Donnerstag, 24. April 2014

[REZENSION] Frostnacht

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Frostnacht (OT: Midnight Frost)
Autor: Jennifer Estep
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Verlag: Piper
Reihe: 5/5
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Klappenbroschur, 448 Seiten



Autor:
Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.



FROSTNACHT

Das Kennen der vorherigen Bände wird Vorausgesetzt

Inhalt:
Gwen und die Schüler und Lehrer der Mythos Academy haben sich noch nicht vom letzten Anschlag der Schnitter erholt, als ein neuer verübt wird. Während Gwen in der Bibliothek der Altertümer ihre Schicht begeht schlagen die Schnitter erneut zu und mischen ihr ein Giftpulver in ihr Trinken. Sie beobachtet es und trinkt nicht davon, aber Nickamedes trifft es. Damit er am Leben bleiben kann muss ein Gegengift her. Ein Gegengift das nur als seltene Blüte in den Rocky Mountains wächst.
Obwohl allen klar ist dass dies vermutlich eine erneute Falle der Schnitter ist macht sich Gwen auf den Weg zu den Rocky Mountains...

Meine Meinung:
Das ist bereits der fünfte Band der Reihe rund um das Gypsymädchen Gwen Frost und vorab sei schon gesagt auch dieser Band hat nichts an Spannung eingebüßt.

Der Beginn des Buches ist noch sehr ruhig und verhalten. Gwen hat Alpträume und bläst Trübsal, seit dem Vorfall bei dem Logan sie erstechen wollte. Logan fehlt ihr und sie weiß auch nicht wann sie ihn wieder sehen wird. So ist Alltag mühsam und doch bemerkt sie das etwas in ihr und Nickamedes Wasser geschüttet wird doch aufhalten kann sie das Unglück nicht.
Kämpfe mit Schnittern gibt es auch in diesem Band, aber meinem Empfinden nach nehmen sie nicht so viel Platz weg. Man erfährt ein wenig Neues über Gwens Familie. Es geht um die Rettung von Nickamedes und natürlich ist man als Leser gespannt ob Logan auftaucht (ich werde es Euch nicht verraten).
So ist es von Beginn an spannend und auch unterhaltsam und das hört bis zum Ende auch nicht auf.
Interessant ist es auch durch die Reise in die Mountains. hier hat sich die Autorin etwas Neues einfallen lassen. Ich denke die Möglichkeiten eine interessante Geschichte innerhalb eines Schulhofes zu schreiben sind auch irgendwann erschöpft. So kam eine neue Umgebung rein die noch andere Gefahren birgt.

Es gibt zwei neue Figuren in diesem Band. Jeder der die Vorgänger kennt kennt Gwen und ihre Freunde und so muss ich auf diese nicht näher eingehen. Doch die beiden Neuen tauchen recht unerwartet auf. Es sind Rachel und Rory. Was es genau mit beiden auf sich hat mag ich nicht sagen will Euch ja nicht die Spannung nehmen, aber ein wenig analysieren kann ich sie ja trotzdem. Ich hoffe sie kommen auch noch in weiteren Bänden vor.
Rory erinnert ein wenig an die Gwen aus dem ersten Band. In ihrer Academy wird sie gemieden und zunächst ist auch nicht klar warum. Dabei hat hat sie Herz und ist mutig. Rory gefiel mir sofort gut auch trotz ihrer Kratzbürstigen Art. ich würde mir wünschen sie auch in den nächsten Bänden zu lesen.
Genauso wie Rachel. Sie ist die Tante von Rory und eine herzensgute Frau. Sie arbeitet in der Academy in den Rocky Mountains in der Cafeteria und versucht alles um Rory glücklich zu sehen.
Es gab noch andere Figuren die neu erwähnt wurden. mal gut mal böse. Bei manch einem wurde man getäuscht, aber nie so das ich das vorher schon ahnte. Es kam vollkommen überraschend.

Das Ende dieser Bände ist schon ein wenig vorhersehbar. Zumindest so lange die Reihe weiter geführt wird. Es ist ein wenig wie bei den Harry Potter Bänden 1-6. Was sollte die Autorin schreiben, wenn der Protagonist stirbt. Trotzdem ist es nie langweilig und bei jedem Band hoffe ich wieder aufs neue das alles gut ausgeht. Allerdings denke ich nicht das es noch unendlich viele geben kann, denn irgendwann ist meines Erachtens das Thema dann doch durch und wird auch (hört sich jetzt doof an weil es ja Fantasy ist) unglaubwürdig. Bei diesem Teil war das aber noch nicht so.

Mittwoch, 23. April 2014

[REZENSION] Filmstar in Gefahr

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Filmstar in Gefahr
Autor: Henriette Wich
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: Die drei !!! 46
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten



Autor:
Henriette Wich arbeitete als Lektorin in verschiedenen Kinderbuchverlagen, bevor sie sich einen großen Traum erfüllte: selber zu schreiben. Heute ist sie erfolgreiche Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher.


FILMSTAR IN GEFAHR

Schauspieler Adrian, den die drei !!! bereits aus früheren Missionen kennen, lädt die Detektivinnen ein, am Set seines neuen Films dabei zu sein. Marie, Franzi und Kim sind begeistert und verbringen nahezu ihre gesamte Freizeit in der Filmstadt. Doch als Adrians Garderobe durchwühlt wird, finden sie sich plötzlich in einem neuen Fall wieder. Dass es ernster wird als gedacht, zeigt sich, als nicht nur Umschläge mit Bargeld auftauchen, sondern auch Marie Opfer eines Anschlags wird...

Sandra blieb so kühl wie ihre wasserblauen Augen. „Was fällt dir ein, mir das alles an den Kopf zu werfen? Nichts davon ist wahr. Ich hab nichts getan und es gibt keine Beweise für deine Lügengeschichten.“
„Das sind keine Lügengeschichten“, mischte Franzi sich ein. „Wir haben herausbekommen, dass Adrian sich abserviert hat. Und Marie weiß aus sicherer Quelle, dass du üble Gerüchte über sie in die Welt gesetzt hast.“ (S. 74)

Die Filmwelt hat es nicht nur Marie angetan, wie diese Geschichte rund um die Freundinnen wieder einmal zeigt. Denn Film ist viel mehr als vor der Kamera zu stehen, auch im Hintergrund gibt es interessante Tätigkeiten, die die Detektivinnen immer wieder aufs Neue beeindrucken. Doch wieder einmal bleibt ihnen nicht genügend Zeit, alle Eindrücke auf sich wirken zu lassen, denn plötzlich überschatten schlimme Ereignisse das ganze Szenario. Natürlich sind die drei !!! professionell genug, um sich sofort auf den Fall einzulassen, doch es bleibt die Frage, ob sie nicht irgendwann nachlässig und unvorsichtig werden, weil sie sich zu sicher fühlen?!

Nicht nur für die Mädchen, auch für den Leser, ist es immer wieder schön, alte Bekannte zu treffen, so darf man sich dieses Mal auf Adrian freuen, mit dem die Freundinnen schon das ein oder andere Mal zu tun hatten. Die Gelegenheit, bei Dreharbeiten hautnah dabei zu sein, würde sich wohl kaum jemand entgehen lassen. Somit bekommt man auch einen kurzen Einblick in die Welt des Films. Vorrangig geht es aber natürlich um den neuesten Fall für die Jungdetektivinnen, der gar nicht so leicht zu knacken ist.

Es geschehen diverse Dinge, die entweder zusammenhängen können oder gar nichts miteinander zu tun haben. Außerdem gibt es einen Haufen Verdächtige, ebenso wie verschiedenste Motive. Hier nun den Überblick zu behalten, um schließlich der richtigen Spur zu folgen, ist alles andere als einfach. Auch für den Leser, der sich einmal mehr als Hobbydetektiv fühlt, ist es schwierig, zu erahnen, in welche Richtung sich das Geschehen entwickeln wird. Es gibt einige Personen, die sich verdächtig verhalten und in die engere Wahl kommen, doch die Erfahrung hat gezeigt, dass oft diejenigen, die sich unauffällig verhalten, die wahren Täter sind. Wird sich dies auch hier am Ende als richtig offenbaren? Man darf gespannt sein.

„Filmstar in Gefahr“ bringt nicht nur Adrian, sondern auch die drei !!! selber in Gefahr und dem Leser bleibt nichts anderes übrig, als gespannt zu verfolgen, mit welchen Methoden die Detektivinnen diesmal zum Erfolg gelangen gedenken. Denn man selber bleibt sehr lange Zeit ahnungslos...

[AKTION] BLOGGER SCHENKEN LESEFREUDE am WELTTAG DES BUCHES

Auch in diesem Jahr bin ich wieder bei der Aktion BLOGGER SCHENKEN LESEFREUDE mit dabei.

Und da die Katze seit letzten Sommer nicht mehr alleine bloggt, gibt es nicht nur ein Buch, sondern dank Unterstützung des Teams ganze sieben Bücher zu gewinnen:

Wursters Welt (signiert) - mit diesem Buch verschenkt der Autor Uwe Metz selbst Lesefreude, denn er war so nett mir ein signiertes Buch zum Verlosen zuzuschicken
Boarderlines (signiert) - gesponsort von mir, der Gewinner bekommt das Buch jedoch im Anschluss an die Aktion direkt von Andi mit Wunschsignatur zugeschickt
Die besseren Wälder - zur Verfügung gestellt von Ina
Celeste bedeutet Himmelblau - zur Verfügung gestellt von Chrischi
Luzie und Leander: Verblüffend stürmisch - zur Verfügung gestellt von Susi
Seekers: Die Suche beginnt - zur Verfügung gestellt von Natalie
Weil ich Layken liebe - zur Verfügung gestellt von Julia

Und jetzt kommt noch ein besonderes Schmankerl: solltet ihr im näheren Umkreis von Köln wohnen ODER in weiterer Entfernung die Möglichkeit haben eine Lesung im größeren Rahmen auf die Beine zu stellen, könnt ihr Andreas Brendt für eine Lesung gewinnen (sponsort bei Andi - logisch)!

HIER hatte ich bereits eine Ankündigung geschrieben, dort könnt ihr auch zumindest zwei der zu verlosenden Bücher sehen.

Da mein Vertrauen in meine Fähigkeit ein funktionstüchtiges Google-Drive-Formular zu erstellen nicht das größte ist :P schickt eine Kopie eures Kommentars bitte zusätzlich an anette1809[at]gmx[punkt]de mit dem Betreff "Lesefreude zum Welttag des Buches".
Wer sich zusätzlich auf eines der Bücher für die Lesung bewerben will, schreibt dies bitte mit in die Email, plus Entfernung von Köln und Idee zur Umsetzung in größerem Rahmen, falls ihr weiter weg wohnt. Die Lesung wird nicht verlost, sondern Andi wird die Auswahl unter den Bewerbungen treffen.
Die Aktion geht bis zum 30.04.2014, 23:59 Uhr. Am 01.05.2014 gebe ich die Gewinner der Bücher hier auf dem Blog bekannt. Die Auswertung der Bewerbungen für die Lesung wird schnellstmöglich nachfolgen.
Mit der Teilnahme bestätigt ihr, dass ihr volljährig seid oder die Einverständnis eurer Eltern habt am Gewinnspiel teilzunehmen. Eine Teilnahme ist nur mit Versandadresse in Deutschland möglich.


Dienstag, 22. April 2014

[REZENSION] Todessommer

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Todessommer (OT: Blodig Genvej)
Autor: Julie Hastrup
Übersetzer: Hanne Hammer
Verlag: Piper
Reihe: 3/3
Ausführung: Taschenbuch, 400 Seiten



Autor:
Julie Hastrup, geboren 1968 in Ringkøbing, ist ausgebildete Journalistin und eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen Dänemarks. Sie arbeitete für dänische Radio- und Fernsehanstalten, ehe sie 2009 mit »Vergeltung« den Auftakt zu ihrer erfolgreichen Thriller-Serie um die Ermittlerin Rebekka Holm veröffentlichte. Auf ihn folgten »Blut für Blut« und »Todessommer«. Julie Hastrup ist verheiratet und lebt mit ihren zwei Kindern in Kopenhagen.



TODESSOMMER

Inhalt:
Die junge Sofie verschwindet von einem Abenteuerspielplatz spurlos. Erst sucht die Familie nach ihr, als diese nicht weiter kommen verständigen sie die Polizei und das Team rund um Rebekka Holm. Sie versuchen das Mädchen zu finden, den Ermittlern ist klar das die Chance sehr gering ist sie lebend zu finden.
Verdächtige für die Entführung gibt es im familiären Umfeld viele. Die Suche nach Sofie und dem Täter beginnt...

Meine Meinung:
Dies ist der dritte Krimi mit Rebekka Holm und ich war gespannt ob die Autorin wieder so gut schreibt wie im ersten Band. Doch leider wurde ich hier enttäuscht.

Viel mehr war es noch langatmiger als der zweite Band der mir stellenweise etwas zu zäh war. Auch in dem dritten Band stagnieren die Ermittlungen ab einem gewissen Punkt und die Suche dreht sich nur noch im Kreis. Das ist in der Realität gewiss normal stört mich aber sehr wenn ich einen Krimi lese, weil dadurch die Spannung verloren geht. Doch hier baute sich für mich gar keine richtige Spannung auf auch die Tat an sich erlebt man nur als Andeutung mit. Der Täter wird erwähnt schwupp weg ist Sofie und das nächste ist die Begleitung von Rebekka Holm.
Ein anderer Minuspunkt war hier das begleiten von den verschiedenen Verdächtigen und anderen Figuren die für die Handlung wichtig sein sollten, aber nicht unbedingt waren. Das stetige wechseln der Sichten ließ einen Lesefluss nur schwer aufkommen.

In diesem Buch hat man es mit vielen kaputten Personen zu tun. Sei es bei den Ermittlungen selbst wie auch im Umfeld von Sofie. Kaputte Familie, Drogen, Alkohol, Pädophilie alles in einem Buch. Das war ebenfalls etwas viel für meinen Geschmack.
Die Autorin zog auch immer mal Vergleiche zu prominenten Fällen wir Madeleine oder Natascha Kampusch doch auch das machte das Buch nicht interessanter.
Ich empfand den ganzen Krimi als äußerst negativ. Egal ob es die Ermittlungen oder das Privatleben von Rebekka Holm war, es gab nichts was mich vom Hocker gehauen hätte. Ich wurde eher runter gezogen, weil nichts lief, es viel Stillstand gab und dazu die ganze Umgebung sehr negativ wirkte.

Positiv fand ich die Wendung die der Fall am Ende nahm. So wurde es für mich wieder etwas interessanter

Trotzdem werde ich wohl nicht noch einen Band dieser Reihe lesen. Ich hätte mir mehr Schnelligkeit und Spannung gewünscht.

Montag, 21. April 2014

[REZENSION] Aber bitte mit Liebe


Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Aber bitte mit Liebe (OT: The Girls' Guide to Love and Supper Clubs)
Autor: Dana Bate
Übersetzer: Claudia Geng
Verlag: blanvalet
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 544 Seiten



Autor:
Dana Bate ist eine amerikanische Schriftstellerin und ehemalige Reporterin. Sie studierte Molekularbiophysik und -biochemie in Yale, machte aber ihren Master schließlich in Journalistik an der berühmten Medill School of Journalism, wo sie eine Auszeichnung für ihre hervorragenden Leistungen bekam. Dana Bate lebt in der Nähe von Philadelphia. Aber bitte mit Liebe ist ihr erster Roman.


ABER BITTE MIT LIEBE

Hannahs Leidenschaft ist Kochen und Backen. Doch alle Menschen, die ihr nahestehen, redeten ihr immer wieder ein, dass Köchin kein adäquater Beruf für die Tochter zweier bekannter Professoren ist. Als aber schließlich die Beziehung zu ihrem Freund zerbricht und ihr Job ihr mit jedem Tag mehr auf die Nerven geht, beschließt Hannah einen Supper Club zu veranstalten. Da dieses Unterfangen nicht unbedingt legal ist, vermeidet sie es, ihren neuen Vermieter in ihre Pläne einzubeziehen. Die Veranstaltung verläuft großartig, Hannah wird für ihr Essen mehr als gewürdigt, weshalb es keinen Zweifel daran gibt, dass dies wiederholt werden muss. Jetzt muss Hannah es nur noch schaffen, sich komplett von ihrem alten Leben zu lösen, ihre Eltern einzuweihen – und ihren Vermieter...

Einen Streit mit der Mutter meines Freundes vom Zaun zu brechen, einer Frau, die mich jetzt schon nicht leiden kann, ist nicht angebracht. Es ist auch nicht klug. Aber an diesem Punkt ist mir das egal. Ich möchte einfach nur, dass der Abend zu Ende geht, und je eher das geschieht, desto besser. (S. 18)

Dass Hannah nicht wirklich glücklich in ihrem Leben ist, obwohl sie etwas anderes behauptet, wird dem Leser bereits auf den ersten Seiten klar. Etwas nagt an ihr und sie versucht nur, alles im Lot zu halten, denn sie will weder ihre Eltern noch ihren Freund enttäuschen. Und dabei vergisst sie die allerwichtigste Person überhaupt – sich! Was nützt es, wenn alle anderen glücklich sind, man sich selber in seinem Leben aber nicht wohlfühlt, weil nichts so ist, wie man es sich vorgestellt hat, wie man es sich selber wünscht? Auch Hannah muss begreifen, dass Veränderung nicht ohne Schmerz abläuft, aber dass Veränderung, wenn sie wirklich von Herzen kommt, einem viel mehr geben kann.

Der Leser begleitet Hauptprotagonistin Hannah, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, über geraume Zeit und bekommt schnell ein Gefühl dafür, was für ein Mensch sie ist. Dementsprechend würde man sie am liebsten schütteln und ihr vor Augen führen, was es bringt, immer allen alles recht machen zu wollen und die eigenen Bedürfnisse, die eigenen Wünsche komplett zu verdrängen. Doch nach und nach scheint sie selber aufzuwachen und versucht ihren eigenen Weg zu gehen, der natürlich mit Hindernissen gespickt sein wird.

Mit viel Humor, aber auch einer enormen Prise Ernsthaftigkeit verliert man sich sehr schnell in dem Geschehen. Man erlebt die Ereignisse regelrecht, als wäre man selber dabei gewesen. Auch wenn vieles vorhersehbar ist, man hat nicht das Gefühl, dass sich Langeweile breit macht. Eher freut man sich, dass wirklich das geschieht, was man sich zuvor ausgemalt hat. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es jedoch was Hannahs Leidenschaft angeht. Natürlich ist es wichtig, dass darauf eingegangen wird und es schon seltsam wäre, wenn das Kochen nicht erwähnt würde, doch manches Mal wird es dann doch zuviel, wenn auch das dritte und vierte und fünfte Gericht in allen Einzelheiten erläutert wird. Da die Ausführungen jedoch keine Mengenangaben enthalten, kann man es nicht einmal nachkochen. Da hätte man sich die ein oder andere detaillierte Beschreibung weniger gewünscht, dafür ausführliche Rezepte im Anhang.

Neben der gesamten Geschichte rund um dem Supper Club kommt natürlich auch die Romantik nicht zu kurz, die sich immer wieder einen Weg bahnt, auch wenn man sie unterschwellig sowieso fast durchgängig spürt.

„Aber bitte mit Liebe“ erzählt eine wundervolle Geschichte von einer Frau, die auf äußerst ungewöhnliche Weise ihren Weg und ihren Platz im Leben sucht – und findet?