Donnerstag, 13. Januar 2011

[REZENSION] Fuchs, Michael / Hübner, Marie (Illustration) - Monstermäßig erzogen!

Michael Fuchs / Marie Hübner (Illustration)
Monstermäßig erzogen!
Verlag: Kinderbuchverlag Wolff
32 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3938766298
ISBN-13: 978-3938766293
empfohlenes Lesealter:  5-7 Jahre

Monstern ist das Tollste, was es gibt. Natürlich monstern Monster, aber es gibt auch Kinder die monstern. Dieses Buch erzählt aber weder von monsternden Monstern noch von monsternden Kindern in der Hauptrolle, sondern von einem Monster namens Knirps, das nicht Monstern kann. Im Gegensatz zu allen anderen Monstern sagt es "Bitte" und "Danke" und räumt sogar regelmäßig sein Zimmer auf!!! Was sich die Monster alles einfallen lassen, um Knirps doch noch richtig zu erziehen, davon erzählt dieses Buch, und am Ende sind alle monstermäßig froh, obwohl Knirps allen mal krass die Meinung gesagt hat!

Der Geschichte folgt die Benimm-Bibel der Monster: "Knacke statt Knicke". Hier lernt jedes kleine Monster die Grundlagen des richtigen Monsterns wie "Monster machen vor dem Essen die Hände richtig dreckig", "Monster kleben ihre Kaugummis unter den Stuhl" oder "Monster MÜSSEN Worte wie ******* oder ***** benutzen". Was die Monster nach Knacke alles machen, ist manchmal richtig eklig, und so wird das Verständnis bei Kindern ganz selbstverständlich dafür geweckt, warum man vor dem Essen die Hände waschen oder zu Hause Hausschuhe anziehen soll.

Die Monster und ihre Welt sind kindgerecht umgesetzt und wirken teilweise wie mit breiten Pinselstrichen hingeschmiert und visualisieren die Monsterwelt dadurch auf eine sehr passende Weise. Einige der Bilder sind mir persönlich aber zu düster, und da für ein Vorlesebuch auf einigen Seiten recht viel Text vorhanden ist, der zudem nur in "normaler" Schriftgröße gedruckt ist und abwechselnd in Schwarz oder Weiß, je nach Hintergrundfarbe, fand ich das Buch nicht immer angenehm vorzulesen. Durch das übergroße Format liegt es nach einer Weile auch recht schwer in der Hand. Angenehmer ist es wohl nach Monsterart einen Tisch freizufegen und das Buch zum Lesen dort abzulegen, dann kann man sich auch viel länger auf den einzelnen Seiten aufhalten, weil Kinder auf den großformatigen Bildern sehr viel entdecken können. Einige Monster haben bereits monstermäßige Monsternamen, und bestimmt macht es viel Spaß sich für den Rest der Monsterhorde noch weitere Namen auszudenken.

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