesseln konnte. Was ich allerdings positiv anmerken möchte, ist die optische Gestaltung der Perspektivwechsel. Die Perspektive aus Munirs Sicht - der als Ich-Erzähler fungiert - ist kursiv gedruckt, die Rahmenhandlung, die aus Sicht der dritten Person erzählt wird, in normalen Lettern. Doch obwohl mich die Geschichte ab dem ersten Dritteln endlich fesseln konnte, blieb ich am Ende doch enttäuscht zurück. Die Charaktere sind nicht durchgehend liebevoll und detailliert gezeichnet. Die Autorin steckt ihr ganzes Herzblut in die Zwerge, die Magier und die Bösewichte, die mir durchgehend gefallen haben und deren ausgefeilte Charakterzüge mich begeistern konnten. Leider kann man diese Liebe zum Detail und zur Vielschichtigkeit nicht in den anderen Figuren entdecken. So blieben mir sogar die Hauptprotagonisten Alana und Ivaylo auf weite Strecken zu blass und deshalb konnte mich die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht überzeugen. Falls die Autorin ihren Roman zu Lasten ihrer favorisierten Figuren kürzen musste, kann ich nur sagen: schade drum! Denn gerade am Ende, als die Zwerge anfingen einen größeren Part einzunehmen und das Hauptaugenmerk von Alana und Ivaylo auf die Dämonentore und die Bösewichte dieser Geschichte wechselte, wird plötzlich alles sehr knapp und hektisch heruntergespult. Die Autorin hat hier leider sehr viel Potential verschenkt und der Schluss wirkte auf mich regelrecht lieblos. Nach dem Showdown noch ein epilogartiges Happy End drangeklatscht und das war’s! Frances G. Hill hat neben ihrem eingängigen Schreibstil auch einen wunderbaren Humor, der hier und da durchblitzte, sich bei diesem Thema aber leider nicht im gewünschten Maße entfalten konnte. Schade, schade, schade.

Aufmachung des Buches:
Ohne Frage ist "Sturm im Elfenland" ein wahres Schmuckstück. Ein zartes Mädchengesicht nimmt die obere Hälfte der Covervorderseite ein, auf der Rückseite des Covers kann man die Silhouetten von Bäumen erahnen. Der Schutzumschlag ist in natürlichen Farbtönen wie grün und braun gehalten. Details wie Haarsträhnen, Pupillen, Blumenranken und der Titel heben sich in Glanzdruck vom Rest des Covers ab. Die Blumenranken wiederholen sich im Buchinneren, wo sie den Anfang jedes Kapitels umschmücken. Abschnitte innerhalb eines Kapitels sind durch kleine Blätter gekennzeichnet. Leider passen Titel und Aufmachung des Buches aber gar nicht zu dessen Inhalt. Im Nachhinein hat mich der Titel "Sturm im Elfenland" an "Sturm der Liebe" denken lassen ;D

Fazit:
Eine Gradwanderung zwischen Jugend- und High-Fantasy, die leider nicht immer gelingt. Mein zwiespältiger Eindruck ist u.a. durch die falschen Erwartungen entstanden, die durch das sehr romantisch gestaltete Cover und den Rückentext hervorgerufen wurden, der eine seichte Elfenliebesromanze vorgaukelt. Angesiedelt in der High-Fantasy mit 100 oder 200 Seiten mehr und ausgefeilteren Charakteren (Schwerpunkt: Zwerge und Magier!!!) wären der guten Grundidee eher gerecht geworden. Schade um das verschenkte Potential, ich bin mir sicher, dass die Autorin viel mehr aus der Geschichte hätte herausholen können!

Sonntag, 15. Mai 2011

[RUND UMS BUCH] Neu in KW19


Diese Woche war zu Rezensierendes, Gekauftes und Getauschtes in meinem Briefkasten:

Abby Cooper 1: Detektivin mit siebtem Sinn, Victoria Laurie (GK)
Artemis Fowl 7: Der Atlantis-Komplex, Eoin Colfer
Ella und Ludwig entdecken die Musik, Oliver Steger und Peter Friedl (RE)
Flames'n'roses: Lebe lieber übersinnlich, Kiersten White (RE)
Geheimnisvolles Vermächtnis, Mary Hooper (GK)
Melina und die vergessene Magie, Susanne Mittag (RE)
Seelenhüter, Laura Whitcomb (RE)
Touristisch für Anfänger, Clemens Dreyer (RE, AV)
Wie Zuckerwatte mit Silberfäden, Sophia Bennett (GK)
Wintermädchen, Laurie Halse Anderson (GT)

Hilfe, Rückfall ;)
Dafür habe ich heute unser Kochbuchregal entschlackt, allerdings gibt es u.a. aus diesem Grund leider keine neue Rezension dieses Wochenende, sorry!!! Gestern waren wir den ganzen Tag im Zoo und abends haben wir uns den ESC im Fernsehen "angetan", deshalb war ich heute den ganzen Tag ziemlich verpennt und konnte mich nur zum Ausmisten aufraffen ;)
Tiere fotografieren ist manchmal nicht ganz einfach, aber meine Tochter zu fotografieren empfinde ich als ungleich schwieriger - entweder rennt sie aus dem Bild oder ich werde mit einer Grimasse belohnt ;)




Freitag, 13. Mai 2011

[REZENSION] Marion, Isaac - Mein fahler Freund

Isaac Marion
Mein fahler Freund
Verlag: Klett-Cotta
298 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3608939148
ISBN-13: 978-3608939149
Das ist die Ironie, wenn man ein Zombie ist:
Alles ist komisch, aber man hat nichts zu lachen, weil einem die Lippen verrottet sind.
Inhalt: 
... es ist eine Scheißwelt und Scheiße passiert, aber wir müssen ja nicht in Scheiße baden: Nach einer Seuche steht die Welt am Abgrund. Ein Großteil der Menschheit ist in Folge dieser Epidemie zu Zombies mutiert. Die beiden Gruppen haben sich in Horden zusammengerottet und bevölkern alte Stadien und Flughäfen wie Ghettos. Die Menschen lernen bereits in Kindesalter Waffen zu führen, um sich gegen die Zombies zu wehren, die als Kollektiv ausziehen, um sich Nahrung zu beschaffen. Sie essen die Menschen, bevorzugt deren Gehirn, denn im Moment des Verspeisens durchleben sie die Erinnerung ihres Opfers und fühlen für wenige kostbare Sekunden wie es war ein Mensch zu sein. Auf einem dieser Raubzüge verspeist der Zombie R das Gehirn von Julies Freund und verliebt sich daraufhin in sie, und damit beginnt die außergewöhnlichste und poetischste Liebesgeschichte seit Harold und Maude.

Eigene Meinung:
Dieses Buch hat mich überrascht! Nach einem sehr langsamen - und teilweise auch recht ekligem - Einstieg war ich kurz davor es abzubrechen und habe ihm aber eine Chance gegeben, weil es "nur" 300 Seiten hatte und ich bereits so viele positive Stimmen dazu gelesen hatte, nicht zuletzt werden auf dem Schutzumschlag begeisterte Stimmen mehrerer Bestsellerautoren zitiert. Mein Durchhaltevermögen wurde mit einer Geschichte belohnt, die von Seite zu Seite interessanter wurde und zuguterletzt entwickelte sie sich zu einer romantischen Liebesgeschichte, die eine zauberhafte Botschaft vermittelt!
Anfangs ging mir dieses gemächliche Erzähltempo, bei dem man die Zombies vor dem inneren Auge schlurfend durch die Gegend ziehen sieht, die dabei "Hirn, Hirn" brabbeln, wirklich auf den Keks. Stellenweise fand ich dieses Tempo sogar dermaßen öde, dass ich in Versuchung war einige Seiten nur zu überfliegen. Die poetische und wirklich wunderbare Sprache war dabei - so Leid es mir tut das sagen zu müssen - eine wunderbare Einschlafhilfe. Doch langsam nahm die zerstörte dystopische Welt Gestalt vor meinen Augen an und der geniale Sprachwitz und der staubtrockene Humor Isaac Marions trugen das übrige dazu bei, dass ich bei der Geschichte am Ball blieb und langsam von ihr gefangen genommen wurde.
Die Distanz zu Anfang des Romans wird nicht nur von dem gemächlichen Tempo geschaffen, sondern vor allen Dingen dadurch, dass man zu der zerstörten Welt noch kein Bild vor Augen hat, der Autor hält seine Leser lange Zeit auf Distanz und gibt keine Anhaltspunkte, warum sich die Welt auf diese Weise entwickelt hat. Obwohl - oder gerade weil - R als Ich-Erzähler fungiert, hat man keinen Charakter mit dem man sich identifizieren kann. R hat wie auch alle anderen Zombies seine Persönlichkeit und seine Erinnerung verloren, deshalb trägt er keinen Namen mehr, sondern nennt sich einfach "R", ja, mit diesem Buchstaben könnte sein Namen begonnen haben. Seltsamerweise erinnert er sich aber noch sehr gut an die Musik, die er als Mensch gehört hat und besitzt immer noch seine Plattensammlung. Im Nachhinein, nachdem ich die Botschaft des Buches erfasst habe, denke ich aber, dass er die Erinnerung an Musik im Herzen bewahrt hat, weil es eine große Liebe von ihm war. Das Buch ist mit vielen Beatles-Zitaten gespickt, die nicht einfach zusammenhanglos eingestreut sind, sondern im Erzählfluss der Geschichte oft als Wortspiel eingeflochten sind. Hier muss ich ein Extralob an die Übersetzung von Daniel Sundermann anbringen, der den Wortwitz ohne Verluste ins Deutsche übersetzt hat.
Die Zombies sind keine einzelnen Individuen, sie sind wie ein Kollektiv, eine willenlose Masse, die nur von ihrem Drang Nahrung aufzunehmen, gesteuert werden, und das ist ihr Tagesablauf: auf Raubzug gehen und Menschen essen! Alles andere, wie heiraten, Kinder adoptieren und unterrichten, scheint nur noch ein Schattenbild ihres ehemaligen Lebens zu sein, und man hat beim Lesen das Gefühl, dass diese Rituale nur durchgeführt werden, in Erinnerung an das was einmal war ohne dabei irgendetwas zu fühlen. Neben den oberflächlichen blassen Charakteren, die eine Identifikation regelrecht verhindern, hat mich der Anfang auch vor Ekel manchmal zögern lassen weiter zu lesen. Angefressene Körper, austretende Wundflüssigkeiten und pimpernde Zombies sind nun mal alles andere als appetitlich ;) Nachdem R Julie begegnet tritt jedoch langsam eine Veränderung mit ihm ein. Doch nicht nur er und noch weitere Zombies sind von Veränderungen betroffen, auch die überlebenden Menschen werden gezwungen, ihr Dasein zu überdenken. Warum überleben, nur um des Überlebens willen? Warum Leben, wenn nichts mehr existiert, wofür es sich zu leben lohnt? Das Ende verrät endlich das große Rätsel, wie es zu der Seuche und dem Untergang unserer Welt kam und für mich war es damit die schönste und romantischste Liebeserklärung an das Leben, die ich seit langem gelesen habe. Aber ich will hier nicht zu viel verraten, lest selbst! Oder, wer sich durch den trägen Einstieg in die Geschichte abschrecken lässt, sollte zumindest nicht die Verfilmung von "Mein fahler Freund" verpassen, die Filmrechte wurden sofort nach Erscheinen verkauft. Nachdem ich den Roman beendet habe, verstehe ich warum!

Aufmachung des Buches:
Drei Bestsellerautoren sind mit ihren begeisterten Lesestimmen auf dem Schutzumschlag zitiert, normalerweise lässt mich so was vor einem Buch zurückschrecken, aber in diesem Fall hat die bunte Mischung von Autoren aus verschiedenen Genres (Stephenie Meyer, Audrey Niffenegger und Josh Bazell) meine Neugierde geweckt ;)
Das Buch ist in die drei Abschnitte - Wollen - Kriegen - Leben - unterteilt, wobei "Leben" im Prinzip den Epilog darstellt.
Passend zum Zombie-Thema sind eingangs der Kapitel Körperteile skizziert - yummi ;)

Fazit:
Eine poetische und witzige Liebeserklärung an das Leben!

Dienstag, 10. Mai 2011

[MEINE WELT] Mein zehnter und elfter Award

Meinen zehnten Award hat mir Jana von Books and more verliehen.


Mit dem "The book blog's award" sind drei Fragen verbunden:

Wie viele Bücher besitzt du?
Nachdem ich auf anderen Blogs bereits einige Angaben dazu gelesen habe, ist es mir richtig peinlich einzugestehen, dass ich mittlerweile sicherlich über 4000 Bücher besitze :( Leider muss ich den Bestand schrumpfen lassen, das Fassungsvermögen unseres Hauses ist mittlerweile überschritten.

Seit wann liest du?
Seit der ersten Klasse. Eigentlich wollte ich nur in die Schule, damit ich endlich selbst lesen kann ;) Ich glaube, meine Oma und meine Geschwister waren ganz froh, als ich es endlich konnte und sie mir nicht mehr ständig etwas vorlesen mussten :D

Wie oft liest du in der Woche?
Momentan eigentlich nur von Montag bis Freitag auf der Bahnfahrt von der Arbeit nach Hause. Morgens bin ich leider noch zu müde, und am Wochenende finde ich einfach nicht die nötige Ruhe dafür.

Mein elfter Award ist eine Kreation von Hanne von Book lounge, die sich damit bei ihren Blog-Lesern bedanken möchte.


Mit diesem Award sind folgende Regeln verbunden:

1. Gebt ihn bitte nicht als eure Kreation aus. Es steckt immer etwas Arbeit dahinter, das Aufwendigste an dem Ganzen ist: Die Zeit.
2. Wenn ihr den Blog-Award an eure Leser weitergeben möchtet, bitte mit dem Hinweis auf Hannes Blog.
3. Vielleicht findet ihr auf eurer Reise durch die Bloggerwelt noch den einen oder anderen etwas unbekannten Blog, der diese Aufmerksamkeit verdient.
4. Über einen Kommentar würde sich Hanne sehr freuen.

Ich nehme mir diesesmal die Freiheit heraus, die beiden Awards nicht weiterzuverleihen, da ich alte Schnarchnase ja immer Ewigkeiten brauche, um sie auf meinen Blog zu stellen ;) Aber jeder meiner Blogbesucher darf sie sich gerne mitnehmen.

[NEWS] Zwei Veranstaltungstipps im Mai für den Lesenachwuchs ab 3

Da leider recht selten kulturelle Veranstaltungen für Kinder ab 3 Jahren angeboten werden (ich finde meistens nur welche ab 4 oder 5), hier auf die schnelle zwei Tipps für den laufenden Monat:

Julia Breitenöder liest aus ihrem Bilderbuch "Mit Mama in den Kindergarten" (Verlag Annette Betz)
Nordweststadtbibliothek in Frankfurt
12. Mai 2011 um 15.00 Uhr
Eintritt frei

Kindertheater "Frederick, die poetischste Maus der Welt"
Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg
21. Mai 2011 um 15.00 Uhr
Eintritt 6€ pro Person
verbindliche Anmeldung unter Telefon 06134-566960 oder Email an buchhandlung[at]hitsfuerkids[punkt]de

[TTT] Top Ten Tuesday #13


Zeit für den Top Ten Tuesday von Alice im Bücherland.
Das Thema diese Woche:

10 Bücher, die ihr gerne verfilmt hättet

Meine Liste bietet diesesmal eine bunte Mischung aus Reihen, Einzelromanen, Fantasy, Jugendbüchern, Belletristik und Thrillern:

1. Strahlend schöner Morgen (James Fey)
Ein Episodenroman über Los Angeles und seine Einwohner. Ich liebe Bücher und vor allem auch Filme, die aus verschiedenen Erzähl- und Handlungssträngen zusammengestrickt sind.

2. Kap der Finsternis (Roger Smith) -> Filmrechte verkauft
Genau wie "Strahlend schöner Morgen" ein Roman, bei dem es mehrere Hauptfiguren und Handlungsstränge gibt, nur viel blutiger und abgründiger. Neben den ganzen Jugendbüchern brauche ich sowas auch ab und zu ;) Wenn ich mir für diesen Film einen Regisseur wünschen dürfte, wäre es Quentin Tarantino oder der Autor selbst, der gleichzeitig auch Drehbuchautor, Regisseur und Produzent ist.

3. Mein fahler Freund (Isaac Marion) -> Filmrechte verkauft
Auch wenn das Buch ein wenig langatmig beginnt, und mich deshalb nicht völlig überzeugen konnte, entwickelt sich der Plot nach einem Drittel tatsächlich zu einer richtig guten Story. Kein Wunder, dass die Filmrechte für diesen Debütroman bereits verkauft sind und tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass mich die Geschichte gestrafft als Film vollends überzeugt.

4. Die Chroniken der Weltensucher (Thomas Thiemeyer)
Als Kind habe ich die Verfilmungen von Jules Vernes Romanen geliebt! Statt irgendwelcher Neuverfilmungen von Klassikern (die in meinen Augen sowieso meistens in die Hose gehen), hätte ich lieber neuen Stoff!

5. Warrior Cats (als Animationsfilm)
Die Serie würde mich reizen, allerdings nicht als hundertteilige Fernsehreihe. Für Endlosfernsehserien besitze ich einfach kein Durchhaltevermögen, aber eine Umsetzung in 2-3 Filmen pro Bücher-Staffel wäre toll.

6. Ghost-Trilogie (Derek Meister)
Ist es Zufall, dass bei meinen Wunschverfilmungen gleich ein zweiter Drehbuchautor die Finger im Spiel hat? Drehbuchautoren haben wohl berufsbedingt ein Händchen dafür beim Lesen Kopfkino entstehen zu lassen.

7. Magierdämmerung-Trilogie (Bernd Perplies)
London im viktorianischen Zeitalter, was will man mehr?

8. Worldshaker-Dilogie (Richard Harland)
Hmmm... meine Liste ist wohl doch etwas steampunkorientiert ;) Aber seit Ju Honischs "Salzträume" hat mich dieses Genre einfach gepackt und die Geschichten bieten sich einfach zur Verfilmung an. In diesem Fall völlig magiefrei und sehr sozialkritisch. Schätzungsweise würde die Umsetzung der Worldshaker-Dilogie am Kostenfaktor scheitern. Ist es nicht traurig, dass so viele Stoffe gar nicht erst für eine Verfilmung in Erwägung gezogen werden, einfach, weil sie nicht von einem amerikanischen Autor sind? Ich denke auf dem amerikanischen Markt stehen die Chancen trotz großer Konkurrenz besser für eine Verfilmung, anderseits werden auch dort viele Projekte nach dem ersten Teil eingestampft, wenn sie nicht genug Geld einspielen (z.B. Lemony Snicket *schnüff*). Allerdings könnte ich mir Worldshaker durchaus auch als Animé vorstellen. Ghibli hat ein Schloss zum Wandeln gebracht, warum nicht auch einen Juggernaut?

9. Flavia de Luce (Alan Bradley)
Ich will keine Neuverfilmung von Miss Marple à la Walt Disney, ich will Flavia!!!

10. Carpe Diem (Autumn Cornwell)
Hach... das wäre einfach mal wieder ein richtig schöner Wohlfühl-Jugendfilm. Wobei ich da noch andere Wunschbücher aufzählen könnte... Aber auch in dieser Sparte gibt es bereits einige sehr schöne Verfilmungen, nur sind diese meistens nicht so bekannt wie irgendwelche Fantasyreihen, und häufig schaffen sie es auch nicht ins Kino, sondern kommen direkt auf DVD und BlueRay auf den deutschen Markt. So gings mit seinerzeit mit "Löcher". Damals im Buch gelesen, dass die Filmrechte bereits verkauft wären, und irgendwann stand ich im Laden vor der DVD :) Oder mit "Winn-Dixie", der Film ist sooooo schön!!! Ja, so ein paar verfilmte Kinder- und Jugendbücher, die absolut nix mit Fantasy zu tun haben, fänd ich auch mal wieder ganz nett :D

Eine Serie, auf deren Verfilmung ich mich schon sehr freue, die ich aber nicht aufgezählt habe, weil die Vorbereitungen dafür schon in vollem Gange sind:
Die Tribute von Panem (Suzanne Collins)

Das Thema für Dienstag, den 17.05.2011 heißt:
Eure 10 liebsten Romanfiguren

Montag, 9. Mai 2011

[REZENSION] Hauptsache lecker!

Redakteur: Anette Leister

Titel: Hauptsache lecker!
Autor: Steffen Henssler
Fotograf: Marc Eckardt
Übersetzer: -/-
Verlag: Dorling Kindersley
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 224 Seiten



Autor:
Steffen Henssler, gebürtiger Schwarzwälder, wurde in einem Sternelokal zum Koch ausgebildet und besuchte die renommierte California Sushi Academy in Los Angeles, die er als erster Deutscher mit Bestnote abschloss. 2001 eröffnete er in Hamburg gemeinsam mit seinem Vater das Restaurant Henssler Henssler, 2009 folgte das Ono. Seit 2004 ist Henssler regelmäßig Gast in TV-Shows wie "Die Küchenschlacht" oder "Lanz kocht". Seit August 2010 moderiert er das Koch-Quiz "Topfgeldjäger" im ZDF.


HAUPTSACHE LECKER!

Hauptsache lecker, das steht für 118 Rezepte von Steffen Henssler, bekannt aus den TV-Shows "Lanz kocht", "Die Koch-Arena" und seit 2010 dem Koch-Quiz "Topfgeldjäger".

Wie gewohnt kommt das Kochbuch aus dem Haus Dorling Kindersley in einer sehr hochwertigen Ausstattung daher. Das Papier ist schwer und von guter Qualität, unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein bedrucktes Hardcover mit dem gleichen Motiv, einzig ein Lesebändchen zum Markieren wäre darüberhinaus wünschenswert gewesen. In die Inhaltsangabe hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: dort heißt es, dass das Kapitel Grillen auf Seite 148 beginnt, in Wirklichkeit fängt das Kapitel aber erst zwanzig Seiten später mit Seite 168 an. Dieser kleine Fauxpas ist aber zu verschmerzen und wird sicherlich mit der nächsten Auflage ausgemerzt, nur möchte ich ihn der Vollständigkeit halber erwähnen.

Die Rezepte sind in folgende Rubriken geordnet:
* Feierabend
* Fitnessfood
* Asiatische Brotzeit
* Küchenparty
* Grillen - draußen und drinnen
* Süße Sachen

Dem Rezeptteil ist ein Anhang angegliedert und zwischen den einzelnen Rubriken zeigt die Kolumne "Steffen ganz persönlich" Einblicke in Steffen Hensslers Privat- und Arbeitsleben:
* Ein Tag in meinem Leben
* Familienzeit
* It's Showtime
* Zeit für mich
* Große Liebe
* Die Henssler-Gang

Der Fotograf Marc Eckardt hat sowohl bei der Foodfotografie als auch bei den Portraits und den Reportagen eine sagenhafte Arbeit geleistet. Mal ehrlich? Was wäre das beste Kochbuch ohne Fotos, die einem bereits beim Durchblättern den Mund wässrig machen und so gebührt dem Fotografen ebenso ein Lob für seine Fotos wie dem Koch für seine Rezepte!
Henssler wäre nicht Henssler, wenn sein Kochbuch keine Fischrezepte, eine doppelseitige und reich bebilderte Sushi-Schule und im Anhang eine Anleitung zum Kochen von Sushi-Reis beinhalten würde, aber auch Grillfans, Vegetarier und Süßschnäbel kommen in "Hauptsache lecker" auf ihre Kosten.
Fast allen Rezepten ist eine Doppelseite gewidmet, wovon die Foodfotografie in der Regel eine Seite einnimmt. Jedes Rezept wird von einem persönlichen Tipp Hensslers eingeleitet. Neben Zutaten und Zubereitung fehlen auch die Angabe der Personen und die Zubereitungszeit nicht. Der Name der Rubrik ist auf jeder Seite unter der Seitenzahl abgedruckt, so dass man immer sehen kann, in welcher Rezeptkategorie man gerade stöbert.
Obwohl die fertigen Gerichte durch die appetitanregenden Fotos und die professionelle Anrichtungsweise auf den ersten Blick manchmal kompliziert wirken, so offenbart sich bei näherer Betrachtung, dass Kochen nach Steffen Hensslers Rezepten absolut keine Hexerei ist. Die Zutaten sind entweder bekannt oder im Glossar besonderer Zutaten aufgeführt, Rezepte mit Alkoholanteil sind in der Regel mit Ersatzzutaten aufgeführt, so dass sie auch für Kindern geeignet sind, der Vorbereitungs- und Kochvorgang ist im Detail erklärt und die Zubereitungszeiten zwingen niemanden dazu, einen kompletten Tag in der Küche zu verbringen.
Die Kategorie "4 x", in der Steffen Henssler auf einer Doppelseite zeigt, wie man aus einer Hauptzutat mit leichten Abwandlungen spielend einfach ganz verschiedene Gerichte zaubern kann, hat bei uns zu Hause besonders großen Anklang gefunden. "4 x" gibt es für Spargel, Rindfleisch, Lachs, Dip und Kartoffeln. Gerne hätten wir hier noch weitere Zutaten in vier Rezeptvariationen kennengelernt!

Der Anhang bietet sowohl für versierte Hobbyköche als auch für Kochneulinge einen reichen Fundus an wissenswertem Küchen-Know-How:
* Tipps - no Tricks
* Selbst gemachte Saucen
* Sushi-Reis zubereiten
* Was immer zu Hause sein sollte
* Glossar besonderer Zutaten
* Rezept- und Sachregister

Das Motto "Hauptsache lecker!" gilt für jeden Besseresser! Von allen nachgekochten Rezepten ging auch das "Angstrezept" Mandelsoufflé reibungsfrei über die Küchenbühne, an das wir uns dank Steffen Hensslers versprochener Gelinggarantie gewagt hatten und vom Erwachsenen bis zum Kind waren alle Bekochten von den Gerichten begeistert.


Der Verlag Dorling Kindersley hat gemeinsam mit dem deutschen Koch Steffen Henssler und allen daran Beteiligten ein Gesamtkunstwerk aus Rezepten, Styling und dem Menschen Henssler geschaffen, dass einem zunächst beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und - bei einem Kochbuch letztendlich am wichtigsten - mit den nachgekochten Gerichten auf ganzer Linie überzeugt!


Mai-Rezension für die Challenge

Sonntag, 8. Mai 2011

[RUND UMS BUCH] Neu in KW18


Diese Woche war zu Rezensierendes und Gekauftes in meinem Briefkasten:

Häkeln kinderleicht, Beate Hilbig (GK)
Havoc, Chris Wooding (GK)
Göttlich verdammt, Band 1, Josephine Angelini (RE, AV)
Mein fahler Freund, Isaac Marion (RE)
Modellierspaß kinderleicht mit FIMO, Pia Pedevilla (GK)
Monster-Mania, Fiona Goble (GK)
Taschen aus Filz, Johns Susie (GK)

Ich hoffe, ich bekomme IRGENDWAS zustande, bevor mein Bastelbücherregal aufs Neue aus allen Nähten platzt :/ Ich setze meine ganze Hoffnung in Christiane, zu zweit lässt es sich einfach leichter aufraffen ;D
Für Monster-Mania habe ich mittlerweile alle Materialien zu Hause bzw. bestellt. Eigentlich wollte mich meine Schwester heute in die Bedienung einer Nähmaschine einweisen, aber leider musste sie kurzfristig absagen. Monster-Mania stammt übrigens von der Autorin, die bereits eine Königliche Hochzeit gestrickt hat ;)
Die beiden Bücher, die neben "Häkeln kinderleicht" auf dem samstäglichen Flohmarkt in meine Tasche gewandert sind, waren für Victoria (ja, ich gestehe, die meisten Bilderbücher besitze ich, weil sie mir selbst gefallen *g*) und deshalb führe ich diese Bücher nicht auf meinem wöchentlichen Sündenzettel auf ;)


Die liebe Charlene kommt meinen Kreativplänen ständig in die Quere, wer kann schon so tollen Bücheraccessoires widerstehen? Ihr Fleiß und ihre Kreativität unterstützen natürlich Christianes und meine Bequemlichkeit endlich selbst Hand an die Nadel zu legen ;)

Donnerstag, 5. Mai 2011

[NEWS] Der Online-Shop des moses Verlags präsentiert sich in einem neuen und frischen Gewand

Nachdem ich letzte Woche niegelnagelneue Magnetlesezeichen vom moses Verlag in der Bahnhofsbuchhandlung entdeckt habe, hat es mich gewaltig in den Fingern gejuckt, mal wieder eine Bestellung in dessen Online-Shop aufzugeben. Da ich eh noch ein verspätetes Ostergeschenk kaufen wollte, waren die 20 Euro Bestellwert als Voraussetzung für eine versandkostenfreie Lieferung natürlich kein Problem für mich ;) Außerdem erhielt ich zu meiner Bestellung eine schöne Willkommens-Überraschung in Form eines faltbaren Stifteköchers.
Weitere Informationen liefert der Newsletter des Verlages:

Liebe Freunde des moses. Verlags,

alles neu macht der Mai - so präsentiert sich auch unser Online-Shop in einem neuen und frischen Gewand.

Schauen Sie doch mal vorbei und entdecken Sie unsere stilvollen Buchaccessoires, die dekorativen Helfer für Küche, Büro & Reise und jede Menge weiterer origineller Geschenkideen für Groß & Klein.

Aber natürlich haben wir unseren Shop nicht nur verschönert, sondern auch mit vielen nützlichen Funktionen versehen, die Ihnen den virtuellen Einkaufsbummel so angenehm wie möglich machen. Viele verschiedene Zahlungsarten, eine übersichtliche Navigation, Videos zu vielen unserer Spiele und natürlich eine Verbindung zu Facebook. Tummeln Sie sich also gerne nach Herzenslust und Laune im neuen moses. Online Shop!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.

Übrigens: Zu jeder Bestellung im Mai haben wir eine tolle Willkommens-Überraschung für Sie.

Herzliche Grüße,

Ihr moses. Verlag

Ganz besonders bin ich von der neuen "Themenwelt Fernweh" angetan. Warum? Allein wegen diesen Lesezeichen, die für mich als London-Fan ein absolutes "must have" waren:

Mittwoch, 4. Mai 2011

[GEWINNSPIEL] Gast-Rezensent(en) gesucht für Bücher rund um Katzen

Da ich schon lange nicht mehr alle Bücher nach dem Lesen behalten kann und mir beim Aussortieren heute gleich drei Bücher zum Thema Katzen in die Hände gefallen sind, habe ich mich statt zu einer Bücherspende an die Bücherei mal wieder für ein Gast-Rezensenten-Gewinnspiel entschieden.
Alle drei Bücher haben mir gut gefallen, obwohl sie von der Thematik grundverschieden sind. Zur Auswahl stehen ein hübscher kleiner Gedichtband, ein lustiger Ratgeber und eine Sammlung von Kurzgeschichten.
Jeder, der Interesse an einem oder mehreren der Bücher zur Rezension hat, kann sich in den Kommentaren mit Nennung der Titel bewerben. Als kleine Zusatzaufgabe möchte ich von euch nur wissen, wie eure Katzen heißen, wie ihr eure Katzen nennen würdet oder was der lustigste oder ausgefallenste Katzenname war, den ihr jemals gehört habt.
Die Bücher sind alle keine Schwarten, sondern lockerleichte Lektüre für Zwischendurch. Zeit für die Gast-Rezension gebe ich bis zum 30.06., Bewerbungsschluss ist der 20.05. Nachdem die Gast-Rezension hier veröffentlicht wurde, könnt ihr sie selbstverständlich auch auf eurem Blog, auf Foren und Verkaufsseiten veröffentlichen.

Und das sind die Bücher, um die es geht:


Die poetische Katze (Gedichte)


Nina Puri - Katze-Deutsch/Deutsch-Katze (lustiger Ratgeber)


Tom Tarek - Rufname Lila (Kurzgeschichten)

Zu "Die poetische Katze" und "Katze-Deutsch/Deutsch-Katze" könnt ihr auf meiner Rezensionsseite bereits Rezensionen finden, die ausstehende Rezension zu "Rufname Lila" folgt in den nächsten Tagen.
Alle Bücher wurden bereits gelesen, können Gebrauchsspuren haben und stammen aus einem Katzenhaushalt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich für alle drei Bücher ein neuer Besitzer und Leser findet :)