Dienstag, 28. Dezember 2010

[REZENSION] Die Köche: Biss zum Mittagessen

Redakteur: Anette Leister

Titel: Die Köche: Biss zum Mittagessen
Autor: Ulrich Burger (Herausgeber)
Übersetzer: -/-
Verlag: Ulrich Burger
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 150 Seiten



Herausgeber:
Marie-Hélène Versini war Journalistin, bevor sie sich zur Werbefachfrau umorientierte. Sie lebt in Rennes und mag – in loser Reihenfolge -: das Meer, Italien, Tiere, die Bildenden Künste, Klamotten (mit einer Besessenheit für Schuhe), Bücher, Quatsch erzählen und Kinder zum Lachen bringen.


DIE KÖCHE: BISS ZUM MITTAGESSEN

"Die Köche: Biss zum Mittagessen" ist eine außergewöhnliche Fantasy-Anthologie. Im Vordergrund stehen hier nicht die Geschichten der Autoren - obwohl die ein oder andere Kurzgeschichte oder ein Romanauszug in diesem Buch enthalten ist - sondern deren Rezepte.
Trotz der Ankündigung auf der Umschlagsrückseite, dass die Rezepte mit "unvergleichlichen Illustrationen" verfeinert sind, fand ich die Bebilderung im Inneren eher spärlich. Darüber trösten allerdings ein farbenfroher Umschlag und ein passendes Lesezeichen  mit dem Schriftzug "Rezepte und Geschichten Eurer Fantasy-Autoren erwarten Euch! Genießt es!!" etwas hinweg.
Die Rezepte sind so vielfältig, wie die Autoren, die die Beiträge geleistet haben. So erwarten den hungrigen Leser zartes Gebäck wie Feenküsse und Sternenplätzchen, fantastische Gerichte wie Trollfäden oder Trollhirn (für Menschen mit weniger robusten Mägen oder deren Supermarkt die erforderlichen Zutaten nicht führt sind immer Ersatzzutaten angegeben!) und auch die Vegetarier kommen nicht zu kurz dank Gerichten wie Spinatnudeln mit Feta-Käse oder vegetarischer Teufelstarte.
Einige Rezepte sind in den Geschichten integriert, das ist zwar witzig zu lesen, aber gestaltet das Einkaufen der benötigten Zutaten und das Nachkochen schwieriger, da man sich jedes Mal durch die Geschichte hangeln muss. In diesen Fällen wäre eine Zusammenfassung des Rezepts oder zumindest ein Abdruck der Zutatenliste im Anschluss an die Geschichte wünschenswert gewesen. Die Gestaltung der Rezepte ist so unterschiedlich wie die Autoren, die diese bereitgestellt haben: manchmal untermalt von einer Kurzgeschichte, hin und wieder begleitet von einem Romanauszug, stellenweise leider ohne ein Machwerk des jeweiligen Autoren. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass jeder Autor eine Geschichte oder einen Romanauszug zu seinem Rezept mitgeliefert hätte, so dass diese Anthologie nicht nur eine breite Bandbreite an Rezepten, sondern gleichzeitig die Möglichkeit gegeben hätte, in das schriftstellerische Werk jedes mitwirkenden Autoren hineinschnuppern zu können.


Alles in allem eine kulinarisch witzige Bereicherung für das Regal jedes Fantasy-Fans. Die Rezepte sind wirklich nachkoch- und vor allen Dingen essbar, nur die Darstellung entspricht nicht immer dem, was man von richtigen Kochbüchern gewohnt ist, sie erinnert oftmals vielmehr an Muddis alte Rezeptkladde, aber irgendwie ist gerade das sympathisch und macht das Buch zu etwas ganz besonderem!

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