Dienstag, 30. November 2010

[GEWINNSPIEL] 1. Büchersüchtig-Gewinnspiel zum dreimonatigen Bloggeburtstag

Sabine verlost auf ihrem Blog Büchersüchtig anlässlich seines dreimonatigen Bestehens zwei wunderbare Frauenbücher.

Nähere Informationen über das Gewinnspiel kann man HIER finden, der Einsendeschluss ist der 04.12.2010.

Viel Glück allen Teilnehmerinnen und mir selbst natürlich auch ;)

Sonntag, 28. November 2010

[RUND UMS BUCH] Neu in KW47

 

Zur Rezension:
Die dunklen Mächte 2: Seelennacht, Kelley Armstrong
Die Geheimnisse des Brückenorakels 2: Weltenwanderer, Melissa Fairchild
Fred und Anabel: Eine Liebesgeschichte, Lena Hesse
Monstermäßig erzogen, Michael Fuchs / Marie Hübner
Südamerikanisch kochen! Tomaten, Chili, Mais und Co., Ana M. Pavez / Constanza Recart
Vielen Dank an die Verlage Pan und Wolff!

Gekauft: 
Der Geist, der mich liebte, Kate Logan - Ebay

Getauscht:
Hart aber Hilde, Bettina Haskamp - Tauschticket
Ulysses Moore 2: Die Kammer der Pharaonen, Pierdomenico Baccalario - Tauschticket

Gewonnen:
Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner (Hörbuch), Stephenie Meyer, gelesen von Marie Bierstedt
Rubinrotes Herz, eisblaue See, Morgan Callan Rogers

Donnerstag, 25. November 2010

[REZENSION] Wagner, Antje - Schattengesicht

Antje Wagner
Schattengesicht
Verlag: Quer
192 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3896561804
ISBN-13: 978-3896561800

Würde M. Night Shyamalan (Regisseur von "The Sixth Sense", "The Village") Bücher schreiben, dann solche wie Antje Wagners "Schattengesicht". Noch meisterlicher, wie der für seine unvorhersehbaren Enden bekannte Filmemacher, schafft sie es den Leser am Ende des Buches schockiert, perplex und nachdenklich zurückzulassen.
Über den Inhalt will ich an dieser Stelle gar nicht viel verraten, den jedes Wort zu viel geht auf Kosten des außergewöhnlich gestrickten Plots und könnte zukünftigen Lesern den Lesegenuss nehmen: "Schattengesicht" ist die düstere und traurige Geschichte der beiden jungen Frauen Milana und Polly. In zeitlich umgekehrter Reihenfolge von der Gegenwart bis zurück in die Kindheit werden Episoden aus ihrem Leben geschildert, in denen sie fast jedesmal eine Leiche zurücklassen. Die Morde wären beinahe schwarzhumorig, würde nicht etwas Ungreifbares und Rätselhaftes die beiden Frauen umgeben: Warum schrecken Menschen vor Pollys Stimme zurück?
Antje Wagner hat mit "Schattengesicht" etwas geschafft, was schon lange keinem Buch mehr gelungen ist: ich habe es in einem Stück VERSCHLUNGEN! Sie spielt mit der Wahrnehmung des Lesers, lässt ihn zwischen den Zeilen Dinge herauslesen, die gar nicht real sind. Zum ersten Mal bin ich Antje Wagner auf den Leim gegangen, was den Begleiter von Milana und Polly anging und sie hat es bis zum Schluss wieder und wieder geschafft mich an der Nase herumzuführen. Immer nur bruchstückweise macht sie Anspielungen auf das düstere Geheimnis der beiden Frauen, gerade genug, um die Neugier bis auf ein schier unerträgliches Maß zu steigern. Man versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen, liest schneller und schneller, weil man nicht ans Ende spicken und somit der Überraschung vorgreifen will, ist wie gefangen vom Sog der Geschichte. Immer wieder habe ich mir Gedanken über die Lösung gemacht und am Schluss saß ich da wie vor den Kopf gestoßen. Ja, ach ja... die Puzzleteile fügten sich zu einem völlig schlüssigen Bild zusammen, und trotzdem hat Antje Wagner es geschafft, dass sich mir das bedrückende Rätsel eines einsamen Lebens erst auf den allerletzten Seiten offenbarte!
"Schattengesicht" ist vielmehr ein Psychogramm als ein Krimi oder Thriller, sprachlich ein Hochgenuss, und dazu noch mit einem optisch stimmigen Cover ausgestattet: das Schwarzweiß-Foto wirkt beklemmend ohne Effekthascherei, genau wie der Inhalt, der sich hinter diesem Buchdeckel verbirgt.

[NEWS] Simon's Cat Fan-Artikel gibt es jetzt auch in Deutschland zu kaufen!!!

Wer von Simon´s Cat einfach nicht genug kriegen kann, wird ab sofort HIER fündig.
Spardosen, Tassen, Schlüsselanhänger... und das Sortiment soll kontinuierlich erweitert werden!

Mittwoch, 24. November 2010

[NEWS] Verkaufsstart von Kerstin Giers "Smaragdgrün"

...wenn schon das dritte Lichtlein brennt ...
hast du das grüne Buch verpennt!

Der Verkaufsstart von Kerstin Giers "Smaragdgrün" ist der 8. Dezember.

Ein erstes Stück Leseprobe findet man unter www.smaragdgruenlesen.de, die Leseprobe wird dann täglich im Arena Forum fortgesetzt.

Montag, 22. November 2010

[REZENSION] Noël, Alyson - Evermore 4: Das dunkle Feuer

Alyson Noël
Evermore 4: Das dunkle Feuer

Verlag: Page & Turner
384 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3442203783
ISBN-13: 978-3442203789
Und ehe ich eine Chance hatte, alles noch einmal zu überdenken, ergriff ich die Flucht. Rannte bis nach Hause und zurück zu meinem Bett, wo ich schwitzend und zitternd dalag und mir alle Mühe gab, dieses überwältigende Bedürfnis zu unterdrücken... diese dunkle Flamme in meinem Innern zu löschen.
Eine Flamme, die jeden Tag heißer, heller, stärker brennt. Ein so unersättliches Feuer, dass es alles verschlingen wird, was ihm im Weg ist.
Über die Autorin:
Alyson Noël ist eine preisgekrönte Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Mit dem ersten Teil von "Evermore", ihrer auf inzwischen sechs Teile angelegten Serie, stürmte sie auf Anhieb die amerikanischen Bestsellerlisten und eroberte unzählige Leserinnenherzen. Die Übersetzungsrechte wurden bisher in 15 Länder verkauft und auch die Filmrechte schnell vergeben. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien. "Der blaue Mond" stieg gleich nach Erscheinen ebenfalls auf Platz 1 der New-York-Times-Liste ein, und schon jetzt warten die Fans sehnsüchtig auf die Fortsetzung.
Mehr Informationen über die Autorin und die Evermore-Serie findet man unter:

Kurzbeschreibung:
Ever würde alles dafür tun, endlich mit Damen zusammen zu sein zu können. Dafür hat sie das Leben ihrer Freundin Haven aufs Spiel gesetzt, und dafür begibt sie sich selbst immer wieder in größte Gefahr. Ein Fluch trennt die Liebenden voneinander, so dass sie sich niemals werden berühren dürfen, sonst wird Damen ins Schattenland verbannt. Schuld daran ist ihr Erzfeind Roman, der den Schlüssel zu Evers glücklicher Zukunft mit Damen in seinen Händen hält. Schließlich sieht sie nur noch einen Ausweg: schwarze Magie. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit alles aufs Spiel setzt, ihre Freundschaft zu Haven und ihre Liebe zu Damen...

Eigene Meinung:
Was soll ich schreiben? Fast könnte ich meine Rezension zum dritten Teil der Reihe kopieren, denn bereits "Das Schattenland" vermochte mich nicht wirklich zu fesseln oder großartig zu überraschen. Die Figuren verblassen mit jedem Band mehr und mehr und es sind keine Sympathieträger mehr dabei seit dem Fortgang von Riley und seitdem Ever im dritten Band der Reihe eine ziemlich nervtötende Art an den Tag gelegt hatte. Die einzige Steigerung zu "Das Schattenland": auch wenn Ever mir noch lange nicht wieder sympathisch wurde, hat sie mich wenigstens nicht mehr so genervt, aber das war´s leider schon. Die Handlung plätschert wiederum nur so vor sich hin, auf den Knaller, der in manchen Rezensionen angepriesen wurde, habe ich vergeblich gewartet. Eine auf sechs Bände ausgelegte Reihe kann nicht zwischendrin mit zwei Lückenbüßern aufwarten in der Hoffnung, das Fans absolut alles lesen ohne es kritisch in Augenschein zu nehmen. Mittlerweile bin ich noch mehr als beim dritten Band der Ansicht, dass die Serie nachträglich auf Teufel komm raus auf einen Band mehr aufgeblasen wurde, nachdem der Auftaktband so erfolgreich war. Möglicherweise ist auch die schnelle Veröffentlichungsfolge Schuld an der blutleeren Handlung. Lieber warte ich etwas länger auf eine Fortsetzung und bekomme dafür etwas (neues) geboten!
Ein gerade noch "gut" bekommt dieses Buch auf Grund des lockeren und leicht zu lesenden Schreibstils von Alyson Noel und dafür, dass mit Ava wieder eine der interessanteren Randfiguren stärker in Erscheinung tritt und mit einer Überraschung aufwartet (leider so ziemlich der einzigen in der gesamten Handlung). Nach zwei belanglosen Bänden geht mein Interesse, wie die Serie im sechsten Band enden wird, mittlerweile gegen Null und ich weiß nicht, ob ich den fünften Band der Reihe "Der Stern der Nacht", der bereits im April 2011 erscheinen wird, noch lesen werde.

Aufmachung des Buches:
Auch der vierte Band greift mit seiner Aufmachung das Konzept der ersten drei Bände auf. Genau wie bei "Die Unsterblichen", "Der blaue Mond" und "Das Schattenland" besitzt auch "Das dunkle Feuer" ein wunderschön gestaltetes Cover mit passendem Motiv und eine hochwertige Klappenbroschur. Einleitend werden die Aura-Farben aufgeführt samt ihrer Bedeutung und zum Schluss des Buches gibt es mit einer kurzen Leseprobe einen Ausblick auf den Spin-Off der Reihe "Riley - Das Mädchen im Licht", der im Februar 2011 erscheinen wird.

Fazit:
Leider konnte mich auch der vierte Band der Evermore-Reihe nach dem bereits enttäuschenden dritten Teil nicht fesseln. Die Handlung plätschert vor sich hin und es baut sich kein Spannungsbogen auf. Eigentlich ist im dritten und vierten Band so wenig passiert, dass man das bisschen locker in die anderen Bände hätte integrieren können.
Sehr sehr schade, nach den ersten beiden Bänden hatte ich mir von dieser Reihe viel mehr erhofft!

 

[GEWINNSPIEL] Weihnachtsbäckerei - Die Gewinner!

Leider habe ich nur 3 Einsendungen für mein Weihnachtsbäckerei-Gewinnspiel erhalten, oder zum Glück? Wir haben zwar 4 Rezepte aus dem letzten Jahr verworfen, allerdings sind dafür 4 neue hinzugekommen und damit wären wir doch wieder bei 8 Plätzchensorten gelandet, die wir backen wollen... und essen müssen ;)

Herzchenfenster
Noisettebutterkugeln
Schoko-Erdnussbutter-Cookies
Hausfreunde
Marzipanbällchen mit Himbeergeleefüllung
Cashew-Marzipan-Taler
Gefüllte Lebkuchen-Dukaten
Streuselsterne (Rezept von Melanie)

Einige unserer Nichtbackenden-Bekannten wird es freuen, wir backen nämlich immer viel zu viele Plätzchen und verschenken sie deshalb weiter, außer die Hausfreunde... die werden trotz doppelter Menge immer streng rationiert ;)

Außer Melanie haben mir noch Conny und Sarah ihr(e) Lieblingsrezept(e) geschickt und gewonnen haben alle drei! Ich habe mir nämlich eine weihnachtliche Überraschung überlegt, die auch was mit Büchern zu tun hat, und die bekommen außer Melanie auch die anderen beiden zugeschickt!

Sonntag, 21. November 2010

[REZENSION] Duda, Christian / Friese, Julia - Schnipselgestrüpp

Christian Duda / Julia Friese
Schnipselgestrüpp
Verlag: Bajazzo
44 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3905871165
ISBN-13: 978-3905871166
empfohlenes Lesealter: 6-7 Jahre

Das Zimmer des Jungen ist voller Papierschnipsel. Seine Eltern haben kein Geld für Spielzeug, statt dessen holt seine Mutter Zeitungen aus dem Mülleimer im Hof, aus denen sich der Junge seine eigene Welt bastelt. Sie fahren nicht in Urlaub, dafür fliegt der Junge um die Welt. Sie machen keine Ausflüge in den Zoo oder in den Zirkus, aber in seinem Zimmer gibt es nicht nur Tiere an der Wand, sondern auch Kino und manchmal sogar Theater.
Papierschnipsel, Klebeband und Fantasie verwandeln ein graues, langweiliges Kinderzimmer in einen grünen, lebendigen Dschungel, an denen Gottesanbeterinnen an den Zweigen hängen und der Junge sich wohlfühlt. Können die Eltern verstehen, dass seine Welt allein durch Fantasie funktioniert, oder halten sie alles für Quatsch?

Auf dem Einband das Bilderbuchs in Querformat dominieren die Grautöne. Nur ein Junge in blauer Kleidung sitzt auf einem Berg alten Zeitungspapier und schneidet mit einer Schere Wörter und Bilder aus, an der Wand in seinem Rücken hat er bereits einen roten Schnipsel befestigt. Passend zur Thematik sind Titel und Autoren auf dem Cover aus einzelnen Buchstaben "aufgeklebt".
Der Einband wirkt auf den ersten Blick nicht einladend und auch die Familie bleibt zunächst fremd. Erzählt wird die Geschichte von einem Jungen, dessen Mutter und dessen Vater. Die Personen haben keine Namen, in den Zimmern sind keine persönlichen Gegenstände zu sehen, nur ein paar vereinzelte Möbel und im Hintergrund eine altmodische, grüne Tapete. "Schnipselgestrüpp" ist kein Buch, das die Blicke durch putzige, kindgerechte Illustrationen auf sich zieht, allerdings durch eine ungewöhnliche Umsetzung und außergewöhnliche Techniken: das grüne Kleid der Mutter wirkt wie mit einem Filzstift ausgemalt, die Linienführung geht kreuz und quer, so wie man selbst als Kind großflächige Bilder ausgemalt hat. Die Fantasiewelt des Jungen aus Zeitungsausschnitten hebt sich durch fotorealistische Darstellungen von den Illustrationen hervor. Viele Motive wirken durch Grau- und Schwärztöne wie Druckerschwärze, manchmal gelbstichig, wie altes, vergilbtes Zeitungspapier. "Schnipselgestrüpp" ist keines der Bilderbücher, die man auf den ersten Blick in sein Herz schließt, es wirkt zunächst spröde und unzugänglich durch die namenlosen Personen und die tristen Farben. Um den besonderen Zauber der Geschichte zu erschließen, muss man auch zwischen den Zeilen lesen. Nicht alles steht schwarz und weiß im Text geschrieben, Bilder und Textpassagen komunizieren miteinander und erzählen in Verbindung von der fantastischen Fantasiewelt eines kleinen Jungen, der mit ihrer Hilfe den Alltagstrott durchbricht und diesen Zauber am Ende sogar auf seine Eltern übertragen kann. Auf der letzten Doppelseite hat sich das Zimmer des Jungen in einen blühenden und farbenprächtigen Dschungel verwandelt, dessen Pflanzen ganz langsam auch in den Rest der vormals tristen Wohnung vordringen.

Ein wunderbares Buch über den Zauber der Fantasie, das seine Magie erst in seinem Inneren preisgibt. Eine Anregung für Eltern und ihre Kinder, dass kein teures Spielzeug, Reisen oder Ausflüge nötig sind, um Spaß zu haben oder Außergewöhnliches zu Erleben. Ein Buch für die ganze Familie, dessen tieferen Sinn man am besten beim gemeinsamen Lesen und Ansehen entdeckt und auf jeden Fall ein Geheimtipp auch für erwachsene Bildergeschichtenliebhaber. Ein großartiges Plädoyer dafür, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen und selbst etwas zu entdecken, statt sich alles von dem die Wohnung dominierenden Fernseher vorführen zu lassen.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW46

 

Zur Rezension:
Die Legende der Wächter 1: Die Entführung, Kathryn Lasky
Die Weihnachtsgeister, Peter Ahorner / Artur Bodenstein
Lily Lux Notizbuch, Iris Luckhaus / Matthias Klesse
Schattengesicht, Antje Wagner
Von Hunden und Büchern, Louise Yates
Vielen Dank an die Verlage Annette Betz, Gerstenberg, Hoffmann & Campe, Ravensburger und Quer!
Vielen Dank an die Autorin Antje Wagner!

Gekauft: 
Apocalypsia, Andreas Izquierdo - Ebay
Bis du erwachst, Lola Jaye - Ebay
Die Herzogin der Bloomsbury Street, Helene Hanff - Ebay
Feigen in Detroit, Alia Yunis - signiertes Exemplar von der Lesung in Frankfurt

Getauscht:
Reckless 1: Steinernes Fleisch, Cornelia Funke - Tauschticket

Bilderbücher sind eigentlich kein richtiger SUB!

[COOL-TOUR-KATZE] Feigen in Detroit-Lesung in Frankfurt (Alia Yunis)

Alia Yunis las aus ihrem Roman "Feigen in Detroit" in der Stadtbücherei Frankfurt.

Die Diskussionsrunde war zweisprachig (englisch/deutsch) und entstand in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat. Den deutschen Lesepart übernahm Ursula Illert.

Das Ganze fand bei freiem Eintritt statt.

Zum Inhalt des Buches:
Mit Weisheit und Witz erzählt Alia Yunis die ebenso komische wie herzzerreißende Geschichte der vier Generationen einer libanesischen Einwandererfamilie in den USA.
Fatima Abdullah weiß, dass ihre Zeit gekommen ist, denn in neun Tagen wird Prinzessin Scheherazade sie zum 1001. Mal in ihrem Haus in L.A. besuchen. Doch vorher hat sie noch einiges zu erledigen: Sie muss eine Frau für ihren schwulen Lieblingsenkel Amir finden; ihrer 17-jährigen, schwangeren Urenkelin den Koran auf Arabisch und Geburtenkontrolle beibringen; sich mit ihrem Exmann Ibrahim aussöhnen; und sie muss entscheiden, welches ihrer acht ungeratenen Kinder das Haus im Libanon erben soll.


Eine Vertretung des US-Generalkonsulats führte in den Abend ein, bevor Alia Yunis und Ursula Illert übernahmen.


Im Original heißt Alia Yunis´ Buch "The night counter". Der Titel passt sehr gut zu der Geschichte von Fatima, die seit dem 11. September und der Scheidung von ihrem Mann genau 1001 Mal von Scheherazade besucht wird. Auf deutsch wurde keine adäquate wörtliche Übersetzung gefunden, so hat sich der Verlag für "Feigen in Detroit" entschieden. Fatima hat vor ihrem Umzug nach L.A. in Detroit gelebt und auch ein Feigenbaum spielt eine Rolle, aber keine so gravierende, das Aila Yunis selbst diesen Titel gewählt hätte. Außer dem Titel waren auch viele lustigen Passagen des Buches schwer zu übersetzen, weil der Sinn und der spezielle Humor bei einer wortwörtlichen Übersetzung verloren gegangen wäre. So hatte Alia Yunis abgesehen vom Titel-Problem, den meisten Kontakt mit ihren Übersetzern wegen solcher Textstellen.


Die Hauptfigur aus "Feigen in Detroit" Fatima hat eine Großfamilie, und fast alle Familienmitglieder kommen in diesem Buch zu Wort. So stellte Ursula Illert in drei sehr gelungenen Lesungspassagen außer Fatima noch deren älteste Tochter Laila und die Enkelin Dina vor.


Alia Yunis sprudelte beim Erzählen förmlich vor Energie, das sieht man auch den Fotos an, entweder an der ganzen Person oder zumindest an ihren Händen, die beim Reden ständig in Bewegung waren ;)

 

Die Stadtbücherei Frankfurt ist riesig... zumindest für so ein Landei wie mich ;) Das moderne Ambiente wirkte auf mich recht kühl, aber Alia Yunis und Ursula Illert haben während der Veranstaltung das ganze Drumherum Vergessen lassen, sowohl in der angeregten Unterhaltung, als auch in den Lesungspassagen, in denen Ursula Illert die Figuren von Alia Yunis mit so viel Leben gefüllt hat, dass ich mir das Buch im Anschluss an die Veranstaltung natürlich direkt gekauft habe. Mit Alia Yunis konnte man noch ein paar nette Sätze in ungezwungener Atmosphäre wechseln, da nur ca. 20 Besucher anwesend waren, obwohl bestimmt für 60 Platz gewesen wäre. Eine schöne Widmung habe ich mir dann auch noch in meine Neuerwerbung schreiben lassen.

Vielen Dank an die Stadtbücherei, das US-Generalkonsulat und den Aufbau Verlag für den gelungenen Abend, an die Büchergilde Buchhandlung Frankfurt für die Möglichkeit die Bücher an diesem Abend kaufen zu können und natürlich an Alia Yunis und Ursula Illert!

Donnerstag, 18. November 2010

[KINDERMUND] WAS liest du???

Besonders lustig ist es ja, wenn Kinder eigene Wörter für Dinge haben, die eigentlich eine ganz andere Bedeutung haben. So sagt meine Tochter z.B. immer noch statt "Elefant" "Fanta". Gestern Abend "las" sie vorm Schlafengehen aus einigen Bilderbüchern, die neben meinem Bett gestapelt sind, u.a. war da ein Shaun-das-Schaf-Kochbuch darunter.
"Was liest du denn?"
Mit dem "ch" hat sie es noch nicht so, die Antwort hörte sich dann tatsächlich so an:
"Ein Kackbuch."
Naja, wenn jemandem das Kochen nicht so liegt, kommt auch unter zu Hilfenahme eines Kochbuchs vielleicht tatsächlich Kacke raus :D

Mittwoch, 17. November 2010

[NEWS] Ausstellungseröffnung in der Villa Herrmann - Anke Faust präsentiert: "Das grüne Küken"

Samstag, 20.11.2010 - 15.00 Uhr - Ausstellungseröffnung und Workshop

HITS für KIDS GmbH - Das Buch- und Kulturzentrum in der Villa Herrmann (Mozartstraße 3 - 65462 Gustavsburg)

Anke Faust präsentiert: "Das grüne Küken"

Ganz gleich, ob Warenkatalog, Hochglanzzeitschrift oder Bildband: Die Illustratorin Anke Faust braucht sie alle! Denn aus Papier entsteht ihre Kunst. Anke Faust arbeitet mit einer ganz eigenen Collage-Technik. Zuerst legt sie mit Tusche und Feder die Bilder auf einer durchsichtigen dünnen Folie an. Dann sucht sie in den alten Magazinen den richtigen Schnipsel, schneidet ihn aus und beklebt damit die vorgesehene Stelle auf der Folie.

Zu kompliziert? Dann lohnt der Besuch der Ausstellungseröffnung "Das grüne Küken" von Anke Faust am Samstag, 20.11.2010, um 15.00 Uhr in der Villa Herrmann! Die Künstlerin ist anwesend und erklärt: "Ich liebe die Handarbeit und die Suche nach den richtigen Schnipseln. Wenn ein Schnipsel verbraucht ist, ist er eben weg. Und die Suche geht von neuem los." Zu sehen sind die Original-"Schnipselbilder" zu Fausts neuem Buch "Das grüne Küken". Es ist die Geschichte eines Gänserichs, der ein seltsames Ei findet und es ausbrütet. Aus dem Ei schlüpft ein grünes Küken, das dem Gänserich so ganz und gar nicht ähnlich sieht.

Anke Faust bietet am selben Nachmittag auch einen Gestaltungsworkshop für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren an, der aber leider schon fast ausgebucht ist. Aber man kann ihr ja über die Schulter schauen!

Der Eintritt zur Ausstellung, die bis zum 31.12.2010 immer werktags von 9.00 bis 18.00 Uhr zu sehen ist, ist frei.

Dienstag, 16. November 2010

[SPIEL-REZENSION] UNO Muh!


Mit UNO Muh! hat Mattel eine UNO-Variante auf den Markt gebracht, die bereits für ganz kleine Spielefans geeignet ist.

UNO Muh! beinhaltet 1 Spiel- und Aufbewahrungsstall, 1 Spieleanleitung, 28 Tier- und Bauernfiguren und 4 Heuhaufen-Aufsteller und kann von 2 bis 4 Spieler ab 3 Jahren gespielt werden.


Die Regeln sind denkbar einfach: jeder Spieler hat 5 Tiere hinter seinem Heuhaufen stehen und muss versuchen diese schnellstmöglich zurück in den Stall zu bringen. Steht auf dem Stalldach ein blaues Schwein, so kann der Spieler, der gerade an der Reihe ist, entweder ein anderes blaues Tier oder ein anderfarbiges Schwein ausspielen. Hat er keine passende Figur, muss er eine neue aus dem Stall ziehen. Die weißen Bauern gelten als Joker und können immer ausgespielt werden, die Stinktiere bedeuten, dass man 2 neue Tiere ziehen muss. Das sind bereits alle Sonderfunktionen, die in UNO Muh! enthalten sind.


Pro:
* Der Stall dient gleichzeitig zur Aufbewahrung der Spieleanleitung, Figuren und Pappaufsteller.
* Kinder beschäftigen sich auch gerne alleine mit dem Spiel.
* Die Gestaltung des Stalls und der Figuren ist lustig und kindgerecht.
* Die Regeln sind einfach und verständlich erklärt.
* Die Kunststoffteile sind sehr stabil.

Kontra:
* Stall und Figuren sind beklebt. Bei Getränke- oder Essensverunreinigungen am Spielmaterial kann es so schnell zu Abnutzung kommen, weil die Figuren nicht ohne Verschleiß der Aufkleber abgewaschen werden können.
* Die Lösung, neue Spielfiguren aus dem Stall zu ziehen gefällt mir persönlich nicht so gut, da obenauf ja immer die zuletzt gespielten Figuren liegen und der offene Stall außerdem von jedem eingesehen werden kann. Das führt einerseits dazu, dass immer wieder dieselben Figuren gespielt werden und andererseits zum Schummeln, da natürlich jeder versuchen wird die Sonderfiguren wie Bauern oder Stinktiere herauszuholen. Empfehlenswert wäre es, das Spiel um einen Kartoffelsack zu erweitern, aus dem die Figuren verdeckt gezogen werden können. Natürlich kann man sich dieses zusätzliche Utensil einfach und schnell selbst beschaffen, es erhöht auf jeden Fall den Spaßfaktor!
* Das Spiel wird für etwas ältere Kinder relativ schnell langweilig, weil mit den Bauern und Stinktieren nur 2 verschiedene Sonderspielregeln enthalten sind.
* Die Heuhaufen-Pappaufsteller sind nicht sehr stabil und könnten höher sein, damit die Tiere dahinter besser versteckt sind.

Fazit:
Eine witzige UNO-Variante für die ganz Kleinen, die auch ohne Mitspieler ihren Spaß an dem transportablem Stall und den lustigen Tieren haben. Allerdings würde ich für UNO-Fans ab 5-6 Jahren eher zum Junior-Kartenspiel greifen, da hier die Sonderfunktionen zahlreicher sind und damit das Spiel abwechslungsreicher ist und der Preis um einiges geringer.

[NEWS] Alia Yunis auf Lesereise - Veranstaltung in Frankfurt

Alia Yunis liest aus ihrem Roman "Feigen in Detroit":
in der Stadtbücherei Frankfurt am Main (Hasengasse 4) am Donnerstag, 18. November, 19:30 - 21:30 Uhr

Die Lesung ist zweisprachig (englisch/deutsch) und entstand in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat. Den deutschen Lesepart übernimmt Ursula Illert.

Der Eintritt ist frei!


Zum Inhalt des Buches:
Mit Weisheit und Witz erzählt Alia Yunis die ebenso komische wie herzzerreißende Geschichte der vier Generationen einer libanesischen Einwandererfamilie in den USA.
Fatima Abdullah weiß, dass ihre Zeit gekommen ist, denn in neun Tagen wird Prinzessin Scheherazade sie zum 1001. Mal in ihrem Haus in L.A. besuchen. Doch vorher hat sie noch einiges zu erledigen: Sie muss eine Frau für ihren schwulen Lieblingsenkel Amir finden; ihrer 17-jährigen, schwangeren Urenkelin den Koran auf Arabisch und Geburtenkontrolle beibringen; sich mit ihrem Exmann Ibrahim aussöhnen; und sie muss entscheiden, welches ihrer acht ungeratenen Kinder das Haus im Libanon erben soll.

[REZENSION] Perplies, Bernd - Magierdämmerung 1: Für die Krone

Bernd Perplies
Magierdämmerung 1: Für die Krone
Verlag: Lyx
448 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10: 3802582640
ISBN-13: 978-3802582646

Inhalt:
"Magierdämmerung: Für die Krone" ist der erste Teil einer Trilogie, die im viktorianischen London des Jahres 1897 spielt.
Der junge Reporter Jonathan Kentham wird unfreiwillig in die Welt der Magier hineingezogen, als er eines Nachts den Ring eines sterbenden Mannes entgegennimmt. Bei dem Mann handelt es sich um den Ersten Lordmagier des Silbernen Kreises Albert Dunholm, der das Opfer im Kampf rivalisierender Magier geworden ist und durch die Übergabe des Rings Jonathan zu seinem Nachfolger wählt.
In den Tiefen des Meeres wurde die sagenumwobene Stadt Atlantis entdeckt und das Siegel gebrochen, welches die Wahre Quelle der Magie unter Verschluss gehalten hat. Nun droht die ganze Welt im Chaos zu versinken. Gegen den Lordmagier Wellington, der die Macht im Namen der Krone an sich reißen will, muss Jonathan Albert Dunholms Erbe unter Mithilfe von Dunholms Kutscher Randolph und dem exzentrischen Magier Holmes antreten, um die Welt vor großem Unheil zu bewahren.

Eigene Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gestaltete sich für mich zunächst schleppend. Zu Beginn steht der Prolog "Die Wahre Quelle der Magie", in der Wellington die sagenumwobene Stadt Atlantis entdeckt und das Siegel bricht. Ich fand den Prolog recht verwirrend und konfus, so dass sich anfangs kein rechter Lesegenuss bei mir einstellen wollte.
Nach dem Prolog geht die Geschichte in parallel laufenden Handlungssträngen weiter. Neben Jonathans Erlebnissen in London gemeinsam mit Randolph und Holmes, begleiten wir in Schottland Giles McKellen und seine Enkelin Kendra. Giles ist ein alter Freund Dunholms und weiß noch nichts von dessen Ableben, er will nach London, um sich mit ihm über seltsame Veränderungen in der Magie zu beraten. Das Magiesystem in Bernd Perplies Trilogie funktioniert durch das Steuern und Bündeln von sogenannten "Fäden".
Nachdem das Wirken der Magie erklärt und die Charaktere eingeführt wurden kommt die Handlung richtig in Schwung und man wird schnell in den Bann der Geschichte gezogen. Perplies Schreibstil ist sehr bildhaft, fast als hätte man einen Film vor dem inneren Auge ablaufen, und man reist in Gedanken mit den Protagonisten durch London, Schottland und wie einst Kapitän Nemo auf Jules Vernes Spuren 20.000 Meilen unter dem Meer. Perplies größter Pluspunkt aber ist der fabelhafte und tiefgründige Humor, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Seine Trilogie ist eine einzige Hommage an literarische Figuren und große Schriftsteller und seine Charaktere tragen teilweise die Namen von Personen, die tatsächlich gelebt haben. Der größte Clou ist Perplies jedoch mit seinem Magierdandy Jupiter Holmes und dessen Geisterkatze Holmes gelungen, bei dem Arthur Conan Doyle schamlos Ideen für seinen Sherlock geklaut hat ;) Apropos Tiere: neben Holmes mit seiner Geisterkatze hat Perplies Randolph den Raben Nevermore und dem Franzosen den Falken Richelieu an die Seite geschrieben, vielleicht mag dem einen oder anderen meine Assoziation ulkig erscheinen, aber mich haben die vielen tierischen Begleiter an die Disney-Filme erinnert, bei denen den Protagonisten Haustiere (oder dem Glöckner die drei Steinfiguren) zur Seite gestellt wurden ;) Bernd Perplies treibt sein Spiel mit den Zitaten soweit, dass der Leser irgendwann richtiggehend nach ihnen sucht. Manchmal sind es nur winzig kleine Details, in denen Anspielungen versteckt sind: so müssen Giles McKellen und Kendra ihre Reise von Schottland nach London zeitweise mit einem Güterzug bestreiten, auf dessen Führerhaus in goldenen Lettern die Zahl 115 prangt. Nach Angaben des Autors ist diese Zahl die Summe der Tage, die sich aus den Titeln zweier Jules-Verne-Romane ergeben.
Nachdem ich über den wirren Einstieg hinweg war, hatte ich mich so in das Buch festgelesen, dass ich ganz perplex war, plötzlich auf der letzten Seite angekommen zu sein. "Für die Krone" hört mit einem Cliffhanger auf, der einen ungeduldig auf die Fortsetzungen warten lässt und die schillernden Charaktere aus Bernd Perplies Feder vermisse ich schon, seit ich den Buchdeckel über der letzten Seite zugeklappt habe!

Aufmachung des Buches:
Der spannende Einstieg in die Trilogie "Magierdämmerung" wird abgerundet durch die Europakarte in der vorderen und dem Stadtplan von London in der hinteren Umschlagklappe. Des Weiteren ist der Geschichte ein doppelseitiges "Dramatis Personae" nachgestellt, in dem die wichtigsten Charaktere mit Namen und Funktion aufgeführt sind. Die Covergestaltung ist ebenfalls die eine oder andere Entdeckung wert. Den Einband des ersten Bandes ziert das Unterwasserfahrzeug "Nautilus". Das Gesamtkonzept scheint zudem sehr sorgfältig geplant: im Vordergrund ist ein unvollständiges Medaillon oder Siegel zu sehen, dem auf der Fortsetzung "Gegen die Zeit" ein weiteres Stück hinzugefügt wurde, und dass auf "In den Abgrund" sicherlich komplett dargestellt sein wird.

Fazit:
Nach dem etwas schwerfälligen Einstieg erwartet den Leser ein fantasievolles und spannendes Abenteuer, dass auf den Spuren großer Erzähler wie Verne wandelt und riesengroßen Spaß macht! Ich freue mich auf die beiden Fortsetzungen und hätte bestimmt alle drei Bücher am Stück verschlungen, wenn es mir möglich gewesen wäre ;)

Reihen-Info:
Für die Krone
Gegen die Zeit (Februar 2011)
In den Abgrund (September 2011)

Montag, 15. November 2010

[REZENSION] Mein Plätzchenbuch: Cooles aus dem Backofen

Redakteur: Anette Leister

Titel: Mein Plätzchenbuch: Cooles aus dem Backofen
Autor: Shaun das Schaf
Fotograf: TLC Fotostudio
Übersetzer: -/-
Verlag: Komet
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten, mit 3 Ausstechförmchen




MEIN PLÄTZCHENBUCH: COOLES AUS DEM BACKOFEN

Für mich ist "Mein Plätzchenbuch: Cooles aus dem Backofen" das bisher beste Buch aus der Koch- und Backbuchreihe um "Shaun das Schaf", beinhaltet es diesmal doch nicht nur määähächtig leckere Rezepte, sondern zusätzlich 3 Ausstechförmchen, mit denen man liebe Schafe und fiese Schweine ganz einfach selbst backen kann, z.B. als Lebkuchenfigur. Damit wäre ich auch schon bei der Unterteilung des Inhaltsverzeichnis angelangt. Shaun unterscheidet bei seinen Plätzchen zwischen...

* Kann ich nur empfehlen!
* Hat meine Omi schon gebacken...
* Für die Feinschmecker: Lebkuchen!
* Echt heiß!

Im Abschnitt "Kann ich nur empfehlen!" ist Vielfalt für die süßen Geschmacksnerven angesagt, u.a. werden hier Rezepte für Orangensterne, Apfeldukaten und Ananasplätzchen vorgestellt. Aber auch Schokoholiker kommen dank Nougatherzen und Schokoecken nicht zu kurz.
Zimtsterne und Vanillekipferl "Hat meine Omi schon gebacken...". In dem gleichnamigen Abschnitt finden sich die bekannten und heißgeliebten Rezepte aus den elterlichen und großelterlichen Backstuben wieder.
"Für die Feinschmecker: Lebkuchen!" enthält die besten Lebkuchenrezepte in figürlicher und nicht-figürlicher Form. Für die Figuren-Lebkuchen kann man die 3 beiliegenden Ausstechförmchen verwenden und damit entweder Schafe für den eigenen Weihnachtsteller backen oder Schweine für die liebe Verwandschaft.
Neben traditionellem Weihnachtsgebäck, wie es in Kapitel 2 und 3 hauptsächlich aufgeführt ist, kommen in "Echt heiß!" moderne Plätzchenkreationen auf den Teller: mit Cappuccinokipferl und Feigenschnitten etwas für den Kaffeeklatsch mit den Freundinnen und mit Anisfingern und Zimtknusperchen Leckereien für diejenigen Naschkatzen, die von weihnachtlichen Gewürzen im Gebäck nie genug bekommen können.
Zudem sind auf allen Doppelseiten großformatige farbige Szenen aus den Shaun-Trickfilmen abgebildet, zusammen mit appetitanregenden Farbfotos von allen vorgestellten Plätzchen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Bei aufwendigeren Rezepten, wie beispielsweise den figürlichen Lebkuchen, wird die Herstellung Schritt für Schritt anhand mehrerer Fotos gezeigt.
Einen klitzekleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich dennoch: wenn man gemeinsam mit Kindern backt, wäre eine Einstufung der Rezepte in drei Schwierigkeitsgrade, beispielsweise in Form von 1 bis 3 Schafen, hilfreich gewesen, ansonsten lecker und empfehlenswert bis auf den letzten Krümel!

Andere Scha(r)fe-Kochbücher bei Komet:
Mein Kochbuch: Extra Scha(r)f
Mein Kochbuch: Pizza, Pasta & Co.
Mein Kochbuch: Shaunkost Spezial
Mein Kochbuch: Shaunzeit, Die besten Veggie-Rezepte
Mein Picknickbuch: Auf ins Grüne

Sonntag, 14. November 2010

[RUND UMS BUCH] Neu in KW45

 

Zur Rezension:
Evermore 4: Das dunkle Feuer, Alyson Noel
Schnipselgestrüpp, Christian Duda / Julia Friese
Unland, Antje Wagner
Vielen Dank an die Verlage Bajazzo, Bloomsbury und Page & Turner!
Vielen Dank an die Autorin Antje Wagner!

Gekauft: 
Cupcakes: 55 unwiderstehliche Törtchen, Katharina Saheicha und Stefanie Bartsch
Shaun-das-Schaf: Mein Plätzchenbuch - Cooles aus dem Backofen

Getauscht:
Machandels Gabe, Ulf Geyersbach - mit Petra von Seitenweise gegen "Schule der Gaukler"

Gewonnen:
Die Legende der Wächter 1: Die Entführung (Hörbuch), Kathryn Lasky, gelesen von Stefan Kaminski
Jamies 30 Minuten Menüs, Jamie Oliver - von Lovelybooks gegen Bloggeraktion
Optimisten leben besser: Energie aus der Seele, Birgit Kaltenthaler und Susanne Oswald

Ich bin im einstelligen Bereich geblieben *yeah* und im Gegensatz zu letzter Woche habe ich kein Buch vergessen auf mein Neuzugangsfoto zu packen *aufgefallen war es glaube ich eh keinem ;)*
Mein besonderer Dank gilt diese Woche Petra von Seitenweise für den schönen Büchertausch, der Autorin Antje Wagner für ihr Angebot zwei ihrer Bücher rezensieren zu dürfen und Frau Grünbeck von Page & Turner, weil ich es absolut nicht als Selbstverständlichkeit ansehe eine Serie weiter rezensieren zu dürfen, die bereits in die vierte Folge geht und sich auch ohne meinen Senf sehr gut verkauft ;)

[REZENSION] Weise, Kathleen / Miller, Carla / Metzen, Isabelle - Die purpurrote Schleife

Kathleen Weise / Carla Miller / Isabelle Metzen
Die purpurrote Schleife
Verlag: planet girl
128 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3522502388
ISBN-13: 978-3522502382
empfohlenes Lesealter: 13-15 Jahre
Ein altes Herrenhaus, geduckt im Schatten der Wälder. Ein geheimnisvoller Graf, der geradezu süchtig ist nach dem vollen Leben, und ein Mädchen mit reinem Herzen. Wird ihre Liebe Bestand haben in einem Netz aus dunklen Machenschaften, Verrat und Mord?
Die Armut zwingt die kleine Cathy dazu ihr Elternhaus zu verlassen und Anstellung in dem Haus Worthington zu suchen. Alles, was ihre Mutter ihr zum Abschied schenken konnte, war eine selbstgenähte purpurrote Schleife.
Die purpurrote Schleife zieht sich wie der sprichwörtlich rote Faden durch die ganze Geschichte und spielt am Ende noch eine entscheidende Rolle. Die schwarz-weißen Illustrationen erhalten duch die purpurrote Schleife, Blut und Rotwein, die als einziges farbig dargestellt werden, eine ganz besondere Note und erzeugen eine schaurige Wirkung beim Betrachter.
Das Mädchen mit dem reinen Herzen, dass die Stimmen von Tieren und Schatten hören kann, wirkt von Anfang an klein und verloren in dem großen düsteren Herrenhaus. Die Illustrationen voller Blut, die Anspielungen der Tiere und die zwielichten Charaktere lassen bereits im Laufe der Geschichte erahnen, dass auf die kleine Cathy vermutlich kein Happy End warten wird, aber welches Ende den Leser letztendlich erwartet ist nicht absehbar und äußerst überraschend! Mich hat es in positiver Weise an die alten Gruselfilme erinnert, die ich als Kind heimlich mit meinen großen Geschwistern angeschaut habe.
Im Endeffekt bleibt mir nur zu bemängeln, dass die Illustrationen von Metzen und Miller zusammen mit den Textpassagen von Weise manchmal nicht wie aus einem Guss wirkten und die Übergänge stellenweise etwas holprig waren.
Die Aufmachung des Buches ist besonders hervorzuheben. Die Illustrationen auf dem Bucheinband heben sich nicht nur durch das Schwarz-Weiß, sondern zusätzlich durch ihre Gestaltung in Spotlack von dem zartrosa Hintergrund ab. Auf der hinteren Vorsatzseite sind Details aus den Innenillustrationen abgebildet mit der Aufforderung "Search us!" und alle Textseiten sind am unteren Rand mit Ornamenten geschmückt, wobei jedes Kapitel ein anderes Ornament besitzt.

Samstag, 13. November 2010

[KATZENTATZEN] Nomen est omen

Sicherlich hätte zu Buffy, Piper und Devil etwas richtig Dämonisches viel besser gepasst, aber irgendwie fand ich Taxi schon immer total witzig für eine Katze, und wer weiß... vielleicht reist sie ja in 1-2 Wochen passend zu ihrem Namen mit ihrem eigenen Auto an?!

Freitag, 12. November 2010

[NEWS] Lyx-Programmvorschau: Wann ermittelt das IAIT-Team in seinem dritten Fall?

Diese Information ist für alle, die in der Lyx-Programmvorschau für Frühjahr/Sommer 2011 vergeblich nach dem dritten Fall des IAIT-Teams aus der Feder von Jens Schumacher und Jens Lossau Ausschau gehalten haben:

Jorge und Hippolit ermitteln nach "Der Elbenschlächter" und "Der Orksammler" im Herbst 2011 wieder, diesesmal in "Der Schädelbrecher". Diese Info ist zwar nicht mit Elbenblut besiegelt ;) aber vertraglich festgezurrt und wurde wohl schon in mehreren Interviews kundgetan. Ich habe einfach bei einer Hälfte des Autorenteams nachgefragt ;)

[NEWS] Trailer zu "Il était une fois"

Benjamin Lacombes Pop-Up-Buch ist heute in Frankreich, Italien und Spanien erschienen, in Deutschland wird es leider nicht veröffentlicht...

Donnerstag, 11. November 2010

[NEWS] Das Detektivbüro LasseMaja: Ab Dezember im KI.KA!

Wer ist in Deutschland und Schweden mindestens so bekannt und beliebt wie das Kronprinzenpaar Victoria und Daniel?

Na klar, Lasse und Maja!

Die beiden Freunde haben ein ganz spezielles Hobby: Sie haben den richtigen Riecher für knifflige Fälle und betreiben in ihrer Heimatstadt Valleby das Detektivbüro LasseMaja.

Von der erfolgreichen Kinderkrimireihe des Bestseller-Autors Martin Widmark sind im Verlag Ueberreuter bisher sechs Bände erschienen. Die Bücher sind so erfolgreich, dass sie in Schweden bereits verfilmt wurden. Passend zum winterlichen Look der Fernseh-Serie, strahlt der Ki.KA zur Weihnachtszeit das Detektivbüro LasseMaja erstmals im deutschen Fernsehen aus:

Ab 15. Dezember montags bis freitags um 15.00 Uhr. Wiederholt wird die Serie ebenfalls zur besten Sendezeit vom 23.- 30. Dezember, jeweils um 15.00 Uhr.

[KINDERMUND] St. Martin, Sa-hankt-Maaartin...

Nachdem ich nach anfänglichen Widerständen meiner Tochter glaubhaft versichern konnte, dass der Müllbeutel so etwas wie eine Regenjacke für Laternen ist, war auch diese an dem regnerischen gestrigen Abend wetterfest "angezogen".


Der Bubeschenkel (für Nicht-Rhoihesse: Weckmann oder Stutenkerl) sah nicht lange so lecker aus. Meine Tochter war zwar eigentlich pappsatt, aber das Schokoladengesicht des armen Kerls musste vor dem Zubettgehen noch dran glauben...

Mittwoch, 10. November 2010

[TIPP] venyoo - Der Veranstaltungskalender

Als ich vor kurzem nach Lesungen in Mainz oder Frankfurt gesucht habe bin ich auf die Seite von venyoo gestoßen.


venyoo ist ein Veranstaltungskalender für Deutschland, Österreich und die Schweiz, in den man nach einmaliger und kostenloser Anmeldung auch selbst Veranstaltungen eintragen kann.
Die Suche kann nach Stadt, Termin und Veranstaltungsart erfolgen. Neben Lesungen sind hier auch Termine für Oper, Flohmärkte, Feste, Messen, Ausstellunge u.v.m. zu finden.
venyoo bietet außerdem die Möglichkeit, dass man sich einen Kalender nach eigenen Suchkriterien auf der eigenen Website oder Blog einbinden kann (HTML, Flash oder PHP).
Für einen Blog wird der Flash-Kalender empfohlen, der die nächsten 5 Veranstaltungen anzeigt und in 3 Größen zur Auswahl steht. So würde ein Kalender mit den Suchkriterien "Mainz - Alle Veranstaltungen" bespielsweise so aussehen:


Auf einen Blick gibt der Kalender Auskunft über Titel, Veranstaltungsort und -zeit, der Link "mehr..." führt zurück zu venyoo auf die Detailseite der Veranstaltung und der gelbe Button zeigt an, für welche Veranstaltungen Eintritt verlangt wird.
Die Suchkriterien können natürlich feiner gestaltet werden als nur nach Stadt und mit x-beliebigen Kriterien kombiniert werden, z.B. "Mainz - Lesung", "Mainz - Veranstaltungsort - Frankfurter Hof" usw.

An venyoo gefällt mir besonders gut, dass es ein Veranstaltungskalender nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich und die Schweiz ist, und das interessenübergreifend an alle Vorlieben und Altersklassen gedacht wurde!

Montag, 8. November 2010

[MEINE WELT] Filipo kocht mit Jamie Oliver...

In den nächsten Wochen gibt es auf dem Blog meines Hausdrachen wieder mehr zu lesen (und zu gucken), denn im Rahmen des Gewinnspiels von Lovelybooks "30-Minuten-Menüs – wir kochen mit Jamie Oliver!" ist mein Filipo als Teilnehmer ausgewählt worden, yeah.

Die Aufgabenstellung lautet:
Ihr habt 4 Wochen lang Zeit , um mindestens einmal in der Woche ein Menü auszuprobieren und auf eurem Blog darüber zu berichten sowie im Nachhinein eine Rezension über das Buch zu schreiben. Ihr habt Lust aufs Kochen sowie auf den Austausch darüber und auch ein bisschen Zeit für die Diskussion mit den anderen Aktionsteilnehmern (die Gruppe ist für alle Lovelybooks-Mitglieder offen)...

Na dann ran an die Kochlöffel!!!
...gekocht wird in der Drachenküche und die Rezension über das Buch gibt es natürlich im Anschluss auch hier auf dem Blog zu lesen.

Sonntag, 7. November 2010

[GEWINNSPIEL] Weihnachtsbäckerei

Wir suchen DEINEN Lieblingskeks!!!

 

Filipo ist auf der Suche nach neuen Alternativen, die teilweise die Plätzchenrezepte vom letzten Jahr ablösen sollen.

Im letzten Jahr haben wir folgende Sorten gebacken:
Bethmännchen (mit Marzipan)
Herzchenfenster (mit Schoko)
Kokos-Aprikosen-Kipferl
Pfauenaugen (mit Marmelade)
Noisettebutterkugeln
Schoko-Erdnussbutter-Cookies
Schokocrossies
Hausfreunde (mit Marzipan, Marmelade und Schoko)

Statt Bethmännchen und Pfauenaugen werden wir in diesem Jahr wahrscheinlich Marzipanbällchen mit Himbeergeleefüllung und Cashew-Marzipan-Taler backen, oder hast DU ein noch besseres Plätzchenrezept für uns?

Bis zum 21. November 2010 suchen wir dein bestes Plätzchenrezept, gerne kannst du uns auch deinen ultimativen Plätzchenbackbuchtipp zukommen lassen oder welche Förmchen du am liebsten benutzt oder oder oder... Gibt es vielleicht weihnachtliche Gewürze, auf die du beim Backen nie verzichtest oder welche, die du gar nicht magst? Wir mögen nicht sehr gerne Zimt und Anis ist die Hölle für uns (nur als kleiner Tipp am Rande). Das für uns leckerste Plätzchenrezept wird dieses Jahr bei uns nachgebacken, der Gewinner bekommt eine Blechdose randvoll mit Filipos-Lecker-Schmecker-Plätzchen und eine (weihnachtliche) Überraschung (Überraschung deshalb, weil ich mir selbst darüber noch keine Gedanken gemacht habe), zwischen den restlichen Einsendungen wird eine weitere Überraschung vergelost.

Deinen Beitrag schickst du bitte mit dem Betreff "Weihnachtsbäckerei" an die unter Impressum aufgeführte Emailadresse. Einsendeschluss ist der 21. November 2010 um 23:59 Uhr!

[REZENSION] Poe, Edgar Allan / Lacombe, Benjamin (Illustrationen) - Unheimliche Geschichten

Edgar Allan Poe / Benjamin Lacombe (Illustrationen)
Unheimliche Geschichten
Verlag: Jacoby & Stuart
160 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3941787039
ISBN-13: 978-3941787032
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre 

Die Magie, die die Buchschätze aus dem Verlagshaus Jacoby & Stuart inne haben, ist schon unheimlich, und so ist dort unter dem Namen "Unheimliche Geschichten" ganz passend eine illustrierte Sammlung von sieben Geschichten Edgar Allans Poes erschienen.
Dem Zauber des Buches konnte ich mich bereits nicht mehr entziehen, nachdem ich es einmal angefasst hatte. Die leicht morbiden Illustrationen von Benjamin Lacombe waren mir bereits durch das Buch "Lisbeth und das Erbe der Hexen" ein Begriff, das ebenfalls bei Jacoby & Stuart erschienen ist. "Unheimliche Geschichten" sticht mit seinem beinahe nachtschwarzen Einband ins Auge, dessen Oberfläche sich anfühlt wie ein Zwischending aus Gummi und ganz feinem Samt (wer besser verstehen will, was ich meine, kauft sich das Buch am besten ganz schnell selbst), der Rücken besteht aus grauem Leinen. Eine Frau in Trauer hervorgehoben durch einen blutroten Hintergrund, zieht sofort das Auge des Betrachters auf sich. Wenn man den Blick von dieser ersten von Lacombes kongenialen Illustrationen losreissen kann, entdeckt man die besonderen Feinheiten des Einbands: auf der dunklen Fläche sind mehrfach wiederholend Konterfeis eines Skeletts und des Autors Edgar Allan Poe angeordnet. Das Porträt der Frau in Trauer ist umgeben von blumigen Ornamenten, in die unheimliche Details eingearbeitet wurden. Hier findet der aufmerksame Betrachter neben weiteren Schädeln eine skelettierte Katze, ein fieses Grinsen und einige Augen. Die Rückseite des Buches ziert ein kurzer Klappentext und eine schwarze Katze, ebenfalls von Ornamenten umgeben.
Der düstere Zauber setzt sich im Inneren des Buches fort: die Vorsatzseiten sind in einem dunkelroten Karomuster gehalten, ebenfalls wieder mit mehrfach wiederholenden Konterfeis eines Skeletts und des Autors Edgar Allan Poe ausgefüllt. Überhaupt dominieren in Lacombes Illustrationen die Farben schwarz und rot, wenn er andere Farben benutzt, dann wirken diese ausgebleicht oder gelbstichig wie alte Fotos. Initialen zu Beginn jeder Geschichte sind mit roten Ornamenten umrahmt, ebenso wie fast alle größeren Illustrationen in roten Rahmen oder mir Ornamenten umrankt präsentiert werden. Einige von Lacombes Illustrationen gehen sogar über eine gesamte Doppelseite.

Der Inhalt des Buches setzt sich zusammen aus:
Die unheimlichen Geschichten
Glossar & Fußnoten (zu jeder Geschichte)
Biographien & Bibliographien (von Edgar Allan Poe und Benjamin Lacombe)
Inhaltsverzeichnis

Bei den "Unheimlichen Geschichten" handelt es sich im Einzelnen um:
Berenice (dt. Arno Schmidt)
Der schwarze Kater (dt. Hans Wollschläger)
Das Eiland und die Fee (dt. Arno Schmidt)
Das verräterische Herz (dt. Hans Wollschläger)
Der Fall des Hauses Ascher (dt. Arno Schmidt)
Das ovale Porträt (dt. Hans Wollschläger)
Morella (dt. Arno Schmidt)

Die einzelnen Geschichten und der weitere Inhalt des Buches sind im Wechsel schwarz auf weiß bzw. weiß auf schwarz gedruckt, und unterstreichen dadurch noch die Liebe zum Detail in der Umsetzung, die man bei diesem Buch Seite für Seite sehen bzw. am Umschlag sogar erfühlen kann.
Überaus gelungen und hilfreich ist das ausführliche Glossar, in dem nicht nur zu jeder Geschichte aufgeführt wird, wann und wo sie zum ersten Mal veröffentlicht wurde, sondern auch von wem die Übertragung ins Deutsche stammt und Erläuterungen zu Fremdwörtern oder nicht allzu geläufigen Wörtern und Phrasen, ebenso wie zu erwähnten Werken oder Autoren.
Die Übersetzungen von Schmidt und Wollschläger haben schon einige Jahre auf dem Buckel (Schmidt starb bereits 1979) und waren ein gemeinsames Projekt der beiden. Ich finde es sehr gut, dass an den alten Übersetzungen nicht herumgedoktort wurde, um die Sprache zeitgemäßer zu gestalten, damit wäre sicherlich vieles vom Zauber der "Unheimlichen Geschichten" aus der Feder Poes verloren gegangen.

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen, dass mit den "Unheimlichen Geschichten" ein gelungenes Gesamtwerk in Wort und Bild vorliegt, dass einen der Meister des leisen Horrors hoffentlich auch den jüngeren Generationen schmackhaft machen kann, und nach "Lisbeth und das Erbe der Hexen" die zweite Veröffentlichung von Benjamin Lacombe, der wünschenswerterweise noch viele viele weitere folgen werden... Überzeugt euch selbst mit einem Blick auf die Website von Benjamin Lacombe von dem besonderen Charme seiner Bilder.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW44

 

Zur Rezension:
Ash, Malinda Lo
Flavia de Luce 2: Mord ist kein Kinderspiel, Alan Bradley
Vielen Dank an die Verlage Pan und Penhaligon und an Lies-und-lausch!

Gekauft: 
4 Bastelbücher - Arvelle
Die Beste zum Schluss, Michel Birbaek - Remittendenbuchhandlung
Oceania 1: Die Prophezeiung, Hélène Montardre - Ebay
Wir sind die Musikanten, Sabine Wilharm - Arvelle

Getauscht:
Leviathan 1: Die geheime Mission, Scott Westerfeld - Tauschticket
Weiblich, single, tot - spukt, Tamsyn Murray - getauscht mit Bibliophilin gegen Lesezeichen

Gewonnen:
Bartimäus und der Ring des Salomo (vom Autor signiert), Jonathan Stroud

Merke: Fahre nach der Arbeit direkt nach Hause und schaue NICHT in deiner Lieblingsremittendenbuchhandlung vorbei und falls deine Nichte dich fragt, ob du bei Arvelle mitbestellen willst, lehne dankend ab!

[KREATIVES] Laterne, Laterne...

Die Laterne aus dem Kindergarten kam bei meiner Tochter nicht gut an, vielleicht sollten die Erzieherinnen mal überdenken, dass perfektes Aussehen die eine Sache ist, aber das Kinder sich mit einer Bastelei besser identifizieren können, wenn sie sie WIRKLICH selbst gemacht haben??? Statt dessen hat sie sich nun eine Bären-Laterne gewünscht - zum Glück ein recht einfaches Motiv, dass ich in einer samstagabendlichen Spätschicht schnell umsetzen konnte.
Ich bin ganz zufrieden damit, auch wenn mich das Zusammenkleben wieder an den Rande des Wahnsinns gebracht hat. Auf der Klebstoffflasche steht: "Klebt schnell Papier, Pappe, Karton." Eigene Erfahrung: "Klebt schnell die Finger, alles andere allerdings nicht." Aaargh...
Dann kann ich jetzt nur noch hoffen, dass meine Tochter morgen - bzw. heute - die Laterne freudestrahlend entgegennimmt, weil noch eine Spätschicht lege ich vor Mittwoch nicht mehr ein *gääähn*

 

Die Vorlage stammt aus folgendem Buch:

Gudrun Schmitt / Birgit Karl
Neue Laternen für Mädchen

Samstag, 6. November 2010

[REZENSION] Gelberg, Hans-Joachim (Auswahl) / Heidelbach, Nikolaus (Bilder) - Märchen aus aller Welt

Hans-Joachim Gelberg (Auswahl) / Nikolaus Heidelbach (Bilder)
Märchen aus aller Welt
Verlag: Beltz
375 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 340779973X
ISBN-13: 978-3407799739
empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahre 

"Märchen aus aller Welt" ist eine Märchensammlung, die 61 Märchen beinhaltet und laut innerem Klappentext mit insgesamt 165 Bildern von Nikolaus Heidelbach illustriert sind.
Das Buch hat einen Leineneinband, der unter einem rotem Schutzumschlag versteckt ist. Der Schutzumschlag selbst ist ein richtiger Augenschmaus mit Titel und Autoren in Goldschrift und einem Bild von Nikolaus Heidelbach sowohl auf der Front als auch auf dem Rücken des Buches. Ein blaues Lesebändchen, farblich abgestimmt mit dem Leineneinband, rundet das gelungene Erscheinungsbild ab. Das Papier ist sehr hochwertig und die Schriftgröße in einer augenfreundlichen Größe gewählt, das finde ich bei Vorlesebüchern immer sehr wichtig!
Es gibt gleich zwei Inhaltsangaben in diesem Märchenbuch. Ein Inhalt nach Reihenfolge des Abdrucks, der den Märchen vorangestellt ist, und ein Inhaltsverzeichnis "Märchen in alphabetischer Reihenfolge", das zusammen mit dem Quellennachverzeichnis den Abschluss dieses opulenten Augen- und Leseschmaus bildet. Wünschenswert wäre noch ein "Märchen nach Ländern" gewesen, so kann man leider nur unter jedem einzelnen Märchen selbst nachlesen, aus welchem Land es stammt, gezielt nach einem Märchen aus einem bestimmten Land zu suchen, ist also äußerst zeitraubend. Sehr gut wiederum finde ich, dass auf jeder Seite des Buches der Titel des aktuellen Märchens abgedruckt ist und nicht nur als Titel über eben diesem auftaucht.
Jedes Märchen wird eingeleitet durch eine halbmondförmige (auf der Seite liegende) Illustration von Nikolas Heidelbach, auch zwischen dem Text sind immer wieder Bilder eingefügt. Einige Illustrationen gehen über eine komplette, manche sogar über eine Doppelseite des Buches. Illustrationen sind wie immer Geschmackssache, die Bilder von Nikolaus Heidelbach dürften besonders die Herzen der älteren Märchenliebhaber höher schlagen lassen, für die ganz kleinen Märchenfreunde fand ich einige Bilder doch recht düster und unheimlich geraten.
Die Länge der Märchen variiert von einer bis zu ungefähr zehn Seiten. Aus wievielen Ländern sie stammen, kann ich nicht ad hoc nachvollziehen, da die Herkunft, wie bereits bemängelt, nur unter jedem einzelnen Märchen aufgeführt wird oder aus dem recht klein gedruckten Quellenverzeichnis herausgelesen werden muss. Neben Märchenklassikern wie "Der gestiefelte Kater" hat es mich gefreut so viele mir unbekannte Märchen zu entdecken, dass ich abschließend sagen kann: auch wer bereits eine umfangreiche Märchensammlung sein eigen nennt, wird hier sicherlich noch den einen oder anderen neuen Schatz für sich entdecken können!
Trotz der kleinen Mängel, was die Auflistung der Märchen angeht, ein Augenschmaus und Lesevergnügen, dessen Anschaffung den Preis wert ist!

In gleichwertiger Ausstattung mit Bildern von Nikolaus Heidelbach sind bereits "Märchen der Brüder Grimm" und "Hans Christian Andersen Märchen" erschienen.

Freitag, 5. November 2010

[KREMPEL] Lesezeichen #8

Heute bekommt ihr ein gefilztes Lesezeichen zu sehen, aus der teilweise zu Unrecht als AllMüll bezeichneten Kategorie einer derzeit nicht allzu beliebten Tauschbörse. Auf jeden Fall bekomme ich für ein Ticket auch nach der Gebühreneinführung noch schöne Sachen.

Donnerstag, 4. November 2010

[MEINE WELT] Mein dritter Award


Diesen schönen Award haben mir Sarah von Lesen bildet und Sabine von Büchersüchtig verliehen.

Mit dem Award sind folgende Regeln verbunden:

1. Akzeptiere den Award, indem Du den Namen/Blog auf deinem Blog postest, von dem Du ihn bekommen hast.
2. Verschenke den Award an 15 andere Blogs, die Du kürzlich entdeckt hast und hinterlasse dort einen Kommentar.

Hier sind schonmal zwei, die ihn meines Wissens noch nicht haben, und über den Rest mache ich mir morgen Gedanken (falls er da nicht doch schon überall gelandet ist ;)

[REZENSION] Beck, Ian - Pastworld

Ian Beck
Pastworld
Verlag: Loewe
400 Seiten, Taschenbuch
ISBN-10: 3785571569
ISBN-13: 978-3785571569
empfohlenes Lesealter: 12-13 Jahre

Kurzbeschreibung:
Tauchen Sie ein in die nebelverhangene Atmosphäre des Alten Londons! Erleben Sie den Nervenkitzel eines authentischen Mordschauplatzes! Staunen Sie über die Tricks entzückender Straßenbengel, die sie um einen Penny anschnorren! Pastworld - Das Abenteuer wartet!

Inhalt:
Im Jahre 2048 besuchen die Londoner den Themenpark "Pastworld", um die Wirklichkeit des viktorianischen Lebens zu erleben, wie es früher einmal gewesen ist.
Auf schicksalhafte Weise treffen sich hier die Wege des jungen Caleb, der eigentlich nur als Tourist in Pastworld unterwegs ist und der hübschen Eve, die - im Gegensatz zu den meisten anderen Bewohnern von Pastworld - bislang keine Ahnung von der Existenz einer Außenwelt hatte.
Über allem schwebt die unheilvolle Präsens des Phantoms, der mit seinen grausamen Taten an die Machenschaften von Jack the Ripper erinnert...

Eigene Meinung:
Ian Becks "Pastworld" liegt eine interessante Idee zu Grunde, aus der man viel hätte machen können. Ein Themenpark, abgetrennt von der Außenwelt durch eine gigantische Kuppel. Sogar Touristen oder Gaffer, wie sie von den Pastworld-Bewohnern genannt werden, müssen sich zu 100% authentisch in das viktorianische Zeitalter integrieren, und dürfen keine Kleidung oder Geräte aus dem Jahre 2048 mit sich führen, wenn sie Pastworld besuchen wollen.
Leider führten in erster Linie stilistische Mittel des Autors dazu, dass mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen konnte.
Eigentlich lese ich sehr gerne Bücher, die zwischen verschiedenen Handlungssträngen oder Erzählperspektiven wechseln. Ian Beck bedient sich dieser Erzählweise: es laufen mehrere parallele Handlungsstränge in Pastworld ab: die Flucht Calebs, der in den Mordfall von Eves Ziehvater verwickelt wird, die Polizeiarbeit und die düsteren Machenschaften des Phantoms, das als Drahtzieher hinter den unheilvollen Vorkommnissen in Pastworld steckt. Das Ganze wird immer wieder unterbrochen von Fragmenten aus Eves Tagebuch in der Ich-Perspektive. Diese Tagebuchnotizen wirkten wohltuend strukturiert auf mich und glätteten die "Erzähl-Wogen" der anderen Handlungsstränge etwas, die auf mich leider oftmals zu abgehackt und wirr wirkten. Dass Ian Beck es leider nicht versteht Charaktere mit echter Tiefe zu erzeugen, trug sein Übriges dazu bei, dass mich diese Geschichte nicht fesseln konnte. Eve ist überhaupt der einzige Charakter in der ganzen Geschichte, der nicht völlig farblos herüberkommt. Dazu kam ein in meinen Augen sehr vorhersehbares Ende, das mich absolut nicht von den Socken gehauen hat. Man kann sich eigentlich von Anfang an zusammenreimen, worauf die Handlung herauslaufen wird. Neben den agierenden Personen bleibt auch die Stadt London durchgehend blass. Eigentlich bekommen Bücher, die in London spielen, bei mir meistens einen Bonuspunkt für das Setting, aber das London in Ian Becks Roman kann durch jede x-beliebige Stadt ersetzt werden, für mich war in diesem Buch nichts "typisch" für meine Lieblingsstadt und nur die Präsens einer Figur namens Phantom, die Erinnerungen an Jack the Ripper wachruft, macht aus einer Stadt des späten 19. Jahrhunderts noch lange kein pulsierendes und schillerndes London. "Pastworld" mag auf die Besucher aus dem Jahr 2048 authentisch wirken, auf mich leider nicht!
Die Idee eines viktorianischen Themenparks, Eves Tagebuchfragmente und die Gestaltung im Inneren des Buches lassen "Pastworld" noch zu einer netten Lektüre werden, aber mehr auch nicht.

Aufmachung des Buches:
Der Titel in Hologrammfolie ist auf jeden Fall ein Eyecatcher, der die Blicke im Buchladen auf sich zieht und unterstreicht die Gegenüberstellung Zukunft/viktorianisches London sehr gekonnt, da der Rest der Umschlaggestaltung mit dem Motiv aus Pastworld auf der Vorderseite und einem alten Plakat auf der Rückseite wunderbar altmodisch anmutet.

Fazit:
Ein Mix aus Fantasy und Science Fiction, der Leser auf der Suche nach düsteren Abenteuern vielleicht begeistern kann. Mir persönlich war der Schreibstil des Autors leider zu abgehackt und wirr und die Charaktere nicht tief genug ausgearbeitet.

Dienstag, 2. November 2010

[NEWS] Buchvorstellungen in der Villa Herrmann im November 2010 (Mainz-Gustavsburg)

Mittwoch, 03.11.2010, von 18.00 bis 20.00 Uhr:

"Fantastische Welten, wirkliches Leben. Romantische Geschichten, harte Stoffe."

An diesem Abend werden neue Romane und Sachbücher für junge Menschen empfohlen. Monika Trapp liest daraus vor und kommentiert.
Eingeladen sind Jugendliche zwischen 11 und 16 und deren Eltern, Großeltern und auch deren Lehrerinnen und Lehrer.



Dienstag, 16.11.2010, von 20.00 bis 21.30 Uhr:

"Bilderbücher in der Kita und in der Schule."

Das ist Angebot für speziell für Pädagoginnen und Pädagogen. Die Bilderbücher werden vorgestellt und vorgelesen. Die Inhalte stehen stärker im Fokus.



Dienstag, 30.11.2010, von 20.00 bis 21.30 Uhr
und
Donnerstag, 02.12.2010, von 20.00 bis 21.30 Uhr:

"Die Welt mit Bilderbüchern entdecken."

Diese beiden Abende richten sich an Eltern und Großeltern, Tanten und Verwandten, die neue Bücher für ihren Nachwuchs im Kindergartenalter kennen lernen wollen. Monika Trapp stellt vor, liest vor, zeigt Illustrationsstile, vermittelt Auswahlkriterien. Alles im lockeren Rahmen!



Der Eintritt für die Buchvorstellungen ist frei.

Für alle Veranstaltungen wird um verbindliche Anmeldung gebeten unter Tel.: 06134-566960 oder per Mail buchhandlung[at]hitsfuerkids.de

[NEWS] Neuer Schreibwettbewerb der Beilngrieser Vorlesepatinnen ist gestartet!

Ein neuer Schreibwettbewerb der Beilngrieser Vorlesepatinnen ist gestartet:

Alle guten Dinge...sind drEI...
so lautet der nächste Schreibwettbewerb von uns.
Gesucht sind Geschichten/ Gedichte/ etc. für Kinder und Jugendliche zum Thema Frühling und Ostern!

Teilnahmebedingungen:
Wer darf mitmachen?: Jeder!
Maximalanzahl der Einsendungen pro Teilnehmer: 3!
Formatbedingungen: Der Text soll in einer Word-Datei angehängt werden, Schriftgröße: 12,Schrift: Arial
maximale Zeichenanzahl: 10.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
Gerne dürfen auch zur Geschichte passende Bilder mit eingereicht werden.
Die Texte dürfen bereits im Internet veröffentlicht sein!
ABER: Noch nicht in einem Buch erschienen sein!

Mit der Einreichung Ihres Beitrages akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen und geben Ihr Einverständnis für die Veröffentlichung des Beitrags im Buch.
Bei minderjährigen Teilnehmern benötigen wir bitte die mündliche oder schriftliche Bestätigung der Eltern.

Einsendeschluss: ??? :-))) bleibt vorerst offen - voraussichtlicher Abgabetermin 31.12.2010 bis genügend geeignetes Material für ein Buch bei uns eingegangen ist.Alle Einsendungen an: vorlesepatinnenbeilngries[at]yahoo.de

Mit freundlichen Grüßen Beilngrieser Vorlesepatinnen

Montag, 1. November 2010

[LESE-STATISTIK] Oktober 2010

Mein Monatshighlight:
Harland, Richard - Worldshaker


Bradley, Alan - Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet

Angefangen:
Beck, Ian - Pastworld

[REZENSION] Harland, Richard - Worldshaker, Band 1

Richard Harland
Worldshaker, Band 1
Verlag: Jacoby & Stuart
400 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3941787071
ISBN-13: 978-3941787070
empfohlenes Lesealter: 13-15 Jahre 

"Worldshaker" spielt nicht im viktorianischen England, sondern in einer alternativen Gegenwart des Jahres 1995, die viktorianisch geprägt ist. Es ist ein Steampunk-Roman der ohne magische Elemente auskommt, sondern den Schwerpunkt vor allem auf den sozialkritischen Aspekt legt.
Der Worldshaker ist der Juggernaut des britischen Königreichs unter Queen Victoria II, ein Weltenschiff, das Kontinente und Ozeane im Wettstreit mit den Juggernauts der anderen Großmächte durchquert. Ein mobiler Staat, riesig wie ein Berg, angetrieben von der elementaren Kraft des Dampfes.
Die oberen Decks sind bevölkert mit Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsklassen, ganz unten im Bauch des Worldshakers aber hausen die Dreckigen, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass der Worldshaker nie stillsteht.
Richard Harland schreibt keine ausführliche Einleitung, sondern lässt seine Leser vielmehr gleich an Bord des Worldshakers gehen, um dort am Leben des 16jährigen Colbert Porpentine teil zu haben und hautnah eine schicksalhafte Begegnung mit zu erleben, die das Leben Cols und den ganzen Worldshaker in seinen Grundfesten erschüttern wird.
Colbert Porpentine ist der Enkel des Oberbefehlshabers des Worldshaker Sir Mormus und soll eines Tages dessen Nachfolge antreten. Col ist mit seinen 16 Jahren sehr naiv und besitzt nur ein eingeschränktes Blickfeld auf die Gesellschaft am Bord des Worldshakers. Über die Dreckigen spricht man nicht, und so weiß er über diese Wesen nur das, was ihm durch seine Familie oder die Schule vermittelt wird. Eines Tages bekommt Cols unbeschwertes Leben einen tiefen Riss, als die Dreckige Riff seinen Weg kreuzt. Riff ist wild, revolutionär und ausgesprochen hübsch! Kein Wunder also, dass sie Col nicht nur mit ihren Äußerungen durcheinander bringt. Natürlich glaubt er Riff nicht, die ihm erzählt, dass nicht alles richtig und gut ist, was an Bord des Worldshakers passiert. Warum sollte er die gesellschaftlichen Regeln der Elite in Frage stellen, die ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und die gesamte Welt verkörpern die er kennt?
Auch wenn Harlands Charaktere zunächst stereotyp die Gesellschaftsklassen zu verkörpern scheinen, so hält Col längst nicht die größte Überraschung in Sachen Charakterentwicklung parat.
Der Kulisse des Worldshakers kann man sich bereits nach wenigen Kapiteln nicht mehr entziehen, die Gegenüberstellung der pompösen Oberdecks, die sogar Schulen, Ausflugsdecks und Bibliotheken enthalten und der düster-realistischen Atmosphäre der unteren Decks, in deren Bauch die Dreckigen ihre gefährliche Arbeit verrichten, um den Worldshaker am Laufen zu Halten. Wenn man das Elend und die Gewalt vor Augen geführt bekommt, weiß man, dass das alles nur in einer Revolution enden kann.
Die oft nur kurz gehaltenen Kapitel treiben die Handlung voran wie die regelmäßig laufenden Motoren des Worldshakers, man kann sich der Handlung auf engsten Raum nur schwer entziehen, und gleichermaßen, wie Col immer mehr Wissen über die Vorgänge an Bord des Worldshakers gelangt, wächst das Verstehen auf Seiten des Lesers. Obwohl Col kein Ich-Erzähler ist, kann man sich mit ihm als Leser am besten identifizieren, da er zu Anfang ebenfalls nur über Cols eingeschränkte Sichtweise verfügt und nur nach und nach Einblick über das komplette Ausmaß der Kluft zwischen Elite und Dreckigen erhält.
Viel zu schnell hat man dieses Buch verschlungen, aber man verdaut noch tagelang an dem sozialkritischen Stoff. Vor allem, da der Autor Richard Harland den Leser nicht mit einem "Happily ever after" aus der Geschichte entlässt. Vielmehr gibt er dem Leser einen Ausblick auf die Fortsetzung "Liberator" mit auf dem Weg, die klar macht: Nach der Revolution ist vor der Revolution! Oder wie Harland selbst sagt: Worldshaker hatte den Vorteil eine Welt zu erschaffen, aber Liberator hat die größere Story.
Wenn es mir schon so schwer fiel den Worldshaker aus der Hand zu legen, bin ich nun mehr als gespannt auf den Liberator!

Reihen-Info:
1. Worldshaker
2. Liberator