Sonntag, 21. November 2010

[COOL-TOUR-KATZE] Feigen in Detroit-Lesung in Frankfurt (Alia Yunis)

Alia Yunis las aus ihrem Roman "Feigen in Detroit" in der Stadtbücherei Frankfurt.

Die Diskussionsrunde war zweisprachig (englisch/deutsch) und entstand in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat. Den deutschen Lesepart übernahm Ursula Illert.

Das Ganze fand bei freiem Eintritt statt.

Zum Inhalt des Buches:
Mit Weisheit und Witz erzählt Alia Yunis die ebenso komische wie herzzerreißende Geschichte der vier Generationen einer libanesischen Einwandererfamilie in den USA.
Fatima Abdullah weiß, dass ihre Zeit gekommen ist, denn in neun Tagen wird Prinzessin Scheherazade sie zum 1001. Mal in ihrem Haus in L.A. besuchen. Doch vorher hat sie noch einiges zu erledigen: Sie muss eine Frau für ihren schwulen Lieblingsenkel Amir finden; ihrer 17-jährigen, schwangeren Urenkelin den Koran auf Arabisch und Geburtenkontrolle beibringen; sich mit ihrem Exmann Ibrahim aussöhnen; und sie muss entscheiden, welches ihrer acht ungeratenen Kinder das Haus im Libanon erben soll.


Eine Vertretung des US-Generalkonsulats führte in den Abend ein, bevor Alia Yunis und Ursula Illert übernahmen.


Im Original heißt Alia Yunis´ Buch "The night counter". Der Titel passt sehr gut zu der Geschichte von Fatima, die seit dem 11. September und der Scheidung von ihrem Mann genau 1001 Mal von Scheherazade besucht wird. Auf deutsch wurde keine adäquate wörtliche Übersetzung gefunden, so hat sich der Verlag für "Feigen in Detroit" entschieden. Fatima hat vor ihrem Umzug nach L.A. in Detroit gelebt und auch ein Feigenbaum spielt eine Rolle, aber keine so gravierende, das Aila Yunis selbst diesen Titel gewählt hätte. Außer dem Titel waren auch viele lustigen Passagen des Buches schwer zu übersetzen, weil der Sinn und der spezielle Humor bei einer wortwörtlichen Übersetzung verloren gegangen wäre. So hatte Alia Yunis abgesehen vom Titel-Problem, den meisten Kontakt mit ihren Übersetzern wegen solcher Textstellen.


Die Hauptfigur aus "Feigen in Detroit" Fatima hat eine Großfamilie, und fast alle Familienmitglieder kommen in diesem Buch zu Wort. So stellte Ursula Illert in drei sehr gelungenen Lesungspassagen außer Fatima noch deren älteste Tochter Laila und die Enkelin Dina vor.


Alia Yunis sprudelte beim Erzählen förmlich vor Energie, das sieht man auch den Fotos an, entweder an der ganzen Person oder zumindest an ihren Händen, die beim Reden ständig in Bewegung waren ;)

 

Die Stadtbücherei Frankfurt ist riesig... zumindest für so ein Landei wie mich ;) Das moderne Ambiente wirkte auf mich recht kühl, aber Alia Yunis und Ursula Illert haben während der Veranstaltung das ganze Drumherum Vergessen lassen, sowohl in der angeregten Unterhaltung, als auch in den Lesungspassagen, in denen Ursula Illert die Figuren von Alia Yunis mit so viel Leben gefüllt hat, dass ich mir das Buch im Anschluss an die Veranstaltung natürlich direkt gekauft habe. Mit Alia Yunis konnte man noch ein paar nette Sätze in ungezwungener Atmosphäre wechseln, da nur ca. 20 Besucher anwesend waren, obwohl bestimmt für 60 Platz gewesen wäre. Eine schöne Widmung habe ich mir dann auch noch in meine Neuerwerbung schreiben lassen.

Vielen Dank an die Stadtbücherei, das US-Generalkonsulat und den Aufbau Verlag für den gelungenen Abend, an die Büchergilde Buchhandlung Frankfurt für die Möglichkeit die Bücher an diesem Abend kaufen zu können und natürlich an Alia Yunis und Ursula Illert!

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