Montag, 22. Dezember 2014

[REZENSION] Fünf Freunde und die mysteriöse Botschaft (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Fünf Freunde und die mysteriöse Botschaft
Autor: Enid Blyton
Sprecher: Erzähler: Lutz Mackensy
Übersetzer: -/-
Verlag: Europa
Reihe: Fünf Freunde 109
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 60 Minuten, 1 CD



Autor:
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Sprecher:
Lutz Mackensy, Ivo Möller, Jannik Endemann, Theresa Underberg, Alexandra Garcia, Maud Ackermann, Gordon Piedesack, Zelda Jahreis, Lennart Krüger, Saskia Weckler, Ingeborg Christiansen, Harald Halgardt, Micaela Kreissler


FÜNF FREUNDE UND DIE MYSTERIÖSE BOTSCHAFT

Am Ostersonntag finden die Fünf Freunde anstatt versteckter Eier eine verletzte Brieftaube im Garten. Doch obwohl sie einen Zettel mit sich führt, scheint es keine Botschaft zu geben. Die Neugierde der Freunde ist entfacht. Schnell können sie den Besitzer der Taube ermitteln und ihm das Tier bringen. Dabei fällt ihnen sofort das seltsame Verhalten des Mannes auf, weshalb sie die Sache erst recht nicht auf sich beruhen lassen. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf Unstimmigkeiten, doch je tiefer sie in den Fall eintauchen, desto mehr schweben sie plötzlich selbst in Gefahr.

Scheinbar kann nicht einmal das Osterfest ruhig ablaufen, wenn die Fünf Freunde in der Nähe sind. Sie ziehen die Abenteuer einfach an oder werden nur sie vom Abenteuer angezogen...
Verständlich jedenfalls, dass sie ein verletztes Tier nicht einfach sich selbst überlassen, das kann mit Sicherheit jeder nachvollziehen. Doch was dann geschieht, damit hätte man eher nicht gerechnet. Gebannt verfolgt der Hörer die Geschichte, macht sich ein Bild der auftretenden Personen und versucht Zusammenhänge zu ermitteln, die alles andere als sichtbar sind.

Diese Folge hat es wahrlich in sich. Es gibt beinahe mehr Verdächtige und Motive als einem lieb ist, so dass man ständig auf der Hut sein muss, um nicht die falsche Fährte einzuschlagen. Auch wenn man immer wieder Vermutungen hat was geschehen sein könnte und wer der Drahtzieher ist, so ist lange Zeit jedoch nicht klar, ob man sich nicht täuscht. Gekonnt wird nicht nur der Hörer in die Verwirrung getrieben, auch die Fünf Freunde müssen ordentlich die Köpfe rauchen lassen, um dieses Abenteuer zu einem guten Abschluss zu bringen. Doch ob ihnen das gelingt...

Die 109. Folge mit Julian, Dick, Anne, George und Timmy ist spannend von Anfang bis Ende. Unvorhergesehene Wendungen sind ebenso enthalten wie gekonnte Detektivarbeit seitens der Freunde. Mit Spürsinn, Gerechtigkeitsempfinden und ganz viel Authentizität wird der Hörer mitten in das Geschehen gezogen sowie von den Charakteren eingenommen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW51


Im Briefkasten

Anette:
Am Ende des Tages, diverse (GW)
Das mit dir und mir, Sabine Bartsch (GW)
Das Strick-Hörbuch, Hörbuch, diverse (GW)
Dia-Abend, Martin Gottschild (GW)
Die Feuerzangenbowle, Hörbuch, Heinrich Spoerl (GW)
Jamies Quest, Dominic und Cornelia Franke (GW)
Liebe auf Reisen, Martina Gercke (GW)
Über ihnen schwebt der Tod, diverse (GW)
Wenn das Leben foul spielt, Thorsten Legat (GW)

Christiane:
Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo, Gerlis Zillgens (GW)
Das Rätsel des Afghans, Grete Pfennig (RE)
Stammtischmorde III, Hartwig Hochstein (Hrsg.) (GW)
Hopfenkönigin, Nicole Joens (GW)



Rund um die "Katze mit Buch"

Rund ums Forum:
* Leserunden für 2015:
- Der Klang der Hoffnung: Die Geschichte einer unmöglichen Liebe (Suzy Zail)
- Marienkäfertage (Uticha Marmon, mit Autorenbegleitung)
- 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte (Karolin Kolbe, mit Autorenbegleitung)
- Devil's River (Thomas Thiemeyer, mit Autorenbegleitung)
- Unland (Antje Wagner, mit Autorenbegleitung)
- Marias letzter Tag (Alexandra Kui, mit Autorenbegleitung)

* BGR 2015:
cbj/cbt:
- Waltraut Lewin - Wenn du jetzt bei mir wärst (3 Ex., ET 02. Februar): ab 12.01.
- Ava Dellaira - Love Letters to the Dead (3 Ex., ET 16. Februar): ab 26.01.
- Susan Juby - Der Tag, als wir begannen die Wahrheit zu sagen (3 Ex., ET 20. April): ab 30.03.
Loewe:
- Mechthild Gläser - Die Buchspringer (3 Ex., ET 16. Februar): ab 26.01.
- Franziska Moll - Egal wohin (3 Ex., ET 09. März): ab 16.02.
- Maggie Stiefvater - Schimmert die Nacht (3 Ex., ET 09. März): ab 16.02.

[REZENSION] Die Reise beginnt

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Reise beginnt (OT: Across the Universe)
Autor: Beth Revis
Übersetzer: Simone Wiemken
Verlag: Oetinger
Reihe: Godspeed 1
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 448 Seiten



Autor:
Beth Revis, geboren und aufgewachsen in den Ausläufern der Appalachen in North Carolina/USA, schrieb schon während der Schule lieber Kurzgeschichten, statt dem Unterricht zu folgen. Diese Gewohnheit behielt sie auch an der Universität bei - aus ihren Kurzgeschichten waren mittlerweile halbe Romane geworden. Nach ihrem Abschluss an der NC State University in Englischer Literatur wurde Beth Revis Lehrerin. Da sie es auch weiterhin nicht lassen konnte, Geschichten zu schreiben, statt Essays zu korrigieren und Unterrichtspläne zu erstellen, hat sie sich inzwischen ganz dem Schreiben gewidmet. Beth Revis lebt mit ihrem Ehemann und einem Hund im ländlichen North Carolina/USA. "Godspeed - Die Reise beginnt" ist ihr Debütroman und der Auftakt einer Trilogie.


DIE REISE BEGINNT

Gemeinsam mit ihren Eltern lässt Amy sich einfrieren, um in mehreren hundert Jahren auf einer neuen Erde aufgetaut zu werden. Doch dann geht etwas schief und sie findet sich hilflos und allein auf der Godspeed wieder, die noch immer in den weiten des Alls unterwegs ist. Dort trifft sie auf Junior, er scheint der einzige zu sein, der ihr wohlgesonnen ist. Bald schon soll er der neue Anführer der Godspeed werden und muss dafür noch viel lernen. Die Menschen, die dort leben, müssen sicher geführt werden, es darf nicht ein Hauch von Unsicherheit zu spüren sein. Doch wie soll Junior das schaffen, wenn er augenscheinlich selber nicht die ganze Wahrheit über die Mission kennt. Und dann ist da auch noch seine Zuneigung zu Amy...

[…] Andererseits hat mich genau das in Schwierigkeiten gebracht. Dann fällt mir das Zimmer des Ältesten ein. Ich weiß, dass er dort einen Vorrat an Medis hat.
Aber das würde bedeuten, dass ich mich in seine Kammer schleichen müsste und damit das unausgesprochene Gesetz der Privatsphäre verletzen würde.
Zugegeben, ich habe alle Türgriffe im vierten Stock des Krankenhauses durchprobiert (also gut, ich bin eingebrochen), aber ich bin noch nie in den privaten Bereich von jemandem eingedrungen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. (S. 138f)

Mit „Die Reise beginnt“ startet die Godspeed-Trilogie und mit ihr das gleichnamige Schiff, auf dem Weg in eine neue, bessere Welt, da die Zerstörung der alten nicht mehr aufzuhalten ist, wie so häufig in dystopischen Erzählungen zu finden. Dennoch ist es zeitweise seltsam über für uns normale Dinge zu lesen, die auf der Godspeed als „falsch“ dargestellt werden. Man fragt sich unwillkürlich, ob diese Dinge tatsächlich dazu beitragen werden, dass die Erde sich eines Tages einer solchen Zerstörung gegenübersieht.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Amy und Junior, jeweils aus der Ich-Perspektive, so erhält man ein Gefühl dafür wie ein- und dieselbe Situation bei zwei vollkommen verschiedenen Menschen ankommen. Junior kennt die Erde, auf der Amy aufgewachsen ist, nur aus dem Unterricht und weiß demnach nicht, ob es wirklich alles der Wahrheit entspricht was ihm beigebracht wird. Als Leser kann man sich gut in Amy hineinversetzen, selbst würde man sich wohl ebenfalls am falschen Ort wähnen und unwohl fühlen, wäre man an ihrer Stelle.

Dass es nicht bloß um den Flug der Godspeed hin zu einer besseren Welt geht, wird schnell deutlich. Machtkämpfe gab es in der Geschichte immer und wird es vermutlich auch immer geben, auf begrenztem Raum, wie es hier der Fall ist, wirkt sich ein solches Verhalten allerdings noch einmal stärker aus. Auch die Beziehung zwischen Amy und Junior ist ein großes Thema, das sich schon relativ früh abzeichnet. Können zwei Menschen, die so unterschiedlich sind, tatsächlich zusammen sein und auch noch etwas bewirken?

Mit „Die Reise beginnt“ ist der Grundstein gelegt, es gibt kein Zurück mehr, weder für die Protagonisten noch für den Leser. Man hat sich fangen lassen von einer Vision, die man nun mit eigenen Augen sehen möchte. Ein gelungener Auftakt, der Anreize bietet auch die anderen beiden Teile der Trilogie zu lesen.

Samstag, 20. Dezember 2014

[REZENSION] Verwandlung

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Verwandlung (OT: Sweep 01 - Book of Shadows)
Autor: Cate Tiernan
Übersetzer: Elvira Willems
Verlag: cbt
Reihe: Das Buch der Schatten 1
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Cate Tiernan wuchs in New Orleans auf und studierte Russische Literatur an der New York University. Sie arbeitete zunächst in einem renommierten Verlag in New York, bevor sie beschloss, selbst Schriftstellerin zu werden. Ihre Hexenserie "Das Buch der Schatten" ist ein riesiger Erfolg und wurde in mehrere Länder verkauft; ein Kinofilm ist in Arbeit. Heute lebt Cate Tiernan mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Stiefsöhnen, einem Pudel und vielen Katzen in North Carolina.


VERWANDLUNG

Morgan ist ein eher unauffälliges Mädchen, das gerne mit ihren Freunden Zeit verbringt und dem Mathe-Club angehört. Als jedoch der gutaussehende Cal an ihrer Schule auftaucht, scheint sich alles zu verändern. Alle sind fasziniert von dem Neuen und er scharrt die Mitschüler nur so um sich, da haben plötzlich Menschen miteinander zu tun, die sonst nie ein Wort gewechselt hätten. Plötzlich wird es magisch und Cal lässt die Bombe platzen: Er will einen Hexenzirkel gründen. Von dem Thema regelrecht angezogen, spürt Morgan, dass in ihrem Inneren etwas vor sich geht, etwas, das lange Zeit verborgen geblieben war...

„Verwandlung“ ist der erste Band aus der Reihe „Das Buch der Schatten“ von Cate Tiernan.
Recht früh spürt man deutlich, dass es sich hier um einen Serienauftakt handelt, da das Geschehen an einigen Stellen nicht so recht in Schwung kommen will. Allerdings merkt man ebenfalls, dass so manche Passage fast schon künstlich in die Länge gezogen wurde. Hier lässt sich nur vermuten, dass dies geschieht, um auch für die Folgebände noch genügend Stoff zu haben. Das ist allerdings nur Spekulation und lässt sich erst nach der Lektüre des zweiten Bandes tatsächlich beurteilen.

Leider bleiben auch die Charaktere noch etwas blass, Tiefgründigkeit sucht man vergeblich. Auch was die Wicca-Thematik angeht, sieht es ähnlich aus. Sicherlich hat jeder eine Ahnung vom Thema oder eine vage Vorstellung. Das reicht jedoch nicht, um alles nachvollziehen zu können. Hier hätte man sich doch weiterführende Erläuterungen gewünscht, um weiter in die Atmosphäre eintauchen zu können. Denn die Grundidee ist durchaus gut, Mängel gibt es jedoch in der Umsetzung.Der Abschluss des ersten Bandes ist fast schon von vornherein vorhersehbar, allerdings bleiben auch einige Fragen offen, was wiederum gut ist und dann doch wieder dazu verleitet, den zweiten Band lesen zu wollen.

Ansonsten lässt sich die Geschichte gut und flüssig lesen, die Sprache ist recht einfach gehalten, passt aber zur sonstigen Gestaltung. In gewisser Weise reizt den Leser das Buch schon, man fühlt sich aber doch ein bißchen hin und her gerissen, wie man es nun schlussendlich bewerten soll. Zieht man ein Resümee, überwiegen auf den ersten Blick die negativen Kritikpunkte. Doch die Neugierde und die Hoffnung, dass das Schwächeln nur daran liegt, dass es sich um den Auftakt handelt, der schon so manches Mal zäh daher kam, verhelfen dazu, dass sich die Gesamtbewertung dann doch im Mittelfeld bewegt.

Freitag, 19. Dezember 2014

[REZENSION] Doktor Tod (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Doktor Tod
Autor: Jason Dark
Sprecher: Erzählerin: Alexandra Lange
Übersetzer: -/-
Verlag: Lübbe
Reihe: Sinclair Classics 20
Ausführung: Hörspiel, ca. 61 Minuten, 1 CD



Autor:
Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Aufgewachsen ist er in Dortmund.
Eigentlich hatte er Journalist oder Reporter werden wollen, aber auf Wunsch seiner Eltern erlernte er einen "anständigen" Beruf und wurde Chemotechniker. Nebenbei begann er zu schreiben.
Kleine Geschichten, nie einen Roman. Das änderte sich, als er 1966 zur Bundeswehr eingezogen wurde. Da schrieb er seinen ersten Roman, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei-Verlag.
Anfang 1973 gab er seinen Beruf als Chemotechniker auf und trat als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei-Verlages ein. Er schrieb weiterhin Romane - für die Krimiserien Cliff Corner, John Cameron, Jerry Cotton, Kommissar X und Franko Solo, aber auch für Western-Reihen, u.a. für Lassiter.
Als der Bastei-Verlag eine neue Reihe auf dem boomenden Gebiet des Horrorromans plante, wurden Autoren gesucht, die die ersten Romane schrieben. Helmut Rellergerd schrieb Band 1 der neuen Reihe, den ersten Sinclair-Roman.
Ab diesem Zeitpunkt drehte sich das Erfolgskarussell immer schneller. Bald mußte Jason Dark, wie sich der Autor nun nannte, jeden Monat vier Heftromane und ein Taschenbuch schreiben. Die Sinclair- Serie wurde zu einer der meistverkauften Roman-Serien in Deutschland.
Im Jubiläumsjahr 1997, in dem der 1000ste Heftroman seiner Sinclair- Serie erscheint, erfüllt sich für ihn ein Traum, den wohl jeder Autor träumt: seine Romane werden verfilmt.

Sprecher:
Alexandra Lange, Dietmar Wunder, Wolfgang Rüter, Bert Franzke, Celine Fontanges, Achim Schülke, Peter Weis, Wolf Frass, Erik Schäffler, Eva Meckbach, Frank Felicetti, Reent Reins, Jürgen Holdorf, Michael Harck, Tammo Kaulbarsch, Tilman Borck, Markus Stolberg, Karin Rasenack, Regina Lemnitz, Bernd Rumpf, Ilya Welter, Tayfun Bademsoy, Wolfgang Berger, Gerlinde Dillge, Waldemar Hooge, tim Kreuer, Ernst-August Schepmann, Philipp Schepmann, Sonja Stein


DOKTOR TOD

Es sollte ein lustiger Abend werden, für den sich Jessica und Hank mit ihren Freunden auf dem Jahrmarkt verabredet hatten. Doch der Besuch des unheimlichen Spiegelkabinetts beendet den Spaß schlagartig, denn nur zwei der vier Jugendlichen überleben die Attraktion, was jedoch noch lange nicht heißt, dass sie nun in Sicherheit wären. Scotland Yard und John Sinclair werden auf den Plan gerufen, denn der Gegner gibt sich zu erkennen – Doktor Tod treibt sein Unwesen und der Geisterjäger hat alle Hände voll zu tun, dem Irrsinn ein Ende zu machen...

Es scheint, als hätte John Sinclair kaum noch Zeit zum Verschnaufen. Ein Fall jagd den Nächsten. Ein übernatürliches Wesen schrecklicher als das Andere. Doch wie soll ein einzelner Mann gegen all diese schrecklichen Kreaturen kämpfen und gewinnen, ist das überhaupt zu schaffen? Jetzt sieht er sich auch noch einem Irren gegenüber, der sich „Doktor Tod“ nennt. Dieser Kerl kann unmöglich alleine agieren, da muss noch jemand anderes dahinter stecken, und John Sinclair ist bereit sich dem nächsten Kampf zu stellen.

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Natürlich weiß man, dass die Geschichten rund um den Geisterjäger weiter gehen, und die Invasion des Übernatürlichen nicht abreißt, dennoch ist man immer wieder regelrecht schockiert, wenn schreckliche Dinge geschehen, wie auch dieses Mal wieder. Gebannt verfolgt der Hörer den perfiden Plan von Sinclairs Gegenspieler und hofft, dass er diesen nicht vollends in die Tat umsetzen kann. Dass er begonnen hat steht außer Frage, doch es muss ihm Einhalt geboten werden, je früher desto besser.

Atemlos verfolgt man ebenso den Weg John Sinclairs, der sich, wie so häufig, Hals über Kopf ins Abenteuer stürzt und dabei mehr auf die Sicherheit der Menschheit als auf seine eigene bedacht scheint. Mit der ihm eigenen Ironie schafft er es sogar den Hörer zu amüsieren, obwohl die vorliegende Situation so überhaupt nicht witzig ist.

Diese Folge wartet mit viel Spannung auf, weiß man schließlich, dass Doktor Tod eine zentrale Rolle in Sinclairs Leben spielt beziehungsweise in diesem Fall noch spielen wird. Entsprechend gespannt ist man hier vor allem auf den Ausgang des Geschehens. Gekonnt wird die durchgängig düstere Atmosphäre auf den Hörer übertragen, sowohl mit stimmigen musikalischen Untermalungen wie auch auf Grund der Darbietung der Sprecher.
Am Schluss bleibt nur zu hoffen, dass John Sinclair wieder zu Kräften kommen kann, bevor das nächste Verbrechen vor der Tür steht. Doch es scheint als käme er wieder einmal nicht zum Ausruhen...