Dienstag, 28. Februar 2017

[REZENSION] Kartenglück

Titel: Kartenglück
Verlag: monbijou
Reihe: -/-
Ausführung: 30 Postkarten in Box



KARTENGLÜCK

"Kartenglück" ist eine Box mit 30 Grußkarten zum Verschicken oder Selbstbehalten aus dem "Schöner Schenken" Programm des Lingen Verlags.
Die äußere Gestaltung der Box gibt auf Vorder- und Rückseite einen Vorgeschmack auf die darin enthaltenen Karten - insgesamt neun von dreißig Designs sind so von außen einsehbar. Viele der Karten sind mit Sprüchen, einige wenige rein grafisch gestaltet, ich finde hier ist für viele Geschmäcker und Anlässe etwas dabei. Keine Karte gleicht der anderen, es sind tatsächlich 30 unterschiedliche Motive enthalten.
Die Ausführung der Karten ist relativ dünn, aber für das Preis-Leistungsverhältnis finde ich die Qualität der Karten absolut angemessen. Für den Postversand wäre eine stabilere Papierqualität wohl wünschenswert, als Geburtstagskarten oder zu Dekorationszwecken gibt es jedoch nichts zu beanstanden.
Auf der Rückseite sind auf der rechten Hälfte der Karten vier Linien vorgedruckt zum Eintragen des Adressaten für den Postversand.
"Kartenglück" ist eine Postkartensammlung, die tatsächlich schon fast zu schön zum Teilen ist, vielleicht sollte man sich angesichts des günstigen Preises direkt zwei Zulegen: eine zum Selbstbehalten und eine, um anderen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern!


 

Montag, 27. Februar 2017

[REZENSION] Die Gesichter der Toten

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Gesichter der Toten
Autor: Petra Reski
Übersetzer: -/-
Verlag: Atlantik
Reihe: Serena Vitale 2
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten



Autor:
Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien – für Die Zeit, Geo, Merian, Focus und Brigitte – und immer wieder über das Phänomen Mafia. Sie drehte einen Film über Mafiafrauen und wurde für ihre Reportagen und Bücher mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt als »Reporterin des Jahres«. In Italien erhielt sie für ihr Antimafia-Engagement den Premio Civitas und den Amalfi Coast Media Award. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt bei Hoffmann und Campe Von Kamen nach Corleone. Die Mafia in Deutschland (2010) und Palermo Connection (2014).


DIE GESICHTER DER TOTEN

Niemandem ist es bisher gelungen, den Paten Alessio Lombardo dingfest zu machen. Nun wird Staatsanwältin Serena Vitale mit dem Fall betraut, ihr traut man zu den Untergetauchten aufzuspüren und der Cosa Nostra einen Stich zu verpassen. Die Ermittlungen laufen gut an, mit Hilfe eines Informanten gelangt sie sogar an Insiderwissen. Doch scheinen nebenbei noch Sachen zu laufen, die nicht nur Serenas Leben gefährden...

Serena holte gerade Luft, da sagte Paolo schon: Ende der Pressekonferenz, tut uns leid. Und schob Serena an den Journalisten Vorbei in ihr Büro und schloss die Tür hinter sich.
Nicht, dass ich damit gerechnet hätte, dass du jetzt den Lotossitz vorgemacht hättest, Serena. Ich weiß, dass sein Lebensprinzip lautet: Bloß keinem Streit aus dem Weg gehen. (S. 64)

Explosiv und aufbrausend wie eh und je, vor allem wenn es um Gerechtigkeit geht, ermittelt Serena Vitale in ihrem zweiten Fall. Dieser ist allerdings komplett unabhängig vom ersten Band les- und nachvollziehbar. Es werden ein paar wenige Ereignisse der Vergangenheit aufgegriffen, ohne jedoch Informationen vorwegzunehmen, sollte der Leser sich nicht an die chronologische Reihenfolge halten wollen.

Wieder einmal legt die unerschrockene Staatsanwältin sich mit Personen an, die sämtliche Register ziehen, Verbindungen in alle Welt haben und somit unantastbar erscheinen. Auch sie bekommt den ein oder anderen Treffer zu spüren, schreckt aber dennoch nicht davor zurück weiterhin an ihrer Strategie festzuhalten. In welche Gefahr sie sich dadurch tatsächlich begibt, ist lange Zeit nicht absehbar, doch das Ausmaß könnte verheerend sein. Andererseits zollt man ihr dafür durchaus Respekt, manch anderer hätte (in der Realität) schon längst eingelenkt.

Schön zu sehen ist auch, dass man dieses Mal ein wenig tiefer in Serena Vitales Privatleben eindringt. Man erhält einen Einblick in die Vergangenheit, der sofort deutlich macht, dass auch hier sicherlich noch einiges zu holen ist. Vielleicht in einem dritten Band? Den frühen Tod ihres Vaters hat Serena noch lange nicht verwunden, nun scheint es endlich an der Zeit Antworten zu finden, die sie lange gesucht hat und die ihr bei der Verarbeitung helfen können.

Spannungstechnisch gelingt Petra Reski erneut ein gelungener Mix aus zu- und abnehmenden Tempo, sowie versteckter Hinweise, wodurch der Leser angehalten wird eigenständig Verbindungen zwischen den verschiedenen Ereignissen zu finden, im Idealfall bevor die Auflösung diese hergibt. Trotz der Vielfalt der Charaktere und diverser Handlungsstränge, gelingt es der Autorin einen roten Faden zu spinnen, der größtenteils unproblematisch zu verfolgen ist.

Ein weiterer gelungener Band rund um Staatsanwältin Serena Vitale, in dem nicht nur Italien einmal von anderer Seite gezeigt wird. Die Reihe wird vor allem dadurch besonders, dass konkret aufgezeigt wird, was tatsächlich möglich sein kann, wenn genügend Einfluss besteht. Hier wird Tacheles geredet, auch wenn der ein oder andere manche Dinge lieber unter Verschluss halten möchte.


Reiheninfo:
Band 1: Palermo Connection


Weitere erhältliche Ausgaben:

   EBOOK  

Sonntag, 26. Februar 2017

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW8


Anette:
P.F.O.T.E. - Ein (fast) perfekter Hund, Bettina Obrecht (RE)

Christiane:
Cup Soups, Marianne J. Voelk (GS)
Mörderische Côte d'Azur, Hörbuch, Christine Cazon (GK)
Es klingelte an der Tür, Rex Stout (GW)
Kalle und Kasimir 03. Flitterwochen im Pfötchenhotel, Mirjam Müntefering (RE)
Brandstifter, Martin Krist (RE)

[REZENSION] Weggetreten

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Weggetreten
Autor: Mark Pätzold
Übersetzer: -/-
Verlag: Heyne
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 304 Seiten



Autor:
Mark Pätzold, Jahrgang 1974, studierte Luft- und Raumfahrttechnik, Systemtechnik und Philosophie. Davor landete er allerdings zunächst bei einer Fallschirmjägereinheit der Bundeswehr. Er arbeitete unter anderem als Publizist, Redakteur, Journalist - aber auch als Tauchlehrer, Grafiker, Fotograf, Systemadministrator, Veranstaltungstechniker und Industriekletterer.
Mit seinem ersten Roman "Sturzflug", der 2006 bei Goldmann erschien, gewann er den BRIGITTE-Roman-Wettbewerb. 2008 erschien „Das Lachen am Ende der kippenden Leiter“ (Kurzprosa und Kolumnen). Weitere Texte und Beiträge wurden weltweit in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften publiziert. Mark Pätzold lebt in Berlin.


WEGGETRETEN

Mark Pätzold, einst selbst Fallschirmjäger, wandelt auf den Spuren seiner Vergangenheit und erinnert sich an seine Zeit bei der Bundeswehr. Von der Musterung, über die Grundausbildung, bis hin zur Heimkehr, er lässt nichts aus, zahlreichen Anekdoten sei Dank.

Das Werk versteht sich als eine Art Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene, plakativ sogar betitelt mit 'Erspart die Grundausbildung'. Dass sich hier einiges an Ironie mehr oder minder versteckt hält, ist entsprechend auf den ersten Blick sichtbar. Allerdings sollte man nun nicht dem Irrglauben verfallen, dieses Buch sei nur für Leser, die selbst einen Bezug zur Bundeswehr haben oder hatten. Sicherlich werden diese einige Ereignisse aus persönlichen Erfahrungen kennen, vielleicht sogar ähnlich (oder auch gänzlich anders) wahrgenommen haben, doch auch alle anderen werden mit einer ordentlichen Prise Humor bedacht, der manchmal bewusst eingesetzt wird, manchmal einfach aus der vorliegenden Situation entsteht.

Die Aussicht, mit 50 Kilo Ausrüstung an einem Fallschirm aus einem vollkommen intakten Flugzeug zu springen, zig Kilometer bei jedem Wetter durch Schlamm, Wüste und Schnee zu latschen, um dann auf irgendjemanden, den ich nicht kannte, loszuballern, entlockte mir ein schlichtes: „Ja, das würde ich gerne machen.“ (S. 35)

Sämtliche Fachbegriffe werden ausführlich erläutert, damit niemand ob des Kenntnisstandes benachteiligt wird. So hat man beinahe tatsächlich das Gefühl vor Ort zu sein, wobei man nach wie vor realistisch genug sein sollte, um zu verstehen, dass man vom Leben bei/innerhalb der Bundeswehr eigentlich nur den Hauch eines Eindrucks erlangen kann.

Inwiefern es sich in der Gänze um tatsächliche Ereignisse und Darstellungen handelt, selbst wenn man von einer autobiographischen Erzählung ausgehen darf, ist reine Spekulation. Manches erscheint überzeichnet, anderes womöglich verharmlost. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass es sich immer um subjektive Informationen des Autors handelt.

Obwohl eher im Sachbuch angesiedelt, wirken die beschriebenen Ereignisse nicht ausschließlich wie eine Aneinanderreihung von Fakten. Es wird fast schon eine Geschichte erzählt, der man jedoch nicht allzu ernsthaft gegenüber treten sollte, ein gesundes Maß an Sarkasmus ist unumgänglich.

Samstag, 25. Februar 2017

[PRODUKT-REZENSION] Forest Friends: Magnetic Bookmarks & Sticky Notes

Redakteur: Anette Leister

Mit dem monbijou Verlag aus der Lingen Verlagsgruppe kann man in Zukunft noch schöner schenken:

In der bisher erschienenen Produktpalette sind zwei Produkte unter dem Label "Forest Friends" erhältlich, die sicherlich das Herz aller Fuchs-, und Eulenfans höher schlagen lassen, denn diese zwei angesagten und beliebten Tierchen befinden sich neben vier weiteren Tieren unter den "Forest Friends".
Von den "Forest Friends" sind Magnetic Bookmarks erhältlich, die 6 Motive umfassen, sowie ein "Sticky Notes" Block, der 480 dekorative Stickies in unterschiedlichen Größen und Designs enthält.

Anbei stelle ich die beiden Produkte aus der Designlinie "Forest Friends" näher vor.

Die 6 Magnete sind auf einem Pappstreifen gehaltert, der ebenfalls im "Forest Friends" Design gestaltet ist, das finde ich vor allem für den Fall sehr schön, wenn man die magnetischen Lesezeichen jemandem schenken möchte, aber auch zur Aufbewahrung, wenn die Lesezeichen gerade nicht im Einsatz sind.
Den Bücherwurm hätte ich zwar nicht unter "Forest Friends" eingeordnet, aber für Bücherwürmer und Leseratten ist er sicherlich eine lustige und schöne Ergänzung zu Fuchs, Eichhörnchen, Hase, Eule und Biber.
Die Magnetkraft ist ausreichend stark als Lesezeichen, aber auch um 4-5 Blätter zusammenzuhalten, wenn mal keine Büroklammer zur Hand ist.
Beim Herausnehmen aus dem Papphalter sollte man darauf achten, die Tierköpfe nicht zu knicken, ebenso ist Achtsamkeit gefordert, wenn die Lesezeichen in Büchern stecken, die man unterwegs mit sich führt. Gerade der Bücherwurm ist sehr dünn und empfindlich ausgearbeitet.



Die Sticky Notes befinden sich in einem Block mit Klappcover, auf einer Seite kann man Notizen festhalten, oder beispielsweise seine Adresse eintragen, auf der anderen Seite sind insgesamt 8 verschiedene Designs und Größen der Sticky Notes angeordnet.
Die Klebekraft der schmalen Streifen könnte etwas stärker sein, zum mehrmaligen Ablösen und wieder Aufkleben sind sie weniger geeignet als Sticky Notes von Büromaterialherstellern. Zum einmaligen Markieren und für Leute, die es gerne individuell und farbenfroh mögen, sind sie jedoch absolut empfehlenswert.
Die enthaltenen Größen sind sehr unterschiedlich und praxisorientiert ausgeführt, der größte Zettel ist geeignet für einen Einkaufszettel, die mittleren für Notizen an Kollegen, die kleinen als Marker in Arbeitsbüchern und Unterlagen. Sehr gut gefällt mir, dass die kleinen Marker nicht in einem Einheitsdesign ausgeführt wurden, sondern wie der Rest unterschiedliche Designs und Farben aufweist.


Bestelllinks:
Forest Friends: Lesezeichen Wald
Forest Friends: Sticky Notes (zur Zeit nicht gelistet)

Fazit:
Kleine Büro- und Ordnungshelfer für Fuchs- und Eulenfans, beziehungsweise Fans von heimischen Waldtieren allgemein, in liebevoller Gestaltung und sinnvoller Ausführung. So ausgestattet macht die Arbeit gleich mehr Spaß!