Sonntag, 30. August 2015

[RUND UMS BUCH] Neuzugänge KW35


Im Briefkasten

Anette:
Die Auserwählten - Kill Order: Das Prequel zur Maze Runner-Trilogie, James Dashner, (RE)
Ein seltsames Wesen: Warum wir gähnen, rülpsen, niesen und andere komische Dinge tun, Robert Provine (GW)

Christiane:
Fingerhutsommer, Ben Aaronovitch (RE)
Finstermoos 04, Janet Clark (RE)
Leona, Jenny Rogneby (GW)
Verspielt,  Roman Klementovic (GW)

[REZENSION] Verhinderter Held

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Verhinderter Held
Autor: Felix Römer
Verlag: Satyr Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 89 Seiten



Autor:
Seit 1999 steht er mit seinen Texten auf Bühnen und avancierte zu einem der stilprägenden Slam-Poeten Deutschlands. 2006 wurde er deutscher Vizemeister im Poetry Slam, 2007 Teammeister zusammen mit Sebastian 23, Gabriel Vetter und Lars Ruppel als die literarische Boygroup »SMAAT«. Doch auf ein Buch von ihm mussten wir 15 Jahre lang warten! Nun ist es endlich da: der erste Gedichtband von Felix Römer!
Kaum ein anderer Bühnenpoet schafft den Spagat zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit so gut wie er. Auf der Bühne besticht er durch seine markante Stimme, seinen Humor und seine Leidenschaft. In seinen Texten treffen sich Pathos und Melancholie, Ernst und Komik, analytischer Scharfsinn und bissige Pointen.


VERHINDERTER HELD

Inhalt:
Verhinderter Held ist ein Poetry Slam Buch mit 89 Seiten voll mit nachdenklichen, lustigen und auf viele Menschen passende Texte von Felix Römer. Er reimt und erzählt über das Leben als Poet, über Punkrock, verhinderte Helden und immer wieder über die Liebe zum Leben.

Meine Meinung:
Verhinderter Held ist das von mir schon lange erhoffte Buch von Felix Römer. Als Julia Engelmann letztes Jahr ihr Buch raus brachte hoffte ich noch mehr. Schließlich bot sie damit eine Plattform. Mein Hoffen wurde erhört und da ist es nun. Ein kleines unscheinbares Buch von 89 Seiten voll von Texten, die zum Lachen und Nachdenken bringen. Die aus dem Leben von Felix Römer erzählen.

Gelesen sind diese Texte wirklich schnell. Vielleicht für mich auch deswegen weil ich viele davon kenne. Die Intonation von Felix ist für mich das Besondere und ich selber bekomme es beim Lesen nur hin, weil ich sie eben schon gehört habe. Es gibt aber auch in dem Buch Links zu insgesamt sechs Audiodateien und so kann man einfach, statt lesen, zuhören und genießen.

Lars Ruppel schreibt das es Menschen gibt die sich mit Felix Texten einwickeln, sich mit ihnen schützen, Mut anlesen und trösten und genau das trifft es auf den Punkt. Egal ob es Texte sind wie "Es ist schön" das es in vielen Varianten gibt und einfach positive Stimmung macht oder "Unschuld", das die schönen Seiten der Kindheit wunderbar vermittelt. Jeder Text passt zu einem selbst, zum Leben und oder zu Situationen die man kennt.

Felix Römer steht seit 1999 mit seinen Texten auf der Bühne. Ich glaube 2005 oder 2006 habe ich ihn zum ersten Mal gehört. Ich durfte ihn durch meine beste Freundin, seine Schwester kennen lernen und wurde so begeisterter Zuhörer von Poetry Slam, eine Art des Gedanken vortragen, die ich vorher nicht kannte. Ich finde Felix Römer hat Poetry Slam für mich, aber gewiss auch für andere bekannter gemacht.

[REZENSION] Aussicht auf Sternschnuppen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Aussicht auf Sternschnuppen
Autor: Katrin Koppold
Übersetzer: -/-
Verlag: rowohlt
Reihe: Band 1
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten



Autor:
Katrin Koppold arbeitete nach ihrer Schulzeit als Journalistin, Fitnesstrainerin, TV-Darstellerin und Pferdepflegerin auf einem Gestüt in Irland, bevor sie sich dazu entschloss, sesshaft zu werden. Heute wohnt sie mit ihrer Familie und ihren zwei Katzen bei München. Als E-Book-Autorin hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben.


AUSSICHT AUF STERNSCHNUPPEN

Eigentlich ist Helga alles andere als spontan und wagemutig, doch als sie eine verdächtige SMS auf dem Handy ihres Freundes entdeckt, reicht es ihr ganz gehörig. Sie glaubt nicht an die Geschäftsreise, die er als Vorwand nimmt, um nach Italien zu reisen und macht sich kurzerhand ebenfalls auf den Weg zum Flughafen. Dort muss Helga dann allerdings feststellen, dass alle Flüge gestrichen sind, die einzige Möglichkeit ist ein Mietwagen. Nach einigem Hin und Her kann sie den allerletzten ergattern, doch muss sie ihn sich mit einem Mann teilen, der ihr schon auf die Nerven geht, bevor die Reise überhaupt begonnen hat...

Aber vor allem: In meinem zweiten Leben als Dienerin Gottes würden Männer überhaupt keine Rolle spielen. Ich würde garantiert niemals unter dem Küchentisch kauern, das Handy meines Freundes in der Hand und folgende Nachricht lesen: Caro, non vedo l'ora di rivederti. Angela (S. 9)

Nichts ist schlimmer als die Befürchtung, der Partner könne eine Affäre haben und es auch sonst mit der Wahrheit vielleicht nicht so genau nehmen. Auch wenn die Art und Weise wie Helga in diesem Fall zu der Annahme kommt, recht grenzwertig ist, so sind ihre Bedenken durchaus nachvollziehbar und auch, dass sie ihn nicht sofort damit konfrontieren möchte. Sicherlich kann nur sprechenden Menschen geholfen werden, doch gibt es Themen, mit denen man sich recht schwer tut und diese möglichst vermeidet. So kommt es, dass Helga sich ohne Plan auf den Weg nach Italien macht und dabei viel mehr erfährt als nur, ob ihr Freund ihr treu ist oder nicht.

Schnell wird deutlich, dass man, trotz humorvollem Schreibstil und aberwitzigen Szenen, keine oberflächliche Geschichte vor sich hat. Zwischen den Zeilen deutet sich eine Tiefe an, die man möglicherweise auf Grund des Covers und der Kurzbeschreibung nicht unbedingt erwartet hätte, die aber alles andere als unwillkommen ist. Nicht nur der Leser lernt während des Aufeinandertreffens zweier gänzlich unterschiedlicher Charaktere einiges über ebendiese, auch sie selbst steigen in einen Lernprozess ein, mit dem sie sicherlich nicht gerechnet haben.

Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, mal mehr mal weniger vorhersehbar, doch für die Gesamtentwicklung extrem wichtig. Im Leben folgt nicht immer alles einem strukturierten Plan, vor allem keinem, den man selbst aufgestellt hat, das spiegelt sich auch in dieser Geschichte wider, die dadurch an Authentizität gewinnt. Es macht viel Freude den Protagonisten während turbulenter Zeiten zur Seite zu stehen und gleichzeitig zu wissen, dass mit der letzten Seite noch nicht alles vorbei ist, es vielmehr im nächsten Band weiter geht, auch wenn die Hauptfiguren wechseln.

Samstag, 29. August 2015

[REZENSION] Seelenbruch

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Seelenbruch
Autor: Eva Lirot
Übersetzer: -/-
Verlag: -/-
Reihe: Jim Devcon 2
Ausführung: Taschenbuch, 210 Seiten



Autor:
Eva Lirot hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert, lebt mit ihrem Mann in Limburg an der Lahn, spielt ein wenig Klavier, fotografiert gern und ist eine Vielleserin (quer durch die Genres).
In ihrer Jugend schrieb sie Songtexte, Büttenreden und kurze Theaterstücke, heute sind es Kurzkrimis und Romane, ebenfalls im Genre Krimi/Thriller.
Eva Lirots Motto beim Schreiben: "Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama." (Carl Spitteler)
Mehr zur Autorin: www.evalirot.com


SEELENBRUCH

Belebter hätte der Kaiserdom nicht sein können als zur Bischofsweihe. Und doch gelingt dem kaltblütigen Täter nicht nur ein Mord, sondern auch eine unerkannte Flucht. Jim Devcon und sein Team werden mit dem ungewöhnlichen Fall betraut, der ihnen einiges abverlangt. Dabei verfolgen sie einen Täter, der nicht nur von seinen aktuellen Taten schier erdrückt wird...

Wer die Seele eines Menschen bricht, öffnet Pandoras Büchse (S. 1)

„Seelenbruch“ ist der zweite Fall für den recht eigenwilligen Ermittler Jim Devcon, der schnell als einsamer Cowboy in die Gedanken der Leser eingehen wird. Der Thriller ist bereits 2010 unter demselben Titel erschienen, inhaltlich jedoch hat sich einiges getan, nachdem Autorin Eva Lirot sich ein weiteres Mal mit den Geschehnissen auseinandergesetzt hat, um den Titel in Eigenregie erneut auf den Markt zu bringen.

Zwar hat der Leser von Anfang an einen vermeintlichen Wissensvorsprung was die Identität des Täters angeht, doch zu den Hintergründen fehlt jegliche Information, so dass man auf die Ermittlungen der Polizei angewiesen ist ebenso wie auf das weitere Agieren des Täters. Denn nur so lässt sich möglicherweise ein Bild zusammenstellen, das das Ausmaß des Geschehens erst deutlich macht.

Die Autorin geht wahrlich nicht zimperlich mit ihren Lesern um. Diese werden nämlich von Beginn an ins kalte Wasser geschmissen und erleben nicht nur einen rasanten, sondern mitunter handlungsmäßig recht heftigen Einstieg. Schnell hat man sich jedoch gefangen und kommt mit diesem ungewöhnlichen Stil immer besser klar, zumal er absolut passend zum Geschehen erscheint. Die Darstellung der Charaktere erfolgt weitestgehend im Verlauf des Geschehens, entweder durch Aussprüche oder Handlungsweisen, wodurch Lebendigkeit und Authentizität gewahrt und gleichzeitig Langatmigkeit vermieden wird.

Liest man konzentriert und aufmerksam, so kommen manche Wendungen zum Schluss nicht mehr gar so überraschend, die Spannung allerdings bleibt dennoch vorhanden, so dass man durchaus zufrieden aus der Lektüre auftaucht und weitere Fälle mit Jim Devcon erleben möchte.


Reiheninfo:
Band 1: Rendezvous mit dem kleinen Tod

Freitag, 28. August 2015

[BLOGTOUR] Wo der Regenbogen anfängt: Roadtrips (In Büchern und oder Filmen)

http://juliabohndorf.jimdo.com/ver%C3%B6ffentlichungen/wo-der-regenbogen-anf%C3%A4ngt/blogtour/ 

Redakteur: Anette Leister

Nach vier Beiträgen auf anderen Blogs, ist die Blogtour zu Julia Bohndorfs "Wo der Regenbogen anfängt..." heute auf Katze mit Buch zu Gast.
In der Geschichte spielt ein Roadtrip eine nicht ganz unwesentliche Rolle, auch wenn die Krankheit von Maeves jüngerer Schwester Niamh deutlich im Vordergrund steht.
Meine Rezension zu dem Buch könnt ihr HIER nachlesen.

Roadtrips findet man häufig in Büchern oder Filmen, dabei sind die Protagonisten nicht immer mit einem Auto unterwegs, ich habe auch schon Bücher gelesen, bei denen die Personen mit dem Bus oder dem Zug oder verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs waren. Dieses Jahr habe ich bereits unter anderem "Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek" gelesen, bei denen die Protagonisten in Großbritannien unterwegs sind und "Auf und davon", einen Jugendroman, der gerade erst diesen Monat auf deutsch erschienen ist und dessen Handlung in den USA spielt.
Neben den Verkehrsmitteln können sich Roadtrips auch in ihrer Intention unterscheiden: manche Roadtrips beinhalten ein Ziel, welches erreicht werden soll, wie es in "Wo der Regenbogen anfängt..." der Fall ist, denn Maeve und Niamh haben das Zuhause ihrer Tnte und ihres Onkels in Irland zum Ziel, andere Roadtrips führen von etwas weg, wie in dem Film "Thelma und Louise" bei denen zwei Frauen auf der Flucht vor der Polizei sind.

Ich bin zwar niemand, der bewusst nach Geschichten mit Roadtrips sucht, aber das Thema war wohl schon immer recht beliebt in Büchern oder Filmen, so dass mir schnell weitere Werke eingefallen sind, die ich in Vergangenheit gelesen oder gesehen habe, von denen ich gerne noch einige meiner Favoriten weiterempfehle.

3 Buchempfehlungen:
Mit dem Kühlschrank durch Irland
Nächsten Sommer
Margos Spuren

3 Filmempfehlungen:
Priscilla - Königin der Wüste
Bolt - Ein Hund für alle Fälle
Eine wahre Geschichte - The Straight Story

Bei der Blogtour zu "Wo der Regenbogen anfängt..." gibt es auch etwas zu gewinnen:

Gewinnspiel

1. Platz: 1 signiertes Printexemplar zu "Wo der Regenbogen anfängt…"
2. und 3. Platz: "Wo der Regenbogen anfängt…" als Ebook im Wunschformat
4. Platz: Goodiepack

Um am Gewinnspiel teilzunehmen beantwortet mir folgende Frage bis zum 29.08. in den Kommentaren:

Was findet ihr an Büchern oder Filmen, in denen Roadtrips eine Rolle spielen, besonders faszinierend oder sind Roadtrips kein Thema, das euch begeistern kann?

Teilnahmebedingungen:

– Ihr seit mindestens 18 Jahre alt oder habt die Einverständnis eurer Eltern.
– Der Gewinn ist nicht auszahlbar.
– Für den Postversand und das verloren gehen wird nicht gehaftet
– Ihr seid damit einverstanden das euer Name öffentlich auf allen Blog sbekanntgegeben wird im Gewinnfall.
– Die Daten werden nur an die Autoren und den Verlag weitergegeben, im Gewinnfall um euch den Gewinn zukommen zu lassen und werden nicht gespeichert

Morgen geht es bei den Bookwormdreamers mit einem Beitrag zu dem Thema Irische Legenden und Geschöpfe weiter.
Am Wochenende findet bereits die Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner statt.